Ausgabe 12 - 17.09.2009
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Spieler des Spieltags
Alles Müller, oder was?
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Nach jeder Runde in der Bundesliga stehen sie zur Wahl, die Spieler des Spieltags. Sie entscheiden, wem diese Ehre zuteil wird. Am 5. Spieltag überzeugte Sie ein Youngster am meisten. Thomas Müller traf doppelt beim Galaauftritt der Bayern in Dortmund. Mehr zum Spieler des Spieltags finden Sie hier.


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Bundesliga - 6. Spieltag
Umringt von noch mehr Fernsehkameras und Fotoapparaten als üblich wird Felix Magath am Freitagabend auf der Trainerbank in der Veltins-Arena sitzen. Der Mann, der mit Wolfsburg noch vor wenigen Monaten Meister wurde, will drei Punkte mit seinen "Königsblauen" einfahren. Doch Schalke wartet seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg gegen den VfL. Und Magath selbst hatte beim Wiedersehen mit dem jeweiligen Ex-Arbeitgeber nur selten Grund zur Freude. Weiterhin ist Tabellenführer Hamburger SV zu Gast in Frankfurt.

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FIFA 10: "Es ist ein Wahnsinn!"

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Die Grenzen zwischen echtem Fußball und Computerspielen verschwimmen zunehmend. So auch bei der neuesten Version von FIFA 10 von EA SPORTS, dem offiziellen Lizenzpartner der DFL. Einige Spieler des 1. FC Köln probierten sich am virtuellen Kick.
Schalke - Wolfsburg: Ein Trainer im Mittelpunkt

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Als Tabellen-Dritter empfängt Schalke-Trainer Felix Magath seinen Ex-Club. "Es ist überraschend. Aber wir nehmen die Tabelle nach fünf Spieltagen noch nicht so ernst", sagt er. Über die guten "alten" Zeiten in Wolfsburg will er erst nach dem Spiel plaudern.

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EA Sports Corner
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Liebe Leserinnen und Leser,

Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV - es ist das Spiel des Tabellenvierten gegen den Tabellenführer. Wenn das vor der Saison jemand gesagt hätte, hätte es wohl keiner geglaubt. Mich hat man für verrückt gehalten, weil ich getippt hatte, dass wir an den ersten fünf Spieltagen keine Partie verlieren. Genau so ist es aber dann gekommen, allerdings muss ich zugeben, dass ich auf eine Punktausbeute von zwölf Zählern getippt hatte. Dass es "nur" neun geworden sind, kann ich aber gut verschmerzen.

Die Mannschaft sollte die Spiele gegen den HSV aber auch gegen den VfB Stuttgart durchaus als Herausforderung sehen, ob sie schon in der Lage ist, mit den ganz Großen mitzuhalten. In Bremen glaube ich, hat man uns noch ein bisschen unterschätzt. Aber jetzt kommen die Gegner, die das mit Sicherheit nicht tun werden.

Der HSV ist ein Gegner, der unheimlich stabil und erfahren ist. Ich bin wirklich gespannt, wie sich die Mannschaft da schlägt. In den vergangenen Jahren haben wir gegen beide, vor allem aber gegen den VfB, einige Lehrstunden erhalten. Der HSV ist in den vergangenen Jahren sehr stabil geworden und hat Spieler von einer Kategorie in den eigenen Reihen, die Frankfurt einfach noch nicht hat. Das sind alles international erfahrene Spieler, die werden ganz vorne mitspielen und werden auch versuchen, in Frankfurt zu punkten. Aber ich habe Katja Kraus aus dem HSV-Vorstand bereits gesagt, dass das in diesem Jahr nicht gelingen wird und der HSV keine drei Zähler holen wird.

Die Eintracht hat inzwischen das nötige Selbstbewusstsein, um gegen den HSV bestehen zu können. Dass es in der Mannschaft stimmt, zeigt unter anderem die Tatsache, dass Aleksandar Vasoski, den keiner so richtig auf der Rechnung hatte, nach seiner schweren Verletzung so stabil geworden ist. Oder auch Christoph Spycher, der nach seiner Verletzung wieder so schnell Anschluss gefunden hat.

Es ist ein Verdienst von Trainer Michael Skibbe, dass die Mannschaft das Selbstvertrauen hat und sagt: Wir wollen dieses Spiel gewinnen! Ich habe diese Woche mit Skibbe gesprochen, und er fragte mich: Warum sollen wir in den beiden Spielen keine Punkte machen? Früher hieß es oft: Gegen die haben wir ohnehin keine Chance! Das ist jetzt anders. Frankfurt weiß sehr wohl, dass der HSV und der VfB stark sind, aber die Eintracht ist es eben auch. Mit Oka Nikolov hat die Eintracht zudem einen sehr guten Torwart, der in dieser Saison schon zwei Mal zu Null gespielt hat - er ist ein Garant für den Erfolg. Oka erlebt in Frankfurt gerade seinen hundertsten Frühling.

Aber ich bin auch gespannt auf das Spiel des FC Schalke 04 gegen Meister Wolfsburg. Armin Veh wird das Selbstvertrauen aus der Champions League mitnehmen, Schalke dagegen will sich mit Magath weiter oben etablieren. Da wird jeder versuchen, sich zu beweisen. Eine riesige Brisanz steckt in diesem Duell!


Ihr

Charly Körbel


Karl-Heinz "Charly" Körbel ist Leiter der Fußballschule von Eintracht Frankfurt. Mit 602 Spielen in der Zeit von 1972 bis 1991 hält er den Rekord für die meisten Einsätze in der Bundesliga. Körbel absolvierte in seiner Laufbahn 69 DFB-Pokalspiele und spielte 47 Mal im Europapokal. In den 19 Profijahren erzielte er 45 Bundesliga-Tore. Sein größter Erfolg war der Sieg im Europapokal mit Eintracht Frankfurt im Jahre 1980. Außerdem gewann Körbel mit Frankfurt in den Jahren 1974, 1975, 1981 und 1988 den DFB-Pokal.

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Bundesliga - 6. Spieltag
Magaths meisterhafte Reise in die Vergangenheit

Felix Magath führte im Vorjahr Wolfsburg zur Meisterschaft
Umringt von noch mehr Fernsehkameras und Fotoapparaten als üblich wird er am Freitagabend auf der Trainerbank in der Veltins-Arena sitzen. Und doch wird sich Felix Magath vom dauerhaften Blitzlichtgewitter nicht blenden lassen und mit gewohnt souveränem Auftritt seine Arbeit verrichten. Keine Sentimentalitäten und kein Erinnerungsaustausch vor dem Spiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg.

Der Mann, der mit den "Wölfen" noch vor wenigen Monaten sensationell Deutscher Meister wurde, will drei Punkte mit seinen "Königsblauen" einfahren. Doch leicht wird das nicht. Schalke wartet seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg gegen den VfL. Und Magath selbst hatte beim Wiedersehen mit dem jeweiligen vorherigen Arbeitgeber nur selten Grund zur Freude.

In der zweiten Toppartie des 6. Spieltags treffen zwei ungeschlagene Teams aufeinander. Der Tabellenführer Hamburger SV ist zu Gast beim Überraschungs-Vierten der Bundesliga, Eintracht Frankfurt. Der erste Heimsieg soll den Hessen nun ausgerechnet gegen den Angstgegner gelingen.

Warten auf einen "Dreier"

Ausgeglichen präsentiert sich laut Statistikdatenbank auf bundesliga.de der Direktvergleich zwischen Schalke und Wolfsburg. Beide Teams gewannen je sechs Duelle, zwölf Mal teilte man sich die Punkte.

Zwar spricht die Heimbilanz von fünf Siegen und fünf Remis aus zwölf Aufeinandertreffen für die "Knappen", doch der letzte Pflichtspielsieg gegen den VfL ist lange her. Am 5. Spieltag der Saison 2006/07 siegte S04 daheim mit 2:0. Seither gab es drei Niederlagen (inkl. DFB-Pokal) und drei Remis.

Magath gegen die Ehemaligen

Eine Punkteteilung scheint dieses Mal jedoch ausgeschlossen. Schließlich endete keines der vergangenen neun Heimspiele der Schalker unentschieden (vier Siege, fünf Niederlagen). Dagegen sollten Tore nicht ausbleiben: Nur eines der vergangenen 18 Bundesliga-Duelle endete mit einer Nullnummer.

Im Mittelpunkt der Begegnung steht aber zweifelsohne Magath. Und dessen Bilanz mit seinem neuen Club gegen den jeweiligen vorherigen Arbeitgeber ist mager. Sechs Spiele dieser Art bestritt Magath in seiner Trainerlaufbahn und konnte nur ein Mal gewinnen (zwei Niederlagen, drei Remis). Die vergangenen drei Wiedersehen mit "dem Ex" brachten nur einen Punkt (1:2 mit Wolfsburg gegen den FC Bayern; 2:2 mit dem FC Bayern gegen Stuttgart; 1:2 mit Stuttgart gegen Frankfurt).

Vehs Elf ohne Biss

Auch mit seinem Wolfsburger Nachfolger verbindet Magath etwas. Schließlich folgte Armin Veh schon beim VfB Stuttgart auf Magath. Und Magath war es auch, der Veh bei den Schwaben ungewollt "abschoss". Nach einem 4:1-Sieg der "Wölfe" über den VfB am 14. Spieltag der vergangenen Saison musste Veh seinen Hut in Stuttgart nehmen - und war wenige Monate später der ideale Mann für Magaths Nachfolge bei den Niedersachsen.

Nun stecken Veh und die "Wölfe" allerdings in einer kleinen Krise. Drei Niederlagen in Folge stehen aktuell zu Buche. Dies gab es beim VfL zuletzt 2007/08 unter Magath. Damals verloren sie zwischen dem 12. und 14. Spieltag in Bochum, gegen Leverkusen und bei den Bayern. Allerdings reist der VfL nach dem 3:1-Sieg in der Champions League gegen ZSKA Moskau und dem sich in Topform befindlichen Dreifach-Torschützen Grafite durchaus mit Selbstvertrauen nach Gelsenkirchen.

Hamburg dominiert

Noch ganz ohne Niederlage in dieser Saison ausgekommen sind Frankfurt und der HSV. Dennoch könnten die Vorzeichen unterschiedlicher nicht sein. Laut Statistikdatenbank auf bundesliga.de konnte die Eintracht im Direktvergleich mit den Hamburgern lediglich eine der vergangenen zwölf Begegnungen siegreich gestalten (acht Niederlagen, drei Remis).

Die vergangenen drei Spiele gegen die Hanseaten gingen allesamt verloren. Hinzu kommt, dass Frankfurt zwar in dieser Saison ungeschlagen ist, daheim aber noch auf den ersten "Dreier" wartet. Der HSV ist hingegen seit drei Auswärtsspielen ungeschlagen.

Das vergangene Gastspiel der Hansestädter in der Mainmetropole war womöglich das Highlight der Vorsaison für den HSV. Nachdem die Hamburger im DFB-Pokal und im UEFA-Cup jeweils im Halbfinale gegen Werder Bremen ausschied, rettete Piotr Trochowskis Last-Minute-Treffer in Frankfurt (3:2) am letzten Spieltag den Hanseaten einen Platz in der Europa League.

Bayer als Sprungbrett

Auch bei diesem Duell verbindet beide Trainer eine Gemeinsamkeit: Sowohl Eintracht-Coach Michael Skibbe als auch HSV-Trainer Bruno Labbadia arbeiteten vor ihrem aktuellen Engagement in der Bundesliga zuletzt bei Bayer Leverkusen.

Skibbe kam in fast drei Jahren (2005-08) bei der Werkself im Schnitt auf 1,52 Punkte pro Spiel. Labbadia holte in seiner einzigen Saison bei Bayer (2008/09) im Schnitt 1,44 Punkte pro Partie. Doch während Skibbe seinen Hut nehmen musste, verließ sein Nachfolger die Werkself in Richtung Hamburg auf eigenen Wunsch.

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Bundesliga-Datenbank
Die unglaubliche Serie des Stefan K.
Die Bundesliga-Saison ist erst fünf Spieltage alt, und schon könnte ein Uralt-Rekord fallen. Im Mittelpunkt steht dabei Bayer Leverkusens Stürmer Stefan Kießling, der bislang an jedem Spieltag getroffen hat.

Kießling traf in den ersten fünf Runden in jedem Spiel genau ein Mal. Damit ist er der erste Spieler seit Dimitar Berbatov 2005/06, der an den ersten fünf Spieltagen immer eingenetzt hat. Wie heute Kießling spielte auch der Bulgare Berbatov damals für Leverkusen - und wie dieses Jahr Kießling traf auch Berbatov 2005 in jedem Spiel genau ein Mal.

Auch Bobic, Danner und Jancker waren "Serientäter"

An den ersten sechs Spieltagen jeweils zu treffen, ist in 46 Jahren Bundesliga noch nie einem Spieler gelungen. Trifft Kießling also auch am 6. Spieltag gegen Werder Bremen, schreibt der 25-Jährige Geschichte.

Torerfolge an jedem der ersten fünf Spieltage einer Bundesliga-Saison hatten vor Berbatov nur Dietmar Danner (1973/74 für Borussia Mönchengladbach), Fredi Bobic (1994/95 für den VfB Stuttgart) sowie Carsten Jancker (2000/01 für Bayern München) geschafft.

Wie Kießling und Berbatov trafen auch Danner und Bobic an den ersten fünf Spieltagen jeweils genau ein Mal ins gegnerische Tor. Jancker war in dieser Beziehung der historisch Beste: Dem Bayern-Sturmtank gelangen bei seiner Torserie sogar sechs Treffer in den ersten fünf Runden.

Müller und Co. fehlen

Die besten Torjäger der Bundesliga-Geschichte tauchen in dieser Kategorie übrigens nicht auf. Weder Gerd Müller (365 Bundesliga-Tore in 427 Spielen), Klaus Fischer (268 Tore in 535 Spielen), Jupp Heynckes (220 Tore in 369 Spielen) oder Manfred Burgsmüller (213 Tore in 447 Spielen) hatten jemals so einen Lauf an den ersten Spieltagen einer Saison.

Von den Top-Torjägern der Bundesliga-Historie kam Müller dem aktuellen Rekord noch am nächsten. Sein bester Saisonstart war 1972/73, als er an den ersten vier Spieltagen traf und in diesen vier Spielen insgesamt sieben Treffer erzielte. Am 5. Spieltag blieb dem "Bomber der Nation” beim 1:1 der Bayern in Wuppertal allerdings ein Erfolgserlebnis versagt.

Neun Partien in Folge erfolgreich

Fischer gelangen 1978 fünf Treffer an den ersten drei Spieltagen, dann endete die Serie. Torerfolge an jedem der ersten drei Spieltage gelangen auch Heynckes (1972/73 sowie 1976/77). Burgsmüller schaffte hingegen nie mehr als zwei Spiele mit Torerfolgen zum Saisonstart.

Die meisten Spiele mit Torerfolg am Stück innerhalb einer Saison schaffte Müller, der in der Spielzeit 1968/69 in neun Partien am Stück einnetzte und in diesem Zeitraum 15 Treffer markierte. Kurios dabei: Der "Bomber” traf zwischen dem 2. Und dem 10. Spieltag stets das Tor, hatte am Eröffnungsspieltag aber nicht ins Schwarze getroffen.

Allofs mischt auch mit

Acht Spiele in Folge mit jeweils mindestens einem Treffer innerhalb einer Saison schaffte Müller noch zwei weitere Male, außerdem gelang dieses Kunststück in jüngerer Vergangenheit auch Theofanis Gekas (VfL Bochum) in der Saison 2006/07.

Betrachtet man auch saisonübergreifende Torserien, taucht ein neuer Name auf und setzt sich auch sofort an die Spitze der Rangliste: Klaus Allofs. Der heutige Manager von Werder Bremen traf zum Ende der Saison 1983/84 in den letzten sieben Spielen sowie an den ersten drei Spieltagen der Folgesaison jeweils für den 1. FC Köln ins Netz.

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Tobias Weis
"Den Konkurrenzkampf neu entfacht"

Tobias Weis arbeitet hart an seinem Comeback
(Quelle: 1899 Hoffenheim)
Nach einem holprigen Saisonstart hat 1899 Hoffenheim wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Zwei Siege in Folge haben die Kraichgauer wieder Anschluss an die Spitzenplätze finden lassen. Dabei muss die Mannschaft noch immer auf Leistungsträger Tobias Weis verzichten.

Der Nationalspieler musste sich nach Knieproblemen einer Operation unterziehen und befindet sich gerade in der Rehabilitationsphase. Trotz all der schweren Schinderei für sein Comeback fand Weis Zeit, mit bundesliga.de über die aktuelle Lage bei den Hoffenheimern zu sprechen.

Weiterhin verrät Weis, wann er mit seiner Rückkehr ins Training und aufs Spielfeld rechnet. Auch die starke Defensivabteilung von 1899 und das kommende Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach sind Themen des Interviews.

bundesliga.de: Herr Weis, haben wir beim 3:0 gegen den VfL Bochum das Hoffenheimer Team gesehen, dass in der Hinrunde der Vorsaison für so viel Furore gesorgt hat?

Tobias Weis: Wir haben uns, verglichen mit den beiden vorherigen Heimspielen, nochmals gesteigert und unsere Möglichkeiten besser genutzt. Lange Zeit haben wir hohen Druck auf Bochum ausgeübt und am Ende verdient gewonnen. Wir haben das Potenzial, uns noch weiter zu steigern.

bundesliga.de: Sie selbst plagen sich seit einigen Wochen mit Knieproblemen herum. Wie geht es Ihnen und wann wird man Sie endlich wieder auf dem Rasen sehen?

Weis: Die Operation ist gut verlaufen und mit dem Heilungsverlauf bin ich zufrieden. Wenn alles gut läuft, werde ich Ende dieser Woche wieder mit dem Ball arbeiten. Wann ich wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen kann, steht noch nicht fest.

bundesliga.de: Zurück zum Bundesliga-Geschehen. Die Abwehr ist bislang das absolute Prunkstück. Nun kassierte 1899 schon drei Spiele in Folge kein Gegentor. Wie erklären Sie sich den starken Defensivverbund?

Weis: Wir arbeiten als Team im Kollektiv sowohl für die Defensive als auch für die Offensive derzeit gut. Jeder Spieler hat seine Aufgaben noch besser verinnerlicht. Zudem haben wir uns vor der Saison adäquat verstärkt und damit den Konkurrenzkampf neu entfacht. Dieser Konkurrenzdruck hat sich positiv auf unsere Leistungen ausgewirkt.

bundesliga.de: Welche Rolle spielt bei der starken Abwehrleistung Neuzugang Josip Simunic?

Weis: "Joe" ist ein Spieler mit großer Bundesliga- aber auch internationaler Erfahrung. Er ist ein absoluter Führungsspieler und geniest im Team einen hohen Stellenwert. Mit ihm sind wir natürlich noch ein Stück stabiler geworden.

bundesliga.de: Und macht auch ein gesunder und eingespielter Timo Hildebrand einen Unterschied?

Weis: Die Leistungen von Timo in den vergangenen Wochen und Monaten sprechen für sich. Timo ist ebenso ein Spieler mit großer Erfahrung, an dem sich viele bei uns noch etwas abschauen können.

bundesliga.de: Nächster Gegner Hoffenheims ist Mönchengladbach. Wie muss 1899 antreten, um drei weitere Punkte einzufahren?
Weis: Gladbach ist gut in die Saison gestartet. Mit den eigenen Fans im Rücken wird es für uns eine schwere Auswärtsaufgabe. Wir werden das Selbstvertrauen und den Schwung vom letzten Erfolg mit in diese Partie mitnehmen und am Ende hoffentlich mindestens einen Punkt holen.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Tobias Weis.

Fans > Druckversion > Zum Index
FC Schalke 04
Fan-Kredit ohne Limit für Felix Magath
Die Sprechchöre waren nicht gerade ohrenbetäubend, aber sie waren unüberhörbar. "Kuranyi, Kuranyi" schallte es aus der gut 6000-köpfigen Schalker Fankurve, als der Stürmer in der 67. Minute Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln eingewechselt wurde. Gut zehn Minuten später wurde Gerald Asamoah nach seiner Auswechslung lautstark besungen.

Offensichtlich hat beim FC Schalke 04 der von Cheftrainer Felix Magath geforderte "Neuanfang mit den Fans" vielversprechend begonnen.

"Verhältnis nicht in Takt"

"Es muss ein Aufeinanderzugehen von Mannschaft auf Fans und von den Fans auf die Mannschaft geben. Das Verhältnis ist schon seit mehreren Jahren nicht in Takt. Aber das wollen wir ändern. Und dafür werden wir uns auf beiden Seiten voll einsetzen", hatte Magath in der Woche vor dem Köln-Spiel in einem zweistündigen Meeting mit Vertretern verschiedener großer Schalker Fan-Organisationen geäußert.

Es ist sicher die emotional schwierigste Aufgabe, die Magath beim siebenmaligen Deutschen Meister lösen will und zu lösen hat. Wie in kaum einem zweiten Verein leben und leiden Hunderttausende Fans mit ihrem FC Schalke. Deshalb wird Magaths Forderung in Richtung Mannschaft und Fans auch ausdrücklich begrüßt.

"Wir sind die Geduldigsten überhaupt"

Zum Beispiel von Jürgen, Mitglied im Fanclub "Märkischer Kreisel" und Dauerkarten-Inhaber beim S04. "Es ist ganz wichtig, dass das Verhältnis zwischen Fans und Spielern stimmt. Es kann nicht sein, dass nicht alle Spieler nach dem Schlusspfiff in die Kurve kommen. Oder abfällige Gesten in Richtung Fans machen. Es geht aber auch nicht, dass Spieler beim ersten Fehlpass schon ausgepfiffen werden."

Der 60-Jährige glaubt, dass es ein längerer Prozess werden könnte, bis sich Fans und Mannschaft - wie etwa zu Zeiten der "Eurofighter" - gegenseitig zu Höchstleistungen pushen. "Wenn wir Fans sehen, dass die Spieler alles geben, kämpfen und sich wirklich mit Schalke identifizieren, dann sind wir die Geduldigsten überhaupt. Aber diesen Eindruck hatten wir bei einigen Spielern speziell im Vorjahr nicht."

Nicht auf Knopfdruck fertigzustellen

Auch Magath weiß, dass diese Baustelle nicht auf Knopfdruck fertigzustellen ist: "Wir brauchen Geduld, müssen aber alles daran setzen, dass Fans und Mannschaft wieder eine Einheit werden, denn nur dann können auch die Spieler die größtmögliche Leistung erbringen."

Praktisch hundertprozentig stehen die königsblauen Fans hinter Magaths Personal-Politik, junge, talentierte und willige Spieler einzubauen. Wie Carlos Zambrano (20), Levan Kenia (18), Vasilios Pliatsikas (20) oder Christoph Moritz (19), die in Köln alle in der Startelf standen.

Nochmals vier Jahre?

"Wir Schalke-Fans waren nach der Verpflichtung von Felix Magath unglaublich euphorisch, nachdem er auch noch die deutsche Meisterschaft innerhalb der nächsten vier Jahre angekündigt hat. Aber wir sind auch realistisch: Wenn finanziell keine großen Sprünge möglich sind, dann wird das sehr schwierig. Vielleicht dauert es nochmals vier Jahre. Den Kredit hat er jedenfalls", meint Jürgen.

Keine Frage: Seit Felix Magaths Amtseintritt herrscht schon jetzt ein anderes Klima auf Schalke. Das Vertrauen in die Fähigkeiten und Gradlinigkeit des Cheftrainers und Sportlichen Leiters ist enorm; auch mögliche Rückschläge der jungen Mannschaft werden von Seiten der Fans einkalkuliert und sicherlich eher toleriert.

So sieht es auch Jürgen: "Ich freue mich in dieser Saison jeden Montag, wenn ich die Tabelle sehe. Wenn mir jemand anbieten würde, dass Schalke am Ende Fünfter wird, würde ich jetzt sofort unterschreiben. Felix Magath hat so viele Baustellen zu bearbeiten, ich kann ihm dazu nur gutes Gelingen wünschen!"

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Matthias Lehmann
"Mut und Risiko nach vorne zu spielen"

Matthias Lehmann (M.) erzielte schon vier Saisontore
Nicht nur in der Bundesliga bestimmt Hamburg das Geschehen. Auch in der 2. Bundesliga regiert eine Mannschaft von der Elbe. Der FC St. Pauli grüßt nach fünf Spieltagen überraschend von der Tabellenspitze.

Mit mutigem und offensivem Fußball begeistern die Kicker vom Kiez. Einer der Leistungsträger in dieser noch jungen Saison ist Neuzugang Matthias Lehmann. Mit vier Treffern gehört der Mittelfeldakteur zudem zu den gefährlichsten Spielern des FC St. Pauli.

Mit bundesliga.de spricht Lehmann über den gelungenen Saisonstart der Hamburger und über seine tolle Frühform. Darüber hinaus geht er auf das Spitzenspiel gegen Kaiserslautern ein. Sollten die Mannen vom Millerntor weiterhin so erfolgreich spielen, schließt Lehmann selbst ganz große Ziele nicht mehr aus.

bundesliga.de: Herr Lehmann, herzlichen Glückwunsch zum Superstart mit dem FC St. Pauli. Hatten Sie vor Saisonbeginn solch einen Beginn erwartet?

Matthias Lehmann: Ich hatte auf jeden Fall mit einem guten Start gerechnet, dass er dann so gut sein wird, hätten wir nicht erwartet.

bundesliga.de: Was zeichnet die Mannschaft bislang aus?

Lehmann: Eine klare Zielvorgabe, einfacher Fußball. Mut und Risiko nach vorne zu spielen und die Tatsache, dass wir uns durch Rückschläge nicht aus der Ruhe bringen lassen.

bundesliga.de: Sie selbst waren schon vier Mal erfolgreich. In Ihrer Profilaufbahn haben Sie nie mehr als sechs Saisontore erzielt. Sind Sie in der Form Ihres Lebens?

Lehmann: Ob ich mich in der Form meines Lebens befinde, wird man nach der Saison sehen. Aber wenn es so weiter geht, bin ich auf einem guten Weg.

bundesliga.de: Holger Stanislawski möchte sich ja von Jahr zu Jahr verbessern. Nun steht die Mannschaft ganz oben. Was sind denn die Ziele des FC St. Pauli in dieser Saison?

Lehmann: Unser Ziel ist es, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Wir denken immer nur von Woche zu Woche. Sollten wir am Ende der Saison besser dastehen als erhofft, werden die Ziele sicherlich noch einmal korrigiert.

bundesliga.de: Sie haben ja schon mit den Münchener "Löwen" und der Alemannia in der Bundesliga gespielt. Und sicher möchten Sie da auch wieder hin. Hat St. Pauli das Potenzial, in dieser Saison oder näherer Zukunft wieder ins Oberhaus zurückzukehren?

Lehmann: Die Qualität ist vorhanden. Wenn wir weiter diesen Weg gehen, stehen die Chancen gut. Ob es gelingt, ist eine Frage der Konstanz.

bundesliga.de: Nun kommt es auf dem Kiez zum Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Vor allem in der Defensive steht der FCK wie eine Eins. Wie wollen Sie das Pfälzer Abwehrbollwerk
überwinden?

Lehmann: Mit harter Arbeit. Der Trainer wird sich schon etwas einfallen lassen und wir werden versuchen es so gut wie möglich umzusetzen und ebenfalls ein Tor zu erzielen. Solange wir ein Tor mehr schießen, sind wir auf der sicheren Seite.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Matthias Lehmann.

Managerspiel > Druckversion > Zum Index
OBM
Virtueller Bayer-Angriff schießt scharf
Weder der Deutsche Meister noch der Rekordmeister finden sich vor dem 6. Spieltag im Spitzen-Quartett. Statt des VfL Wolfsburg und des FC Bayern haben sich ziemlich überraschend Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und Bayer 04 hinter Tabellenführer Hamburg eingereiht.

Im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) stehen die Spieler dieser derzeit erfolgreichen Verfolger-Clubs meist noch im Schatten von Ribery, Grafite und Co. Doch sie holen auf, allen voran Stefan Kießling! Der treffsicherste Bundesliga-Stürmer, dem pro Spiel ein Tor gelang, überzeugt auch als virtueller Knipser.

Starkes Bayer-Duo

Am letzten OBM-Spieltag schoss der Leverkusener in 4028 Spielen 1636 Tore: eine herausragende Quote von 0,41 Treffern pro Begegnung. Auch Kießlings Sturmpartner Eren Derdiyok, der auf Anhieb in der Bundesliga Fuß gefasst hat, fällt im OBM keineswegs ab. In 979 Spielen traf der lange Schweizer zuletzt 377 Mal (Quote 0,39). Zum Vergleich: Top-Stürmer wie Grafite oder Mario Gomez erreichen in der Regel Quoten von 0,45.

Damit übertrifft das Bayer-Sturmduo die zwei besten Schalker Angreifer: sowohl in der Bundesliga als auch virtuell. Während Kießling (5) und Derdiyok (3) zusammen für acht Bundesliga-Tore verantwortlich sind, kommen Kevin Kuranyi (2) und Jefferson Farfan (2) auf insgesamt vier Treffer.

Amanatidis beflügelt die Eintracht

Im OBM reihte sich Kuranyi zuletzt mit einer Tor-Quote von 0,39 zwischen Kießling und Derdiyok ein. Allerdings fiel Farfan mit einer 0,32-Quote recht deutlich ab. Der Peruaner, der unter Trainer Felix Magath immer besser in Schwung kommt, hat virtuell noch Nachholbedarf. Erst 428 OBMler setzen auf Farfan.

Unverzichtbar für Eintracht Frankfurt ist und bleibt Ioannis Amanatidis. Der Grieche hat bereits drei Mal in der Bundesliga zugeschlagen und ist ein Garant für den unerwarteten Höhenflug der Adler-Träger. Der virtuelle Amanatidis ist noch nicht so dominant: 306 Tore in 931 Spielen bedeuteten am 5. OBM-Spieltag eine Quote von 0,33.

Schalke und Bayer abwehrstark

In der Abwehr des Managerspiels dominieren die Schalker unter den Verfolgern des HSV. Heiko Westermann, Marcelo Bordon und der junge Benedikt Höwedes lassen ähnlich wie auf dem echten Grün kaum etwas anbrennen. Alle drei haben zuletzt mehr als 60 Prozent ihrer Duelle im OBM gewonnen.

Ähnlich stark ist das Innenverteidiger-Duo von Bayer Leverkusen. Der Ex-Liverpooler Sami Hyppiä steht sicher wie eine Abwehr-Wand neben Manuel Friedrich. Auch beide Werkself-Profis haben mehr als 60 Prozent ihrer Zweikämpfe gewonnen.

Eintracht Frankfurts virtuelle Defensive hinkt ähnlich wie die Offensive ein wenig hinterher. Einzig Chris schafft die 60-Prozent-Hürde. Marco Russ (59) , Christoph Spycher (57) und besonders Maik Franz (56) müssen noch mehr Überzeugungsarbeit auf den Bundesliga- und virtuellen Rasen leisten.

Termine
Der 6. Spieltag im Live-Ticker von bundesliga.de

2. Bundesliga, 6. Spieltag (ab 17:45 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Karlsruher SC - FSV Frankfurt
MSV Duisburg - DSC Arminia Bielefeld
TuS Koblenz - 1. FC Union Berlin
SC Paderborn 07 - FC Energie Cottbus

Bundesliga, 6. Spieltag (ab 20 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg


2. Bundesliga, 6. Spieltag (ab 12:45 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

SpVgg Greuther Fürth - Rot-Weiß Oberhausen
Rot Weiss Ahlen - Fortuna Düsseldorf

Bundesliga, 6. Spieltag (ab 15 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

FC Bayern München - 1. FC Nürnberg
VfB Stuttgart - 1. FC Köln
Hannover 96 - Borussia Dortmund
VfL Bochum 1848 - 1. FSV Mainz 05
Borussia Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim


2. Bundesliga, 6. Spieltag (ab 13:15 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Alemannia Aachen - TSV München von 1860
FC St. Pauli - 1. FC Kaiserslautern
FC Augsburg - F.C. Hansa Rostock

Bundesliga, 6. Spieltag (ab 15 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Bundesliga, 6. Spieltag (ab 17 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Hertha BSC - SC Freiburg
Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen



Impressum
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Verantwortlich: Tom Bender, DFL
Redaktion: Markus Schmidt (Leitung), Alex Jacob, Dirk Jaschok, Christian Pfennig, Ulrike Siebert (alle DFL), Sebastian Stolz, Michael Reis, Stefan Kusche, bundesliga.de
Multimedia: Segami GmbH, Düsseldorf
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