| Spieler des Spieltags |

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Gelungenes Comeback >
Nach jeder Runde in der Bundesliga stehen sie zur Wahl, die Spieler des Spieltags. Sie entscheiden, wem diese Ehre zuteil wird. Am 3. Spieltag haben Sie Claudio Pizarro auf Platz 1 gewählt. Der Bremer Stürmer schoss bei seiner Rückkehr an die Weser zwei Treffer beim 3:0-Sieg Werders gegen Gladbach. Mehr zum Spieler des Spieltags finden Sie hier.
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Bundesliga - 4. Spieltag
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Als Spieler und Trainer des FC Bayern sich vor wenigen Tagen für ein Fotoshooting in Lederhosen und mit Weißbier in der Hand ablichten ließen, war gute Miene zum schlechten Spiel gefragt. Nach dem schwächsten Saisonstart seit 43 Jahren war niemandem beim Rekordmeister zum Anstoßen. Doch auch in Wolfsburg herrscht Katerstimmung. Nach dem gelungenen Auftakt musste der VfL die erste Heimniederlage nach 20 Spielen hinnehmen. Und ausgerechnet in München präsentierten sich die "Wölfe" bislang immer ohne Biss.
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FC Bayern - Wolfsburg: "Eine gefährliche Situation"
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Zwölf Treffer fielen 2008/09 bei den Duellen Bayern gegen Wolfsburg. Unvergessen Grafites Zaubertor. Doch sowohl der Meister als auch der Rekordmeister kommen angeknockt in die Partie. Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge warnt.
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Mario Gomez: "Es geht bei Null los"
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Mit der Empfehlung von 24 Toren in der Vorsaison kam Mario Gomez von Stuttgart zu den Bayern. "Jeder hat seinen Wunsch bekommen", sagt er rückblickend auf den Transfer. Nun will er den Münchenern mit Toren gegen die "Wölfe" zum ersten Sieg verhelfen.
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| Tor des Spieltags |

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Mit Gefühl oder "Schmackes"
Fünf Treffer für die Galerie - Nach jedem Spieltag der Saison stellt bundesliga.de die fünf schönsten Treffer der Runde im Tor des Spieltags zur Wahl. Am 3. Spieltag konnten sich Claudio Pizarro, Mladen Petric, Tranquillo Barnetta, Jiri Stajner und Anthar Yahia besonders gekonnt in Szene setzen. Noch bis Freitag, 18:30 Uhr entscheiden Sie hier, wer das Tor des 3. Spieltags geschossen hat.
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| Mediathek |

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Bundesliga im Video!
Film ab! Bilder der Bundesliga - Jeden Montag ab 1 Uhr finden Sie in der neu gestalteten Mediathek auf bundesliga.de jeweils alle Videos zum aktuellen Spieltag, Zusammenfassungen, sowie einen Beitrag zum Highlight-Spiel und die besten Treffer des Spieltags. Dazu gibt es jede Woche neue Hintergrundberichte, exklusive Interviews mit den Stars der Bundesliga, die Vorschau auf den nächsten Spieltag und vieles mehr. Hier geht es zur Mediathek.
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| | Jörg Berger |
Liebe Leserinnen und Leser,
ich freue mich auf das Duell zwischen den Bayern und Wolfsburg. Wenn beide Mannschaften ihr Potenzial voll ausschöpfen und die entsprechende Leistung bringen, dass es Tore geben wird. Man muss halt sagen, dass auf beiden Seiten die Offensive von den Namen und den Leistungen, die man schon in der Vergangenheit gesehen hat, herausragend in der Bundesliga ist. Letztendlich hängt es sicher ein wenig davon ab, wie die Bayern ihre Abwehr stabilisieren können. Das ist der Schwachpunkt im Spiel der Münchener. Da haben die Wolfsburger ja schon im vergangenen Aufeinandertreffen Profit draus gezogen.
Die erste Heimniederlage nach 20 Spielen tat den "Wölfen" sicherlich weh. Aber das beunruhigt mich nicht wirklich. Irgendwann geht jede Serie zu Ende. Irgendwann muss man auch mal verlieren. Jetzt kommt es einfach drauf an, dass die Mannschaft die Niederlage wegsteckt, in dem sie sich auf die positiven Erinnerungen besinnt. Und davon gab es ja genügend. Da mache ich mir keine Gedanken. Vielleicht ist es auch zum richtigen Moment eine Warnung gewesen. Die Mannschaft weiß, dass sie weiter hart arbeiten muss. Die Mannschaft und das Umfeld wurden jetzt wachgerüttelt und wissen, dass das kein Selbstläufer ist.
Für die Bayern war das der schlechteste Start in eine Saison seit 43 Jahren. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ein neuer Trainer gekommen ist. In der Summe bringt das fast immer einige Anfangsprobleme. Es dauert halt ein bisschen, bis die Spieler sich auf das neue System, den Trainer und seine Trainingsmethoden einstellen. Natürlich könnte man als Gegenbeispiel aktuell Felix Magath und den FC Schalke 04 nennen. Da ist es meiner Meinung aber so, dass in der Mannschaft nicht so viel verändert worden ist wie bei den Bayern. Auch das ist sicher ein Grund.
Auf der anderen Seite haben die Bayern die Schwachstellen, von denen ja schon im Vorfeld der Saison gesprochen wurde, nicht beseitigen können. Sprich Abwehr, Mittelfeld und Torwart. Wobei die Bayern ja auch nach eigenen Aussagen ganz offensichtlich kurz vor der Verpflichtung von Arjen Robben stehen.
Wenn das so stimmt, ist das natürlich ein spektakulärer Wechsel. Er hat sowohl auf der Insel als auch bei Real Madrid sein Können unter Beweis gestellt. Er verfügt über sehr viel internationale Erfahrung. Er würde den Bayern sicher weiterhelfen. Obwohl er meiner Meinung ja nicht der reine Spielmacher, der unmittelbar hinter den Spitzen das Spiel macht. Es bliebe also abzuwarten, welche Rolle er in München einnehmen würde.
Auch andere Vereine werden sich verstärken. Ich denke aber nicht, dass so viel passieren wird. Es wird sich wohl eher auf Mannschaften zutreffen, die vielleicht im internationalen Geschäft tätig sind. Wobei es nicht nur darum geht, ob man sich verstärken will, sondern auch darum, ob man es sich überhaupt leisten kann. Während die Bayern und auch andere Spitzenclubs nochmal nach einem Spieler Ausschau halten werden, können andere Clubs gar nicht mehr handeln. Es fehlt einfach am entsprechenden Geld. Ich bin mir sicher, dass jeder Trainer zum jetzigen Zeitpunkt noch die eine oder andere Lücke in seinem Kader gern füllen würde.
Ihr
Jörg Berger
Jörg Berger war über 35 Jahre im Trainergeschäft tätig. In der Bundesliga betreute er Fortuna Düsseldorf, Hannover 96, Eintracht Frankfurt, den 1. FC Köln, Schalke 04, den Karlsruher SC, Hansa Rostock und zuletzt Arminia Bielefeld. Insgesamt trainierte er 13 Vereine in der Bundesliga und 2. Bundesliga.
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Bundesliga - 4. Spieltag
Die mit den "Wölfen" tanzen
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| | Sebastian Schweinsteiger (l.) traf im Hinspiel der Vorsaison |
Als die Spieler und der Trainer des FC Bayern München sich vor wenigen Tagen für ein Fotoshooting eines Sponsoren in Lederhosen und mit Weißbier in der Hand ablichten ließen, waren Professionalität und gute Miene zum schlechten Spiel gefragt. Nach dem schwächsten Saisonstart seit 43 Jahren war niemandem beim Rekordmeister zum Anstoßen. Zwei Punkte aus drei Spielen und Platz 14 sind die magere Ausbeute des selbsternannten Titelfavoriten.
Doch auch in Wolfsburg herrscht Katerstimmung. Nach dem gelungenen Auftakt unter dem neuen Trainer Armin Veh mussten die Niedersachsen am vergangenen Wochenende gegen den HSV die erste Heimniederlage nach 20 Spielen hinnehmen.
Bilanz spricht deutliche Sprache
"Es sind erst drei Runden vorbei, und solche Spiele gibt es immer wieder", sagte Veh nach dem 2:4 gegen den HSV. "Wichtig ist, dass wir es als Mannschaft nächstes Mal besser machen. Denn so ist es nun mal im Fußball: Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen."
Aber ausgerechnet in München präsentierten sich die "Wölfe" bislang immer ohne Biss. Dies besagt auch die Statistikdatenbank auf bundesliga.de. Im Direktvergleich zwischen den Bayern und Wolfsburg haben die Münchener in 27 Pflichtspielen erst drei Mal gegen die Niedersachsen verloren (19 Siege, fünf Remis).
Daheim unbesiegt
Vor allem daheim waren die Bayern bislang unschlagbar gegen den VfL. Von 14 Partien in Bundesliga und DFB-Pokal ging keine einzige verloren: 13 Mal siegte der FCB, ein Mal teilte man sich die Punkte. Die Pokalbegegnungen mit einbezogen fielen die vergangenen neun Pflichtspiele in München allesamt zugunsten des Rekordmeisters aus.
So schlecht der FC Bayern auch in die Saison gestartet sein mag, die "Wölfe" sind offensichtlich der ideale "Aufbaugegner" für den Rekordmeister.
Zauberfußball im Rückspiel
Im Hinspiel der vergangenen Bundesliga-Saison siegten die Münchener mit 4:2. Dabei lagen sie nach Treffern von Grafite und Edin Dzeko in der 31. und 33. Minute schnell mit 0:2 im Rückstand. Doch noch vor der Pause markierte Franck Ribéry den Anschlusstreffer. In Halbzeit zwei waren Mark van Bommel, Tim Borowski und Bastian Schweinsteiger erfolgreich.
Während die "Wölfe" jene Partie sicher gern vergessen würden, bleibt das Rückspiel wohl allen VfL-Kickern ewig in Erinnerung. Mit 5:1 besiegte Wolfsburg den FC Bayern am 26. Spieltag vor eigenem Publikum.
Nicht nur war es die höchste Niederlage für die Bayern seit über sieben Jahren, sie wurden im direkten Duell zweier Titelkandidaten regelrecht vorgeführt. Paradebeispiel dafür war Grafites Tor zum 5:1, als er die Bayern-Abwehrspieler wie Slalomstangen umkurvte und schließlich mit der Hacke einnetzte.
Gomez weiß, wie man "Wölfe" abschießt
Während der VfL mit Grafite, Dzeko oder auch Neuzugang Obafemi Martins aus dem Vollen schöpfen kann, basteln die Bayern noch an ihrer Idealaufstellung. Martin Demichelis und van Bommel fehlen weiterhin. Luca Toni befindet sich noch im Aufbautraining. Noch steht auch nicht fest, ob Ribéry auflaufen kann.
Den Bayern ist klar, wie wichtig der Franzose für das Spiel des Rekordmeisters ist. Doch egal ob mit dem kleinen Ballzauberer oder nicht, im Fokus steht ein anderer: Mario Gomez. Der deutsche Nationalspieler weiß, wie man die "Wölfe" erlegt. Am 31. Spieltag der Vorsaison schoss er den VfL mit vier Toren im Trikot des VfB Stuttgart quasi im Alleingang ab. Für die Bayern traf er bislang erst ein Mal.
Wolfsburg teilt nicht gern
Vor allem gegen Ende eines Spiels fehlt es den Bayern seit längerer Zeit an Durchschlagskraft. Seit 13 Bundesliga-Spieltagen ist der Rekordmeister in den letzten 15 Spielminuten torlos. Letztmals traf Martin Demichelis beim 3:0-Auswärtssieg in Bochum in diesem Zeitraum (90.).
Zuletzt hätte auch der VfL ein späte Tore gebraucht. Zwar machten die Wolfsburger am 3. Spieltag gegen Hamburg einen 0:2-Rückstand noch wett, doch war es der HSV, der in der Schlussviertelstunde noch zwei Mal traf. Keines der vergangenen 19 Spiele der "Wölfe" endete unentschieden (16 Siege, drei Niederlagen).
In der laufenden Saison sind die Wolfsburger eine von nur zwei Mannschaften, die noch nicht die Punkte geteilt haben (Hertha BSC) - und das nach nur drei Spieltagen.
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Bundesliga-Datenbank
Traurige Trainerbilanz, "Gelbsucht" und Spätzünder
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| Giovane Elber (u.l.) sah im April 2000 die bislang einzige Rote Karte im Duell Bayern gegen Wolfsburg |
Der Vizemeister der vergangenen Saison empfängt am Samstag den amtierenden Meister - seit der Vorsaison ist dieser Vergleich ein echtes Spitzenspiel. Vor allem die 1:5-Schlappe in der Volkswagen- Arena wird der FC Bayern München als einen der schwärzesten Tage in jüngerer Vergangenheit in Erinnerung behalten haben.
Auch wenn die Tabellenplatzierung der Bayern nicht auf ein Spitzenspiel hindeutet, so ist diese Begegnung doch sicher wegweisend - vor allem für den neuen Coach des Rekordmeisters, Louis van Gaal und sein Pendant, Wolfsburgs neuen Trainer Armin Veh.
Vehs magere Bilanz
Für den waren die Spiele gegen die Bayern immer hopp oder top. Als Bundesliga-Trainer hat er gegen den FC Bayern noch nie die Punkte geteilt. Seine Bilanz liest sich aber alles andere als positiv: zwei Siege stehen sieben Niederlagen gegenüber. Vier Mal versuchte er es erfolglos als Coach von Hansa Rostock, in Spielen mit dem VfB Stuttgart holte er immerhin zwei Siege.
Der FC Bayern hat so seine Probleme gegen Teams aus dem Norden der Republik: Gegen Wolfsburg gab es in der Hinrunde der Saison 2008/09 zwar noch einen 4:2-Sieg nach 0:2-Rückstand, nach der Winterpause wurde der FC Bayern jedoch beim 1:5 in seine Einzelteile zerlegt. Ebenso mäßig sind die Bilanzen gegen Werder Bremen (seit vier Spielen kein Sieg), den Hamburger SV (fünf Partien sieglos) und Hannover 96 (Saison 2008/09 - 0:1, 5:1).
Seit 37 Spielen nicht mehr vorn
Schaut man auf einige Statistiken des 5:1-Coups der "Wölfe" über die Bayern, dann hätte das Ergebnis auch anders lauten können. 14:11 Schüsse standen am Ende genauso wie 63 Prozent Ballbesitz zugunsten des FCB.
Die "Wölfe" waren nach dem 5:1 gegen die Bayern am 26. Spieltag erstmals Tabellenführer in der Vorsaison und blieben es saisonübergreifend bis zum 2. Spieltag der neuen Saison.
Die Münchener hingegen waren seit Saisonende 2007/08 nicht mehr Spitzenreiter. Das sind mittlerweile 37 Spieltage. Und es bräuchte schon zwei Siege in Folge und jede Menger Ausrutscher der 13 besserplatzierten Konkurrenten, damit die Bayern nach dem 5. Spieltag ganz vorn stehen.
Kein Spiel ohne Karte
In den vergangenen zehn Begegnungen in der Bundesliga zwischen dem FC Bayern und Wolfsburg traf kein Spieler in den ersten 20 Minuten. Für das 1:0 kann eigentlich jeder Torjäger sorgen: In der Vorsaison schoss nur Hoffenheims Vedad Ibisevic öfter das erste Tor eines Spiels (acht Mal) als Luca Toni, Neuzugang Mario Gomez und Wolfsburgs Edin Dzeko (je sieben Mal).
Zudem wurde in den 24 Bundesliga-Duellen beider Mannschaften erst ein Spieler des Feldes verwiesen - Giovane Elber erhielt beim 1:1 in Wolfsburg im April 2000 die Rote Karte. Ohne Gelbe Karte kam diese Begegnung hingegen noch nie aus.
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Thomas Tuchel
"Bin ein Freund des mutigen Fußballs"
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| | Thomas Tuchel führte Mainz zum Sieg über den FC Bayern |
Der ebenso überraschende wie hochverdiente Sieg des 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Bayern München am 3. Spieltag ist noch immer in aller Munde. Vater dieses Erfolgs ist Thomas Tuchel.
Erst wenige Tage vor dem Start der Saison wurde er zum Cheftrainer der Mainzer ernannt. Während man in der Öffentlichkeit über den Neuen rätselte, wusste man beim FSV ganz offensichtlich, wen man dort an die Bundesliga-Seitenlinie stellt.
Mit herzerfrischendem Fußball und viel Energie präsentierten sich Mannschaft und Trainer - nicht nur gegen die Bayern. Aber genau über jene Partie spricht Tuchel im Interview mit bundesliga.de. Weiterhin nennt er die Unterschiede zu seinem früheren Leben als Nachwuchstrainer und erklärt, wie er sein Team gegen Mönchengladbach agieren lassen will.
bundesliga.de: Herr Tuchel, herzlichen Glückwunsch zum Sieg über die Bayern. Wie haben Sie die letzten Minuten vor und die Sekunden nach dem Schlusspfiff der Partie erlebt?
Thomas Tuchel: Sehr intensiv. Während des Spiels war die Anspannung natürlich groß. Die Bayern haben in der Schlussphase viel Druck entwickelt und wir haben von der Trainerbank aus versucht, die Mannschaft bei ihrem Kampf zu unterstützen. Nach dem Schlusspfiff hat sich die Anspannung dann entladen - bei der Mannschaft, bei den Fans und natürlich auch bei mir.
bundesliga.de: Was waren die Schlüssel zu diesem überraschenden Triumph?
Tuchel: In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft die Vorgaben ausgezeichnet umgesetzt. Wir haben die Bayern nicht ins Spiel kommen lassen, haben immer wieder schon die Verteidiger angelaufen und ihnen die Passwege verstellt. Die Mannschaft hat taktisch, spielerisch und läuferisch da ein überragendes Spiel gemacht. Nach der Pause hat die Mannschaft kämpferisch alles gegeben. Das war Wille pur.
bundesliga.de: So kurz vor Saisonstart einen Trainerwechsel zu vollziehen ist ungewöhnlich und riskant. Die Bilanz zum Saisonstart gibt den Mainzer Verantwortlichen aber Recht. Wie haben Sie die Mannschaft für dich gewinnen können?
Tuchel: Die Mannschaft hat mir den Einstand sehr leicht gemacht, dafür bin ich wirklich dankbar. Mein Ansatz war auch nicht, die Mannschaft für mich zu gewinnen. Wir hatten die Chance uns in einem zweitägigen Trainingslager direkt zu beschnuppern. Ansonsten bin ich sehr offen auf die Spieler zugegangen und habe versucht, ihnen meine Philosophie vom Fußball zu vermitteln. Für uns alle war diese Konstellation vor allem ein Arbeitsauftrag, fünf Tage nach meiner Vorstellung stand ja schon das erste Spiel gegen Bayer Leverkusen an.
bundesliga.de: Bis vor etwa einem Monat waren Sie ausschließlich im Nachwuchsbereich tätig. In der Bundesliga haben Sie es nun mit einigen Spielern zu tun, die zum Teil sogar ein wenig älter wie Sie sind. Haben Sie an der Art, wie Sie mit den Spielern kommunizieren, in der Bundesliga etwas geändert?
Tuchel: Nein. Der wesentliche Unterschied in der Trainingsarbeit besteht für mich darin, dass die Mannschaft grundsätzlich immer verfügbar ist und ich bei den Spielern nicht auf Klassenarbeiten Rücksicht nehmen muss. Ansonsten spüre ich, dass auch bei den Profis ein großes Verlangen nach Kommunikation besteht, insbesondere dann, wenn taktische Abläufe erklärt werden. Und auch Profis wollen klare Ansagen haben.
bundesliga.de: Nächster Gegner der Mainzer ist Mönchengladbach. Die Borussia ließ bereits sieben Gegentore zu. Liegt darin die Chance für Mainz. Wird Angriff die beste Verteidigung sein?
Tuchel: Das gilt für uns in praktisch jedem Spiel. Ich bin ein Freund des mutigen Fußballs, wir wollen so oft es geht offensiv verteidigen und schnell in die Spitze spielen. Ein ängstliches defensives Verhalten wird bei der großen individuellen Qualität aller Bundesligisten mit hoher Wahrscheinlichkeit bestraft.
Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Thomas Tuchel.
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FC Bayern München
"Ich erwarte drei Punkte - egal wie"
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| | Manfred Straßer (r.) im Gespräch mit Uli Hoeneß |
Ein zweistelliger Sieg mit vielen Stürmertoren und ohne Gegentreffer: Der FC Bayern konnte es in dieser Saison auch schon mal richtig krachen lassen. Der Gegner beim 11:0-Scheibenschießen am 11. Juli 2009 war allerdings nur eine Auswahl des FC Bayern-Fanclubs "De rodn Waginga" und des Kreisligisten TSV Waging.
Der Waginger Fanclub hatte den Zuschlag für das zum "Traumspiel" erklärte Kräftemessen mit dem deutschen Rekordmeister bekommen und 15.000 Zuschauer ins Stadion nach Waging gelockt. Manfred Straßer, Vorsitzender von "De rodn Waginga", schenkte Bayern-Cheftrainer Louis van Gaal seinerzeit zum Dank eine Lederhose.
Sechs Wochen später gehört Straßer zu den Zigtausenden Bayern-Fans, die sich um ihren Club sorgen. Die sich die Köpfe heiß diskutieren, warum der FC Bayern ohne viel Gegenwehr in Mainz verloren hat und mit nur zwei von neun möglichen Punkten gestartet ist. bundesliga.de hat Manfred Straßer nach Erklärungen gefragt.
bundesliga.de: Herr Straßer, was ist los mit dem FC Bayern?
Manfred Straßer: Es ist als Zaungast schwer einzuschätzen, warum es definitiv nicht so läuft wie gewünscht. Man stellt sich die Frage, ob den Spielern die Qualität fehlt oder ob das System des neuen Trainers noch nicht greift. Hier trägt natürlich Louis van Gaal die Verantwortung.
bundesliga.de: Sie sind kein normaler Zaungast, Sie haben schließlich mit Ihrem Fanclub gegen die Bayern gespielt. Welchen Eindruck hatten Sie damals von der Mannschaft?
Straßer: Obwohl das ja kein ernsthafter Test war, ist mir sehr aufgefallen, wie konzentriert die Spieler zur Sache gegangen sind. Es ging ja auch der Kampf um die Plätze in der Mannschaft los. Van Gaal hat vielen jungen Spielern die Chance gegeben, das ist sehr positiv zu sehen. Man merkte gleich, wie die Hierarchie in der Mannschaft aussieht. Mark van Bommel war ganz klar der Leader, dann kam Philipp Lahm. Danach keiner mehr. So ein Typ wie van Bommel hat in Mainz gefehlt; einer, der korrigieren kann, wenn es mal nicht so läuft.
bundesliga.de: Haben Sie so eine sorgenvolle Stimmung um den FC Bayern schon mal erlebt?
Straßer: Ja, aber nur ganz, ganz selten. Und dann auch nicht gleich zu Beginn einer Saison. Wir Bayern-Fans sind ja sehr erfolgsorientiert und -verwöhnt. Es ist schwierig für van Gaal, so viele neue Gesichter schnell zu integrieren und ein neues System umzusetzen. Außerdem sind die länger verletzt gewesenen Spieler nicht in Form. Ein bissel Angst macht uns schon, dass wir noch keine Entwicklung sehen.
bundesliga.de: Und jetzt kommt ausgerechnet der Deutsche Meister. Was erwarten Sie von dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg?
Straßer: Meine Erwartung sind drei Punkte - egal wie. Ein Sieg wäre wichtig, damit wieder Ruhe einkehrt, auch im Fanlager. Schön spielen und gewinnen: Diese Erwartung hat im Moment keiner. Die Spieler sollten Respekt, also die richtige Wertschätzung den Wolfsburgern gegenüber zeigen. Die sind verdient Deutscher Meister geworden und man sieht in dieser Saison, dass das keine Eintagsfliege war. In Mainz hatte man nicht den Eindruck, dass die Bayern-Spieler den Mainzern mit dem gebotenen Respekt begegnet sind.
bundesliga.de: Angenommen, Sie sind für einen Tag Uli Hoeneß. Was würden Sie tun?
Straßer: Ich würde wieder ganz nah an die Mannschaft rücken. Denn Uli Hoeneß hat ein ganz feines Gespür, was in der Mannschaft los ist. Dann würde ich mir in Ruhe Gedanken machen, ob diese Mannschaft den hohen Ansprüchen gerecht werden kann. Ein paar Tage bleiben ja noch, um eventuell noch mal auf dem Spielermarkt tätig zu werden.
bundesliga.de: Und wenn Sie für einen Tag Louis van Gaal wären?
Straßer: Dann würde ich mir Videos vom FC Bayern der letzten zwei Jahre ansehen. Um zu sehen, welcher Spieler auf welcher Position gut und weniger gut zurecht gekommen ist. Und ich würde länger mit Co-Trainer Hermann Gerland sprechen und seine Ratschläge holen, denn er kennt die Mannschaft am besten.
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Sami Allagui
"Ich sehe mich nicht als Platzhirsch"
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| | Sami Allagui hofft auf eine weitere starke Saison in Fürth |
Auch wenn bei den SpVgg Greuther Fürth mit kleineren Brötchen gebacken wird, so zählen die Franken jedes Jahr zu den stärksten Teams der 2. Bundesliga. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge untermauerten sie ihre Ansprüche auf einen Platz im vorderen Tabellenbereich.
Aushängeschild der Fürther ist und bleibt die Offensive, allen voran Sami Allagui. Mit drei Treffern an den vergangenen beiden Spieltagen hat er schon früh in dieser Saison seine Stellung als einer der gefährlichsten Angreifer der 2. Bundesliga unterstrichen.
Die Erfolgslorbeeren will er sich aber keineswegs allein auf den Kopf setzen. Im Gespräch mit bundesliga.de betont er die Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft. Er spricht über die Ziele der SpVgg und das schwere Spiel gegen Aufstiegskandidat Bielefeld.
bundesliga.de: Herr Allagui, herzlichen Glückwunsch zum starken Auftritt in Cottbus. Was waren die Schlüssel zum Sieg?
Sami Allagui: Wir waren von Anfang an sehr präsent, haben den Gegner unter Druck gesetzt. Dabei haben wir nicht viele Fehler gemacht und so ein Übergewicht und zahlreiche Torchancen erarbeitet. Der frühe Rückstand hat uns nicht aus dem Rhythmus gebracht.
bundesliga.de: Sie selbst waren zwei Mal erfolgreich. Glauben Sie, dass Sie im Vergleich zur vergangenen Saison sogar noch eine Schippe drauflegen können?
Allagui: Ich bin nach den Spielen mit der tunesischen Nationalmannschaft später in die Vorbereitung eingestiegen. Inzwischen habe ich aufgeholt und fühle mich topfit. Natürlich möchte ich immer Tore machen, aber wichtig ist der Erfolg der Mannschaft. Also wenn ich eins auflegen kann, ist das auch gut.
bundesliga.de: Wie eigentlich jeden Sommer musste Greuther Fürth viele Leistungsträger ziehen lassen. Wie schaffen es Trainer und Vereinsführung, immer wieder neue Talente nach Fürth zu holen?
Allagui: Benno Möhlmann ist sicher einer der erfahrensten Trainer in der 2. Bundesliga. Präsident Helmut Hack führt den Verein seit 13 Jahren. Bei der SpVgg hat man ein gutes Auge und ein sehr gutes Händchen für junge Spieler mit Potenzial. In Fürth ist man fleißig und manchmal vielleicht auch schneller als andere. Junge Spieler wissen, dass sie hier die Möglichkeit bekommen, sich zu entwickeln und entscheiden sich deshalb auch für Fürth.
bundesliga.de: Zu den Abgängen gehörten auch drei Angreifer. Nun sollen Sie sozusagen als Lehrmeister für Dani Schahin, Christopher Nöthe oder auch Marco Sailer dienen. Wie kommen Sie mit dieser Führungsrolle zurecht?
Allagui: Ich sehe mich nicht als Platzhirsch, sondern als einer von vier Stürmern, der eben schon ein paar Spiele und Tore mehr gemacht hat. Das Zusammenspiel klappt gut und wir helfen uns gegenseitig.
bundesliga.de: Wird die Spielvereinigung auch in der Saison 2009/10 eine Rolle im Aufstiegsrennen spielen?
Allagui: Ich glaube, dass wir noch ein paar Spiele abwarten müssen, um zu sehen wo wir stehen. Ein einstelliger Tabellenplatz ist auf jeden Fall das Ziel, ob es für ganz oben reicht, werden wir im Laufe der Rückrunde sehen. Wenn in unserem Spiel alles klappt, dann sind wir nur schwer zu schlagen.
bundesliga.de: Nach dem beeindruckenden Sieg in Cottbus folgt der nächste Härtetest gegen einen Bundesliga-Absteiger. Bielefeld ist am 4. Spieltag zu Gast. Was zeichnet die Arminia Ihrer Meinung nach aus?
Allagui: Arminia hat viele erfahrene Leute in der Mannschaft, auch einige noch aus der letzten Bundesliga-Saison. Aus meiner Sicht sind sie ein Aufstiegskandidat. Hätten Sie einen besseren Start hingelegt, dann würden sie jetzt beim Spiel in Fürth mit weniger Druck antreten.
Lesen Sie hier das komplette bundesliga.de-Interview mit Sami Allagui.
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OBM
Virtuelle Bayern chancenlos gegen Wolfsburg
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| | Beim letzten Aufeinandertreffen war der VfL in Feierlaune |
Deutscher Rekordmeister empfängt den aktuellen Deutschen Meister: Der Höhepunkt des 4. Spieltags steigt am frühen Samstagabend in der Münchner Allianz Arena.
In der Bundesliga trennen den VfL Wolfsburg und den FC Bayern vier Punkte und zehn Plätze - und auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) hat der VfL deutlich die Nase vor dem FCB.
Benaglio vor Butt und Rensing
Die Torhüterdiskussion beim FC Bayern spiegelt sich beim OBM nur allzu deutlich wieder. Denn nicht Michael Rensing sondern sein interner Konkurrent Jörg Butt kommt auf die besseren Werte. Während Butt am 3. OBM-Spieltag in 2249 virtuellen Spielen 330 Mal zu Null spielte (Quote 0,15), stand bei Rensing in 1172 Spielen nur 135 Mal die Null (Quote 0,12).
Beide Bayern-Keeper haben gegenüber Diego Benaglio, der Nummer 1 des VfL Wolfsburg klar das Nachsehen. Benaglio spielte in 2209 Einsätzen 447 Mal zu Null. Bedeutet eine Quote von 0,2, also exakt jedes fünfte Spiel hielt der Schweizer seinen Kasten sauber.
Zweikampfstarke VfL-Abwehr
Vor dem besseren Wolfsburger OBM-Keeper steht auch die bessere Wolfsburger OBM-Abwehr. Andrea Barzagli, Cristian Zaccardo und Marcel Schäfer haben prozentual gesehen mehr Duelle gewonnen als die drei besten Bayern-Defensivspezialisten Philipp Lahm, Daniel van Buyten und Andreas Görlitz.
Beste Abwehrspieler:
1. Andrea Barzagli (VfL Wolfsburg); 0,65 % gewonnene Duelle
2. Cristian Zaccardo (VfL); 0,62 %
3. Marcel Schäfer (VfL); 0,62 %
4. Philipp Lahm (FC Bayern); 0,61 %
5. Daniel van Buyten (FCB); 0,61 %
6. Andreas Görlitz (FCB); 0,56 %
In der realen Bundesliga sucht der FC Bayern noch nach der passenden Nummer 10, der VfL Wolfsburg hat die Idealbesetzung der "10" in Zvjezdan Misimovic, längst gefunden. So wundert es kaum, dass der VfL in der OBM-Rubrik "Spieler mit den meisten Torvorlagen" erneut den Ton angibt. Misimovic, Edin Dzeko und Grafite bereiten alle besser vor als die Bayern Mario Gomez, Ivica Olic und Miro Klose.
Spieler mit den meisten Torvorlagen:
1. Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg); 0,16 Torvorlagen pro Spiel
2. Edin Dzeko (VfL); 0,16
3. Grafite (VfL); 0,15
4. Mario Gomez (FC Bayern); 0,14
5. Ivica Olic (FCB); 0,13
6. Miroslav Klose (FCB); 0,12
Bei den OBM-Torjägern kommt niemand an Grafite und Dzeko vorbei, selbst Mario Gomez nicht. Immerhin ist die Torquote von Gomez besser als die des drittbesten VfL-Schützen Misimovic. Olic und Klose belegen in dem Wolfsburg-Bayern-Vergleich die Plätze fünf und sechs.
Spieler mit den meisten Toren:
1. Grafite (VfL); 0,48 Tore pro Spiel
2. Dzeko (VfL); 0,47
3. Gomez (FCB); 0,44
4. Misimovic (VfL); 0,38
5. Klose (FCB); 0,38
6. Olic (FCB); 0,37
Fazit: fast schon deprimierend der OBM-Rückstand der besten Bayern auf die besten Wolfsburger. Lediglich auf dem Transfermarkt sind die Bayern noch spitze. Franck Ribery ist mit einem Preis von 9,6 Millionen Euro der wertvollste Spieler vor Teamkollege Luca Toni (8,3) und Grafite (7,9).
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| Termine |
Der 4. Spieltag im Live-Ticker von bundesliga.de
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Impressum
Herausgeber: DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Guiollettstraße 44-46, 60325 Frankfurt/Main, Tel: 069-65005-0, Fax: 069-65005-555 HRB 52086 Frankfurt/Main, Umsatzsteuer-IdNr.: DE 215 956 338
Verantwortlich: Tom Bender, DFL
Redaktion: Markus Schmidt (Leitung), Alex Jacob, Dirk Jaschok, Christian Pfennig, Ulrike Siebert (alle DFL), Sebastian Stolz, Michael Reis, Stefan Kusche, bundesliga.de
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