Ausgabe 11 - 10.09.2009
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Bundesliga - 5. Spieltag
Nachdem die Nationalspieler von ihren Länderspielreisen zurück sind, brennen sie wieder darauf, in der Bundesliga anzutreten. Besonders Wolfsburg hofft nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge, ausgerechnet gegen Leverkusen wieder an die Meister-Saison anknüpfen zu können. Bayer fühlte sich beim VfL meist sehr unwohl. Auch Trainer Jupp Heynckes hat keine guten Erinnerungen an Wolfsburg. Weiterhin empfängt der HSV den VfB Stuttgart, gegen den die Hanseaten zuletzt große Probleme hatten.

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Hamburg feiert sein Supertalent

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Die HSV-Fans haben einen neuen Liebling: Eljero Elia. Nach nur vier Spieltagen steht er ganz oben in der Gunst der Anhänger. Mit seinen Dribblings will er auch die Stuttgarter schwindelig spielen. Doch VfB-Coach Markus Babbel geht selbstbewusst in die Partie.
Dortmund gegen Bayern: "Da ist immer was los"

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Am Samstag geht die große Rivalität zwischen dem BVB und dem FC Bayern in eine weitere Runde. "Da wird einiges passieren", verspricht sich Thomas Helmer von der Partie. Gern erinnert er sich auch an seine aktive Zeit - vor allem an sein letztes Spiel gegen den BVB.

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Liebe Leserinnen und Leser,

der gute Saisonstart des HSV hat mich nicht überrascht. Bruno Labbadia hat eine intakte Mannschaft vorgefunden, die sehr guten Fußball spielt. Es wurden sehr starke Neuzugänge geholt. Ein absoluter Geniestreich war in meinen Augen die Verpflichtung von Zé Roberto. Die stehen nicht ohne Grund da oben. Es ist zwar noch früh in der Saison, aber man kann die Handschrift des Trainers schon ein bisschen sehen. Und ich hoffe, dass der HSV das auch mal bis zum Ende der Saison, die ja ziemlich lang ist, durchhält.

Mit Labbadia hat man eine vernünftige Wahl getroffen. Das soll nicht heißen, dass die Trainer vor Labbadia keine gute Wahl waren, aber irgendwie musste man sich immer schneller als gewünscht trennen. Ich glaube schon, dass man an dem jetzigen Trainer länger festhalten sollte. Labbadia ist ein junger Trainer. Man muss ihm die Zeit geben, da was aufbauen zu können. Alles andere stimmt im Verein, auch wenn man sich von Dietmar Beiersdorfer getrennt hat. Da findet man auch einen Ersatz. Wenn man weiter so arbeitet und die Mannschaft immer wieder verstärkt, kann man sich auch langfristig oben festsetzen und mitspielen.

Jetzt geht es gegen Stuttgart. Das ist ein Heimspiel für den HSV. Das wird wieder eine ganz tolle Atmosphäre im Stadion. Die Fans werden die Mannschaft großartig unterstützen. Das wird nicht einfach für Stuttgart. Der VfB wird ja von Markus Babbel trainiert. Auch er ist ein ganz junger Trainer, der eine hervorragende Arbeit macht. Das wird ein interessantes Spiel. Ausschlaggebend wird meiner Meinung nach die bessere Mannschaftsleistung sein. Natürlich haben beide Seiten auch Spieler, die eine Partie allein entscheiden können. Aber ich glaube, dass Hamburg eine geschlossene Mannschaft ist, bei der jeder für jeden einsteht. Das erklärt im Grunde genommen auch den Erfolg.

Auch Leverkusen ist mit dem neuen Trainer Jupp Heynckes toll gestartet. Der Verein hat sich was dabei gedacht, diesen Trainer zu wählen. Heynckes ist ein sehr erfahrener Trainer, der hoffentlich da auch Konstanz über die ganze Saison gesehen reinbringen wird. Leverkusen startet eigentlich immer sehr stark, nur um dann in der zweiten Saisonhälfte ein bisschen einzubrechen. Woran das liegt? Ich glaube der Verein arbeitet schon Jahre dran, das rauszufinden. Aber Heynckes ist ein Mann, der das eventuell abstellen kann. Das wird sich noch zeigen.

Bayer spielt am Wochenende in Wolfsburg. Ich erwarte ein interessantes Spiel. Wolfsburg ist immerhin der amtierende Deutsche Meister und Leverkusen ist sehr stark gestartet und steht auf dem 2. Platz - punktgleich mit dem HSV. Die Spieler auf beiden Seiten sind topfit. Ich wünsche mir offensiven Fußball von beiden Seiten und dann wollen wir mal schauen, wer am Ende die Nase vorn hat.

Ihr

Jörg Albertz


Jörg Albertz absolvierte 150 Spiele in der Bundesliga, davon 127 für den Hamburger SV und 23 für Fortuna Düsseldorf. Zwischen 1996 und 2001 erlangte er als "The Hammer" Berühmtheit bei den Glasgow Rangers, mit denen er drei Mal Schottischer Meister wurde. Von 2002 bis 2004 spielte Albertz zudem für Shanghai Shenhua in China. Vor einem Jahr kehrte er für sieben Spiele für den schottischen Zweitligisten FC Clyde nochmal auf die Fußballbühne zurück.

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Bundesliga - 5. Spieltag
Die richtige Medizin für angeschlagene "Wölfe"

Im Vorjahr traf Grafite (l.) im Heimspiel gegen Bayer doppelt
Nachdem die Nationalspieler von ihren Länderspielreisen zurück sind, brennen sie wieder darauf, in der Bundesliga anzutreten. Besonders Wolfsburg hofft nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge, ausgerechnet gegen Leverkusen wieder an die Meister-Saison anknüpfen zu können. Bayer fühlte sich beim VfL meist sehr unwohl. Auch Trainer Jupp Heynckes hat keine guten Erinnerungen an Wolfsburg.

Im zweiten Spitzenspiel empfängt der Hamburger SV den VfB Stuttgart. Die Hanseaten und ihr neuer Trainer Bruno Labbadia grüßen aktuell von der Tabellenspitze. Doch die Schwaben waren zuletzt eine schwer zu knackende Nuss für die Hamburger.

Magere Bilanz in Wolfsburg

Egal wo Leverkusen in der Tabelle steht, eine Reise in die niedersächsische Metropole hatte für Bayer immer etwas von einem Besuch beim Zahnarzt. Es war zumeist eine schmerzliche Erfahrung. Denn laut Statistikdatenbank auf bundesliga.de stehen im Direktvergleich zwischen Bayer und Wolfsburg nur sieben magere Pünktchen in den zwölf Gastspielen für die Werkself zu Buche (neun Niederlagen).

In der Vorsaison gewann die jeweilige Heimelf das Duell dieser beiden Teams. Im Hinspiel siegten die Leverkusener mit 2:0. Die Tore erzielten Tranquillo Barnetta und Stefan Kießling. Auf diese zwei muss Wolfsburg auch dieses Mal wieder achten. Kießling traf bislang an jedem Spieltag ein Mal und sein Schweizer Teamkollege glänzte zuletzt in Freiburg mit einem "Doppelpack".

Leerlauf bei Grafite

Beim Gastspiel in Wolfsburg musste sich Bayer hingegen trotz des ersten und bislang einzigen Bundesliga-Treffers von Toni Kroos mit 1:2 geschlagen geben. Grafite traf beim Sieg der Wolfsburger im "Doppelpack".

Sicher wäre der Torschützenkönig der vergangenen Saison (28 Treffer) am Samstag schon mit einem Tor zufrieden. Schließlich wartet Wolfsburgs brasilianischer Stürmer seit 278 Minuten auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga.

Gegen Leverkusen könnte Grafites Bann aber durchaus gebrochen werden. Denn noch nie endete eine Begegnung der beiden Kontrahenten torlos. Im Gegensatz zum VfL traf Bayer in dieser Saison in bislang jedem Spiel.

Heynckes flog nach Wolfsburg-Spiel

Ein Grund für den starken Saisonauftakt ist sicher Trainer Jupp Heynckes. Unter ihm gewann die Werkself als einziges Team neben dem Hamburger SV die vergangenen drei Partien. Jedoch ist Wolfsburg für den Coach ein ebenso heißes Pflaster wie für seine Mannschaft.

Bei vier bisherigen Spielen als Trainer gegen den VfL gab es erst einen "Dreier" - und den daheim. 2003/04 spielte Heynckes zwei Mal 1:1-Unentschieden mit dem FC Schalke 04. In der folgenden Saison musste er nach einer 0:3-Pleite in Wolfsburg schon nach vier Spieltagen seinen Hut nehmen. Als aktueller Tabellen-Zweiter ist dies - unabhängig vom Ausgang der Partie - diesmal wohl ausgeschlossen.

Stattdessen möchte Heynckes eine Serie starten und seinen zweiten Sieg in Folge gegen den VfL feiern. Den ersten und bis jetzt einzigen "Dreier" gegen die "Wölfe" holte er als Coach von Borussia Mönchengladbach im Oktober 2006 (3:1).

Stuttgart statistisch im Vorteil

Im Trainerduell der beiden ehemaligen Teamkameraden des FC Bayern, Bruno Labbadia und Markus Babbel, steht es 1:0 für den Stuttgarter Übungsleiter. In der Rückrunde der Vorsaison siegte der VfB mit 4:2 bei Leverkusen, wo Labbadia zu jener Zeit noch Trainer war.

Jetzt hat er das Sagen beim HSV und steht aktuell an der Tabellenspitze. Doch mit den Stuttgartern hatten die Hamburger zuletzt ihre Mühe. Laut Statistikdatenbank auf bundesliga.de gewannen die Schwaben im Direktvergleich mit den Hamburgern fünf der vergangenen sieben Aufeinandertreffen (zwei Niederlagen).

Hamburgs Schotten undicht

In Stuttgart präsentierte man sich zum Saisonstart aber auch noch nicht in gewünschter Form. Babbels Elf holte nur einen Punkt aus den beiden Auswärtsspielen in dieser Saison. Die vergangenen drei Pflichtspiele der Schwaben endeten unentschieden.

Die Hamburger hingegen haben in den vergangenen zwölf Partien in der Bundesliga nicht mehr zu Null gespielt - kein anderes Team wartet länger auf ein Spiel ohne Gegentor. Wie das geht, haben sie unter anderem auch gegen den VfB bewiesen. Das vergangene Heimspiel gegen Stuttgart endete 2:0 zugunsten des HSV.

Überhaupt haben es beide Teams im direkten Duell mit der Null. In den vergangenen drei Aufeinandertreffen siegte jeweils die Heimmannschaft, ohne dabei ein Gegentor zugelassen zu haben.

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Bundesliga-Datenbank
Neu dabei und unersetzlich
Die neue Bundesliga-Saison ist erst vier Spieltage alt, aber bereits jetzt lässt sich feststellen, dass manche Clubs auf dem Transfermarkt echte Volltreffer gelandet haben. Den spektakulärsten Einstand hatte sicherlich Arjen Robben, der kurz vor Transferschluss zum FC Bayern München wechselte und bei seinem Debüt dem Deutschen Meister VfL Wolfsburg gleich einen "Doppelpack" einschenkte.

In der Top Fünf der Neuzugänge taucht der Niederländer allerdings nicht auf, da er bislang erst in einem Bundesliga-Spiel zum Einsatz kam. Doch auch die fünf Profis, die bundesliga.de ausgewählt hat, können davon sprechen, einen Traumstart bei ihrem neuen Arbeitgeber hingelegt zu haben:

Juan Arango (Borussia Mönchengladbach)

Der Venezolaner schloss sich der Borussia vom spanischen Verein RCD Mallorca an. Sein Start hätte besser kaum sein können: sowohl in seinem ersten Pokalspiel als auch bei seinem Bundesliga-Debüt erzielte der 29-Jährige einen Treffer selbst und gab eine Torvorlage.

An den ersten vier Spieltagen, an denen der Kapitän der venezolanischen Nationalelf jeweils 90 Minuten durchspielte, gab er insgesamt 20 Torschüsse ab - absoluter Liga-Höchstwert. Von den 16 nicht geblockten Schüssen kamen zehn auch aufs Tor, was einer ausgezeichneten Schussgenauigkeit von 62,5 Prozent entspricht.

Zé Roberto (Hamburger SV)

Zé Roberto wechselte im Sommer vom FC Bayern zum HSV und hat sich bestens eingelebt. Der Brasilianer hat noch keine Saisonminute verpasst und war insbesondere beim 4:1 gegen Dortmund (wo er auch seinen bisher einzigen Treffer für die "Rothosen" markierte) überragend.

Dazu spielte er beim 4:2 in Wolfsburg (zehn von 14 Zweikämpfen gewonnen, 95,1 Prozent Passquote) groß auf. Alle vier Spiele betrachtet, kommt der nimmermüde 35-Jährige auf eine überragende Zweikampfbilanz von 68,3 Prozent.

Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen)

Derdiyok schloss sich in diesem Sommer den Leverkusenern vom FC Basel kommend an. In seinem ersten Pflichtspiel für Bayer gelang ihm das "goldene Tor" beim Pokalsieg in Babelsberg, in seinen ersten vier Bundesliga-Spielen traf er ebenfalls schon drei Mal - darunter ein "Doppelpack" beim 5:0-Erfolg in Freiburg.

Dazu gab der Schweizer beim 1:0-Sieg über Hoffenheim die entscheidende Torvorlage. Der 21-Jährige traf bislang mit drei seiner 13 nicht geblockten Schüssen - eine beeindruckende Chancenverwertung von 23,1 Prozent.

Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen)

Hyypiä ist ein weiterer hervorragender Neuzugang bei Bayer. Er kam vom FC Liverpool, mit dem er unter anderem 2005 die Champions League gewonnen hatte. Bei der Werkself bewies der 36-Jährige schnell, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört: Mit starken 69 Prozent gewonnenen Zweikämpfen am Ball ist er zweikampfstärkster Stammspieler bei Leverkusen.

Bei den Kopfballduellen liegt seine Erfolgsbilanz sogar bei 100 Prozent. Perfekt! Der Finne spielte bislang in allen Partien durch und hatte auch die meisten klärenden Aktionen im Bayer-Strafraum. Hyypiä scheint genau der (Abwehr-)Spieler zu sein, der Bayer letzte Saison fehlte.

Obafemi Martins (VfL Wolfsburg)

Martins ist der "Kurzarbeiter” der Top-Fünf-Neuzugänge. Ähnlich wie Robben bei den Bayern hatte auch der Neu-Wolfsburger einen Einstand nach Maß: In Köln wurde der Nigerianer eingewechselt und traf kurz vor Schluss zum entscheidenden 3:1 für den VfL. Auch gegen den HSV kam er von der Bank und markierte ein Tor.

Mit zwei Toren als Einwechselspieler ist er bislang neben Robben und Stuttgarts Elson der Super-Joker der Liga. Der Stürmer benötigte nur 42,5 Minuten pro Treffer - ligaweiter Bestwert aller Spieler mit mindestens 50 Einsatzminuten. Noch effizienter war Martins in Sachen Chancenverwertung: zwei Torschüsse gab der Ex-Newcastle-United-Angreifer ab, beide zappelten auch im Netz.

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Stefan Kießling
"Es genügt nicht, im Hurra-Stil loszulegen"

Stefan Kießling (M.) traf in dieser Saison in jedem Spiel
Ungeschlagen nach vier Spieltagen. Dazu punktgleich mit dem Tabellenführer. Bayer Leverkusen hat einen echten Traumstart in die Bundesliga-Saison 2009/10 hingelegt. Vor allem die Offensivabteilung zaubert unter der Leitung von Jupp Heynckes auf den Plätzen der Bundesliga.

Allen voran Stefan Kießling. Der Stürmer harmoniert blendend mit seinen neuen Kollegen in der Abteilung Angriff. Zeugnis seiner hervorragenden Frühform sind die vier Tore, die Kießling bereits erzielte und damit ganz oben in der Torjägerliste steht.

Mit bundesliga.de spricht der Blondschopf über seine Leistungen und den gelungenen Saisonstart der Werkself. Auch das Thema Nationalmannschaft kommt zur Sprache - ebenso wie der nächste Gegner der Leverkusener, der VfL Wolfsburg. Dabei wird es ein wenig haarig…

bundesliga.de: Herr Kießling, für gepflegten Offensivfußball war Bayer ja schon immer bekannt. Aber was ist anders unter Jupp Heynckes?

Stefan Kießling: Wir spielen kontrollierter nach vorn als zuvor. Wir nehmen zur angemessenen Zeit auch mal das Tempo aus dem Spiel, üben mehr Kontrolle aus. Ständig am Anschlag zu spielen kann auch dazu führen, im entscheidenden Moment nicht die optimale Konzentration zu haben.

bundesliga.de: Schon in den vergangenen beiden Jahren spielte Bayer in der Hinrunde famos auf, brach am Ende aber ein. Was haben Sie daraus gelernt?

Kießling: Dass eine Saison eben sehr lang ist. Da genügt es nicht, im Hurra-Stil loszulegen, wenn man sich am Ende nicht ins Ziel retten kann. Nach hinten raus noch zulegen zu können - das zeichnet gute Mannschaften aus. Daran arbeiten wir und ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.

bundesliga.de: Nun haben Sie sich gesagt, "Wer rasiert, verliert". Erst nach einer Niederlage soll der Bart ab. Wie kamen Sie auf diese Idee und erkennen Sie sich denn morgens im Spiegel noch?

Kießling: Ich hab die Sache ja nicht erfunden, im Eishockey ist das in den Playoffs doch die Regel. Andere Leute wechseln ihre Hemden nicht oder tragen immer dieselbe Uhr, bis eine Niederlage kommt. Ich verzichte jetzt einfach mal auf die Rasur. Die Welt hat schon Dramatischeres erlebt, glaube ich.

bundesliga.de: Sie selbst haben bislang an jedem der vier Spieltage getroffen. Würden Sie sagen, Sie sind in bestechender Form?

Kießling: Ich muss mir jedenfalls keine Vorwürfe machen, dass ich nichts reiße. Aber meine Form hängt natürlich im Wesentlichen von der Leistung der Mannschaft ab. Die spielt momentan erfolgreich und gut. Davon profitiere ich.

bundesliga.de: Sind Sie enttäuscht darüber, dass Sie nicht für das Länderspiel gegen Südafrika und das Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan nominiert wurden?

Kießling: Natürlich. Aber deshalb resigniere ich nicht. Ich muss mich eben weiter über meine Leistung im Verein anbieten.

bundesliga.de: Aber sicher ist die WM 2010 ein Thema für Sie?

Kießling: Eine Weltmeisterschaft ist für jeden Spieler ein Traum. Wenn man etwas erreichen will, muss man sich hohe Ziele setzen. Südafrika 2010 ist solch ein Ziel.

bundesliga.de: Nach der Länderspielpause geht es mit einem Gastspiel in Wolfsburg weiter. Kann Leverkusen auch dort punkten? Oder mit anderen Worten: Bleibt der Bart dran?

Kießling: Ich würde es mir wünschen. Jedenfalls fahren wir nicht nach Wolfsburg, um devot drei Punkte abzuliefern. Wir haben eine gute Mannschaft, Wolfsburg hat eine gute Mannschaft - da ist alles drin.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Stefan Kießling.

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DFL
Barrierefrei im Stadion: DFL gibt Empfehlung heraus
Eine stetig wachsende Zahl von Fußballfans mit Behinderung gehört zu den regelmäßigen Stadionbesuchern der Bundesliga und der 2. Bundesliga. Schon jetzt bieten die modernen Arenen - gerade auch im internationalen Vergleich - außergewöhnlich gute Bedingungen für Menschen mit Behinderungen.

Um diesen Spitzenstandard zu halten, hat die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH mit Unterstützung der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft e.V. (BBAG), dem Fanclub Sehhunde e.V. und Clubvertretern den Mitgliedern des Ligaverbandes eine Empfehlung zur Einrichtung von Behindertenplätzen erstellt. Die Empfehlungen richten sich dabei insbesondere an Clubs, die neue Stadien bauen oder Umbaumaßnahmen planen.

Ganzheitliche Denkweise

Aufgrund von unterschiedlichen Behinderungsgruppen konnten bereits nicht nur nahezu barrierefreie Bedingungen für Rollstuhlfahrer in vielen Stadien geschaffen werden, die Mehrheit der Clubs bietet neben dem Angebot für Rollstuhlfahrer auch einen besonderen Service für sehbehinderte und blinde Zuschauer an.

Auch die Bedürfnisse gehörloser Fußballfans wurden in die Konzeptionen der Clubs einbezogen. Diese ganzheitliche Denkweise war auch für die DFL-Empfehlungen für Barrierefreiheit prägend.

"Hervorragende Bedingungen für Menschen mit Handicap"

"Ich möchte an dieser Stelle ganz ausdrücklich den Verantwortlichen der Clubs für das bisher geleistete Engagement danken. Durch diesen Einsatz haben wir in der Bundesliga hervorragende Bedingungen für Menschen mit Handicap geschaffen, die es nun weiter zu verbessern gilt", sagt DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus.

Einbezug von Experten

"Diese Publikation, die ohne die Zusammenarbeit mit der BBAG und dem Fanclub Sehhunde nicht möglich gewesen wäre, ist neben dem Bundesliga-Reiseführer für Menschen mit Behinderung ein weiterer wichtiger Schritt, den Service für behinderte Fußballfans fortlaufend zu verbessern". ergänzt Projektleiter Marco Rühmann, Spielbetrieb DFL.

BBAG-Vorsitzender Dr. Volker Sieger lobt das gemeinsam beschlossene Konzept: "Volltreffer! Endlich erhalten alle um Barrierefreiheit bemühten Akteure vor Ort einheitliche Planungs- und Gestaltungsempfehlungen. Das hilft auf Dauer den Zuschauern mit Behinderung und den Clubs, aber auch den Architekten und Baubehörden."

Features
Top-News und exklusive Hintergründe


















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Markus Schupp
"Die bislang größte Verantwortung für mich"

Markus Schupp ist neuer Trainer beim KSC
Markus Schupp ist seit vergangener Woche neuer Cheftrainer des Karlsruher SC. Als Aktiver gewann er mehrere Titel in Deutschland und Österreich. Als Trainer sammelte er bereits erste Erfahrungen in der 2. Bundesliga mit Wacker Burghausen. Nun soll er die Badener wieder in die Erfolgsspur bringen.

Mit bundesliga.de spricht der erfolgreiche Pfälzer über seine ersten Eindrücke bei seinem neuen Arbeitgeber, die enorme Verantwortung, die nun auf seinen Schultern lastet, und einen ganz besonderen Traum.

bundesliga.de. Wie ist Ihr erster Eindruck von der Mannschaft und dem Umfeld beim KSC?

Markus Schupp: Der Eindruck ist sehr gut, die Jungs ziehen entsprechend mit. Wir haben seither sechs Einheiten gemeinsam gemacht und für mich ist es das Wichtigste, Spieler, Mitarbeiter und den Verein kennenzulernen. Dieser Prozess ist noch im Gang. Die Verantwortlichen helfen und unterstützen mich wo es nur geht, das macht es für mich wesentlich einfacher.

bundesliga.de: Wie entstand der erste Kontakt mit dem KSC?

Schupp: Der Kontakt war vor etwa zwei Wochen, kurz nachdem Edmund Becker beurlaubt wurde. Zuerst gab es ein Telefonat, danach ein Treffen, bei dem mich Rolf Dohmen gefragt hat, ob ich mir denn vorstellen könnte, Trainer beim KSC zu werden. Ich habe sofort zugesagt, denn es war immer mein Ziel, wieder als Cheftrainer zu arbeiten. Es ist natürlich umso schöner, wenn es dann auch noch die deutsche Bundesliga - wenn auch die zweite - ist.

bundesliga.de: Gibt es eine Vorgabe?

Schupp: Der KSC hat eine große Tradition und hat über viele Jahre erfolgreich in der Bundesliga gespielt. Das möchte ich weiterführen. Daher möchte ich auch die Arbeit von Edmund Becker herausstellen. Ich will die Mannschaft weiterentwickeln, denn sie hat großes Potenzial. Wir müssen es nur umsetzen. Und dann können wir einiges erreichen, ohne dass ich mich auf eine Platzierung festlege. Ich muss nicht betonen, wo der KSC wieder hin möchte.

bundesliga.de: Würden Sie den Trainerposten beim KSC als Ihr bislang größtes Engagement sehen?

Schupp: Es ist die bislang größte Verantwortung für mich. Ich habe bei jedem Verein vollen Einsatz gebracht, aber es ist eine besondere Verantwortung bei solch einem Traditionsverein arbeiten zu dürfen. Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst.

bundesliga.de: Sie waren als Spieler sehr erfolgreich. Wie sehr hilft das im späteren Job als Trainer?

Schupp: Das hilft enorm. Nicht nur die Titel zählen, sondern dass man den Fußball mit all seinen Abläufen und Mechanismen kennt. Man kann sich in die Spieler hineinversetzen und weiß wie sie sich nach Niederlagen fühlen. Nicht jede Entscheidung des Trainers ist für die Spieler einfach. Ich weiß, wie die Spieler sich fühlen.

bundesliga.de: Am Montag geht es für Ihre Mannschaft zum Mit-Absteiger Energie Cottbus. Wie will der KSC in der Lausitz auftreten?

Schupp: Cottbus ist eine kampfstarke und zielstrebige Mannschaft. Wir müssen uns auf großen Kampf einstellen und dagegenhalten. Mit unseren fußballerischen Mitteln werden wir versuchen, ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Markus Schupp.

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OBM
Stars des HSV die Top-Seller
Viel Sachverstand haben die Trainer des Offiziellen Bundesliga Managers (OBM) in der noch jungen Saison gezeigt. Spieler des Hamburger SV standen bei einem Großteil der virtuellen Entscheider ganz oben auf der Einkaufsliste. Und bekanntlich schauen die HSV-Profis zurzeit von ganz oben auf den Rest der Bundesliga-Tabelle herab.

Mladen Petric spielt eine überaus wichtige Rolle im 4-4-2-System des neuen Hamburger Trainers Bruno Labbadia. Neben Paolo Guerrero stürmt der Kroate erfolgreich für den Tabellenführer und für 17.064 OBM-Teams. Nur Bayerns Franck Ribery wurde bei den Feldspielern öfter verpflichtet: 17.935 Mal.

Formstarker Guerrero

Auch beim formstarken Guerrero, der die Torjägerliste mit vier Treffern und zusammen mit Leverkusens Stefan Kießling anführt, haben extrem viele OBM-User auf das richtige Pferd gesetzt. Denn den Peruaner haben 13.349 Gamer verpflichtet.

Fünfstellige Werte entfallen auch auf zwei weitere Stützen des Hamburger SV. Piotr Trochowski zählt schon länger zu den OBM-Lieblingen, der in dieser Saison nochmals einen Schub nach vorne bekommen hat. 16.959 User setzen auf den Mittelfeldspieler, der auf der rechten Außenbahn im System Labbadias zu Hause ist.

Liebling Zé Roberto

Den wievielten Frühling Zé Roberto momentan erlebt, kann niemand genau sagen. Jedenfalls verzückt der 35-Jährige mit seiner Technik und unglaublichen Athletik längst die gesamte Bundesliga über alle Fan-Grenzen hinweg. Auch 11.359 OBM-Teams wollen nicht auf Zé Roberto verzichten.

Lediglich der FC Bayern München kann dem HSV das Wasser reichen, was die hohe Zahl seiner Spieler-Verpflichtungen angeht. Neben Ribery stehen auch Mario Gomez (14.178) und Ivica Olic (13.409) hoch in der Gunst der OBMler. Wobei Olic schon während seiner Zeit beim HSV zigtausendfach gekauft wurde.

Ladenhüter Farfan

Zum Vergleich: Der Wolfsburger Paradesturm mit Edin Dzeko und Grafite reicht bei weitem nicht an diese Werte heran. Während Dzeko auf sehr hohe 12.198 Verpflichtungen kommt, steht Grafite erst bei 5483 OBM-Teams im Kader.

Von diesen Zahlen sind die zwei hoffnungsvollsten Schalker Stürmer sogar weit entfernt. Kevin Kuranyi liegt zwar mit 5287 Käufen im Bereich von Grafite. Doch Jefferson Farfan (1931) wartet sowohl im OBM als auch in der Bundesliga auf seinen richtigen Durchbruch.

Auf dem Weg zum OBM-Liebling ist jedenfalls Arjen Robben. Der neue Mittelfeld-Star des FC Bayern hat auf dem virtuellen Transfermarkt bereits die Acht-Millionen-Marke überschritten. Schon 1494 User haben die hohe Investition nicht gescheut für den Niederländer, den es erst seit gut zwei Wochen zu kaufen gibt.

Termine
Der 5. Spieltag im Live-Ticker von bundesliga.de

2. Bundesliga, 5. Spieltag (ab 17:45 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

DSC Arminia Bielefeld - Rot Weiss Ahlen
Fortuna Düsseldorf - FC Augsburg
1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg


2. Bundesliga, 5. Spieltag (ab 12:45 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

TSV München von 1860 - SpVgg Greuther Fürth
F.C. Hansa Rostock - TuS Koblenz

Bundesliga, 5. Spieltag (ab 15 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

VfL Wolfsburg - Bayer 04 Leverkusen
Borussia Dortmund - FC Bayern München
1899 Hoffenheim - VfL Bochum 1848
SC Freiburg - Eintracht Frankfurt
1. FSV Mainz 05 - Hertha BSC
1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach

Bundesliga, 5. Spieltag (ab 18 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Hamburger SV - VfB Stuttgart


2. Bundesliga, 5. Spieltag (ab 13:15 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Rot-Weiß Oberhausen - Alemannia Aachen
FSV Frankfurt Fußball - FC St. Pauli
1. FC Union Berlin - SC Paderborn 07

Bundesliga, 5. Spieltag (ab 15 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

Werder Bremen - Hannover 96

Bundesliga, 5. Spieltag (ab 17 Uhr im bundesliga.de-Live-Ticker)

1. FC Köln - FC Schalke 04





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