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Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen auf Hochtouren. Die 18 Bundesligisten haben schon viele Transfers getätigt. Bis zum 31. August dürfen die Clubs ihre Aufgebote personell noch verstärken. Allerdings müssen die neu zu verpflichtenden Spieler zunächst auf die Transferliste gesetzt werden - was täglich bis 12 Uhr per Antrag bei der DFL möglich ist. Die Transferliste wird in dieser Zeit vom Ligaverband aktualisiert. Mehr zur “Transferbörse“ finden Sie hier.
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DFB-Pokal
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Der DFB-Pokal feiert runden Geburtstag: In diesem Jahr steigt die 70. Auflage des Wettbewerbs, der am Freitag mit den Partien SG Sonnenhof Großaspach gegen den FSV Frankfurt und VfB Lübeck gegen Eintracht Braunschweig eröffnet wird. Titelverteidiger Borussia Dortmund spielt am Samstag in Oberneuland, zum Abschluss trifft am Montag Jahn Regensburg auf Rekordsieger Bayern München. Welche Favoriten werden sich schwer tun, wer scheitert überraschend?
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Supercup: FCB schlägt BVB
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Die Bayern holen sich gegen Dortmund den ersten Titel der neuen Saison. Nach einem Doppelschlag zur frühen 2:0-Führung lässt der Rekordmeister nichts mehr anbrennen und sichertesich nach drei zweiten Plätzen in der Vorsaison endlich wieder eine Trophäe.
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"Für jeden Fußballer ein Traum"
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Zwei Jahre war er weg aus Deutschland, nun ist er wieder da. Du-Ri Cha, der bereits bei fünf Bundesliga-Vereinen unter Vertrag stand, spielt seit dem Sommer für Fortuna Düsseldorf. bundesliga.de sprach mit dem südkoreanischen Nationalspieler.
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Alle Infos zur neuen Saison
Die Vorfreude auf den Startschuss zur Bundesliga steigt von Tag zu Tag. Am 24. August geht die neue Bundesliga-Spielzeit wieder los! bundesliga.de präsentiert die große Vorschau. Interviews, Fakten, Transfers, Teamvorschau - alles auf einen Blick! Hier gibt es die Infos.
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| | Karlheinz Pflipsen |
Liebe Leserinnen und Leser,
die Saisonvorbereitung ist zu Ende. Mit der 1. Runde im DFB-Pokal steht das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Zu den attraktivsten Paarungen zählt sicherlich das Derby meiner beiden Ex-Vereine Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach. Wenn ein Bundesligist gegen einen Drittligisten antritt, dann ist die Favoritenrolle klar vergeben. Natürlich hat Aachen den Vorteil im Rhythmus zu sein, dennoch sollte Borussia den sicherlich nicht leichten Prüfstein meistern.
Ich stehe nicht alleine da, wenn ich sage, dass die Entwicklung der Borussia in den letzten beiden Jahren sensationell ist. Keiner hatte im Vorfeld der letzten Saison gedacht, dass sie eine so starke und erfolgreiche Saison hinlegen konnten. Es hat nach langer Durststrecke endlich wieder richtig Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen.
Der Verlust speziell von Marco Reus und Dante ist groß, aber dadurch konnte man sich auch in diesem Jahr auf dem Transfermarkt "austoben". Ob die neuen Spieler die große Lücke, die Reus oder Dante hinterlassen haben, ohne Anlauf stopfen können, wird sich zeigen.
Die Neuzugänge Dominguez, de Jong und Xhaka sind Spieler, die schon nachgewiesen haben, dass sie eine hohe Qualität besitzen und dazu noch sehr jung sind, wodurch auf jeden Fall noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Es ist absolut der richtige Weg, den Borussia eingeschlagen hat.
Die Gefahr eines Fehlstarts besteht bei jeder Mannschaft in jedem Jahr, aber genauso gut kann es auch in die andere Richtung laufen, und Borussia kommt im Pokal eine Runde weiter, meistert die hohe Hürde Dynamo Kiew in der Champions-League-Qualifikation und besiegt den Angstgegner Hoffenheim in der Bundesliga. In ein paar Wochen sind wir alle schlauer. Grundsätzlich glaube ich, dass die Mannschaft gut aufgestellt ist und auch in der nächsten Saison eine ordentliche Rolle spielen wird.
Kiew war sicherlich eins der schwersten Lose im Topf und definitiv nicht der Wunschgegner. Die internationale Erfahrung und der frühere Saisonstart sind ein Vorteil für die Ukrainer, dennoch wird die Gladbacher Mannschaft in den Begegnungen alles abrufen, um im nächsten Jahr in der Champions League zu spielen. Gelingt es der Borussia die Form des Vorjahres in beiden Spielen zu zeigen, sind sie für mich auch kein Außenseiter.
Normalerweise sagt man ja, dass es besser ist, zuerst auswärts anzutreten und dann zu Hause. Aber in diesem Fall ist es für mich ein Vorteil, dass die Borussia zuerst Heimrecht hat. Es ist leichter, in einem Heimspiel einen unbekannten Gegner kennenzulernen und zu beeindrucken.
Sollte es dennoch nicht klappen, spielt man in der nächsten Saison eben in der Europa League - und das ist nach den letzten Jahren mehr, als sich jeder Fan wünschen konnte. Ich drücke dem Verein auf jeden Fall die Daumen.
Ihr Karlheinz Pflipsen
Karlheinz Pflipsen stand in der Borussen-Mannschaft, die 1995 mit dem Pokalsieg den letzten Titel an den Niederrhein holte. Der heute 41-Jährige spielte in seiner 16 Jahre dauernden Profikarriere für Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und 1860 München, sowie zwischendurch zwei Jahre für Panathinaikos Athen. Insgesamt absolvierte er 197 Bundesliga-Spiele (37 Tore) für die "Fohlen" und 77 Spiele (11 Tore) in der 2. Bundesliga. Auch ein Länderspiel für Deutschland steht in seiner Vita. Nach seiner Karriere trainierte Pflipsen die U23 von Rot-Weiß Essen. Heute ist er Geschäftsführer der Sports 11 GmbH, die junge Talente betreut, berät und vermittelt.
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DFB-Pokal
Stolpergefahr auf dem Weg nach Berlin
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| | Im Finale 2012 deklassierte der BVB die Bayern mit 5:2 |
Der DFB-Pokal feiert runden Geburtstag: In diesem Jahr steigt die 70. Auflage des Wettbewerbs, der am Freitag mit den Partien SG Sonnenhof Großaspach gegen den FSV Frankfurt und VfB Lübeck gegen Eintracht Braunschweig eröffnet wird. Titelverteidiger Borussia Dortmund spielt am Samstag in Oberneuland, zum Abschluss trifft am Montag Jahn Regensburg auf Rekordsieger Bayern München.
Wie immer haben die unterklassigen Clubs Heimrecht, sie freuen sich auf ihr Spiel des Jahres und auf den Besuch der Profivereine aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga. Und auch in diesem Jahr sind wieder eine Reihe hochinteressanter Paarungen dabei.
Und es hat sich viel getan im DFB-Pokal in den letzten Jahren. Langsam und kaum bemerkt haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Gab es früher fast in jedem Jahr einen neuen Pokalsieger, so machen in diesem Jahrtausend nur noch eine Handvoll Vereine den Titel unter sich aus. Bayern München gewann sechs Mal die Trophäe, Schalke 04 drei Mal und Werder Bremen zwei Mal. Hinzu kommen der 1. FC Nürnberg und in der vergangenen Spielzeit Borussia Dortmund. Macht insgesamt gerade einmal fünf verschiedene Pokalsieger in 13 Jahren.
Die Topclubs nehmen den Pokal wieder sehr ernst
Das ist in der Pokalgeschichte ebenso ungewöhnlich wenig wie die extreme Häufung an Double-Gewinnern. Bis zum Jahr 2000 gab es in den ersten 56 Jahren Pokalhistorie nur vier Doublegewinner: Schalke (1937), Bayern (1969 und 1986) und der 1. FC Köln (1978). Seit der Jahrtausendwende gelangen den Bayern sechs Doubles, Bremen und Dortmund je eins. Fast hätte es auch der VfB Stuttgart im Jahr 2007 ebenfalls geschafft.
Vorbei scheinen also die Zeiten, in denen die Topvereine dem Pokal keinen allzu hohen Stellenwert zumaßen, in den Auftaktrunden oftmals ihre B-Elf aufboten und einen frühzeitigen K.-o. in Kauf nahmen. Und das ist gut so.
Nun also stehen an vier Tagen von Freitag bis Montag zu elf unterschiedlichen Anstoßzeiten 32 zumeist sehr attraktive Paarungen auf dem Programm. Auf den Titelverteidiger Borussia Dortmund freut sich der FC Oberneuland, der den Knüller am Samstag im Bremer Weserstadion austrägt. Die Dortmunder gehören zu den Vereinen, die im Pokal traditionell ins Stolpern kommen. Schon 16 Mal schied der BVB gegen unterklassige Gegner aus. Doch nach der Niederlage im Supercup sind die Borussen gewarnt. Noch eine Pleite käme dem Doublegewinner äußerst ungelegen.
Schweinsteiger wieder fit?
Der Vorjahresfinalist FC Bayern bekommt es wie schon im Vorjahr zum Auftakt mit einem Aufsteiger der 2. Bundesliga zu tun. Die Münchener gastieren bei Jahn Regensburg, das in der 2. Bundesliga erst ein Gegentor hinnehmen musste und zuletzt den MSV Duisburg mit 2:0 bezwang.
Bei den Bayern dürften auch wieder Philipp Lahm und auch die zuletzt angeschlagenen Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer einsatzbereit sein. Alle drei fehlten bei der 1:3-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien. Schweinsteiger spielte allerdings zeitgleich beim Bayern-Testspiel in Seligenporten (3:1) 90 Minuten lang durch.
Brisantes Nachbarschaftsduell
Borussia Mönchengladbach trifft im vielleicht brisantesten Pokalmatch auf Nachbar und Drittliga-Absteiger Alemannia Aachen. Vor acht Jahren schieden die "Fohlen" am Tivoli nach einem dramatischen Spiel im Halbfinale mit 0:1 aus, auch bei der Bundesliga-Partie drei Jahre später gab es beim 2:4 nichts zu holen. Für die neuformierte Gladbacher Elf bildet der Pokal den Auftakt von vier entscheidenden Spielen in Bundesliga und Champions-League-Qualifikation innerhalb von 12 Tagen.
Für den Hamburger Trainer Thorsten Fink wird die Erstrunden-Hürde Karlsruher SC zu einem Wiedersehen mit seiner Vergangenheit, spielte er doch zwischen 1994 und 1997 für die Nordbadener, die wie Aachen inzwischen nur noch in der 3. Liga mitmischen und dort nach fünf Spielen noch sieglos auf einem Abstiegsplatz rangieren.
Sechstligist fordert den VfB
Den auf dem Papier leichtesten Gegner zog der VfB Stuttgart mit dem Sechstligisten mit dem schönen Namen SV Falkensee-Finkenkrug. Die Partie wird in Babelsberg ausgetragen. Andere Bundesligisten hatten weniger vermeintliches Losglück. Auf sie warten anspruchsvolle Aufgaben.
Die Frankfurter Eintracht muss zum Zweitligisten Erzgebirge Aue. Zu ambitionierten Drittligisten reisen Greuther Fürth (nach Offenbach), Werder Bremen (nach Münster), Schalke 04 (nach Saarbrücken) und Fortuna Düsseldorf (nach Burghausen). Auch einige Vereine der 2. Bundesliga erwischten schwere Lose. Der 1. FC Köln etwa muss zum Drittliga-Tabellenführer Unterhaching, der 1. FC Kaiserslautern nach Rostock, der SC Paderborn zum Derby nach Bielefeld und Dynamo Dresden zum alten Rivalen nach Chemnitz. Da sind sicherlich wieder einige Überraschungen vorprogrammiert.
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Bundesliga-Datenbank
Pokal total
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| | Thomas Schaaf fehlt ein Pokaltriumph zum alleinigen Rekord |
Nicht nur die Bundesliga feiert in diesem Jahr ihr Jubiläum (50 Jahre), sondern auch der DFB-Pokal, der zum 70. Mal ausgespielt wird. Mit 64 Vereinen startet die 1. Runde. Für die "Kleinen" ist es mindestens das Spiel des Jahres, wenn nicht sogar das Highlight der Vereinsgeschichte, für die "Großen" eine unangenehme Pflichtaufgabe mit Stolpergefahr. Denn Jahr für Jahr kommt es zu dicken Überraschungen, wie der Blick in die bundesliga.de-Datenbank verrät.
In der vergangenen Saison erwischte es gleich zum Auftakt den VfL Wolfsburg beim Viertligisten RB Leipzig mit 2:3. Auch Werder Bremen, mit sechs Pokalsiegen immerhin nach Rekordpokalgewinner Bayern München (15 Titel) Deutschlands zweitbeste Pokalmannschaft aller Zeiten, flog in Runde 1 raus. Die Werderaner wurden vom Drittligisten 1. FC Heidenheim mit 2:1 düpiert.
Der SC Freiburg komplettierte das prominente Erstrunden-Verlierertrio bei seiner 2:3-Niederlage in Unterhaching. Im Achtelfinale gesellte sich auch der 1. FSV Mainz 05 durch eine peinliche 0:2-Pleite beim Regionalligisten Holstein Kiel zum Kreis der Sensationsverlierer.
Ohne Gegentor ins Finale
Mit vier ausgeschiedenen Bundesligisten gegen krasse Außenseiter lag die vergangene Spielzeit im Schnitt der letzten Jahre. Die Mainzer gehören dabei ebenso zu den "Wiederholungstätern" wie übrigens auch Vereine wie Hannover 96 und Borussia Dortmund, die in den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 jeweils gegen deutlich klassentiefere Clubs auf der Strecke blieben.
Dass zumindest der BVB es besser kann, bewies er im Vorjahr mit dem Pokalgewinn. Bemerkenswert daran war übrigens nicht nur, dass die Borussia auf dem Weg ins Endspiel ohne Gegentor blieb, sondern dass sie dabei auf keinen einzigen Bundesligisten traf. Immerhin aber auf zwei spätere Aufsteiger, die sie jedoch erst in der Verlängerung (SpVgg Greuther Fürth) beziehungsweise sogar erst im Elfmeterschießen (Fortuna Düsseldorf) bezwang.
78 Sensationen seit 1974
Mit Ausnahme der Saison 2006/07, als acht Bundesligisten in den ersten beiden Pokalrunden die Segel streichen mussten, haben die Topvereine in den letzten zehn Jahren ihre Hausaufgaben einigermaßen gut erledigt. Den Tiefpunkt bildet die Saison 1992/93, als die Hälfte aller Bundesliga-Clubs sich schon in den ersten beiden Runden gegen klassentiefere Vereine blamiert hatte. Dadurch kam mit den Amateueren von Hertha BSC sogar ein Drittligist bis ins Endspiel, das nur mit 0:1 gegen Bayer Leverkusen verloren ging.
Seit 1974 (Einführung der 2. Bundesliga) sind im DFB-Pokal die Bundesligisten insgesamt 78 Mal an Vereinen gescheitert, die zu diesem Zeitpunkt nicht in der 1. oder 2. Liga waren. Historisch gesehen scheiterte der 1. FC Köln am häufigsten gegen klassentiefere Kontrahenten, satte 17 Mal. Eine große Überraschung wäre es nicht, wenn sich diese Zahl am Wochenende erhöhen würde, wenn der FC beim Drittliga-Tabellenführer Unterhaching gastiert. Auf Platz 2 folgt Borussia Dortmund mit 16 überraschenden Pokalpleiten vor Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach (15) sowie dem Hamburger SV (14), dem 1974 beim 1:2 in Eppingen so etwas wie die "Mutter aller Pokalniederlagen" gelang.
Schaaf und Schweinsteiger können Rekord brechen
Aber auch andere ruhmreiche Vereine wie Bayern München, der 1. FC Nürnberg oder Eintracht Frankfurt schrieben einige spannende Kapitel peinlicher Pokalmomente: Die Bayern bei ihren historischen Pleiten gegen Weinheim (0:1), Vestenbergsgreuth (0:1) oder Osnabrück (4:5) oder der "Club" als er 2001 beim SSV Ulm 1:2 verlor, die bis einzige Niederlage eines Bundesligisten bei einem Fünftligisten. Eintracht Frankfurt blieb es 2000 vorbehalten beim 1:6 gegen VfB Stuttgart II die höchste Packung aller Bundesligisten bei einem Drittligisten kassiert zu haben.
Die erfolgreichsten Trainern der Pokalgeschichte sind Karl-Heinz Feldkamp, Ottmar Hitzfeld, Udo Lattek, Otto Rehhagel, Thomas Schaaf und Hennes Weisweiler, die den Cup jeweils drei Mal gewannen. Dabei gelang Feldkamp das Kunststück, mit drei verschiedenen Clubs (Uerdingen, Frankfurt und Kaiserslautern) den Pokal zu holen. Der Bremer Schaaf könnte in dieser Saison alleiniger Rekordtrainer werden.
Rekordgewinner als Spieler ist Oliver Kahn. Der langjährige Keeper des FC Bayern konnte sechsmal den Cup in die Höhe recken. Ihm dicht auf den Fersen sind seine Vereinskollegen Bixente Lizarazu, Mehmet Scholl und Bastian Schweinsteiger mit fünf Titeln. Letztgenannter könnte in dieser Saison mit dem "Titan” gleichziehen.
Gerd Müller Rekordtorschütze
Die meisten Pokalspiele seit 1963 bestritt Mirko Votava (79), gefolgt von Karl-Heinz Körbel (70), Oliver Kahn (68), Manfred Kaltz und Willi Neuberger (jeweils 67). Am häufigsten ins gegnerische Tor traf Gerd Müller (78) vor Dieter Müller (48), Heinz Flohe (46) sowie Manfred Burgsmüller (40).
Nur acht Vereinen gelang es bislang, den Pokal zu verteidigen: Dresdner SC 1941, Karlsruhe 1956, Bayern München 1967 und 2006, Frankfurt 1975, Köln 1978, Düsseldorf 1980 und Schalke 2002. Sechs Titelverteidiger flogen bereits in der 1. Runde raus, zuletzt der 1. FC Kaiserslautern 1996.
Fehlschuss nach 25 Elfmetern
Das längste Elfmeterschießen gab es beim Spiel SV Sandhausen gegen den VfB Stuttgart mit 13:12 (Saison 1995/96, 1. Runde). Nach 120 Minuten stand es 2:2, die ersten 25 (!) Elfmeter wurden alle verwandelt, danach traf Hendrik Herzog nur den Pfosten.
Den höchsten Sieg der Pokalgeschichte verbuchte der FC Bayern im Jahr 1997, als er den DJK Waldberg mit 16:1 deklassierte. Der 1. FC Kaiserslautern siegte 2004 gegen den FC Schönberg 95 mit15:0, Wacker Burghausen im Jahr 2003 den TSV Gerbrunn mit 14:0.
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Stefan Reisinger
"Wir müssen ein verschworener Haufen werden"
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| | Stefan Reisinger kam vom SC Freiburg zur Fortuna |
Nach drei Jahren beim SC Freiburg wechselte Stefan Reisinger zur neuen Saison zu Fortuna Düsseldorf. Dort soll der Stürmer mit der Erfahrung von über 250 Spielen in der Bundesliga und 2. Bundesliga dabei mithelfen, den rheinischen Traditionsverein nach 15 Jahren Abstinenz wieder in der Bundesliga zu etablieren. bundesliga.de bat den gebürtigen Bayern zum Gespräch.
bundesliga.de: Herr Reisinger, mit 30 Jahren sind Sie erstmals zu einem Verein nördlich des "Weißwurstäquators" gewechselt. Wie schwer ist Ihnen das gefallen?
Stefan Reisinger: Geographisch musste ich mich schon umstellen. Aber das ist okay. Der Wechsel ging relativ schnell über die Bühne. Ich habe mit dem Trainer gesprochen, die Chemie passte. Ich musste nicht großartig überzeugt werden und wollte es machen. Dann habe ich meine Sachen gepackt und bin gleich nach Düsseldorf gekommen. Hier bin ich jetzt einer von relativ vielen neuen Spielern.
bundesliga.de: Warum sind Sie zur Fortuna gewechselt?
Reisinger: Ich wollte etwas Neues ausprobieren. Die Fortuna nimmt in der Bundesliga so ein bisschen die Außenseiterrolle ein. Es wird eine schwierige und spannende Aufgabe, auf die ich mich freue. Wir haben ein tolles Stadion, tolle Fans. Wir werden alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und wir haben auch die Qualität dafür.
bundesliga.de: Was macht Sie da so sicher?
Reisinger: Wir müssen ein verschworener Haufen werden und über die Teamleistung kommen. Was dann möglich ist, habe ich in der letzten Rückrunde mit dem SC Freiburg erlebt. Uns hatte auch niemand auf dem Zettel, doch wir haben es geschafft. Die Mannschaft muss sich jetzt finden und sich schnellstmöglich an die Bundesliga gewöhnen. Denn dort werden die Fehler sofort bestraft.
bundesliga.de: Mit welchem Ziel geht die Fortuna in die Saison?
Reisinger: Es wäre für einen Aufsteiger vermessen, ein anderes Saisonziel als den Klassenerhalt auszugeben. Wir müssen auch in Phasen, in denen es einmal nicht so läuft, die Ruhe bewahren. Und wir müssen unsere Heimstärke beibehalten. Das wird ein Schlüssel zum Erfolg. Auswärts dürfen wir natürlich auch gerne das eine oder andere Spiel gewinnen.
bundesliga.de: Beim ersten Pflichtspiel der neuen Saison gastiert die Fortuna im Pokal bei Ihrem Ex-Verein in Burghausen. Wie gut ist Ihr Draht zu Wacker und wie schwierig wird die Aufgabe?
Reisinger: Ich habe noch Kontakte zu Wacker Burghausen, zu Ronald Schmidt zum Beispiel, mit dem ich noch zusammen gespielt habe. Ich freue mich auf das Spiel. Dort werden viele Freunde und die Familie vorbeischauen, die in der Nähe in Landshut lebt. Ich hatte damals eine tolle Zeit in Burghausen in der 2. Bundesliga. Es wird auch ein schweres Spiel. Wacker ist schon in seinem Spielrhythmus. Aber wir sind der Bundesligist und nicht nur auf der Papierform Favorit. Diese Rolle müssen wir annehmen.
Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Stefan Reisinger.
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| Features |
Top-News und exklusive Hintergründe
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Fans
Wolfsburg-Fans von Japan bis Mexiko
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| | Der VfL Wolfsburg freut sich über eine große Fangemeinde |
In mehr als 200 Länder wird die Bundesliga mittlerweile live übertragen. Nur logisch, dass die Zahl der Bundesliga-Fans im Ausland wächst. Hinter jedem einzelnen Fan steht dabei immer eine persönliche Geschichte, wie und warum er oder sie Fan eines bestimmten Bundesliga-Clubs geworden ist. Der VfL Wolfsburg stellt in der Rubrik "Fans aus aller Welt" regelmäßig Auslands-Fans vor.
Zum Beispiel Inori Kato. Die Japanerin hat der Wechsel ihres in der Heimat äußerst populären Profis Makoto Hasebe im Jahr 2008 auf den VfL aufmerksam und immer neugieriger gemacht. Mit japanischer Disziplin sparte die junge Frau Geld und Urlaub und reiste schließlich einen Monat nach Wolfsburg.
Nachts aufstehen, um die Bundesliga und den VfL zu sehen
"Ich wollte die Atmosphäre im Stadion selbst erleben. Im Fernsehen sah es schon super aus, aber im echten Leben ist es einfach überwältigend", schwärmt sie auf der Wolfsburger Homepage.
In Japan muss die fußballverrückte VfL-Anhängerin natürlich auch auf den großen Zeitunterschied zwischen Fernost und Europa achten. Denn die Spiele der Bundesliga werden in Japan mitten in der Nacht übertragen werden. Und dafür steht Inori Kato regelmäßig auf.
VfL-Fanclub seit 2004 in Mexiko
Im Unterschied zur Japanerin auf der östlichen Seite der Weltkugel verfolgt Ignacio Ramirez Leyva seinen deutschen Lieblingsclub schon etwas länger ganz weit aus dem Westen. In Mexiko hat Ignacio Ramírez Leyva zusammen mit einigen Freunden bereits 2004 einen VfL-Fanclub gegründet - trotz oder gerade wegen erschwerter Bedingungen. "In Mexiko kann man leider nur hin und wieder im Kabelfernsehen die Spiele des VfL sehen", erklärt der Mexikaner.
Ramirez Leyva war sogar 1997 in Deutschland dabei, als die Wolfsburger den Aufstieg in die Bundesliga schafften: "Ich war am Allersee, als dort auf riesigen Leinwänden das letzte Spiel übertragen wurde. Die Stimmung war einfach großartig, als der VfL sich mit diesem Sieg den Aufstieg sicherte. Ich war unendlich glücklich, dass ich dabei sein konnte." Inzwischen besucht der Mexikaner regelmäßig die Autostadt und nutzt jede Gelegenheit, um sich die Spiele der Wölfe zusammen mit Freunden aus der Fangemeinde anzusehen.
Regelmäßig aus der Schweiz 800 Kilometer hin und zurück
Man muss aber nicht ganz so weit über die deutschen Grenzen in die Ferne schweifen, um einen weiteren außergewöhnlichen Fans des Deutschen Meisters von 2009 zu finden. Josef Glanzmann aus dem Schweizer Städtchen Maienfeld leistet beinahe Unglaubliches: Fast jede Woche nimmt sich der Dauerkartenbesitzer aus Block vier die Zeit, persönlich in der Autostadt vorbeizuschauen.
Jeweils etwa 800 Kilometer für An- und Abreise sowie knapp zwölf Stunden pro Fahrt muss er bewältigen, um in der Volkswagen Arena anzukommen. Und auch Auswärtsspiele und internationale Wettbewerbe stehen regelmäßig auf dem Programm des Schweizers, der in VfL-Fankreisen unter seinem liebevollen Spitznamen "Seppel" bekannt ist. Als Strapaze sieht Glanzmann die weiten Bahnfahrten überhaupt nicht an - im Gegenteil: "Die Reisen zu VfL-Spielen sind für mich Erholung."
Weitere Geschichten und noch mehr Details zu den hier vorgestellten VfL-Fans finden sich hier.
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Mario Vrancic
"Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen"
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| | Neuzugang Mario Vrancic gelangen schon zwei Tore |
Der SC Paderborn knüpft nahtlos an die großen Erfolge der vergangenen Saison an und scheint den Abgang des Trainers und zahlreicher Spieler problemlos kompensieren zu können. Dem 2:2 in Berlin folgte ein klarer 4:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum, bei dem Mario Vrancic ein Doppelpack gelang. bundesliga.de hat mit dem 23-Jährigen gesprochen.
bundesliga.de: Herr Vrancic, der SC Paderborn hat gegen namhafte Gegner starke Resultate abgeliefert. Wie zufrieden waren Sie mit den ersten beiden Spielen?
Mario Vrancic: Es war ein gelungener Auftakt. Wir waren nah dran, auch das Spiel in Berlin zu gewinnen. Dann wäre der Start optimal gewesen. Aber wir brauchen auch noch Entwicklungspotenzial nach oben. Wir sind relativ zufrieden. Es gibt aber noch Steigerungsmöglichkeiten.
bundesliga.de: Trauen Sie dem Braten noch nicht so richtig?
Vrancic: Doch, klar. Wir wissen schon über unsere Stärken Bescheid. Wir passen unser Spiel nicht dem Gegner an, sondern wir wollen unser Spiel spielen, ganz egal gegen wen. Und so treten wir auch auf. Die Basis unseres Spiels ist eine starke Defensive. Die Saison hat für uns jetzt erst einmal gut begonnen. Wir haben eine entwicklungsfähige Mannschaft, die sich auch außerhalb des Platzes versteht. Die Integration der neuen Spieler hat gut geklappt.
bundesliga.de: Wie beurteilen Sie Ihre eigene Entwicklung in den letzten Jahren, nachdem Sie einst für Mainz auch in der Bundesliga eingesetzt wurden?
Vrancic: Ich habe damals in Mainz schon mit 16 Jahren bei den Profis trainiert und hatte dann einen kleinen Durchhänger. In meiner Dortmunder Zeit ging es wieder in die richtige Richtung. Die Spielweise kam mir entgegen. Ich habe auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld gespielt, mal links, mal zentral, und zuletzt dann regelmäßig als offensiver "Sechser" agiert, das hat mich weitergebracht.
bundesliga.de: Was ist in Paderborn möglich in dieser Saison, welche Ziele haben Sie?
Vrancic: Da müssen wir noch abwarten. Wir denken nicht an bestimmte Tabellenregionen oder an den Aufstieg, sondern wollen uns täglich verbessern und in jedem Spiel unseren Gegner unser Spiel aufzwingen. Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen unser Leistungsvermögen abrufen. Man wird dann sehen, was für ein Platz letztendlich dabei herausspringt.
bundesliga.de: Jetzt stehen für Sie zwei spannende Spiele auf dem Programm, erst das Pokalderby in Bielefeld und danach das Bruderduell gegen Braunschweig, wo Ihr Bruder Damir kickt.
Vrancic: Der Fokus liegt jetzt aber erst einmal auf dem Pokalspiel in Bielefeld. Das wird sicher ein geiles Spiel. Wir werden uns darauf gut vorbereiten und hoffen auf das bessere Ende für uns. Und danach freue ich mich auf die Partie gegen Braunschweig.
Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Mario Vrancic.
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EA SPORTS
Moritz Leitner in bester FIFA 13-Frühform
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| | Moritz Leitner zockt auch daheim gerne FIFA mit Freunden |
Als Bundesliga-Spieler wird man dafür bezahlt, seine Leidenschaft zum Fußball auszuleben. Aber es hat noch weitere Vorteile, Fußballprofi zu sein. Eine dieser Annehmlichkeiten konnte Moritz Leitner auf der Spielemesse Gamescom 2012 in Köln genießen.
Während am Donnerstag noch tausende Gamer vor den Toren der Messe auf den Einlass warteten, konnte das Mittelfeldjuwel von Borussia Dortmund im Businessbereich schon einmal einen Blick auf das neue Fifa 13 von EA SPORTS werfen. Dabei deutete der 19-Jährige an, dass seine Qualitäten am Gamepad denen auf dem grünen Rasen in nichts nachstehen.
Starker Auftritt bei EA-TV
Während er auf seinen Termin mit EA-TV wartete, fertigte er an einer der aufgestellten Konsolen gleich zwei EA-Mitarbeiter in Folge ab. Zu Hause zockt er FIFA gerne mit Freunden auf dem Sofa. Anschließend stand er dem Moderatorenduo Jeannine und Amiaz schlagfertig Rede und Antwort. Auf die Frage, wie er seine Fähigkeiten im Spiel bewerten würde, meinte der gebürtige Münchner lachend: "Alles auf 99, ist doch klar. Ich hoffe nur, dass ich besser als bei FIFA 12 bin. Da war ich ganz schön schlecht."
Die Möglichkeit, sich in einem Computerspiel selber zu spielen, gefällt dem BVB-Talent: "Das ist eine geile Sache. Früher hat man immer davon geträumt, Profi zu werden. Jetzt ist es Realität." Auch auf die Virtuelle Bundesliga ist der Borusse schon gespannt.
Klarer Sieg gegen Manchester
Nach dem Interview ging wieder ans Gamepad und die Zuschauerschar staunte nicht schlecht, als Moritz Leitner EA SPORTS Line Producer Nick Channon deutlich mit 4:0 distanzierte. Leitner mit Borussia Dortmund, Channon mit Manchester City. Torschütze zum 3:0: Moritz Leitner per Elfmeter. Bei der Gamescon 2011 hatte Executive Producer David Rutter gegen Mats Hummels den Kürzeren gezogen. Fürs nächste Jahr haben sich die Producer vorgenommen, besser zu trainieren.
Für Dortmund ist der Erfolg gegen Manchester City vielleicht ein gutes Omen. Schließlich möchte der Deutsche Meister von 2011 und 2012 in dieser Saison auch in der Champions League glänzen. Ob Lewandowski und Co. dem jungen Leitner allerdings die Elfmeter überlassen, bleibt abzuwarten.
Gamer zeigen sich begeistert
Im Anschluss durften sich auch die restlichen Besucher ein Bild von FIFA 13 machen. Viele waren von den Konsolen nicht mehr wegzubekommen. Einhelliges Fazit: "Das beste FIFA aller Zeiten!" Vor allem das verbesserte Offensivspiel konnte die Gamer überzeugen. Für viele werden die Wochen bis zum Release am 27.09.2012 ganz schön lang werden. Und nicht jeder spielt in der Bundesliga und in der Champions League, um sich die Wartezeit zu verkürzen. Ein weiterer Vorteil eines Fußballprofis.
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OBM
Ingo Epler-Brandenburg aus Namibia: Gladbach-Fan und OBM-Mitspieler
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| | Gladbach-Fan Ingo Epler-Brandenburgs Team spielt in grün |
Vor fünf Jahren ging der Offizielle Bundesliga Manager (OBM) online. Seitdem haben sich mehr als 220.000 Fans für den Online-Fußballmanager registriert. Eine beeindruckende Zahl. Der Großteil der Mitspieler kommt aus Deutschland, aber es gibt auch eine Gruppe von Nutzern, die weltweit verstreut versucht, ihr Team in dem Online-Fußballmanager zum Erfolg zu führen.
Einer dieser globalen OBM-Enthusiasten ist Ingo Epler-Brandenburg, dessen Vorfahren nach Namibia ausgewandert sind. Im Interview schildert er, wie er Fan von Borussia Mönchengladbach geworden ist und dass in der deutschen Gemeinde der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika die Bundesliga mit großem Interesse verfolgt wird.
OBM-Redaktion: Herr Epler-Brandenburg, wir wissen, dass Sie aktuell den OBM aus Ägypten spielen. Sind Sie dort auch geboren?
Ingo Epler-Brandenburg: Ich bin gebürtiger Namibier und dort in einem deutsch sprechenden Haus aufgewachsen. Wie viele andere Deutsche auch wanderte mein Großvater 1918 nach Deutsch-Südwestafrika aus. Ich habe die Bundesliga beziehungsweise den deutschen Fußball schon als kleiner Knirps verfolgt. Damals gab es in Namibia noch keine Fernseher oder Internet und alles ging übers Radio (die Deutsche Welle über Kurzwelle) und Zeitungen.
Sehr lange lebte ich aber in Port Elizabeth in Südafrika. Das würde ich eher als meine Heimat bezeichnen. Inzwischen haben wir - meine Frau und zwei Töchter - seit vier Jahren in Ägypten unser Zuhause. Dort arbeite ich für einen weltbekannten Autohersteller und habe einen Zeitvertrag in Ägypten.
OBM-Redaktion: Sie sind in Namibia geboren, in Deutschland auf den OBM gestoßen, geben Südafrika als Ihre Heimat an und arbeiten derzeit in Ägypten. Sie haben also schon einige Länder und deren Menschen kennengelernt. Wo ist die Fußballbegeisterung am größten?
Epler-Brandenburg: In Ägypten; Südafrika ist aber von der Begeisterung nicht sehr weit dahinter. Wenn in Ägypten die großen Teams spielen - Al Ahli gegen Zamalek oder die Nationalmannschaft - kommt vieles zum Stillstand, unter anderem der Verkehr. Es herrscht Riesenstimmung in den ganzen Straßencafes.
OBM-Redaktion: Sie sind seit 2010 im OBM aktiv. Wie sind Sie auf das Spiel aufmerksam geworden?
Epler-Brandenburg: Ich bin während eines Familienurlaubs in Deutschland auf den OBM gestoßen und seitdem bin ich mit dabei.
OBM-Redaktion: Wenn Sie die Bundesliga immer am Radio verfolgt haben, hast du bestimmt auch einen Lieblingsclub. Für welche Mannschaft schlägt Ihr Herz?
Ingo Epler-Brandenburg: Ich bin Gladbach-Fan. Höchstwahrscheinlich, weil sich mein Interesse am Bundesliga-Fußball in den siebziger Jahren richtig etablierte. Deshalb heißt mein Team Namib (Namibia) Pfohlen (Gladbach). Ich habe auch ein zweites Team - "Gobabis 3". Ich bin auf einer Farm in der Nähe von Gobabis (ein kleines Dorf in Namibia) aufgewachsen.
OBM-Redaktion: Ist die Bundesliga in Namibia beliebt?
Epler-Brandenburg: Ja, in Namibia gibt es noch eine große deutsch-sprechende Gemeinschaft, die die Bundesliga und deutsche Nationalmannschaft verfolgt. Große Spiele werden zusammen angeschaut, natürlich mit einem oder auch zwei Bieren dazu.
OBM-Redaktion: Und wie ist es Ägypten? Können Sie auf der Arbeit mit Kollegen oder in deiner Freizeit mit Freunden fachsimpeln?
Epler-Brandenburg: Allgemein gesprochen nicht sehr viel. Die "großen" Mannschaften wie Bayern und Dortmund sind ein Begriff. Zum Fachsimpeln bestehen leider nicht viele Möglichkeiten.
OBM-Redaktion: Wie verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse in der Bundesliga und die Leistungen Ihrer Spieler?
Ingo Epler-Brandenburg: Ich verfolge alles hauptsächlich über das Internet. Ich kann aber jeden Samstag ein Spiel über einen arabischen Fernsehsender sehen. Leider ist der Kommentar in Arabisch - aber ich schau mir lieber so ein Spiel an, als gar nichts zu sehen.
OBM-Redaktion: Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Saison mit Ihren Teams erreichen? Was waren bisher Ihre größten Erfolge und die bittersten Niederlagen?
Ingo Epler-Brandenburg: Ziel ist mit beiden Teams, in die nächste Ligastufe aufzusteigen. Abhängig von der Internetverbindung auch bei mehr Live-Spielen und Ligen mit zu machen. Die größte Enttäuschung war, dass Namib Pfohlen einfach nicht näher an die Tabellenspitze rücken konnten. Ich hatte einfach einen schlechten Start und so reichte es am Ende "nur" zum 4. Platz.
OBM-Redaktion: Sie haben uns erzählt, dass Sie seit den siebziger Jahren Fan von Borussia Mönchengladbach sind. Wer sind die Leistungsträger in deinen Teams? Setzt du auch auf Gladbacher Jungs?
Epler-Brandenburg: Ja, in beiden Mannschaften habe ich Marc-Andre ter Stegen, Marco Reus (leider nicht mehr Gladbacher) und Patrick Herrmann in der Aufstellung. Für die neue Saison habe ich Tony Jantschke und Mike Hanke dazu geholt. Meine Basis-Einkaufs-Philosophie war, junge Spieler zu holen, aber ich musste mehr Erfahrung dazu bringen. Mats Hummels, Thomas Müller, Toni Kroos und Stefan Kießling mit ter Stegen und Reus sind das "Rückgrat" der Teams.
OBM-Redaktion: Was macht für Sie den Reiz des OBM aus? Was sind die Highlights während einer OBM-Saison?
Epler-Brandenburg: Mich reizt das Duell auf taktischer Ebene. Am Samstagmorgen schaue ich als Erstes nach, ob meine gewählte Taktik die des Gegners schlagen konnte. Aber leider habe ich aktuell nicht die Zeit, mich noch intensiver mit dem OBM zu beschäftigen. Deshalb lerne ich noch viel und probiere viel aus.
OBM-Redaktion: Was würden Sie sich beim OBM wünschen?
Epler-Brandenburg: Ich hätte gerne ein Gruppentraining, mit dem ich am gleichen Tag gezielt bestimmte Positionen oder Spieler individueller trainieren könnte. Außerdem wäre es schön, wenn man den OBM besser auf dem iPad spielen könnte.
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