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WM 2010
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Diego Maradonas Ruf nach der eigenen Mama aus Angst vor den deutschen "Panzern" 1986. Andreas Brehmes losgelöster Jubel und Maradonas dicke Kullertränen 1990. Miroslav Kloses spätes Kopfballtor, Jens Lehmanns Zettel und die Fortsetzung des "Sommermärchens" 2006. Das Duell Deutschland gegen Argentinien hat viele große Kapitel Fußballgeschichte geschrieben. Am Samstag soll ein weiteres folgen. Wie schon vor vier Jahren treffen die "Gauchos" und die deutsche Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale aufeinander.
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Lebensversicherung in orange
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Es war wohl der spektakulärste Wechsel der vergangenen Saison: Arjen Robben kam von Real Madrid zum FC Bayern. Gleich in seiner Debütspielzeit führte er die Münchner zum "Double". Auch bei der WM hinterlässt Robben für "Oranje" deutliche Spuren.
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Einer, der immer noch ein bisschen mehr will
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"Er bringt alles mit, um auch international einer der Top-Stürmer zu sein". Das sagt Oliver Bierhoff über Mario Gomez. Zwar lief die erste Saison beim FC Bayern persönlich nicht wie gewünscht, doch bei der WM will Gomez angreifen - egal in welcher Rolle.
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| WM 2010 |

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Aus acht mach vier!
Wer schafft den Sprung ins Halbfinale der WM? WM-Kolumnist Bjarne Goldbæk hat seine Wahl getroffen. Auch Sie können die noch offenen Partien tippen - mit dem WM-Rechner von bundesliga.de. Tippen Sie sich durch das restliche Turnier und verfolgen Sie parallel dazu, wie sich die Ergebnisse auf die Tabellen auswirken. Viel Spaß beim Tippen! Hier geht's zum WM-Rechner.
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| | Bernd Schneider |
Liebe Leserinnen und Leser,
die Weltmeisterschaft geht in ihre entscheidende Phase. Wer jetzt noch dabei ist, der träumt natürlich auch vom Titel. Je weiter man kommt, desto schwieriger wird es jetzt. Die deutsche Mannschaft hat bislang ein wirklich sehr gutes Turnier gespielt. Das Minimalziel wurde erreicht - nämlich das Achtelfinale. Dort hat man eine hervorragende Leistung gegen England gezeigt und nun steht man sogar im Viertelfinale. Wie sich die deutsche Mannschaft präsentiert, mit der Art und Weise, wie sie Fußball spielt bei dieser WM, das ist einfach schön anzusehen. Da kann sich die eine oder andere Mannschaft noch eine Scheibe von abschneiden.
Dabei darf man nicht vergessen, dass der deutschen Elf ja der eine oder andere Spieler fehlt - allen voran Michael Ballack. Es ist immer ärgerlich, wenn so eine Persönlichkeit wie Michael fehlt. Auch wenn man ohne ihn das Viertelfinale erreicht hat, tut es trotzdem weh. Dennoch gibt es in unseren Reihen einige sehr gute Spieler. Aber die gibt es bei den anderen Viertelfinalisten auch. Von Hause aus hatte man aber von einem Christiano Ronaldo, einem Wayne Rooney oder auch von einigen anderen Superstars mehr erwartet. Die sind leider alle schon ausgeschieden. Einige deutsche Spieler haben diese Gunst der Stunde genutzt und sich in den Vordergrund gespielt.
Im Spiel gegen Argentinien muss die komplette deutsche Mannschaft stark spielen. Ich erwarte am Samstagnachmittag ein spannendes und mitreißendes Spiel. Natürlich hoffe ich auf einen positiven Ausgang für uns. Ich hatte es bereits an anderer Stelle erwähnt gehabt. Ich tippe auf ein 1:1 und hoffe, dass wir uns anschließend im Elfmeterschießen durchsetzen. Also wie vor vier Jahren bei der WM in Deutschland.
Apropos. Es gab ja im Vorfeld des Spiels schon einige Wortgefechte zwischen beiden Seiten. Ich denke, die darf man nicht überbewerten. Das sind gewisse Sticheleien, die gehören gerade bei solch einem großen Turnier mit dazu. Ich habe die Bilder von den Szenen nach dem Viertelfinale 2006 gerade auch noch einmal im Fernsehen gesehen und weiß, worauf Bastian Schweinsteiger mit seinen Aussagen hinaus will. Der hat damals richtig etwas abbekommen.
Da sagt man so etwas auch schon mal aus einem Moment heraus, ohne jemanden direkt ärgern zu wollen. Ich gehe davon aus, dass die deutsche Mannschaft konzentriert spielen wird und sich von den kleinen Querelen auch nicht aus der Ruhe bringen lassen wird. Was vor dem Spiel gesagt wurde, interessiert dann auch nicht mehr. Denn man konzentriert sich auf die Partie selbst und den Gegenspieler.
Ihr
Bernd Schneider
Der in Jena geborene Bernd Schneider spielte bis 1998 beim FC Carl Zeiss in der 2. Bundesliga und wechselte anschließend für eine Saison zu Eintracht Frankfurt. Zwischen 1999 und 2009 bestritt er 263 Bundesliga-Partien für Bayer Leverkusen. Mit der "Werkself" wurde er zwei Mal Vize-Meister, stand zwei Mal im DFB-Pokalfinale und ein Mal im Endspiel der Champions League. Schneider bestritt 81 Länderspiele und wurde mit der deutschen Nationalelf WM-Zweiter 2002 und WM-Dritter 2006. Am 10. Mai 2010 bestritt er sein Abschiedsspiel, nachdem ihn eine hartnäckige Rückenverletzung zum Ende der aktiven Karriere zwang. Ab der neuen Saison ist er beim FC Carl Zeiss Jena tätig.
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WM 2010
Maradonas "Gauchos" als Sprungbrett ins Halbfinale
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| | 2006 erzielte Miroslav Klose (3.v.r.) das 1:1 gegen Argentinien |
Diego Maradonas Ruf nach der eigenen Mama aus Angst vor den deutschen "Panzern" 1986. Andreas Brehmes losgelöster Jubel und Maradonas dicke Kullertränen 1990. Miroslav Kloses spätes Kopfballtor, Jens Lehmanns Zettel und die Fortsetzung des "Sommermärchens" 2006. Das Duell Deutschland gegen Argentinien hat viele große Kapitel Fußballgeschichte geschrieben. Am Samstag soll ein weiteres folgen.
Wie schon vor vier Jahren treffen die "Gauchos" und die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale der Weltmeisterschaft aufeinander. Es ist ein Duell der Gegensätze. Auf der einen Seite ein Trainer, der auf Glanz und Gloria verzichtet, und eine Mannschaft, die voller junger Talente steckt. Auf der anderen Seite ein Showman, Entertainer und polarisierender Coach und ein Team voller Superstars.
Jugend forscht für Deutschland
Als Maradona 1986 mit seinem Pass auf Jorge Burruchaga kurz vor Schluss das entscheidende Tor für Argentinien im WM-Finale vorbereitete, waren neun Spieler des aktuellen deutschen WM-Kaders noch nicht einmal geboren. Und neun weitere DFB-Kicker lernten zu jener Zeit höchstens das Laufen, aber noch lange nicht das Fußballspielen.
Wiederum neun dieser 18 Spieler werden am Samstag wohl zur Anfangsformation von Bundestrainer Joachim Löw gehören. Einer von ihnen ist Bastian Schweinsteiger. Der war auch schon 2006 dabei und findet deutliche Worte für das kommende Aufeinandertreffen.
Knallharte Aufeinandertreffen
"Wir dürfen uns von den Provokationen der Argentinier nicht anstecken lassen, auch wenn es nicht leicht ist, sich zurückzuhalten. Wir müssen Ruhe bewahren", sagte der 76-malige Nationalspieler. "Sie versuchen immer zu provozieren, im Spiel und schon davor. So wie sie gestikulieren. Das gehört sich nicht und das ist respektlos."
Schweinsteiger spricht damit auch auf die Szenen nach dem Viertelfinale 2006 an, als es nach dem Ausscheiden der "Gauchos" zu handfesten Auseinandersetzungen kam. Damals gab es sieben Gelbe Karte, den Platzverweise nach Spielende für Leandro Damian Cufre und eine nachträgliche Sperre für Torsten Frings.
Auch in den WM-Spielen zuvor gehörte ein buntes Kartenspiel zur Tagesordnung. 1990 gab es drei Gelbe und zwei Rote Karten (beide für Argentinien). 1986 wurde fünf Mal Gelb gezückt (vier Mal gegen Argentinien). Und 20 Jahre davor sah im Gruppenspiel ebenfalls ein Argentinier Rot.
WM-Bilanz spricht für DFB-Elf
Insgesamt trafen Deutschland und Argentinien bei WM-Endrunden fünf Mal aufeinander. Die "Gauchos" siegten ein Mal. Deutschland setzte sich drei Mal durch (ein Mal im Elfmeterschießen). Die ersten beiden Partien waren Gruppenspiele (1958, 1966), es folgten zwei Finals und 2006 trafen sich die Teams wie aktuell im Viertelfinale.
In drei der fünf WM-Begegnungen erzielte Argentinien das 1:0. In jeder dieser drei Partien gelang Deutschland zumindest zwischenzeitlich der Ausgleich. 1958 siegte die DFB-Elf sogar noch (3:1), 2006 gelang den Deutschen am Ende das Weiterkommen nach Elfmeterschießen.
Argentiniens Endstation: das Viertelfinale
Für Maradona ist es bereits das dritte WM-Duell gegen die Deutschen. Er gewann als Spieler 1986 mit Argentinien das Finale, verlor aber das folgende Endspiel 1990. Argentiniens heutiger sportlicher Leiter Dr. Carlos Bilardo war bei beiden Turnieren Trainer der "Gauchos".
Allerdings sind diese beiden Herren die einzigen, die sich noch an die glorreichen Zeiten der "Albiceleste" erinnern können. Seit 1994 war das Viertelfinale für Argentinien das höchste der Gefühle. Deutschland war seit 1954 immer unter den besten acht Teams.
"Gauchos" als deutscher Erfolgsgarant
Ein deutscher Bundestrainer schaffte es bei seiner ersten WM bis auf eine Ausnahme (Berti Vogts 1994) immer mindestens bis ins Halbfinale. Zudem hat Deutschland bei allen vier Endrunden, in denen ein Vorrundenspiel verloren ging (dieses Jahr 0:1 gegen Serbien) das Finale erreicht.
Wenn Deutschland bei einer WM auf Argentinien traf, erreichten die Deutschen mindestens das Halbfinale oder hatten das bereits hinter sich (1986 und 1990).
Allerdings sind die Südamerikaner in bestechender Form. Die Bilanz der "Albiceleste" ist im Jahr 2010 makellos. In fünf Freundschaftsspielen und vier WM-Spielen gingen die Schützlinge von Maradona immer als Sieger vom Platz, erzielten dabei 25 Treffer und spielten fünf Mal zu Null.
Higuain gegen Müller
Dazu zählt auch der 1:0-Erfolg gegen Deutschland am 3. März dieses Jahres. Die "Gauchos" haben immerhin sieben von zwölf Freundschaftsspielen gegen die Deutschen gewonnen (zwei Niederlagen, drei Remis). Zwei Spieler, die damals Schlagzeilen machten, stehen auch jetzt im Fokus. Gonzalo Higuain schoss das einzige Tor beim Testspiel in München. Und ein gewisser Thomas Müller gab sein Debüt im DFB-Dress.
Higuain hat in drei WM-Spielen schon vier Mal getroffen. Thomas Müller traf zwar "nur" drei Mal, bereitete aber auch drei weitere Treffer direkt vor, war also an sechs der neun Treffer der DFB-Elf
direkt beteiligt und ist damit der Topscorer in Südafrika.
Nur kein nackter Maradona
Auf ihn wird es ebenso ankommen wie auf Miroslav Klose, der vor vier Jahren mit seinem Tor erst die Verlängerung ermöglichte. Der Bayern-Stürmer ist einer von sechs Spielern im deutschen Kader, die 2006 schon dabei waren (Arne Friedrich, Philipp Lahm, Per Mertesacker, Schweinsteiger, Klose, Lukas Podolski).
Und alle zusammen haben noch einen weiteren Ansporn, das Viertelfinale auch diesmal siegreich zu bestreiten. Maradona versprach, beim Gewinn des WM-Titels nackt durch die Straßen Buenos Aires laufen zu wollen. Und das ist doch ein Anblick, den die deutsche Nationalmannschaft den Fans der "Gauchos" bei allem Kult um den einstigen Wunder-Kicker ersparen will…
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Bundesliga-Datenbank
Drei Stars für den vierten Stern
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| | Thomas Müller schoss gegen England zwei Tore |
Deutschland ist mit einem furiosen 4:1-Erfolg gegen England in das Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Südafrika gestürmt. Zum Matchwinner avancierte dabei mit zwei Toren und einem Assist der erst 20-jährige Thomas Müller.
Neben dem Bayern-Akteur konnten sich mit Miroslav Klose und Lukas Podolski auch die "ehemaligen Sorgenkinder" jeweils zum zweiten Mal in Südafrika in die WM-Torschützenliste eintragen. bundesliga.de hat das Trio genauer unter die Lupe genommen.
Es "müllert" wieder in Deutschland
Drei Tore und drei Assists stehen für Müller in seinen vier WM-Spielen zu Buche. Damit ist der Bayern-Star, der vor einem Jahr noch in der 3. Liga gegen den Ball trat, der alleinige Topscorer bei dieser WM (sechs Scorerpunkte).
Das letzte Mal, dass ein Spieler nach vier WM-Spielen sechs Scorerpunkte erreichte war 2006. Damals hatte Klose nach vier Spielen vier Mal getroffen und zwei Tore direkt vorbereitet. Im fünften Spiel markierte Klose seinen siebten Scorerpunkt durch den 1:1-Ausgleich gegen Argentinien. Das Ende dieses Spiels ist bekannt. Die Geschichte könnte sich also wiederholen, nur diesmal mit Müller
als Top-Scorer.
Müller, der Dauerläufer
An sechs der neun deutschen Treffer war der "flexible Allrounder" des Rekordmeisters bei dieser Endrunde direkt beteiligt. An Argentinien hat er zudem gute Erinnerungen. Denn gegen die "Gauchos" debütierte Müller im März dieses Jahres in der Nationalelf.
Den Weg dorthin hat er sich durch eine bärenstarke Saison im Trikot der Bayern geebnet: In der abgelaufenen Saison kam Müller in 52 von Bayerns 53 Pflichtspielen zum Einsatz und traf insgesamt 19 Mal. Er bereitete weitere zehn Treffer direkt vor.
Knackt Klose den Tor-Rekord?
Neben Müller ist auch auf einen anderen Bayern-Akteur bei dieser WM Verlass. Der zuvor umstrittene Miroslav Klose erzielte bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits zwei Tore. An acht der neun deutschen Tore bei dieser Endrunde waren Spieler des FCB direkt beteiligt.
Klose hat nun zwölf Tore bei 17 Weltmeisterschaftseinsätzen auf seinem Konto und ist mit Fußball-Ikone Pele in der ewigen Torjägerliste gleichauf - nur drei Spieler trafen öfter als der Münchner
Angreifer.
Der Stürmer hat möglicherweise noch drei Spiele vor der Brust, um den Rekord von Ronaldo (15) zu knacken. Auch den deutschen WM-Rekord von Gerd Müller (14) kann Klose in Südafrika noch knacken. Und wenn Klose im DFB-Dress traf, hat Deutschland noch nie verloren.
Jubiläumsspiel für Klose
Bestreitet Klose noch drei WM-Partien, hätten nur Lothar Matthäus (25) und Uwe Seeler (21) mehr deutsche WM-Spiele auf dem Buckel. Gegen Argentinien wird Klose zum 100. Mal im DFB-Dress auflaufen. 50 Mal durfte er bei seinen 99 Einsätzen über einen eigenen Treffer jubeln.
Klose hat bei WM-Endrunden sieben Kopfballtore erzielt, so viele wie kein anderer seit der detaillierten Datenerfassung (1966). Vier seiner vergangenen fünf WM-Tore erzielte er im ersten Spielabschnitt. Nur im Viertelfinale gegen Argentinien vor vier Jahren traf er erst kurz vor Schluss.
"Poldi" fühlt sich wohl im DFB-Trikot
Podolski hat in der deutschen Nationalelf genau ein Tor mehr erzielt (40) als in der Bundesliga. Allerdings trug er das Trikot der DFB-Auswahl 77 Mal, während er in der Bundesliga bereits 149 Spiele absolviert hat.
Gegen England erzielt "Poldi" aus superspitzem Winkel bereits sein fünftes Tor bei einer WM-Endrunde. Damit traf der Star des 1. FC Köln schon so oft bei einer WM wie Franz Beckenbauer. Nur elf Spieler trafen für Deutschland häufiger bei Weltmeisterschaften.
Drei seiner fünf WM-Tore erzielte Podolski in der Anfangsviertelstunde. Der Angreifer netzte zudem in fünf der vergangenen zehn Länderspiele ein (sechs Tore). Bei der WM in Südafrika erzielte Podolski nun genauso viele Tore wie beim 1. FC Köln in der Saison 2009/10.
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Oliver Neuville
"Einschlägige Ereignisse meiner Karriere"
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| | Oliver Neuville spielt in dieser Saison bei Arminia Bielefeld |
Arminia Bielefeld will einen Neuanfang. Nach den vergangenen schwierigen Wochen geht der Verein optimistisch in die neue Saison der 2. Bundesliga. Das hat auch mit der Verpflichtung von Christian Ziege als neuer Trainer zu tun. Und mit dessen erstem Neueinkauf.
Oliver Neuville wird diese Saison für die Ostwestfalen noch einmal auf Torejagd gehen. Eigentlich hatte alles darauf hingedeutet, dass der ehemalige Gladbacher seine Fußballschuhe an den Nagel hängen würde. Doch noch fühlt sich Neuville nicht bereit für die "Fußballerrente".
Dies unterstreicht er im Gespräch mit bundesliga.de deutlich. Der 69-fache deutsche Nationalspieler erklärt, welche Ziele er mit der Arminia für die Saison 2010/11 verfolgt. Und auch wenn kaum Zeit bleibt, die WM im Fernsehen zu verfolgen, spricht er über das Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien und seine Erinnerungen an dieses Duell bei der WM vor vier Jahren.
bundesliga.de: Herr Neuville, wie fühlen Sie sich nach den ersten Trainingseinheiten mit der Arminia?
Oliver Neuville: Sehr gut. Ich bin nach wie vor in Form und fühle mich super. Es macht mir immer noch sehr viel Spaß, Fußball zu spielen.
bundesliga.de: Warum haben Sie sich für einen Wechsel nach Bielefeld entschieden?
Neuville: Der Kontakt zur Arminia ist durch Christian Ziege entstanden. Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, noch ein Jahr zu spielen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und das konnte ich auch nicht ablehnen.
bundesliga.de: Was sind Ihre Ziele mit der Arminia?
Neuville: Schwer zu sagen. Wir müssen erst schauen, wie unser Kader zu Saisonbeginn aussehen wird. Ich denke, dass der Aufstieg in dieser Saison für uns nicht das Ziel sein kann. Es wird vor allem darum gehen, Leidenschaft und Einsatz auf dem Platz zu zeigen. Die Zuschauer in Bielefeld müssen wieder gerne in die SchücoArena kommen.
bundesliga.de: Nun trifft die DFB-Elf wie vor vier Jahren im Viertelfinale auf Argentinien. Damals haben Sie das erste Tor im Elfmeterschießen erzielt. Wissen Sie noch, warum Sie der erste deutsche Schütze waren?
Neuville: Das hat der Trainer damals so festgelegt.
bundesliga.de: Waren dieses Spiel und die WM im Allgemeinen zwei der Highlights Ihrer bisherigen Laufbahn?
Neuville: Es waren auf jeden Fall sehr einschlägige Ereignisse in meiner Karriere. Die WM im eigenen Land und dazu diese Euphorie - das war unglaublich.
bundesliga.de: Was denken Sie, wie sich die deutsche Elf am Samstag im Re-Match gegen Argentinien schlagen wird?
Neuville: Ich denke, dass es ein sehr intensives, enges Spiel wird. Beide können gewinnen, aber ich drücke natürlich Deutschland die Daumen.
Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Oliver Neuville.
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1. FC Köln
Wie ein Stadion neue Fans gewinnt
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| | Der spannende Ausblick vom höchsten Punkt der Tribüne |
Der Star ist nicht immer der Spieler oder Trainer. Der Star ist auch das Stadion. Mehr als 20.000 Besucher sind allein im Jahr 2009 ins RheinEnergieStadion geströmt, ohne dass ein Spiel des 1. FC Köln zu sehen gewesen wäre. Stadionführungen sind für Fans jeden Alters längst zu einer weiteren Attraktion in der Bundesliga geworden.
Im RheinEnergieStadion organisieren die Kölner Sportstätten GmbH - eine einhundertprozentige Tochter der Stadt Köln - die Führungen. Über 940 waren es im Vorjahr, und kaum eine Führung gleicht der anderen. Denn der Rahmen kann vollkommen unterschiedlich sein.
18 Stadionführer für das RheinEnergieStadion
"Wir hatten ein Pärchen, für das wir zur Silberhochzeit eine private Führung übernommen haben. Wir hatten auch schon eine gemeinsame Veranstaltung mit 210 Besuchern, die von sieben Stadionführern begleitet wurden", erklärt Hubert Röser, Pressesprecher der Kölner Sportstätten.
Auf eine Auswahl von 18 Guides können die Kölner zurzeit zurückgreifen, viele davon sind engagierte Studenten der benachbarten Sporthochschule. Es gibt ein Handbuch für die Stadionführer, das die wichtigsten Daten und Zahlen zur langen Geschichte des ehemaligen Müngersdorfer Stadions enthält, dessen Grundstein 1923 gelegt wurde.
Originelle Idee für Kindergeburtstage
Am Sonntagnachmittag sind Zahlen und Fakten aber nicht gefragt. Die kleine Juliane feiert ihren 6. Geburtstag und hat zehn Freundinnen und Freunde zu einer Stadiontour eingeladen. Jetzt sind pädagogisches Geschick und das richtige Händchen für Kinder wichtig, um fast anderthalb Stunden kurzweilig zu füllen.
"Wer ist schon Fan vom 1. FC Köln", fragt Stadionführerin Miriam Helle und vier, fünf Finger gehen zaghaft in die Höhe. Janis, Daniel und Alina haben sogar schon mal ein Bundesligaspiel vom FC im Stadion gesehen. Heute sitzen und stehen aber keine Zuschauer auf den über 50.000 Plätzen; die Kinder versuchen das schwierige, weiß eingefärbte Wort "Rheinenergie" auf den Sitzplätzen der Westtribüne zu lesen.
Podolskis Kabinenplatz begehrt
Die nächsten Stationen sind die Trainerbank und der Stadionrasen. Besser gesagt, der Rand des Rasens. Denn die wichtigste Regel bei allen Führungen lautet: Das Spielfeld darf nicht betreten werden. Miriam Helle erklärt, wie die zwei Farben des Rasen zustande kommen und warum der Platz in der Mitte etwas höher ist. Die Kinder wissen aber schon, was so ein Rasen braucht, um zu wachsen.
Wie der Trainer vom 1. FC Köln heißt, wissen sie aber nicht. "Jogi Löw", ruft Janis. Aber Lukas Podolski kennen die meisten Mädchen und Jungen schon. Deshalb wollen auch alle auf seinem Platz in der Kabine sitzen, wohin die Stadionführerin die Kinder jetzt gebracht hat.
"Wo ist denn Hennes der Siebte begraben?"
Gebannt hören alle zu, was Miriam Helle über das aktuelle Maskottchen Hennes XIII zu erzählen weiß: über sein eigenes Hennes-Mobil, mit dem er zu den Heimspielen gefahren wird. Oder über die Video-Kamera in seinem Stall, damit jeder den Hennes beobachten kann. Bei "Wo ist denn Hennes der Siebte begraben?" ist sogar die Stadionführerin überfragt.
Grundsätzlich gilt für die Kölner Stadionführungen, dass sie zum rheinischen und kölschen Lebensgefühl passen sollen. "Unsere Guides sollen ihre Informationen kompetent, aber locker rüberbringen - egal ob vor Schulklassen oder Business-Gruppen. Das funktioniert im Sommer auch in kurzen Hosen und T-Shirt, die Besuchergruppen sind eigentlich immer begeistert", meint Röser.
Für Juliane und ihre Gäste geht nach vielen weiteren spannenden Stationen die Führung zu Ende. "Wer ist denn jetzt Fan vom 1. FC Köln", will Miriam Helle noch mal wissen. "Iiiiiich", schreien alle und jetzt schnellen elf Finger in die Luft. Eindeutig: Der Star war diesmal das Stadion.
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Top-News und exklusive Hintergründe
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FIFA 11
"Das Spiel nähert sich der Realität immer mehr an"
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| | Chelseas John Terry (r.) ist bei FIFA 11 hervorragend zu erkennen |
Ob es passiert, ist nicht mehr die Frage. Es stellt sich nur noch die Frage, wann die Spielsimulation FIFA von EA SPORTS so realistisch sein wird, dass kein Unterschied mehr zwischen Fußball im TV und dem Spiel auf einer PlayStation zu sehen ist.
David Rutter, leitender Produzent, Kopf und "Guru" der FIFA-Reihe, schaut in die Zukunft und stellt die neue Version FIFA 11 vor.
Frage: Was sind die wichtigsten Neuerungen in FIFA 11 im Vergleich zu FIFA 10?
David Rutter: Dieses Jahr haben wir unser preisgekröntes Gameplay weiter verbessert sowie einige wirklich coole Neuerungen hinzugefügt. Eine der großen Neuerungen dieses Jahr ist die Spielerpersönlichkeit – auf dem ganzen Platz und auf jeder Position. Von den Schuhen bis zu den Haarspitzen der Spieler versuchen wir alles anzupassen: neue Körperdesigns, neue Laufanimationen und Bewegungsabläufe.
Die Spieler werden sich daher, wenn sie den Ball führen, anders bewegen als ohne Ball. Wir versuchen auch die verschiedenen Typen von Fußballspielern so originalgetreu wie möglich darzustellen. Ihr Angriffs- und Abwehrverhalten, ihre Art zu passen und zu schießen und auch ihr Charakter sorgen dafür, dass sie als Messi oder Ronaldo zu erkennen sind.
Frage: Will man das Spiel personalisieren, muss man die Leute treffen, die das Spiel spielen. Also wurde die Community für einige Tage eingeladen. Wie wichtig ist die Community für Sie als Producer und für die Entwicklung und Verbesserung der FIFA-Serie?
Rutter: Sie ist aus mehreren Gründen wichtig für uns. Erstens: Wir haben die Community noch nie so früh eingeladen, um eine Version von FIFA zu spielen, die sich noch in der Entwicklung befindet. Und das ist großartig. Wir haben ungefähr 30 Leute aus der ganzen Welt hierher eingeladen und haben einige Zeit mit ihnen verbracht. Die deutschen Community-Mitglieder haben mir sogar einen Bericht mit kleinen Skizzen der Punkte gemailt, die ihnen an FIFA 10 und 11 gefallen und nicht gefallen haben. Wir wollten sichergehen, dass wir die Spieler einbeziehen und das Spiel nicht nur so machen, wie wir es für richtig halten.
Frage: Können Sie ein Beispiel nennen?
Rutter: Wir haben unser neues Passsystem getestet, mit dem so genannte "Ping-Pong-Pässe" unterbunden werden. Das haben wir diese Woche zusammen mit den Community-Leuten ausprobiert. Und das war sehr erfolgreich - es ist wirklich gut zu sehen, dass wir etwas geändert haben, was die Community gestört hat. Wir haben versucht, das Problem zu beheben, wir haben sie es testen lassen und es scheint gut zu funktionieren. Insgesamt ist es gut für uns, unsere Änderungen einer Realitätsprüfung durch die Fans zu unterziehen, was wir auch jedes Jahr versuchen.
Frage: Schon bald wird FIFA 11 wieder der Vergangenheit angehören. Wenn Sie einen Blick in die EA-Kristallkugel wirfst, was sehen Sie dann in der FIFA-Zukunft?
Rutter: Dieses Jahr wollten wir auf jeden Fall Persönlichkeit in das Spiel integrieren. Wir sorgen daher dafür, dass sich die Spieler und Teams auf dem Platz individuell verhalten und bewegen. Das ist uns sehr, sehr wichtig. Und daran werden wir auch in Zukunft arbeiten. Wir haben natürlich auch sehr am Gameplay allgemein gefeilt. Letztes Jahr haben wir uns auf mehrere Sachen konzentriert.
Frage: Welche genau?
Rutter: Wir haben den Managermodus eingeführt und auch die Online-Teamwork-Modi. Wir möchten in dieselbe Richtung weiterarbeiten, um auch in Zukunft ein einmaliges und herausragendes Gameplay sowie alle möglichen Spielmodi und -erfahrungen zu bieten, die sich die Spieler wünschen: sei es auf einen Spieler festgelegt zu sein oder im Team mit anderen Menschen oder CPU-gesteuerten Spielern zu spielen. Und natürlich wollen wir das authentischste Sportspiel überhaupt schaffen.
Frage: Ist es ein Ziel, dass FIFA eines Tages so realistisch wird, dass man keinen Unterschied mehr zwischen Fußball im TV und dem Spiel auf einer PlayStation sieht?
Rutter: Das ist das ultimative Ziel. Vor kurzem wurde eine Kritik über FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2010 Südafrika veröffentlicht, die ich lustig fand. In der abschließenden Zusammenfassung, in der sie schreiben, was ihnen gefällt und was nicht, war das Negativste, dass das Spiel nicht so gut ist wie echter Fußball. Ich denke, das ist eine Art indirektes Kompliment. Das Spiel nähert sich in vielerlei Hinsicht der Realität immer mehr an. Und natürlich ist das etwas, was wir erreichen wollen. Gleichzeitig bin ich mir aber nicht sicher, ob eine 90-minütige Sportsimulation auf einem Fernseher wirklich eine gute Idee wäre. Man sollte genauso viel rausgehen und Fußball spielen, wie man es als Videospiel spielt. Aber unser ultimatives Ziel ist, weiterhin das beste Gameplay bei Sportspielen und das authentischste Fußballspiel zu bieten.
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OBM
OBM: Kuranyi geht, Ballack kommt
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| | Kevin Kuranyi verlässt nicht nur Schalke 04, sondern auch den OBM |
Der 1. Juli ist ein Datum, das sich alle Trainer im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) dick und rot im Kalender anstreichen sollten. Denn am 1. Juli werden alle Spieler aus dem OBM genommen, die die Bundesliga verlassen haben.
Also die Spieler der beiden Absteiger Hertha BSC Berlin und VfL Bochum sowie die Profis, die in die 2. Bundesliga oder ins Ausland wechseln oder ihre Karriere beenden.
Werte der Abgänge fallen
Das Herausnehmen dieser Spieler hat verschiedene Konsequenzen. Zum einen fallen sie natürlich aus allen Kadern, zu denen sie bis zum 30. Juni noch gehört haben. Das bedeutet, dass die OBM-Trainer diese Profis ab sofort nicht mehr in freien Wettbewerben oder Pokalrunden einsetzen können.
Zum anderen sollten alle OBMler diese Spieler so schnell wie möglich auf dem Transfermarkt verkaufen. Denn der Wert aller OBM-Abgänger wird nach und nach fallen. Jeder Manager ist also gut beraten, seinen Kader schnell zu überprüfen: Verteidigen noch Bochums Marc Pfertzel oder Herthas Arne Friedrich für mein OBM-Team? Oder stürmt Kevin Kuranyi für mein virtuelles Star-Ensemble?
Auch Hilbert und Neuville nicht mehr dabei
Der ehemalige Schalker Torjäger, der bekanntlich zu Dynamo Moskau wechselt, wird eine der größten Lücken in Tausende OBM-Kader reißen. Weitere prominente Abgänge sind Roberto Hilbert, der vom VfB Stuttgart zu Besiktas Istanbul wechselt oder Oliver Neuville, der sich von Mönchengladbach in die 2. Bundesliga zu Arminia Bielefeld verändert.
Den Abgängen stehen allerdings viele hochinteressante und prominente Neuzugänge gegenüber. Allein Michael Ballack wird voraussichtlich in Tausenden OBM-Teams das Mittelfeld verstärken. Außer dem Ex- und Neu-Leverkusener werden ganz sicher die Spieler vom FC St. Pauli und des 1. FC Kaiserslautern von vielen Fans der beiden Aufsteiger verpflichtet werden.
Neuzugänge ab 15. Juli im Managerspiel
Die Aufsteiger und die Neuzugänge aus anderen Ligen werden ab dem 15. Juli nach und nach in den OBM aufgenommen und stehen dann allen Usern auf dem Transfermarkt zur Verfügung. Viele Transfers werden erfahrungsgemäß erst kurz vor Saisonstart vollzogen.
Ab dem 4. August werden alle OBM-Trainer nach dem Einloggen einmal auf den Transfermarkt geleitet, um ihr Team zu bestätigen und gegebenenfalls KIX-frei Spieler kaufen und verkaufen zu können. Während dieser kostenlosen OBM-Transferperiode haben alle OBM-Trainer die Möglichkeit einmal (!) ihren kompletten Kader zu überarbeiten.
Trotz Weltmeisterschaft gilt es deshalb für alle ehrgeizigen und ambitionierten OBMler, die Wechselbörse der Bundesliga jetzt besonders aufmerksam auf bundesliga.de im Auge zu behalten.
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| Termine |
Die WM 2010 im Live-Ticker von bundesliga.de
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Impressum
Herausgeber: DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Guiollettstraße 44-46, 60325 Frankfurt/Main, Tel: 069-65005-0, Fax: 069-65005-555 HRB 52086 Frankfurt/Main, Umsatzsteuer-IdNr.: DE 215 956 338
Verantwortlich: Tom Bender, DFL
Redaktion: Markus Schmidt (Leitung), Dirk Jaschok, Christian Pfennig, Ulrike Siebert (alle DFL), Sebastian Stolz, Michael Reis, Stefan Kusche, bundesliga.de
Multimedia: Crossmotion, Düsseldorf
Fotoredaktion: DFL, gettyimages
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