Ausgabe 25 - 17.12.2009
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Spieler des Spieltags
Bayrischer Siegertyp
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Nach jeder Runde in der Bundesliga stehen sie zur Wahl, die Spieler des Spieltags. Sie entscheiden, wem diese Ehre zuteil wird. Am 16. Spieltag machte Ivica Olic das Rennen. Der Kroate ist derzeit in Topform und hatte großen Anteil am 5:1-Sieg der Bayern in Bochum. Mehr zum Spieler des Spieltags finden Sie hier.


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Top Thema
Bundesliga - 17. Spieltag
Als Jupp Heynckes am Ende der Saison 1975/76 die dritte von vier Meisterschaften feierte, die er mit Mönchengladbach als Spieler gewonnen hat, jubelte man in Leverkusen über die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Seither hat sich viel getan. Mittlerweile ziehen Bayer und Heynckes am selben Strang und können als drittes Bundesliga-Team ungeschlagen die Hinrunde beenden. Gegner bei diesem historischen Moment ist ausgerechnet Gladbach. Im zweiten Topspiel kommt es zum 91. Nordderby der Bundesliga-Geschichte.

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Offene Rechnung zu begleichen

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Drei Niederlagen in vier Duelle in nur 19 Tagen: Ausgerechnet der große Rivale aus Bremen beendete gleich in drei Wettbewerben alle Titelträume des Hamburger SV. Nun sinnen David Jarolim und seine "Rothosen" im 91. Bundesliga-Nordderby auf Revanche.
Hoffnung für Hertha

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Erst in der letzten Sekunde kam Hertha BSC gegen Leverkusen zum Punktgewinn. "Der Ausgleich war ein eindeutiger Beweis unserer Moral", sagte Trainer Friedhelm Funkel. Mit dem neuen Selbstbewusstsein soll das Unmögliche möglich gemacht werden.

Winterfahrpläne
Ab in den Süden...
Ab in den Süden...

Bald ist Halbzeit in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga! In diesem Jahr wird die Winterpause sehr kurz ausfallen. Bereits am 15. Januar rollt der Ball wieder in den Stadien. Bis dahin wird geschuftet und es werden neue Kräfte für die Rückrunde verpflichtet. Wie sich die Vereine auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten, erfahren Sie auf den Winterfahrplan-Seiten von bundesliga.de. Alles über Trainingslager, Testspiele, Hallenturniere und Transfers der Clubs finden Sie hier.


Auslosung
Auf die Töpfe, fertig, los!
Auf die Töpfe, fertig, los!

Am Freitag ist es soweit. Dann werden in Nyon die kommenden Duelle in der Champions League und der Europa League ausgelost. Bei bundesliga.de sind Sie live dabei. Im Live-Ticker erfahren Sie ab 11:55 Uhr, gegen wen der FC Bayern München und der VfB Stuttgart im Achtelfinale der “Königsklasse“ spielen werden. Dabei ist für beide Clubs ein “Hammerlos“ fast garantiert. Zur Auswahl stehen unter anderem der Titelverteidiger oder eines von drei englischen Topteams. Auch die Gegner des VfL Wolfsburg, HSV, von Hertha BSC und Werder Bremen in der Europa-League werden zugelost.


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Liebe Leserinnen und Leser,

in der Geschichte der Bundesliga gab es erst zwei Mannschaften, die am Ende einer Hinrunde noch ungeschlagen waren. Beide Male wurden diese Clubs nicht nur Herbstmeister sondern am Ende der Saison auch Deutscher Meister. Ich glaube, dass auch Leverkusen das Zeug dazu hat, sowohl ungeschlagen in die Winterpause zu gehen, als auch Deutscher Meister zu werden.

Ich denke, dass Bayer das Rennen um die Herbstmeisterschaft machen wird. Die Mannschaft hat es sich einfach verdient. Sie spielt wirklich einen schönen Fußball. Was die Meisterschaft angeht, darüber schon jetzt zu sprechen, halte ich für ein wenig verfrüht. Es ist immer noch ein langer Weg und der Abstand auf die Konkurrenten ist ja auch nicht sehr groß.

Ich bin mir sicher, dass auch diese Saison bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird. Mit einigen wenigen Ausnahmen - wenn der FC Bayern nach Belieben dominiert hat - war die Bundesliga in den vergangenen Jahren immer spannend. Diese Liga ist immer für eine Überraschung gut, dies haben wir ja erst in der vergangenen Saison gesehen.

Zum Abschluss der Hinrunde empfängt Bayer Borussia Mönchengladbach. Dies ist sicherlich ein besonderes Spiel für Leverkusens Trainer Jupp Heynckes, der ja viele tolle Jahre als Spieler und Trainer mit den Gladbachern erlebt hat. Die Borussia ist momentan in einer sehr guten Form. Gladbach ist auswärts nicht schlecht. Ich hatte die Gelegenheit, die Mannschaft bei ihrem Gastspiel in Hamburg, wo sie gegen den HSV gewonnen haben, zu sehen. Das wird kein leichtes Spiel. Dennoch glaube ich, dass Leverkusen sich durchsetzen und klar gewinnen wird. Es wäre einfach unheimlich wichtig für den ganzen Verein, die Herbstmeisterschaft nach Leverkusen zu holen.

Aber noch einmal zum Stichpunkt Hamburg. Der HSV empfängt am letzten Spieltag der Hinrunde Werder Bremen. Das Nordderby ist meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes in der Bundesliga. Ich hatte ja das Glück, auch bei einigen Derbys als HSV-Spieler dabei sein zu dürfen, und ich muss sagen, dass dies immer sehr intensiv geführte Duelle waren. Das lag natürlich auch daran, dass die Medien im Vorfeld das alles immer so schön aufgebaut haben. Aber auch der Trainer hat bei diesem Spiel immer sehr viel gefordert. Das waren immer sehr schöne Spiele.

Ich hoffe natürlich, dass der Hamburger SV diesmal das bessere Ende für sich haben wird. Vor allem nach dem tollen Auftritt in Nürnberg traue ich der Mannschaft viel zu. Sie hat sich in Nürnberg rangekämpft an die Spitze und hat ein klares Zeichen gesetzt. Auch die Rückkehr von Mladen Petric macht Hoffnung. Das alles sind so ein paar Kleinigkeiten, die die Hamburger hoffentlich zum Sieg führen können.

Ihr

Sergej Barbarez



330 Spiele absolvierte Sergej Barbarez in der Bundesliga. 1996 begann er seine Laufbahn in Deutschlands Eliteliga bei Hansa Rostock. Nach zwei Jahren wechselte er nach Dortmund. Von 2000 bis 2006 machte Barbarez 174 Spiele für den Hamburger SV. Anschließend zog es ihn nach Leverkusen, wo er 2008 seine aktive Laufbahn beendete. In seiner Debütsaison an der Elbe wurde er 2000/01 mit 22 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga. Barbarez ist Aufsichtsratsmitglied des HSV und macht aktuell eine Ausbildung zum Fußball-Lehrer.

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Bundesliga - 17. Spieltag
Bayer vor historischem Hinrunden-Finale

Stefan Kießling (l.) traf in der Vorsaison drei Mal gegen Gladbach
Als Jupp Heynckes am Ende der Saison 1975/76 die dritte von vier Deutschen Meisterschaften feierte, die er mit Borussia Mönchengladbach als Spieler gewonnen hat, jubelte man in Leverkusen über die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Seither hat sich viel getan im deutschen Fußball. Mittlerweile ziehen Bayer und Heynckes am selben Strang und sind drauf und dran, Geschichte zu schreiben.

Am Samstag haben die Werkself und ihr Trainer die Chance, als drittes Team der Bundesliga-Geschichte ungeschlagen die Hinrunde zu beenden. Gegner bei diesem historischen Moment ist ausgerechnet Mönchengladbach.

Im zweiten Topspiel des letzten Hinrundenspieltags der Saison 2009/10 kommt es zum 91. Nordderby der Bundesliga-Geschichte. Sowohl der Hamburger SV als auch Werder Bremen wollen möglichst nah an der Tabellenspitze überwintern.

Heynckes gegen Bayer

Seit 1979/80 ist Leverkusen durchgehend in der Bundesliga dabei. Im selben Jahr trat Jupp Heynckes seinen ersten Job als Cheftrainer in Deutschlands höchster Spielklasse an - bei Borussia Mönchengladbach. In 13 von 16 Bundesliga-Duellen, die er in seiner ersten Amtszeit als Trainer am Bökelberg gegen Leverkusen bestritt, blieb "Don Jupp" ungeschlagen (neun Siege, vier Remis, drei Niederlagen).

Nach Heynckes Weggang im Sommer 1987 gewann die Borussia nur noch vier weitere Spiele gegen die Werkself. Der letzte Sieg datiert aus der Saison 1993/94. Damals siegte Mönchengladbach mit 1:0 in Leverkusen.

Gefährlicher Kießling

Seither ist Bayer in 24 aufeinanderfolgenden Partien gegen die "Fohlen" ungeschlagen geblieben. Laut Statistikdatenbank auf bundesliga.de hat Leverkusen im Direktvergleich mit der Borussia die vergangenen fünf Duelle allesamt gewonnen und dabei 13:2 Tore geschossen.

Vergangene Saison siegte Bayer auswärts mit 3:1 und gewann daheim deutlich mit 5:0 gegen die Borussia. Stefan Kießling schoss immerhin drei der acht Treffer. Aktuell führt der Angreifer die Torschützenliste der Bundesliga mit zwölf Treffern an.

Starke Borussia

Während Kießling gleich mehrfach traf, gelang der Borussia in keinem der vergangenen zehn Spiele gegen Bayer mehr als ein Tor zu schießen. Optimistisch sind die "Fohlen" dennoch. Immerhin haben sie nur eine ihrer vergangenen sieben Partien der laufenden Saison verloren (vier Siege, zwei Remis).

In diesem Jahrtausend hatte Gladbach nach 16 Spieltagen nur ein Mal mehr Punkte auf dem Konto (2005/06 - 22 Punkte) als aktuell (21). Das reichte damals immerhin für Platz 6. Am Saisonende sprang immerhin der 10. Rang für die Gladbacher heraus.

Bayer kann Geschichte schreiben

Auch Bayer hatte in diesem Jahrtausend nur ein Mal nach 16 Runden mehr Zähler auf der Habenseite als zum jetzigen Zeitpunkt. 2001/02 führten sie die Liga mit 39 Zählern an. Mit dieser Punktzahl wurden sie auch Herbstmeister. Und doch durften am Ende andere jubeln. Dortmund sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung die Schale.

Jedoch war Leverkusen damals trotz der vielen Punkte nicht unbesiegt (zwei Niederlagen). Dies ist aktuell der Fall. Nur zwei Mannschaften gelang es in der Bundesliga-Geschichte bisher nach 17 Spieltagen noch ungeschlagen zu sein - dem FC Bayern in der Saison 1988/89 unter Jupp Heynckes und dem HSV in der Spielzeit 1982/83. In beiden Fällen wurde der ungeschlagene Herbstmeister auch Deutscher Meister.

Es darf gefeiert werden…

Apropos Hamburger SV. Die Hanseaten empfangen am Sonntag ihren Erzrivalen von der Weser. Zum 91. Mal treffen Hamburg und Bremen laut Statistikdatenbank auf bundesliga.de in der Bundesliga im Nordderby aufeinander. Damit ist diese Partie die am häufigsten ausgetragene in der Bundesliga-Geschichte.

Insgesamt ist es das 100. Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel. Vergangene Saison gab es gleich fünf dieser norddeutschen Duelle. Dank der Spiele zwischen dem HSV und Werder im UEFA-Cup und im DFB-Pokal gab es im Frühjahr allein vier Nordderbys innerhalb von 19 Tagen. Dabei triumphierte drei Mal Bremen.

Wichtige Rückkehrer

Für beide Teams ging am vergangenen Spieltag eine Serie zu Ende. Doch während man sich in Hamburg über den ersten Bundesliga-Erfolg nach sieben sieglosen Spielen in Serie freute, mussten die Bremer nach 23 ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge wieder einmal den Geschmack einer Niederlage kosten.

Trotz der 0:2-Niederlage gegen Schalke gab es für Bremen auch etwas Positives zu berichten. Stürmerstar Claudio Pizarro kam erstmals seit dem 10. Spieltag wieder für Werder zum Einsatz. Beim HSV machte Mladen Petric beim 4:0 gegen Nürnberg sein erstes Spiel von Beginn an seit dem 8. Spieltag.

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Bundesliga-Datenbank
Wenn das eigene Tor im Weg steht…
Es war sicherlich eines der kuriosesten Spiele der Bundesliga-Historie. Gleich drei Eigentore fielen im Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 am 16. Spieltag. Nichts ist für einen Spieler bitterer, als ins falsche Tor zu treffen.

Wenn dies, wie bei Hannovers Karim Haggui in Mönchengladbach, gleich zwei Mal in einer Partie passiert, ist es natürlich besonders ärgerlich. Doch mit seinem Unglück ist er nicht alleine: Schon 835 Eigentore fielen seit Gründung der Bundesliga. Hier ein Auszug der interessantesten Missgeschicke:

Erst zwei Mal drei Eigentore

Drei Eigentore in einer Partie - wie bei Gladbachs 5:3-Erfolg über Hannover - gab es zuvor erst ein Mal in der Bundesliga-Geschichte: In der Debütspielzeit 1963/64 beim 3:1-Auswärtssieg des VfB Stuttgart in Kaiserslautern.

Zunächst ging Kaiserslautern durch ein Eigentor von Rudi Entenmann in der 19. Minute in Führung, doch nur eine Minute später bedankte sich der Lauterer Dieter Pulter für die Gefälligkeit und traf ebenfalls ins eigene Netz. Schon in der 31. Minute wurde er zum ersten Eigentor-Doppelschützen der Bundesliga und brachte den FCK bereits zur Pause auf die Verliererstraße.

Die Partie war somit die einzige in der Bundesliga-Geschichte mit drei Eigentoren in nur einer Halbzeit - genauer gesagt, sogar innerhalb von nur 13 Minuten. Drei Eigentore eines Teams in einer Partie gab es vor dem 16. Spieltag der aktuellen Saison jedoch noch nie.

Zwei "falsche" Tore in zwei Minuten

Das erste Eigentor der Bundesliga fiel ebenfalls in einem Spiel mit Beteiligung des 1. FC Kaiserslautern. Bereits am 2. Spieltag der Saison 1963/64 unterlief dem Schalker Willi Schulz dieses Malheur. Am Schalker 3:2-Auswärtssieg konnte dies jedoch nichts ändern.

Den schnellsten Eigentor-"Doppelpack" leistete sich der Mainzer Nikolce Noveski. Im allerersten Bundesliga-Derby zwischen dem FSV und Eintracht Frankfurt (2005/06) stand es bereits nach sechs Minuten 0:2, trauriger Doppeltorschütze war der Mazedonier (vierte und sechste Minute). Immerhin traf er beim 2:2 auch ein Mal ins richtige Tor. Er erzielte in seinen 107 Bundesliga-Spielen genauso viele Eigentore wie Tore - jeweils vier.

Auch ein "Kaiser" ist nicht unfehlbar

Die meisten Eigentore in der Bundesliga unterliefen Manfred Kaltz, der sechs Mal ins eigene Gehäuse traf, gefolgt von Per Röntved (fünf Mal). Immerhin zwölf Profis teilen sich den 3. Platz. Dazu gehören neben dem genannten Noveski auch bekannte Fußballgrößen. So schoss zum Beispiel Thomas Helmer vier Eigentore in seiner Karriere. Und selbst der "Kaiser" Franz Beckenbauer traf vier Mal ins eigene Netz.

Die größte "Pech-Marie" unter den Bundesliga-Clubs ist Eintracht Frankfurt mit 47 Eigentoren, gefolgt von Kaiserslautern (42) und Werder Bremen (41). Nur zwei Teams blieben (bislang) ohne Eigentor: Blau-Weiß 90 Berlin und 1899 Hoffenheim.

Eigen-"Tor des Monats"

Ein wahrlich spektakuläres Eigentor unterlief Helmut Winklhofer am 1. Spieltag der Saison 1985/86. In seinem ersten Spiel für den FC Bayern München traf er bei Bayer Uerdingen aus gut 30 Metern per Vollspann ins eigene Tor und wurde dafür sogar mit dem "Tor des Monats" ausgezeichnet. Besonders bitter: Das Spiel endete mit 0:1 aus Bayern-Sicht. Winklhofers "Ehrung" beim WDR musste übrigens ohne den Torschützen stattfinden.

Ein Eigentor mit geradezu fatalen Konsequenzen musste Michael Ballack auf seine Kappe nehmen. Am 34. Spieltag im Mai 2000 hätte Leverkusen in Unterhaching ein Punkt zur ersten Deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte genügt. Doch Ballacks Eigentor in der 20. Minute brachte Bayer früh in Rückstand. Leverkusen unterlag mit 0:2, der FC Bayern gewann gegen Bremen und wurde Meister.

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Jupp Heynckes
"Willig, erfolgshungrig und konzentriert"

Jupp Heynckes ist mit Leverkusen noch ungeschlagen
Redet man über die beste Neuverpflichtung der vergangenen Sommerpause, kommt man folgerichtig zum Namen Jupp Heynckes. Mit der Vorstellung des 64-Jährigen als neuen Trainer ist Bayer Leverkusen ein echter Coup gelungen.

Und die Chemie stimmte von Anfang an. Nun hat Bayer die Chance, als erst drittes Team in der Geschichte der Bundesliga die Hinrunde mit einer weißen Weste zu beenden - ungeschlagen. Dass dies gelingt, davon ist Heynckes überzeugt. Dennoch warnt er im Interview mit bundesliga.de vor Mönchengladbach.

Er zollt dem kommenden Gegner seiner Elf großen Respekt und bekundet, dass dies durchaus ein Spiel mit dem Prädikat wertvoll für ihn persönlich ist. Weiterhin zieht Heynckes ein Fazit der Hinrunde und erklärt, warum Leverkusen auch in der Rückrunde eine große Rolle spielen wird.

bundesliga.de: Herr Heynckes, was stimmt sie zuversichtlich, dass Leverkusen als Tabellenführer in die Winterpause gehen wird?

Jupp Heynckes: Die Mannschaft hat zwar in den vergangenen beiden Spielen nicht so überzeugend agiert wie in den Wochen davor. Allerdings ist sie sehr lernwillig und -fähig. Wir haben das Berlin-Spiel aufgearbeitet, in der Woche gut trainiert. Und wir haben zum Hinrundenabschluss ein Heimspiel, in dem wir uns unseren Fans noch einmal überzeugend präsentieren wollen.

bundesliga.de: Die Winterpause fällt aufgrund der WM sehr kurz aus. Zudem gibt es in der Hinrunde kein Wochenende ohne Bundesliga. Wird daher das Fitnesstraining das entscheidende Kriterium im Trainingslager sein?

Heynckes: Die Teams werden aufgrund der Kürze der Pause ja nicht auf einem niedrigen Niveau beginnen. Natürlich wird ein wesentlicher Trainingsaspekt im Bereich der Fitness liegen. Aber mit Fitness allein ist es nicht getan.

bundesliga.de: Am 27. Januar 2007 haben Sie Ihre letzte Niederlage als Bundesliga-Coach kassiert. Haben Sie das Verlieren "verlernt"?

Heynckes: Nein. Aber ich habe natürlich nichts dagegen, das Erfahren einer Niederlage so lange wie möglich vor mir herzuschieben.

bundesliga.de: Diese Frage hören Sie sicher oft, aber warum wird Leverkusen in der Rückrunde dieser Saison eine bessere Rolle spielen als noch vor einem Jahr?

Heynckes: Weil die Mannschaft stabiler geworden ist, reifer und souveräner. Sie ist mit dem Team des Vorjahres nicht mehr zu vergleichen.

bundesliga.de: Zum Abschluss der Hinrunde geht es gegen Mönchengladbach. Mit den "Fohlen" verbindet Sie so Einiges. Ist dies ein besonderes Spiel für Sie?

Heynckes: Die Borussia ist "mein Club", aber darauf kann und werde ich selbstverständlich am Samstag keine Rücksicht nehmen. Bisher habe ich mich immer gefreut, wenn die Gladbacher gepunktet haben. Mit dieser Einstellung werde ich mich diesmal nicht auf die Bank setzen.

bundesliga.de: Die Borussia präsentierte sich in den vergangenen Wochen bärenstark. Wie schwer wird es für Bayer, die Hinrunde mit einem Sieg zu beenden?

Heynckes: Michael Frontzeck ist ein guter Trainer, er macht das mit seiner Truppe richtig klasse. Es wäre fahrlässig, diese Mannschaft zu unterschätzen. Allerdings wissen wir, was wir zu leisten imstande sind. Wir wollen diese Partie gewinnen, und dazu sind wir auch in der Lage.

bundesliga.de: Abschließende Frage. Welche Attribute legen Sie Ihrer Mannschaft für das Geleistete in der Hinrunde unter den Weihnachtsbaum und mit welchen guten Vorsätzen schicken Sie sie ins Neue Jahr?

Heynckes: Meine Spieler haben Außerordentliches geleistet. Wie diese junge Mannschaft die vielen Ausfälle wichtiger Spieler kompensiert hat, war fabelhaft. Die Truppe ist willig, erfolgshungrig und konzentriert aufgetreten. So und nicht anders wird es auch 2010 sein.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Jupp Heynckes.

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Fortuna Düsseldorf
Das Fortuna-Fieber grassiert
Düsseldorf ist die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, der Heimat von sechs Bundesligisten. Mit dem Abstieg der Fortuna in die viertklassige Oberliga im Jahr 2002 war die 600.000-Einwohner-Stadt praktisch von der Fußball-Landkarte verschwunden. Im Dezember 2009 zeigt sich der einst eingeschlafene Riese Fortuna wieder hellwach.

Die Fortuna ist wieder in Düsseldorf. 32.495 Zuschauer beim letzten Heimspiel in der ESPRIT arena gegen Rot-Weiß Oberhausen bedeuteten neuen Rekordbesuch für Düsseldorf in der 2. Bundesliga.

Über 5000 Mitglieder

Die Zahl der Anhänger, die sich zur Fortuna bekennen, wächst und wächst. Das Düsseldorfer Stadtbild wird auch wieder durch das unverkennbare F95-Logo geprägt. Kinder tragen mit Stolz das Fortuna-Trikot; Wimpel, Schals und Fahnen hängen an Fenstern und Autos.

"Wir haben jetzt über 5000 Mitglieder, etwa 4000 waren es zu Saisonbeginn. Es werden immer mehr Fanclubs gegründet, bald haben wir einhundert. In unseren zwei Fan-Dachverbänden sind über 2000 Mitglieder organisiert. Auch unser Kids Club hat stetigen Zulauf", zählt Jörg Emgenbroich, der Fanbeauftragte der Fortuna, auf.

Lange Bundesliga-Tradition

Die Fortuna besitzt den Vorteil einer langen Bundesliga-Tradition. Der 1895 gegründete Club gehörte in den siebziger und achtziger Jahren zum festen Kreis der Bundesligisten. Insgesamt 22 Spielzeiten war Düsseldorf Bundesligist, in der ewigen Tabelle belegt der Club aus dem Stadtteil Flingern Platz 17.

"Durch den sportlichen Erfolg haben wir viele neue Fans gewonnen. Aber es sind auch viele Leute zurückgekommen, die sich in den letzten zehn Jahren von der Fortuna abgewendet hatten", sagt Emgenbroich.

Auch auswärts große Unterstützung

Nicht nur bei Heimspielen weiß die Mannschaft von Trainer Norbert Meier eine stimmgewaltige Kurve hinter sich: Etwa 3500 rot-weiße Fans unterstützten ihre Fortuna an einem Freitagabend in Kaiserslautern, etwa 4000 fuhren zum Auswärtsspiel gegen 1860 München.

"Im Moment genießen wir das alles umso mehr, weil wir ganz andere Zeiten erlebt haben. Wir sind ja vor ein paar Jahren nicht nur verspottet, sondern bemitleidet worden. Und das ist ja noch viel schlimmer", denkt Emgenbroich an die Jahre der Viert- und Drittklassigkeit zurück.

Stehplätze werden errichtet

Nicht wenige Fortunen-Anhänger träumen angesichts des dritten Tabellenplatzes sogar vom Durchmarsch in die Bundesliga. Auch deshalb läuft der Verkauf der Rückrunden-Dauerkarten glänzend. Über eintausend Bestellungen sind bereits eingegangen, rund 7000 Saison-Dauerkarten hatte Düsseldorf in der Hinrunde abgesetzt.

Einen der größten Erfolge hat die Düsseldorfer Fanszene aber schon jetzt errungen. Der lange Kampf um Stehplätze in der ESPRIT arena hat sich gelohnt, zur Saison 2010/11 werden nach Beschluss des Aufsichtsrats der Multifunktionsarena Immobiliengesellschaft mbH & Co KG Stehplatzbereiche für Heim- und Gästefans errichtet.

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Martin Harnik
"Wir genießen den Moment"

Schon sieben Mal traf Martin Harnik für Fortuna ins Schwarze
Seit April in der heimischen ESPRIT arena ungeschlagen, fünf Heimsiege in Folge und zuletzt von der Rekordkulisse von 32.495 Fans gefeiert: Fortuna Düsseldorf ist der Überflieger der 2. Bundesliga. Dank nur einer Niederlage aus den vergangenen acht Spielen steht der Aufsteiger sogar auf dem 3. Platz.

Doch während Fans und Medien schon vom Durchmarsch in die Bundesliga träumen, bleibt die Mannschaft auf dem Teppich - so auch Martin Harnik. Im Sommer auf Leihbasis zur Fortuna gekommen, hat er mit sieben Treffern maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Rheinländer.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der österreichische Nationalspieler über seine tolle Form und den unglaublichen Lauf seiner Mannschaft. Darüber hinaus sagt er, wie Düsseldorf zum Hinrundenabschluss in Rostock auftreten muss und was sich das Team für die Rückrunde vorgenommen hat.

bundesliga.de: Herr Harnik, herzlichen Glückwunsch zum Sieg gegen RWO. Was war ausschlaggebend für den Sieg?

Martin Harnik: Ich denke, wir haben die ersten 20 Minuten sehr gut gestanden, so dass RWO - auch wenn sie wenig bemüht waren - nichts nach vorne ausrichten konnte. Und natürlich haben wir mit dem Doppelschlag sehr schnell die Moral des Gegners zerstört. Wir haben aber das gesamte Spiel über konzentriert gespielt und gut gestanden. Außer bei Standardsituationen konnte RWO uns nicht gefährlich werden.

bundesliga.de: Sie haben bereits sieben Mal in dieser Saison getroffen. Worin sehen Sie die Gründe für Ihre derzeitige Topform?

Harnik: Das liegt natürlich auch am Erfolg der ganzen Mannschaft. Ich bin ein Teil davon und mache halt das, was ich am besten kann. Ich widme mich völlig und ganz der Aufgabe, die ich im Spiel habe. Das ist nun mal als Stürmer das Tore schießen. Und wenn es in der Truppe sehr gut läuft, läuft es meistens auch bei jedem Einzelnen sehr gut.

bundesliga.de: In sieben der vergangenen acht Spiele blieb Düsseldorf ungeschlagen. Was zeichnet die Mannschaft besonders aus?

Harnik: Ganz klar der Mannschaftsgeist. Wir sind keine Truppe, die von großen Stars oder viel Erfahrung in der 2. Bundesliga geprägt ist, aber wir sind eine Mannschaft, die auch außerhalb des Platzes viel miteinander unternimmt. Das ist auch Teil des Erfolgsrezepts.

bundesliga.de: Sie spielen auf Leihbasis bei der Fortuna. Sind Sie dankbar für diese Chance?

Harnik: Ich denke, beide Seiten profitieren von diesem Leihgeschäft. Ich bin natürlich froh, dass ich hier bei solch einem Kult-Club gelandet bin. Selbst ich konnte ja vorher nicht ahnen, dass es so gut laufen würde und dass es hier so eine tolle Truppe sein würde. Es war eine sehr gute Entscheidung.

bundesliga.de: Die Fortuna steht nun auf Platz 3. Das weckt bei den Fans und Medien natürlich Hoffnungen auf den Durchmarsch. Wie gehen Sie mit dieser Euphorie um?

Harnik: Ganz nüchtern. Auch wenn es keiner hören will, aber das ist wirklich kein Thema bei uns in der Kabine. Wir genießen den Moment und genießen die gute Stimmung intern und im Umfeld. Diese Ruhe in der Mannschaft und auch die Ruhe außerhalb der Truppe - wir bekommen von all dem Rummel wirklich nichts mit - ist auch ein Grund, warum wir derzeit so gut arbeiten können.

bundesliga.de: Zum Abschluss der Hinrunde trifft Düsseldorf auf Rostock. Wie muss die Fortuna auftreten, um dort bestehen zu können?

Harnik: Wir haben alle das Spiel der Rostocker am Montag verfolgt. Wir haben gesehen, dass die Rostocker gerade in den Anfangsminuten sehr viel Druck ausgeübt haben und eigentlich in Führung hätten gehen können. Aber wir ebenso gesehen, dass es auch einige Chancen für Energie gab, die sie nicht genutzt haben. Das wollen wir natürlich besser machen. Wenn wir unsere Chancen bekommen, dann wollen wir sie nutzen und hinten sicher stehen und wenn es geht, die Null halten.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Martin Harnik.

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FIFA 10
Geheimtraining mit Bastian Schweinsteiger
Kein Wunder, dass die Bundesliga-Trainer mittlerweile vermehrt auf geheime Trainingseinheiten setzen. Im Whirlpool liegt Champagner auf Eis, adrett gekleidete Bedienungen servieren Häppchen und auf gut gepolsterten Sofas fläzen sich die Spieler vor riesigen Flachbildschirmen.

"Geheimtraining mit Bastian Schweinsteiger", nennt sich die Veranstaltung in einer Hotel-Suite am Münchner Marienplatz. EA SPORTS hat zum Pressetermin eingeladen, um das Videospiel FIFA10 zu promoten.

Iniesta sorgt für Ruhe

Im Salon der Suite steigt das Viertelfinale im Blitzturnier. Dem Turniersieger winkt ein Duell mit Bastian Schweinsteiger. Mein Gegner arbeitet für ein Videospiel-Magazin. Er wählt wie ich den FC Barcelona. Ich mache mich auf einen Profi gefasst, spiele Sicherheitspässe in der Anfangsphase. Zocken ist schließlich der Job dieser Jungs. Mit dem Mundwerk ist mein Gegner schneller als am Controller. "Das muss der Schiri doch pfeifen! Der war doch Abseits!", meint er.

Nach einer schönen Kombination bringe ich ihn zum Schweigen: Thierry Henry schiebt die Kugel freistehend aus acht Metern in die Maschen. Als sich mein Spielgefährte gerade berappelt hat, lege ich nach: Gefühlvoller Schlenzer von Andres Iniesta aus halbrechter Position, das Spielgerät schlägt rechts oben im Kreuzeck ein. Kurz vor Schluss fange ich noch ein Weitschusstor, weil Victor Valdes nicht seinen besten Tag hat. Sei's drum, die erste Duftmarke ist gesetzt.

"Man lernt die Gegner besser kennen"

Im Nebenzimmer sitzt Bastian Schweinsteiger im Scheinwerferlicht. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern beantwortet seelenruhig die immer gleichen Fragen der Journalisten. Der 25-Jährige ist der Coverboy der neuen FIFA-Version. Zusammen mit Wayne Rooney ziert er den Deckel der neuesten Ausgabe der Videospielreihe, die allein in der ersten Woche europaweit 1,7 Millionen Mal über die Ladentische ging.

Mit welchen Teams er am liebsten spiele, ob er mit den Fähigkeiten seines virtuellen Ichs zufrieden sei und ob er denn nun der beste Konsolenspieler beim FC Bayern sei, wird er gefragt. ManUnited, Barca, ja und ja lauten seine Antworten. Schweinsteiger ist selbst begeisterter Konsolen-Zocker. "Thomas Müller und Holger Badstuber sind noch ganz gut", räumt er lächelnd ein. Insbesondere die jüngeren Profis sind offenbar auch auf der virtuellen Wiese versierte Techniker.

Schwedens Sturmstar Henrik Larsson hat sogar die These aufgestellt, dass die jüngeren Spieler Vorteile hätten, weil Sie an der Konsole Dinge visualisieren, die sie dann automatisch im echten Leben imitieren. "Man lernt die Spieler und Mannschaften auf jeden Fall besser kennen", sagt Schweinsteiger. "Trifft man beispielsweise auf weniger bekannte Mannschaften, dann findet man durch FIFA heraus, wer auf welcher Position spielt und wo die Stärken der gegnerischen Spieler liegen."

Messi macht es spannend

Halbfinale beim Blitzturnier. Dieses Mal wartet der FC Arsenal. Mein nächster Gegner schreibt ebenfalls für eine Gaming-Zeitschrift. Den zweiten Konsolen-Freak fidel ich auch noch vom Rasen, denke ich und treibe meine Katalanen nassforsch nach vorne. Mein Kontrahent bestraft meinen Hochmut eiskalt. Cesc Fabregas lässt's nach zwei Minuten aus der Distanz klingeln. "Du spielst das doch dauernd bei der Arbeit", sage ich anklagend. Er grinst erhaben und verpasst mir mit einem Abstaubertor durch Andrey Arshavin den nächsten Nackenschlag. Mit 0:2 zur Halbzeit bin ich gut bedient.

Nach dem Seitenwechsel schlage ich zurück: Xavi steckt am linken Flügel auf Henry durch, der tänzelt zwei Verteidiger auf dem Bierdeckel aus und legt überlegt zur Mitte. Lionel Messi hämmert die Kugel aus zehn Metern kompromisslos in die Maschen - 1:2. Plötzlich bin ich wieder dran, brenne ein Offensivfeuerwerk ab. Mein Gegner schlägt die Bälle hoch und weit aus der Gefahrenzone, um nur Sekunden später die nächste Angriffswelle auf sich zurollen zu sehen. Barca drückt, Barca drängt, doch am Ende hat die Mauertaktik der Engländer Erfolg.

"Psychologisch wichtiger Zeitpunkt"

Einen lässt die emotionale Schlacht kalt, die an den Controllertasten tobt. Gil Grobe steht etwas abseits und befasst sich eingehend mit dem kalten Buffet. Wie Ober- gegen Untergiesing muss ihm unser Gestümper vorkommen. Grobe ist Profi-Spieler, einer der besten Deutschlands. Er war bereits Deutscher FIFA-Meister und tritt regelmäßig bei internationalen Turnieren an. "1994 bin ich mit einem der ersten Titel der Reihe eingestiegen und habe seitdem durchgehend alle gespielt", sagt er. Der Profi ist für die fachmännische Betreuung hier - insbesondere der weiblichen Gäste mit wenig Konsolen-Erfahrung.

Bastian Schweinsteiger sitzt inzwischen selbst vor dem Flachbildschirm. Im großen Finale trifft er auf meinen Bezwinger. Der FCB-Star wählt Liverpool, sein Kontrahent Chelsea. Mit geschmeidigen Kombinationen spielt sich der Bayern-Profi ein ums andere Mal an den "Blues"-Stafraum, doch die Chelsea-Abwehr lässt kaum Abschlüsse zu.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann die Führung: Schweinsteiger trifft mit Fernando Torres per sattem Rechtsschuss von der Strafraumgrenze. "Psychologisch wichtiger Zeitpunkt", sagt er. Mit Ach und Krach bringt der Mittelfeldspieler das 1:0 über die Zeit. Bayern-Minimalismus gibt's also auch an der Konsole. "Und jetzt", jubelt Schweinsteiger beim Schlusspfiff, "schickt mir den Profi!"

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OBM
Kein Vorbeikommen an virtuellen Werder-Stars

Claudio Pizarro (l.) und Joris Mathijsen im Duell
Gleich vier Mal standen sich der Hamburger SV und Werder Bremen zum Ende der vergangenen Rückrunde innerhalb von nur 19 Tagen gegenüber: in Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA-Cup. Zumeist mit dem besseren Ende für Werder.

Punktgleich treffen der HSV und Werder am Sonntag in der HSH Nordbank Arena aufeinander, und aktuell trennt auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) die Top-Spieler beider Clubs nicht viel. Allerdings gibt es an einigen Bremer Stars einfach kein Vorbeikommen.

Tim Wiese die Nummer 1 im OBM

Zum Beispiel an Tim Wiese. Werders Nummer 1 ist auch der beste Torhüter im gesamten OBM. Der virtuelle Wiese hat in der laufenden Hinserie mehr als 12.000 Spiele ohne Gegentor beendet. Seine Quote ist entsprechend eindrucksvoll: In 29 Prozent seiner Einsätze spielte der Bremer zu Null.

Auch die Quote von Frank Rost kann sich sehen lassen. Nach Wiese und Schalkes Manuel Neuer weist der 36-Jährige mit 25 Prozent die drittbeste Zu-Null-Quote auf: also in exakt jeder vierten OBM-Partie hält Rost sein Tor sauber.

Zweikampf-Gigant Naldo

Der beste OBM-Abwehrspieler trägt ebenfalls das grün-weiße Werder-Trikot, denn keiner gewinnt so viele Zweikämpfe wie Naldo. Der Brasilianer entscheidet mehr als 64 Prozent seine Duelle für sich.

Der beste Hamburger folgt in Person von Joris Mathijsen auf Platz vier der Gesamtliste hinter Dortmunds Subotic und Hoffenheims Simunic. Mathijsen gewinnt über 63 Prozent seiner Zweikämpfe, genau wie Bremens Per Mertesacker.

Mittelfeld gehört dem HSV

Im Mittelfeld gibt der HSV den Ton an, sogar deutlich! Unter den zehn OBM-Mittelfeldspielern, die die beste Quote aus Toren und Torvorlagen erreichen, befinden sich drei Hamburger, aber kein Bremer.

Hinter Wolfsburgs Misimovic folgt schon Zé Roberto auf Platz zwei. David Jarolim und Piotr Trochowski gehören als weitere HSV-Stars zu den Top Ten, ehe Bremens Mesut Özil auf Rang elf erscheint.

Pizarro am vielseitigsten

Der kompletteste OBM-Stürmer steht wiederum in Reihen der Bremer. Keiner bereitet so viele Tore vor und trifft so oft wie Claudio Pizarro. Seine Quote von fast 50 Prozent ist herausragend. Eljero Elia schafft als bester Hamburger eine Quote von lediglich 35 Prozent.

Unterm Strich schneidet der Hamburger SV in allen Kategorien gut bis sehr gut ab. Doch die meisten Top-Stars der aktuellen OBM-Hinrunde spielen für Werder. Kein Wunder, dass Bremen auch in der Kategorie "beliebtester Spieler" knapp vor dem HSV rangiert. Fast 25.000 User haben Özil gekauft, etwa 23.100 Hamburgs Jerome Boateng.

Die direkten Vergleiche:

Torhüter
1. Tim Wiese (Werder), Zu-Null-Quote 29 %
2. Frank Rost (HSV), Zu-Null-Quote 25 %

Abwehrspieler
1. Naldo (Werder), gewonnene Zweikämpfe 64 %
2. Joris Mathijsen (HSV), gewonnene Zweikämpfe 63 %

Mittelfeld
1. Zé Roberto (HSV), Quote Assist/Tore 35 %
2. David Jarolim (HSV), Quote Assist/Tore 33 %
3. Piotr Trochowski (HSV), Quote Assist/Tore 31 %
4. Mesut Özil (Werder), Quote Assist/Tore 31 %

Angriff
1. Claudio Pizarro (Werder), Quote Assist/Tore 49 %
2. Eljero Elia (HSV), Quote Assist/Tore 35 %

Beliebteste Spieler
1. Mesut Özil (Werder), 24.957 Käufe
2. Jerome Boateng (HSV), 23.152 Käufe

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