Ausgabe 51 - 18.06.2010
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WM 2010
Die Euphorie ist mit einem Schlag verflogen. Doch noch ist lange nichts verloren. Fünf Tage nach dem dominanten 4:0-Auftaktsieg gegen Australien musste die deutsche Nationalelf im zweiten Gruppenspiel der WM eine 0:1-Niederlage gegen Serbien hinnehmen. Dennoch hat Deutschland weiterhin alle Chancen, das Achtelfinale zu erreichen. Hoffnung sollte dem Team von Bundestrainer Joachim Löw vor allem ein Blick in die Vergangenheit machen. Denn nach einer Niederlage in der Gruppenphase schaffte es die DFB-Elf vier Mal ins Endspiel.

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Der Abwehrrecke von der Weser

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Nicht nur bei Werder Bremen zählt Per Mertesacker zu den Leitungsträgern. Auch in der DFB-Elf ist er der Fels in der Brandung. Oliver Bierhoff bescheinigt ihm ein "unglaublich gutes Stellungsspiel". Mertesacker freut sich bei der WM vor allem auf die Fan-Unterstützung.
"Er ist bereit, Opfer zu bringen"

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Dass er zu den besten Torhütern in der Bundesliga gehört, hat Diego Benaglio oft genug bewiesen. Im WM-Spiel gegen Spanien zeigte der Schweizer dann der ganzen Welt, über welche Qualitäten er verfügt. Lob gab es für den Keeper schon vorher von allen Seiten.

WM 2010
Wer macht das Rennen?
Wer macht das Rennen?

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Spannung und Emotion pur!
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Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin jetzt nicht enttäuscht von der deutschen Mannschaft. Nur weil wir jetzt verloren haben, ist die Euphorie doch nicht komplett weg. Was mir imponiert hat an der deutschen Mannschaft ist die Tatsache, dass sie gerade in der zweiten Halbzeit in Unterzahl gedrückt hat und die Serben vor Probleme gestellt hat. Unsere Jungs sind einfach viel mehr gelaufen und man hat deutlich gesehen, dass die Serben konditionell nicht einmal ansatzweise so stark sind wie die Deutschen. Das einzige, was man kritisieren darf, ist die Chancenverwertung.

Was interessant zu beobachten war ist, dass wir beim Spiel Elf gegen Elf nicht so spielen konnten, wie wir uns das vielleicht vorgestellt hatten. Die haben sich sehr clever angestellt, die Serben. Und unser Team musste schnell feststellen, dass das doch ein anderes Kaliber als Australien war. Auch Spieler, die gegen Ghana enttäuscht haben, haben hier funktioniert. Mir ist da zum Beispiel Milos Krasic aufgefallen. Jetzt hauen alle auf Holger Badstuber ein. Das kann ich nicht nachvollziehen. Jogi Löw hat selbst gesagt, man hätte die Serben mehr doppeln müssen. Einen Spieler wie Krasic auszuschalten, ist nicht so einfach. Der hat eine gewisse Extraklasse und deswegen jagt ihn halb Europa. Dass der mal an Badstuber vorbeikommt, das kann passieren. Aber wenn dann eine Flanke vors Tor kommt, dann sollte der Manndecker auch beim größten Mann des Gegners stehen. Die Innenverteidigung hat mir überhaupt nicht gefallen. Gott sei Dank haben sich die Serben auch mit einem Mann mehr sehr ungeschickt angestellt und viele Konterchancen liegen gelassen.

Die defensive Grundeinstellung der Serben hatte ich erwartet. Ich kenne Radomir Antic gut. Er wollte seiner Mannschaft nach dem schwachen Auftritt gegen Ghana erst einmal Sicherheit verschaffen. Er hat zudem einige Wechsel vorgenommen gehabt. Er wollte den Anfangsschwung, den er von der deutschen Mannschaft erwartet hatte, bremsen. Das ist ihm gut gelungen. Wir konnten unser Spiel nicht so aufziehen, wie wir es wollten. Wir hatten einige Möglichkeiten aus der Ferne, aber nichts Zwingendes. Diese kamen erst, als wir ein Mann weniger waren. Da haben die Serben total die Kontrolle und Ordnung verloren gehabt.

Es gab natürlich viele Vorschusslorbeeren für unsere Mannschaft. Ich hatte aber bei keinem Spieler das Gefühl, ihm sei irgendetwas zu Kopf gestiegen. Mesut Özil hat zwei, drei fantastische Pässe gespielt - genau das, was man von einem "Zehner" verlangt. Lukas Podolski war bemüht. Aber er hat einfach die Seuche gehabt. Thomas Müller hat unheimlich viel über die rechte Seite gemacht. Und diese Gelb-Rote Karte war hart. Die FIFA hat da nun einmal ihre Regeln und lässt sehr viel abpfeifen. Teilweise kannst du gar nicht mehr spielen. Ich bin froh, dass ich nicht mehr spiele. Das ist ja teilweise nicht mehr mit anzusehen. Als Stürmer kriegst du sofort eine Karte, wenn du im Mittelfeld ein Foul begehst. Da stimmt irgendetwas nicht. Der Schiedsrichter hat mit den Karten um sich geworfen, das macht doch keinen Spaß. Er war nicht der Hauptschuldige an der Niederlage – denn trotz Unterzahl hatten wir genug Torchancen, Unentschieden zu spielen, oder dieses Spiel noch für uns zu entscheiden. Wenn wir das 1:1 gemacht hätten, dann hätten wir anschließend auch gewonnen. Der Wille war da.

Nun hängt alles vom Spiel gegen Ghana ab. Ich erwarte, dass unsere Mannschaft die Köpfe hochnimmt. Ich erwarte, dass sie die Enttäuschung bündelt, in positive Energie umsetzt und Ghana weghaut. Die Qualität haben wir. Wir brauchen auch keine Angst vor Ghana zu haben - egal wie die Afrikaner gegen Australien spielen. Ghana ist schließlich die jüngste Mannschaft der WM und die muss auch ohne Michael Essien auskommen. Dessen Ausfall wiegt viel schwerer als der von Michael Ballack auf unserer Seite. Ich bin absolut überzeugt davon, dass unsere Mannschaft das Spiel gegen Ghana gewinnen wird!

Ihr

Fredi Bobic



Fredi Bobic spielte zwischen 1994 und 2005 in der Bundesliga beim VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Hannover 96 und Hertha BSC. Beim VfB war er mit Krassimir Balakow und Giovane Elber Teil des "Magischen Dreiecks", das Mitte der 90er Jahre für einiges Aufsehen in der Bundesliga sorgte. In der Nationalelf kam Bobic in 37 Länderspielen auf zehn Tore. Im Sommer 2006 beendete er nach einem kurzen Abstecher in Rijeka seine aktive Karriere. Heute ist Bobic Geschäftsführer des bulgarischen Clubs Chernomorets Burgas. Während der WM 2010 wird er regelmäßig für bundesliga.de über die Endrunde schreiben.

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WM 2010
Die Niederlage als Motivationshilfe

Lukas Podolski (r.) verschoss in der 60. Minute einen Elfmeter
Die Euphorie ist mit einem Schlag verflogen. Doch noch ist lange nichts verloren. Fünf Tage nach dem dominanten 4:0-Auftaktsieg gegen Australien musste die deutsche Nationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2010 eine bittere Niederlage gegen Serbien hinnehmen.

Das 0:1 gegen die Mannschaft von Trainer Radomir Antic ist ein Rückschlag. Dennoch hat die deutsche Elf weiterhin alle Chancen, das Achtelfinale am Kap der guten Hoffnung zu erreichen. Hoffnung sollte dem Team von Bundestrainer Joachim Löw vor allem ein Blick in die Vergangenheit machen. Denn nach einer Niederlage in der Gruppenphase schaffte es die DFB-Elf vier Mal ins Endspiel.

"Wir haben genug Qualität"

"Wir waren nicht so dominant, wie wir es uns vorgenommen hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir alles gegeben. Wir haben in Unterzahl viele Chancen herausgespielt. Leider haben wir sie nicht genutzt", erklärte Löw. "Im Abschluss war es für uns nicht der glücklichste Tag. Wir haben genug Qualität. Wir dürfen den Kopf nicht hängenlassen. Wir haben es noch in der eigenen Hand, das Achtelfinale zu erreichen."

Nach einem von Taktik geprägten Beginn sorgte die Gelb-Rote Karte gegen Miroslav Klose in der 37. Minute für den ersten Aufreger in Port Elizabeth. Wenige Sekunden später erzielte Milan Jovanovic das einzige Tor des Nachmittags (38.).

Schiedsrichter in der Kritik

"Es war ein sehr bitterer Platzverweis, dann wurde es natürlich schwer mit zehn Mann", sagte Kapitän Philipp Lahm. "Dann kam sofort das ganz blöde Gegentor. Wir geraten eine Minute vorher in Unterzahl, dann wird es schwer. Ich glaube, über den Platzverweis kann sich jeder Zuschauer selbst ein Urteil bilden."

Die Leistung des Schiedsrichters wurde auch von anderen Spielern negativ bewertet. Dennoch hatte die deutsche Mannschaft auch in Unterzahl einige große Chancen, zumindest einen Punkt aus dem Spiel mitzunehmen.

Podolski vergibt Elfmeter

Kurz vor der Pause traf Sami Khedira mit einem Gewaltschuss nur die Querlatte. Nach dem Wechsel suchte vor allem Lukas Podolski mehrfach den Abschluss. Der Kölner Publikumsliebling wurde dann in der 60. Minute auch zur tragischen Figur der Partie, als sein Handelfmeter von Serbiens Torhüter Vladimir Stojakovic pariert wurde.

"Der Elfmeter war nicht so schlecht geschossen. Ich bin eigentlich ein sicherer Schütze", erklärte ein sichtlich enttäuschter Podolski nach dem Spiel. "Das muss ich auf meine Kappe nehmen. Diese Niederlage ist natürlich ganz bitter. Wir hätten einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen können."

Erinnerungen an 2008

Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Dies beweist ein Blick auf die Geschichte der deutschen Nationalmannschaft bei Großturnieren. Weit muss man auch gar nicht zurückdenken. Im Sommer 2008 gab es bei der EURO gegen Serbiens Nachbarland Kroatien ebenfalls im zweiten Gruppenspiel eine Niederlage.

1:2 hieß es nach 90 Minuten und auch dort beendete die DFB-Elf die Partie in Unterzahl, nachdem Bastian Schweinsteiger in der Nachspielzeit die Rote Karte gesehen hatte. Die DFB-Elf rappelte sich anschließend wieder auf und marschierte bis ins Finale.

Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger erinnerte sich sofort an dieses Spiel: "Bei der EM war es die gleiche Konstellation - und am Ende haben wir im Finale gestanden. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie jetzt fünf Minuten traurig sein kann, aber jetzt geht es richtig los."

1986 und 1982 ins Finale

Bei einer Weltmeisterschaft verlor die deutsche Mannschaft zuletzt 1986 ein Vorrundenspiel. Damals hieß es zum Abschluss der 1. Finalrunde 0:2 gegen Dänemark. Geschadet hat diese Pleite der Elf von Franz Beckenbauer nicht, wurde sie am Ende doch Vize-Weltmeister.

Auch 1982 gab es eine Niederlage in der Vorrunde. Zum Turnierstart unterlag das deutsche Team mit 1:2 gegen Algerien. Doch wie schon 1986 schaffte es die DFB-Auswahl auch in Spanien bis ins Endspiel.

Nach Niederlage zum Titel

Noch besser lief es nach einer Niederlage sogar bei zwei anderen Weltmeisterschaften. 1974 unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Helmut Schön im dritten Vorrundenspiel vor heimischer Kulisse mit 0:1 ausgerechnet gegen die DDR. Am Ende wurde Deutschland zum zweiten Mal Weltmeister.

20 Jahre davor erging es der deutschen Mannschaft wie 2010. Bei der WM-Endrunde 1954 zog die deutsche Elf um Fritz Walter und Helmut Rahn ebenfalls im zweiten Gruppenspiel den Kürzeren. 3:8 hieß es damals gegen Ungarn. Der Ausgang dieses Turniers ist wohl jedermann in Deutschland bekannt. Sepp Herberger schockte die Fußballwelt und Deutschland wurde mit einem 3:2 im Finale gegen eben jene Ungarn erstmals Weltmeister.

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Bundesliga-Datenbank
Ohne Zielwasser und mit mangelndem Biss
Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr zweites Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in Südafrika mit 0:1 gegen Serbien verloren. Trotz der Niederlage hat die DFB-Auswahl weiterhin alle Chancen, das Achtelfinale zu erreichen.

Das "Tor des Tages" fiel eine Minute nach dem Platzverweis gegen Miroslav Klose. Doch die Unterzahl allein war nicht der Grund für die erste WM-Vorrundenniederlage seit 1986. bundesliga.de nennt sechs Punkte, die ausschlaggebend für die Pleite waren.

1. Schussgenauigkeit:

16 Mal schoss die deutsche Mannschaft auf das Tor von Serbiens Keeper Vladimir Stojakovic. Allerdings musste der Schlussmann von Wigan Athletic nur zwei Mal eingreifen. Einer der beiden Schüsse, die direkt aufs Tor gingen, war der vergebene Elfmeter von Lukas Podolski.

Gegen Australien hatte die Elf von Bundestrainer Joachim Löw nur einen Torschuss mehr (17). Jedoch waren seine Spieler gegen die "Socceroos" vier Mal erfolgreich. Alle vier Tore hatten Offensivspieler erzielt.

2. Zweikampfschwach:

Nur 46 Prozent der Zweikämpfe wurden in der Partie gegen die Serben gewonnen. Gegen Australien gewann die Mannschaft von Löw hingegen 62,5 Prozent ihrer Duelle. Dies war zugleich der Höchstwert bei allen 32 Teams am 1. Gruppenspieltag.

Gegen das Team von "Down Under" gewannen die Deutschen 60 Prozent ihrer Luftduelle und 64 Prozent der Zweikämpfe am Boden. Gegen Serbien waren es in der Luft zwar ebenfalls 60 Prozent, doch am Boden konnte das DFB-Team nur 43 Prozent der Duelle für sich entscheiden.

3. Ungenaue Flanken:

Die deutsche Mannschaft trat gegen Serbien 20 Flanken. Allerdings kam aus dem Spiel kam nur eine einzige Flanke zum Mitspieler. Dieses Problem bestand jedoch bereits gegen Australien. Da kamen auch nur vier von 17 Flanken beim Mitspieler an.

4. Zu viele Unterbrechungen:

Das Spiel gegen die Serben überzeugte nur selten durch Spielfluss und schnelle Aktionen. Ein Grund dafür war auch die Vorstellung von Schiedsrichter Alberto Undiano. Der Spanier zückte drei Mal Gelb und eine Gelb-Rote Karte gegen die DFB-Elf, aber auch vier gelbe Kartons für Serbien.

5. Kein Schwung durch die "Joker":

Löw wechselte drei offensive Spieler ein: Cacau, Marko Marin und Mario Gomez. Das Trio gewann zusammen jedoch nur einen einzigen von sechs Zweikämpfen (Cacau). Überhaupt fanden die drei "Joker" kaum ins Spiel. Sie hatten insgesamt nur 33 Ballkontakte (Cacau 14, Gomez 8, Marin 11).

Cacau und Gomez konnten vor allem nicht in der Offensive überzeugen. Die beiden Stürmer blieben ohne Torschuss. Marin suchte immerhin zwei Mal den Abschluss. Jedoch wurden beide Schüsse des Bremers geblockt.

6. Schwaches Kopfballspiel:

Die Deutsche Viererkette gewann "nur" sieben von zwölf Kopfballduellen. Das einzige Tor der Partie durch Milan Jovanovic legte Nikola Zigic mit einem gewonnenen Kopfballduell vor. Das Team vom Balkan kam vier Mal per Kopf zum Abschluss, Deutschland nicht einmal.

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Thomas Tuchel
"Wollen uns in den Top20 etablieren"

Unter Thomas Tuchel beendete Mainz die Saison auf Platz 9
Die Fußballwelt schaut nach Südafrika, wo gerade die zweite Spielrunde der Gruppenphase der Weltmeisterschaft ausgetragen wird. An die Bundesliga denken aktuell nur die Wenigsten. Und doch ist der Startschuss zur Vorbereitung auf die Saison 2010/11 schon gefallen - zumindest beim 1. FSV Mainz 05.

Der Tabellen-Neunte der vergangenen Spielzeit betrat bereits am Montag erstmals den Trainingsplatz. Thomas Tuchel wählte den frühen Termin mit Bedacht und genaue Vorstellungen von den kommenden Wochen.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der Trainer, der seinen Vertrag beim FSV erst vor wenigen Wochen vorzeitig bis 2013 verlängert hat, über den Trainingsauftakt, seine Neuzugänge und die Ziele der Mainzer.

bundesliga.de: Herr Tuchel, Ihre Team hat als erster Bundesligist die Trainingsarbeit für die Saison 2010/11 aufgenommen. Warum haben Sie sich für einen solch frühen Starttermin entschieden?

Thomas Tuchel: Weil es terminlich einfach passte. Zudem hatten die Spieler jetzt fünf Wochen Pause, das ist erst einmal ausreichend. Gleichzeitig ist die Vorbereitungsphase in dieser Saison ziemlich lang. Wir starten jetzt mit dem ersten Teil der Vorbereitung, dann bekommen die Spieler Mitte Juli noch einmal gut eine Woche frei, damit auch die Väter schulpflichtiger Kinder noch die Möglichkeit haben, mit ihrer Familie in den Urlaub zu fahren. Im Anschluss daran machen wir weiter. Es ist schwer, über acht Wochen Spannung aufzubauen, das muss dosiert werden. Ich denke, wir haben da eine ganz gute Lösung gefunden.

bundesliga.de: Auf den einen oder anderen Spieler müssen Sie noch verzichten. Auch wegen der WM. Finden Sie denn trotz Trainingsauftakt Zeit, die WM im Fernsehen zu sehen?

Tuchel: Natürlich begleitet uns die WM während der Trainingszeit im Fernsehen. Wir haben meist abends um 17 Uhr noch eine Trainingseinheit, dann läuft im Physiobereich in der Kabine das Spiel ab 16 Uhr. Ansonsten gibt es keine Kollisionen.

bundesliga.de: Mainz hat sich bislang mit Tufan Tosunoglu, Marco Caligiuri und Lewis Holtby verstärkt. Welche Rolle können diese Spieler in Ihrem Team spielen?

Tuchel: Lewis ist positiver Mensch, der Lebens- und Spielfreude absolut ausstrahlt und einen außergewöhnlichen linken Fuß hat. Wir haben uns sehr um ihn bemüht. Marco hat absolut das Zeug dazu, ein überdurchschnittlicher Bundesliga-Spieler zu werden. Tufan ist ein großes Talent und kann mit seiner Schnelligkeit und seiner Unbekümmertheit eine richtige Option in der Offensive werden.

bundesliga.de: Sie konnten auch endlich Haruna Babangida vertraglich binden. Zuvor scheiterte eine mögliche Verpflichtung erst an einem Autounfall und dann an einem ausgefallen Flug. Mainz blieb hartnäckig. Warum wollten Sie den Nigerianer unbedingt haben?

Tuchel: Er ist ein beidfüßiger, dribbelstarker, sehr weniger Spieler, der als Stürmer oder Halbstürmer eingesetzt werden kann und Ruhe im Torabschluss hat. Zudem war Haruna Babangida ein geringes Risiko für den Verein.

bundesliga.de: Auf der anderen Seite haben Sie viele Spieler verloren, die vor allem eines hatten: Erfahrung. Diese Führungsspieler zu ersetzen, liegt darin eine der großen Herausforderungen für die neue Saison?

Tuchel: Auf wen genau spielen Sie jetzt an? Chadli Amri und Tim Hoogland haben erst ein Jahr in der Bundesliga gespielt, Dimo Wache und Marco Rose hatten in der abgelaufenen Saison keinen Einsatz. Deshalb verspüren wir im Bereich Erfahrung keine Einbrüche. Führungsspieler ergeben sich bei uns durch das Verhalten auf und abseits des Platzes. Bezüglich der Erfahrung machen wir uns keine Sorgen, wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern im Team.

bundesliga.de: Sie haben im Mai Ihren Vertrag vorzeitig bis Juni 2013 verlängert und sagten, Mainz sei noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Was genau kann die Mannschaft in den kommenden Jahren noch erreichen?

Tuchel: Mainz ist einer der wenigen Clubs in Deutschland, der für eine bestimmte Art Fußball zu leben und zu spielen steht. Diesen Weg wollen wir weiter gehen, uns in den nächsten Jahren in den Top 20 des Landes etablieren und unser herausragendes Jugendleistungszentrum mit einbeziehen. Mit dem neuen Stadion können wir außerdem wirtschaftlich den nächsten Schritt machen.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Thomas Tuchel.

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WM 2010
Bundesliga-Stars setzen erste Ausrufezeichen
Bereits am ersten Spieltag der Weltmeisterschaft 2010 konnten einige Spieler, die in der Bundesliga aktiv sind, dem Turnier ihren Stempel aufdrücken. bundesliga.de nennt die zehn besten Bundesliga-Stars nach Runde 1:

Platz 1: Thomas Müller (FC Bayern München/Deutschland)

Thomas Müller war der beste Zweikämpfer aller Bundesliga-Stars auf dem Platz. Der Münchner gewann überragende 90 Prozent seiner Duelle (neun von zehn).

Der Offensivspieler bereitete das 1:0 durch Lukas Podolski vor und erzielte das 3:0 selbst. Nach 32 Jahren traf wieder ein Müller in einem deutschen WM-Spiel.

Platz 2: Lukas Podolski (1. FC Köln/Deutschland)

Lukas Podolski erzielte mit seinem ersten Torschuss das wichtige 1:0 für Deutschland gegen Australien.

Er revanchierte sich bei Thomas Müller und bereitete mit einem seiner drei Torschussvorlagen das 3:0 durch den Münchner vor.

Platz 3: Arturo Vidal (Bayer Leverkusen/Chile)

Der Verteidiger gab gemeinsam mit Alexis Sanchez bei Chile die meisten Torschüsse ab (je vier) und bereitete zwei Torschüsse vor.

Vidal, in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen aktiv, hatte beim Spiel gegen Honduras die mit Abstand meisten Ballkontakte auf dem Platz (101).

Platz 4: Philipp Lahm (FC Bayern München/Deutschland)

Der deutsche Kapitän gab die meisten Torschussvorlagen auf dem Feld (4) und bereitete das 2:0 durch Miroslav Klose mustergültig vor.

Lahm hatte die meisten Ballkontakte auf dem Feld (97) gegen die "Socceroos".

Platz 5: Diego Benaglio (VfL Wolfsburg/Schweiz)

Diego Benaglio hatte im Spiel gegen Europameister Spanien die meisten Ballkontakte aller Schweizer (66).

Der Wolfsburger Keeper hielt alle fünf Torschüsse, die auf seinen Kasten kamen, und sicherte der Schweiz somit den Sensationssieg.

Platz 6: Miroslav Klose (FC Bayern München/Deutschland)

Der Stürmer vom FC Bayern München erzielte den deutschen Treffer zum 2:0 und gewann 50 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Er war an sieben deutschen Torschüssen direkt beteiligt (fünf Torschüsse, zwei Torschussvorlagen) - Topwert im Spiel gegen Australien.

Platz 7: Bastian Schweinsteiger /FC Bayern München/Deutschland)

Der Bayern-Spieler hatte die zweitmeisten Ballkontakte bei Deutschland (96).

Schweinsteiger gewann 63,6 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball und brachte 92,6 Prozent seiner Pässe zum eigenen Mann.

Platz 8: Mesut Özil (Werder Bremen/Deutschland)

Der Mittelfeldmotor von Werder Bremen bereitete gegen Australien das 4:0 durch Cacau vor.

Özil war an vier weiteren Torschüssen direkt beteiligt (drei Torschüsse, eine Torschussvorlage).

Platz 9: Mark van Bommel (FC Bayern München/Niederlande)

Mark van Bommel gewann im Spiel der Niederlande gegen Dänemark 92 Prozent seiner Zweikämpfe (elf von zwölf).

Er wurde am häufigsten aller Spieler auf dem Feld gefoult (sechs Mal).

Platz 10: Arne Friedrich (Hertha BSC/Deutschland)

Der Innenverteidiger gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball und wies die meisten klärenden Aktionen auf dem Platz auf (zwölf).

Der Berliner Verteidiger hatte gegen Australien mit 97,1 Prozent die beste Passquote auf dem Spielfeld.

Features
Top-News und exklusive Hintergründe














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FIFA 11
FIFA 11 setzt neue Maßstäbe in punkto Authentizität

1.700 Experten helfen, um jeden Spieler individuell auszuwerten
EA SPORTS veröffentlich im kommenden Herbst den neuen Teil der FIFA-Fußballsimulationsreihe. FIFA 11 definiert Spielerauthentizität für PlayStation 3 und Xbox 360 neu - ob am Ball oder nicht - für jeden Spieler und jede Position.

Das neue Feature Persönlichkeit+ berücksichtigt neben den Standardattributen auch individuelle Fähigkeiten und ermöglicht es, jeden Spieler mittels seiner Physis und Spielanlagen klar unterscheiden zu können.

"Spielerpersönlichkeiten virtuell abgebildet"

"Persönlichkeit+ ist der bisherige Höhepunkt, was die Unverwechselbarkeit einzelner Spieler angeht. Die Fähigkeiten eines Fußballers werden authentisch im Spiel wiedergegeben. So werden in FIFA 11 erstmals ganzheitlich einzigartige Spielerpersönlichkeiten virtuell abgebildet," sagt Executive Producer Kaz Makita.

"Wir haben in unserer Spiel-Engine eine Stufe der Perfektion erreicht, auf der Spieler sich wie echte Individuen verhalten und entsprechende Leistungen zeigen."

Netzwerk von 1.700 Scouts, Redakteuren und anderen Experten

Persönlichkeit+ arbeitet die Unterschiede einzelner Fußballer mithilfe einer Datenbank heraus, die deren Fähigkeiten-Sets mittels 36 Attributen und 57 Eigenschaften evaluiert und adaptiert. Die EA SPORTS FIFA-Serie greift dabei auf ein Netzwerk von 1.700 Scouts, Redakteuren und anderen Experten aus aller Welt zurück, um jeden Spieler individuell auszuwerten.

Persönlichkeit+ wird im gesamten Spiel zu erkennen sein. Die Spielerelite kann nun ihre Weltklassefähigkeiten zeigen. Kaka von Real Madrid wird kreative Pässe zaubern, Barcelonas Andres Iniesta wird den Ball für seine Dribblings durch die Verteidigungsreihen noch enger führen, selbst im intensiven Zweikampf mit dem Gegner.

Spieler werden noch realistischer dargestellt

Manchester Uniteds Wayne Rooney wiederum wird seine Kraft nutzen, um Verteidiger auf Distanz zu halten und aus vollem Lauf Torschüsse abzugeben. Spitzenverteidiger wie Giorgio Chiellini von Juventus Turin werden die Aktionen der gegnerischen Offensivspieler antizipieren und entsprechend reagieren, um in Ballbesitz zu gelangen. Anhand neuer Körpertypen und Spielermodelle werden die Spieler noch realistischer dargestellt.

Selbst die Torhüter profitieren von Persönlichkeit+. Die reale Persönlichkeit des Torwarts bestimmt dessen Spielstil und seine Fähigkeiten im Strafraum. Die Sprungkraft legt fest, ob ein Torhüter auch kritische Bälle erreicht, während Reflexe die Reaktionszeit bestimmen. So wird ein Weltklassetorhüter wie Petr Cech von Chelsea seine gesamte Bandbreite zeigen können.

Enorm verbessertes Passsystem

FIFA 11 führt auch das neue Pro Passing ein, wobei die Passgenauigkeit vom Können des Videospielers, den Fähigkeiten des virtuellen Fußballspielers selbst, der Situation und dem Druck auf dem Feld abhängt. Das ergibt im Ganzen ein enorm verbessertes Passsystem.

Eine schlechte Entscheidung oder eine falsche Schusskraftregulierung beim Passen werden fehlerhafte Resultate produzieren. Mit neuen Passtypen wie dem Außenristpass können Spieler ein effektiveres Spiel aufziehen.

Eigene Vereinshymnen einbinden

Dank einer Reihe neuer Tools können FIFA 11-Fans ihr Spiel ganz neu und für sie individuell sinnvoll gestalten. Das Audio-Tool lässt Spieler beispielsweise eigene Fangesänge importieren und diese beliebigen Teams und Ligen zuweisen.

So kann man eigene Vereinshymnen für die Heimmannschaft einbinden, die während der Spielervorstellung, in der Halbzeitpause und nach Toren erklingen. Selbst der eigene Name kann von den Tribünen in Old Trafford oder San Siro widerhallen, wenn man individuelle Gesänge für den Virtual Pro erstellt. Eigene Musikstücke können ebenfalls ins Spiel importiert werden.

FIFA 11 wird in diesem Herbst für PlayStation 3, Xbox 360, Nintendo Wii, PC, PlayStation 2, Nintendo DS, PSP und diverse Mobilgeräte erscheinen.

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OBM
Starker WM-Start der internationalen OBM-Elite
Neben den 23 deutschen Nationalspielern nehmen 61 weitere Bundesliga-Spieler an der WM in Südafrika teil. Superstars wie Franck Ribery (Frankreich) und Arjen Robben (Niederlande), aber auch weniger schillernde Profis wie der blutjunge Schalker Joel Matip (Kamerun) oder Freiburgs Du-Ri Cha (Südkorea).

Im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) haben diese 61 Nationalspieler in der Saison 2009/10 recht unterschiedlich abgeschnitten. Die beste Rolle aller WM-Teilnehmer mit ausländischem Pass hat Dortmunds Neven Subotic im OBM gespielt. Der Serbe kam in der Rangliste der besten Abwehrspieler hinter dem deutschen Duo Per Mertesacker und Philipp Lahm auf Platz 3.

Große Konkurrenz für Benaglio

In einer virtuellen Top-Elf der Bundesliga-Legionäre, die derzeit in Südafrika beschäftigt sind, steht Diego Benaglio zwischen den Pfosten. Der Wolfsburger landete in der sehr starken Konkurrenz der Bundesliga-Torhüter auf einem ordentlichen 11. Platz.

Die besser platzierten Logan Bailly (Belgien), Simon Pouplin (Frankreich) und Jaroslav Drobny (Tschechien) haben sich nicht qualifiziert oder gehören nicht zum WM-Kader.

Bollwerk um Martin Demichelis

Vor Benaglio steht eine Viererkette mit Miso Brecko (1. FC Köln / Slowenien), Subotic, Martin Demichelis (FC Bayern / Argentinien) und Joris Mathijsen (HSV / Niederlande). Mathijsen und Demichelis gehören neben Subotic ohnehin zu den Stützen der OBM-Abwehr, während Brecko eher im Mittelfeld der Rangliste zu finden sind. Glück für Brecko, dass Hyypiä, Naldo oder Rafinha keine WM-Fahrer sind.

Das Top-Trio des virtuellen Mittelfelds bilden die Defensivspezialisten Josué (VfL Wolfsburg / Brasilien) und Mark van Bommel (FC Bayern / Niederlande) sowie Überflieger Arjen Robben. Der beste OBM-Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg) war mit Bosnien in den WM-Playoffs an Portugal gescheitert.

Ohne Dzeko, mit Grafite

Das gilt genauso für Edin Dzeko, die Nr. 1 unter den Angreifern des OBM. Dafür stürmt sein Wolfsburger Stürmerkollege Grafite für Brasilien und in die virtuelle Top-Elf. Neben Grafite schaffen das auch Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen / Schweiz) und Milivoje Novakovic (1. FC Köln / Slowenien).

Insgesamt haben die meisten Bundesliga-Profis in der ersten WM-Woche viel Spielzeit bekommen und überwiegend positive Kritiken bekommen. Aus der OBM Top-Elf sind die drei Holländer, die beiden Slowenen und Brasilianer sowie Martin Demichelis mit Siegen ins Turnier gestartet - genau wie die deutschen Nationalspieler.

Die OBM-Top-Elf der WM-Bundesliga-Legionäre

Benaglio (Schweiz)
Brecko (Slowenien) - Subotic (Serbien) - Demichelis (Argentinien) - Mathijsen (Niederlande)
Robben (Niederlande) - van Bommel (Niederlande) - Josué (Brasilien)
Novakovic (Slowenien) - Grafite (Brasilien) - Derdiyok (Schweiz)

Termine
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