Ausgabe 1 - 02.07.2009
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Editorial: C. Seifert

Liebe Leserinnen und Leser,

Vorhang auf für die neue Saison 2009/2010, die am 7. August 2009 um 20.30 Uhr mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem VfB Stuttgart beginnt. Ein absolut würdiger Auftakt.



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Bundesliga
Die neue Spielzeit hat "ihr Gesicht". 36 Tage vor Saisonstart präsentierte die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH in Person von DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb Holger Hieronymus und Christian Seifert, dem Vorsitzenden der DFL-Geschäftsführung, am Donnerstag den Spielplan für 2009/10. Wie üblich eröffnet der amtierende Deutsche Meister die Saison. Zum Auftakt empfängt Wolfsburg den Meister von 2006/07, den VfB Stuttgart. Schon beim ersten Anpfiff sind somit jede Menge Spannung und interessante Geschichten geboten.

Videos
7. Spieltag: Stuttgart stoppt die Bremer Torfabrik
Nur 45 Stunden nach dem mühsamen Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Pokals siegte der überzeugende VfB Stuttgart mit 4:1 gegen Werder Bremen. Die Hanseaten mussten nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer den Platz verlassen. Auch ohne ein Tor von Superstürmer Mario Gomez hatten die Schwaben derweil viel zu feiern. Erleben Sie alle 34 Spieltage der Saison 2008/09 noch einmal in der Mediathek von bundesliga.de.
13. Spieltag: "Kleine Fische" weiter im "Haifischbecken"
Die vermeindlich "kleine" Konkurrenz schwammen weiter im Becken der "Großen": In drei spannenden Spielen setzten sich Leverkusen gegen Schalke, Hoffenheim gegen Wolfsburg und Hertha gegen Hamburg durch. Erleben Sie alle 34 Spieltage der Saison 2008/09 noch einmal in der Mediathek von bundesliga.de.

Die Highlights aller Bundesliga-Spiele finden Sie bei onSport, dem Sportbereich von T-Online.

Transfers
Die Bundesliga rüstet auf
Die Bundesliga rüstet auf

Mit dem Abpfiff am letzten Spieltag einer jeden Saison beginnt für alle Clubs schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison. Denn am 1. Juli startet die Wechselperiode I. Bis zum 31. August, 24 Uhr, dürfen die Clubs ihre Kader personell verstärken. Was ist bisher passiert? Wer kommt? Wer geht? bundesliga.de präsentiert alle Zu- und Abgänge im Überblick.


Spielplan
Wie entsteht der Spielplan?
Wie entsteht der Spielplan?

Bevor die Saison 2009/10 angestoßen wird, muss erst einmal der Spielplan festgelegt werden. Die Planung eben dieses Plans ist ein hoch komplexer Prozess. Jedes Jahr aufs Neue wird dieser durch bestimmte Faktoren zusätzlich erschwert. Dazu gehören verschiedene Faktoren. Wie genau der Spielplan der Bundesliga und der 2. Bundesliga entsteht, erfahren Sie hier.


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Liebe Leserinnen und Leser,

Vorhang auf für die neue Saison 2009/2010, die am 7. August 2009 um 20.30 Uhr mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem VfB Stuttgart beginnt. Ein absolut würdiger Auftakt zwischen dem Deutschen Meister und einem Club, der sich in der zweiten Saisonhälfte dank einens furiosen Endspurts noch die Teilnahme an der Champions League Qualifikation gesichert hat. Ich hoffe, dass dieses Spiel der Beginn einer begeisternden Saison wird.

Der Lizenzfußball in Deutschland ist hoch attraktiv, was sich mit zahlreichen Fakten belegen lässt. 17,5 Millionen Fans besuchten in der Saison 2008/2009 die Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga - so viele wie noch nie zuvor. Mit knapp 42.000 Zuschauern pro Spiel liegt die Bundesliga im Vergleich mit den anderen europäischen Topligen weit vor der englischen Premier League mit 35.454 Zuschauern oder der spanischen Primera Division mit 27.973 Zuschauern. Dass ein Stadionbesuch auch für Familien attraktiv ist, lässt sich nicht nur auf die hohen Standards in den Bereichen Komfort und Sicherheit zurückführen, sondern auch auf den europaweit niedrigsten Ticketpreis von durchschnittlich 20,79 Euro.

Dabei ist der Stadionbesuch in Deutschland von großer Nachhaltigkeit geprägt: 55 Prozent der abgesetzten Tickets waren Dauerkarten. Außerdem belegt die durchschnittliche Stadionauslastung von rund 90 Prozent, dass viele Fans gerne teilhaben wollen an der einzigartigen Stimmung, die unseren Wettbewerb prägt. Kein Wunder, dass die Clubs weiter in ihre Infrastruktur investieren, wie unter anderem die Stadionausbauten in Bremen, Stuttgart und Leverkusenoder die neuen Stadien der Zweitligisten Aachen und Augsburg belegen.

Ob Meisterschaft, Abstieg, Aufstieg, Kampf um die Teilnahme an den europäischen Clubwettbewerben - in den vergangenen Jahren waren fast alle Entscheidungen in der Bundesliga und 2. Bundesliga hart umkämpft. Und abwechslungsreich ist der Profifußball allemal. Mit dem VfL Wolfsburg, dem FC Bayern München und VfB Stuttgart sind in den vergangenen drei Jahren drei verschiedene Clubs Deutscher Meister geworden. Ich bin überzeugt, dass wir auf Basis des neuen Spielplans erneut eine spannungsreiche Saison erleben werden. Die ein oder andere Überraschung wird sicher wieder dabei sein.

Eine informative Lektüre des Newsletters

wünscht Ihnen

Christian Seifert

Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung

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Bundesliga
Duell der Jahresbesten zum Saisonauftakt

Holger Hieronymus und Christian Seifert präsentieren den Spielplan
Die neue Spielzeit hat "ihr Gesicht". 36 Tage vor dem Start der neuen Saison präsentierte die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH in Person von DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb Holger Hieronymus und Christian Seifert, dem Vorsitzenden der DFL-Geschäftsführung, am Donnerstag den Spielplan für 2009/10.

Wie üblich eröffnet der amtierende Deutsche Meister die Saison. Und zum Auftakt empfängt der VfL Wolfsburg den Deutschen Meister der Spielzeit 2006/07, den VfB Stuttgart. Somit bietet die neue Saison schon beim ersten Anpfiff jede Menge Spannung, spielerische Klasse und interessante Geschichten.

Vehs Duell mit der Vergangenheit

Schließlich wird es das erste Bundesliga-Spiel von Felix-Magath-Nachfolger Armin Veh an der Seitenlinie der "Wölfe" sein. Gegner ist ausgerechnet der Club, den Veh vor zwei Jahren überraschend zum Titel geführt hatte. Auch damals beerbte er Magath.

"Für mich ist das ein besonderes Spiel. Ich bin schließlich 2007 mit dem VfB Meister geworden", erklärte Veh nach Bekanntgabe des Spielplans. "Viele Spieler von damals sind noch dabei. Ein sehr brisantes Spiel. Ich bin fest davon überzeugt, dass der VfB wieder oben dabei sein wird."

Die besten Teams 2009 unter sich

Und es gibt noch mehr Verbindungen in diesem Spitzenspiel. Schließlich befand sich Veh vor seiner Vertragsunterschrift in Wolfsburg nur auf dem Trainermarkt, weil die "Wölfe" höchst persönlich ihn dorthin befödert hatten. Nach einem 1:4 (nach 1:0-Halbzeitführung) in der niedersächsischen Metropole am 14. Spieltag der vergangenen Saison musste Veh seinen Hut beim VfB nehmen.

Sein Nachfolger in Stuttgart - Markus Babbel - führte die Schwaben anschließend wieder in die oberen Tabellenregionen. Unter ihm beendete der VfB die Saison als Dritter und als zweitbeste Mannschaft im Jahr 2009 (39 Punkte). Stärker präsentierte sich in der vergangenen Rückrunde nur Wolfsburg (43 Punkte). Die weiteren Partien des 1. Spieltags 2009/10 finden Sie hier.

Werder und "Wölfe" zu Gast in München

Nur eine Woche nach dem Auftakt-Kracher folgt das Duell zwischen dem FC Bayern München und Werder Bremen (14.-16.8.). Beide Clubs wollen in dieser Saison wieder hoch hinaus und Werder würde nur zu gern den Erfolg in München aus der Vorsaison wiederholen, als man 5:2 gewann.

Am 4. Spieltag (28.-30.8.) kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen Rekordmeister und amtierendem Meister: Und wieder erinnern sich die Gäste gern ans vergangene Gastspiel. Am 6. Spieltag freut sich Magath auf ein Wiedersehen mit seinen "Wölfen". Schalke empfängt den VfL (18.-20.9.).

Eine Woche später steigt das große Revierderby zwischen Dortmund und Schalke (25.-27.9.) und am 10. Spieltag gibt es endlich das erste direkte Duell zweier Aufsteiger. Zweitliga-Meister SC Freiburg ist zu Gast beim 1. FSV Mainz 05 (23.-25.10.).

Spannende Duelle unterm Weihnachtsbaum

Am darauf folgenden Spieltag (30.10.-1.11.) kehrt Mario Gomez an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit dem FC Bayern reist er nach Stuttgart. Am 12. Spieltag begrüßen die Bayern Ex-Trainer Magath und den FC Schalke 04 in München (6.-8.11.). Der 13. Spieltag steht ganz im Zeichen des Aufeinandertreffens von Dortmund und Mainz. Jürgen Klopp trifft als BVB-Coach erstmals auf seinen langjährigen Arbeitgeber (20.-22.11.).

Zum Abschluss der Hinrunde legt der Weihnachtsmann den Fußballfans schließlich noch ein ganz großes Paket unter den Baum. Am 17. Spieltag (18.-20.12.) kommt es unter anderem zu den Duellen Bayern gegen Hertha BSC, Stuttgart trifft im badischen Derby auf Hoffenheim und es kommt zur 91. Bundesliga-Auflage des Nordderbys Hamburg gegen Bremen.

Der Spielplan für die Saison 2009/2010 in der Bundesliga

Der Spielplan für die Saison 2009/2010 in der 2. Bundesliga

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Bundesliga-Datenbank
Derby-Historie und Derby-Hysterie
Am Mittwoch, den 1. Juli 2009 hat sie offiziell begonnen, die 47. Saison der Bundesliga. Mit der Bekanntgabe des neuen Spielplans am darauf folgenden Tag beginnt für die Mannschaften, Trainer, Medien und natürlich für die Fans die "handfeste" Planung der kommenden Wochen und Monate.

Welche Heimspiele klingen besonders verheißungsvoll? Zu welchen Auswärtsspielen wird gereist? Und wann steigen die großen Derbys? Diese Fragen sind endlich beantwortet. bundesliga.de liefert mit den Zahlen, Fakten und Kuriositäten einiger der großen Rivalitäten der Bundesliga-Geschichte einen Vorgeschmack auf die Spielzeit 2009/10.

Hamburger SV - Werder Bremen

Kein Bundesliga-Spiel gab es so häufig wie das Duell Hamburg gegen Bremen (90 Mal) - was somit auch mit Abstand das Derby ist, das am häufigsten stattfand. Neben zwei Duellen in der Liga gab es vergangene Saison noch zwei Spiele im UEFA-Cup und ein Aufeinandertreffen im DFB-Pokal.

Insgesamt fand das Nordderby im Frühjahr 2009 vier Mal innerhalb von nur 19 Tagen statt. Die Bremer gewannen drei der Duelle, schickten den HSV damit im Pokal und UEFA-Pokal nach Hause und begruben anschließend noch die letzten Titelträume des Nachbarn.

Am 32. Spieltag 2007/08 gewann Bremen einmal mehr in Hamburg (1:0) und holte wichtige Punkte im direkten Duell im Kampf um die Champions-League-Plätze. Den HSV-Fans blieb vor allem die Sprungeinlage von Tim Wiese in Erinnerung, der Ivica Olic traf, aber nur Gelb sah. Dennoch mussten zwei Bremer vom Feld: Frank Baumann sah Gelb-Rot, Jurica Vranjes den roten Karton.

Ditmar Jacobs war der Pechvogel des Derbys am 9. September 1989. Nach einer klärenden Aktion rutschte Jacobs ins Tornetz und blieb mit dem Rücken an einem Karabinerhaken hängen. Als Folge dieser Verletzung musste der HSV-Abwehrrecke seine Karriere beenden.

Hätten Sie s gewusst?: Thomas Schaaf feierte sein zehnjähriges Jubiläum als Bremen-Coach am 31. Spieltag der vergangenen Saison mit einem 2:0 gegen den HSV.

FC Bayern München - 1. FC Nürnberg

50 Mal gab es das bayerische Derby bislang in der Bundesliga. Und nachdem die Franken dank der Relegation zurück im Oberhaus sind, kommen mindestens zwei weitere Duelle dazu. Die Bilanz spricht zwar klar für die Münchner: 30 Siege, 9 Unentschieden, 11 Niederlagen. Doch in der jüngeren Vergangenheit hatte der Rekordmeister häufig Probleme mit dem "Club" - nur eines der vergangenen vier Duelle entschied der FCB für sich.

Keine Mannschaft schenkte den Bayern jemals mehr Tore ein als der 1. FCN am 2. Dezember 1967, als dieses Derby ein echtes Spitzenspiel war. Tabellenführer Nürnberg empfing den Tabellen-Zweiten aus München im Frankenstadion und siegte nach fünf Treffern von Franz Brungs mit 7:3.

Doch Siege fanden in diesem Derby nicht immer nur Sieger. Nach einem 2:0 gegen die Bayern wurde Willi Entenmann als "Club"-Trainer am 15. Spieltag 1993/94 entlassen. Nach anhaltender Erfolglosigkeit musste er gehen, sollte später aber noch eine zweite Chance in Nürnberg bekommen.

Apropos zweite Chance: Am 23. April 1994 gab es in diesem Derby eine der kuriosesten Schiedsrichterentscheidungen der Liga-Geschichte. In der 26. Minute brachte Thomas Helmer aus einer undurchsichtigen Situation den Ball Richtung "Club"-Tor; der Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei, doch der Unparteiische Hans-Joachim Osmers zeigte zum Mittelkreis und die Partie endete 2:1 für die Bayern. Daraufhin setzte der DFB das Spiel neu an und die Bayern gewannen mit 5:0. Kurz darauf stieg Nürnberg ab.

Hätten Sie s gewusst?: Das letzte Tor im Münchener Olympiastadion schoss Nürnbergs Samuel Slowak am 14. Mai 2005. Die Bayern siegten dennoch 6:3.

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln

In der Bundesliga endete keines der vergangenen 14 rheinischen Derbys unentschieden (neun Gladbacher Siege, fünf für Köln). Die Borussia gewann in der Bundesliga nirgends so häufig wie beim FC (20 Mal).

Zwischen November 1966 und April 1970 hatten die Domstädter keine Chance gegen die "Fohlen": In den acht Derbys, die in diesem Zeitraum stattfanden, konnte der FC keinen einzigen Punkt holen. Alle Siege konnte Hennes Weisweiler von der Gladbacher Bank aus genießen.

Unvergessen bleibt auch das DFB-Pokalfinale 1972/73, als es beim Stande von 1:1 in die Verlängerung ging. Als der legendäre Trainer Hennes Weisweiler keine Veranlassung sah, Günter Netzer ins Spiel zu bringen, wechselte sich dieser quasi selbst ein und erzielte nur wenig später das 2:1-Siegtor für Gladbach. Es war Netzers Abschied von der Borussia. In der nächsten Saison spielte er für Real Madrid.

Hätten Sie s gewusst?: 1974/75 gewann Gladbach den UEFA-Cup gegen Twente Enschede (0:0; 5:1). Grund zu feiern gab s aber schon im Halbfinale. Da wurde Köln ausgeschaltet (3:1; 1:0).

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund

Von den letzten 21 Bundesliga-Duellen gegen die "Knappen" gewann der BVB nur zwei (acht Schalker Siege, elf Unentschieden). Die letzte Pleite gegen die Borussen war für Schalke allerdings höchst schmerzhaft: Am vorletzten Spieltag der Saison 2006/07 verloren die Gelsenkirchener mit 0:2 in Dortmund und verspielten damit praktisch die Meisterschaft.

Auch in der vergangenen Saison gab es ein hitziges Derby: Schalke führte bis zur 67. Minute mit 3:0 beim BVB, doch dann schlugen die Schwarz-Gelben zurück und kamen noch zum 3:3-Ausgleich gegen die durch zwei Platzverweise dezimierten "Königsblauen".

Der 19. Dezember 1997 ging nicht nur in die Revierderby- sondern in die Bundesliga-Geschichte ein. In der letzten Minute traf S04-Keeper Jens Lehmann (der später auch noch für Dortmund spielen sollte) per Kopf zum 2:2-Ausgleich im Westfalenstadion. Es war der erste Treffer eines Torhüters aus dem Spiel heraus in der Bundesliga.

Friedel Rausch wird indes den 6. September 1969 im Stadion Rote Erde in Dortmund nie vergessen: Nach der Schalker 1:0-Führung waren königsblaue Fans in Euphorie auf den Platz gerannt. Die Ornder ließen die Hunde los und Schäferhundrüde "Rex" biss zwei Mal herzhaft in Rauschs Allerwertesten. Nach einer Tetanusspritze spielte er weiter. Im Rückspiel ließ Schalke-Präsident Günter Siebert zahme Löwen aus dem Löwenpark Westerholt auf dem Platz laufen.

Hätten Sie s gewusst?: Am 6. Spieltag der Saison 1964/65 führte Borussia Dortmund zur Halbzeit mit 6:0 in Gelsenkirchen - bis heute die höchste Halbzeitführung eines Gästeteams in der Bundesliga-Geschichte.

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Holger Hieronymus
"Fingerspitzengefühl und Erfahrung"

Holger Hieronymus spricht über die Erstellung des Spielplans
Der neue Spielplan für die Saison 2009/2010 verspricht spannende Duelle vom 1. Spieltag an. Im Interview mit bundesliga.de erklärt Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, welche Rahmenbedingungen das Prozedere erschweren und warum nicht bereits mit Abpfiff der Saison mit der Planung begonnen werden kann.

bundesliga.de: Herr Hieronymus, in den vergangenen Jahren gab es spannende Titelkämpfe und dramatische Abstiegskrimis. Wie schafft man es, für Spannung bis zum Schluss zu sorgen?

Holger Hieronymus: Zum einen hat die Wiedereinführung der Relegation die Attraktivität der Bundesliga und 2. Bundesliga eindeutig weiter erhöht und für zusätzliche Spannung gesorgt. Zum anderen braucht es natürlich beim Zusammenstellen einer Saisonplanung viel Fingerspitzengefühl, aber auch Erfahrung. Außerdem muss man ab und zu auch ein wenig Glück haben, damit aus 306 Einzelergebnissen pro Liga der Gesamteindruck einer spannenden Saison entsteht.

bundesliga.de: Wann konkret hat die DFL mit der Konzeption des neuen Spielplans begonnen?

Hieronymus: Natürlich würden wir damit am liebsten direkt nach Abpfiff der Saison loslegen, leider ist dies jedoch nicht möglich. Denn zu diesem Zeitpunkt stehen die Ergebnisse der Relegation und damit noch gar nicht alle Aufsteiger fest. Ganz wichtig ist auch der 15. Juni als Stichtag, den wir abwarten müssen. An diesem Tag wird entschieden, ob die letzten Voraussetzungen für die Lizenzierung erfüllt sind. Erst danach können wir mit den intensiven Planungen beginnen.

bundesliga.de: Inwiefern hängt der Spielplan der Bundesliga mit den Planungen von Weltverband FIFA und Kontinentalverband UEFA zusammen?

Hieronymus: Grundsätzlich ist es so, dass die FIFA sich mit ihren Terminen zuerst in unseren nationalen Kalender einträgt, es werden also Zeitfenster für die Länderspiele geblockt. Im nächsten Schritt macht die UEFA Ähnliches für den Bereich der Champions League und der neuen Europa League.

bundesliga.de: Stichwort FIFA: Welchen Einfluss hatte die anstehende WM 2010?

Hieronymus: Die Winterpause ist statt bislang maximal sechseinhalb Wochen nur noch vier Wochen lang, wodurch sich während der gesamten Saison Wochenspieltage erübrigen. Außerdem endet die Bundesliga-Saison 2009/2010 bereits am Wochenende vom 8. bis zum 9. Mai 2010 um dadurch die FIFA-Schutzsperre einzuhalten, die für all jene Spieler gilt, die 2010 nach Südafrika fahren. Das Finale des DFB-Pokals findet bereits am 15. Mai statt, die Relegationsspiele werden am Donnerstag, den 13. Mai und am Sonntag, den 16. Mai 2010 ausgetragen.

bundesliga.de: Welche Neuerungen bringt der Spielplan für die Saison 2009/2010 für die einzelnen Wochenspieltage und Anstoßzeiten?

Hieronymus: Besonders wichtig erscheint mir zunächst die Frage: Was bleibt beim Alten? Grundsätzlich gilt hier festzuhalten, dass der "Kern-Spieltag" der Bundesliga auch in der kommenden Saison mit fünf Parallelspielen weiter der Samstag mit der Anstoßzeit 15:30 Uhr sein wird. Im Regelspielplan bleibt es zudem wie bisher bei einer Begegnung am Freitagabend um 20:30 Uhr sowie zwei Begegnungen am Sonntag, die allerdings nicht beide um 17 Uhr, sondern um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr angepfiffen werden. Neu ist allerdings das Spiel am Samstag um 18:30 Uhr.

bundesliga.de: Welche Sonderregelungen gibt es, um Kollisionen mit Terminen der Nationalmannschaft oder auch der europäischen Clubwettbewerbe zu vermeiden?

Hieronymus: Hier handhaben wir es so, dass unmittelbar im Anschluss an die Abstellungsperioden des Weltverbandes FIFA, das Freitagsspiel bis zu sechs Mal pro Saison auf Samstag, 15:30 Uhr, verlegt wird. In diesen Fällen findet ein Freitagsspiel der 2. Bundesliga statt 18 Uhr um 20:30 Uhr statt. Zudem wird bis zu fünf Mal pro Saison nach europäischen Clubwettbewerben das Samstagsspiel, das für 18:30 Uhr terminiert ist, auf Sonntag, 17:30 Uhr, geschoben. Durch diese Maßnahmen erhöhen wir die Regenerationszeit der Spieler mit hohem Wettkampfpensum.

bundesliga.de: Wie sieht der neue Spielplan in der 2. Bundesliga aus?

Hieronymus: Der Regelspieltag der 2. Bundesliga sieht weiter drei Spiele am Freitag um 18 Uhr vor. Hinzu kommen zwei Begegnungen am Samstag um 13 Uhr. Die drei Sonntagsspiele werden künftig um 13:30 Uhr angepfiffen. Darüber hinaus bleibt es beim etablierten Montagsspiel um 20:15 Uhr.

Fanclubs > Druckversion > Zum Index
1. FC Union Berlin
Jahresurlaub auf der Baustelle
Am Samstag waren es 160. 160 Fans und Freiwillige, die für den 1. FC Union Berlin beim Umbau des Stadions "An der Alten Försterei" schraubten, malten oder schleppten. Kostenlos versteht sich. Es ist zweifellos einzigartig, wie der Aufsteiger in die 2. Bundesliga zusammen mit seinen Fans den Umbau stemmt.

Der Startschuss für das Projekt fiel am 2. Juni 2008. Schon am ersten Tag der Renovierungsarbeiten konnte Projektleiterin Sylvia Weisheit etwa fünfzig engagierte Freiwillige auf dem Stadionrasen begrüßen, die bis in die frühen Abendstunden anpackten.

Seitdem führt Union auf seiner offiziellen Homepage ein Baustellen-Tagebuch, das alle Fort- und Rückschritte festhält. Samstag, der 27. Juni 2009, an dem die 160 Helfer mitarbeiteten, war der inzwischen 301. Wochenarbeitstag.

Standort "Alte Försterei" unantastbar

Das 1920 eingeweihte Stadion entsprach vor dem Umbau nicht mehr den Anforderungen des Profifußballs und angesichts auch leerer Kassen der Stadt Berlin suchte Union fieberhaft nach einer kostengünstigen Lösung. Denn der Standort "Alte Försterei" galt als unantastbar, ein Umzug in den ungeliebten Jahnsportpark kam dauerhaft nicht in Frage.

Weil das Präsidium der Berliner in den Branchen Beton und Stahl unternehmerisch tätig ist, konnte mit Hilfe der freiwilligen Arbeitsstunden der Fans viel Geld beim Umbau gespart werden. Union-Präsident Dirk Zingler sagte beim einjährigen Baustellen-Jubiläum am 2. Juni 2009: "1850 freiwillige Stadionbauer haben uns bisher geholfen. Sie haben eine Arbeitsleistung von 2,5 Mio. Euro erbracht."

Tunnel of Fame

Die Liebe einiger Union-Fans zu ihrem Club ging teilweise soweit, dass der Jahresurlaub für die Mitarbeit am Umbau geopfert wurde. Facharbeiter übernehmen Elektro- oder Verlege-Arbeiten, es wird aber weiterhin auch jede weniger geübte Hand gebraucht. Wie seit dem ersten Baustellentag werden Fans und Freiwillige morgens um sieben Uhr von Projektleiterin Weisheit eingewiesen.

Außerdem greifen Fans dem Projekt finanziell durch den Erwerb von sogenannten Gründersteinen unter die Arme; die Gründersteine werden dafür im Zuschauertunnel, dem Tunnel of Fame, angebracht. Oder es können Helfer-Stunden bezahlt werden.

Neue Dimension für 1. FC Union

Ursprünglich hatte der Traditionsverein aus dem Stadtteil Köpenick mit einer Renovierungszeit von etwa einem halben Jahr gerechnet und mit einer Rückkehr in die "Alte Försterei" schon zur Rückrunde der Drittliga-Saison 2008/09 geliebäugelt. Doch nicht zuletzt wegen des äußerst kurzen Planungsvorlaufs dauern die Arbeiten immer noch an.

Letztlich unerheblich für Fans und Verein, Präsident Zingler unterstrich im April 2009: "Die Dimension dessen, was wir hier geschaffen haben, können wir im Augenblick noch gar nicht ermessen. Das sollten wir uns vor Augen halten, wenn wir darüber reden, ob wir ein paar Wochen oder auch Monate später fertig werden, als erhofft."

Spätestens am 8. April werden die tausenden Fans und Helfer sehen, wofür sie geschuftet haben. Dann wird Union mit einem Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC Berlin die neue "Alte Försterei" einweihen. Alle Plätze sind inzwischen überdacht, der Rollrasen verlegt. Die harte, schöne Zeit der Freiwilligen neigt sich dem Ende.

Features
Top-News und exklusive Hintergründe














Saisonbuch > Druckversion > Zum Index
DFL
Tore, Spannung, Emotion!

Ab sofort bestellbar: das Saisonbuch 2009
Wie schon in den vergangenen Jahren gibt die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH auch nach dem Ende der laufenden Saison eine umfassende Dokumentation heraus. Das offizielle Saisonbuch 2009 erscheint schon wenige Tage nach den letzten Entscheidungen über Klassenerhalt und Aufstieg durch die wieder eingeführten Relegationsspiele.

Schon jetzt kann der über 200 Seiten starke Rückblick auf die spannende Spielzeit 2008/09 in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga sowie auf den DFB-Pokalwettbewerb online unter www.bundesliga.de zum Preis von 19,90 Euro bestellt werden.

Die ganze Saison auf einen Blick

Neben den schönsten Fotos der Saison gehören zum Inhalt die große Meisterstory über den neuen Titelträger sowie die Bilanz bekannter Autoren zu den weiteren 17 Bundesliga-Clubs - ergänzt mit interessanten statistischen Daten. Dazu wird das komplette Fußballjahr vom 1. bis zum 34. Spieltag detailliert nachgezeichnet - mit allen Mannschaftsaufstellungen, Torschützen und weiteren Details.

Beiträge zu den "Köpfen" der vergangenen Monate unter den Spielern und Trainern runden die Berichterstattung zur Bundesliga ebenso ab wie die Storys zur 2. Bundesliga, die
zudem ausführlich analysiert wird.

Bestellen Sie hier Ihr Exemplar des neuen offiziellen Saisonbuchs 2009 der Bundesliga!

Managerspiel > Druckversion > Zum Index
OBM
Diegos müssen raus!
Jetzt heißt es endgültig Abschied nehmen. Zum Saisonübergang seit dem 1. Juli werden die Spieler aus dem Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) genommen, die die Bundesliga verlassen haben. Überragende Profis wie Werder Bremens Diego, der zu Juventus Turin gewechselt ist. Oder Herthas Andrey Voronin, der zurück zum FC Liverpool gegangen ist.

Und natürlich viele Spieler der drei Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus, Arminia Bielefeld und Karlsruher SC. Für alle OBM-Trainer bedeutet das, in diesen Tagen besonders wachsam zu sein. Denn wer jetzt zu spät verkauft, kann viel Geld verlieren!

Denn die Preise auf dem OBM-Transfermarkt ergeben sich bekanntlich durch Angebot und Nachfrage, sie bleiben nicht konstant. Je mehr Leute Diego verkaufen, desto schneller sinkt sein OBM-Marktwert. Jeder OBM-Verantwortliche sollte also rechtzeitig prüfen, welche Akteure seines Kaders in der Saison 2009/10 nicht mehr in der Bundesliga spielen.

Transfer-Karussell dreht sich noch

Bis zum ersten Bundesliga-Spiel am Freitag, 7. August wird das Transfer-Karussell ganz sicher noch einige Stars in die Bundesliga bringen und eventuell noch einige rausholen. Die wichtigsten bislang vollzogenen Wechsel sind folgende:

Im Angriff muss wie erwähnt die Voronin-Stelle neu besetzt werden. "König Artur" Wichniarek schießt seine Tore für Arminia Bielefeld demnächst ebenso in der 2. Bundesliga wie der Karlsruher Christian Timm. Der Ex-Cottbuser Dimitar Rangelov bleibt dagegen durch seinen Wechsel zu Borussia Dortmund dem OBM enthalten.

Engelaar und Schneider fallen raus

Neben Diego verliert das Mittelfeld in Orlando Engelaar einen Spieler mit sehr hohem Marktwert. Fast sechs Millionen Euro spült der Ex-Schalker, der zum PSV Eindhoven ging, jetzt noch in die OBM-Kassen. Fast genauso viel bringt der Verkauf des Leverkuseners Bernd Schneider, der seine Karriere verletzungsbedingt beenden muss. Bremens Frank Baumann hat ebenfalls auf dem Rasen Schluss gemacht mit Profi-Fußball.

Aus dem Bereich der Abwehrspezialisten gehören künftig nicht mehr Henrique (von Leverkusen zum FC Barcelona), Schalkes Mladen Krstajic, Bayerns Massimo Oddo, Gladbachs Tomas Galasek oder die beiden Hannoveraner Frank Fahrenhorst und Michael Tarnat zum Managerspiel.

Große Eilhoff-Lücke

Bei den Torhütern schmerzt vor allem der Verlust von Dennis Eilhoff. Der Bielefelder Keeper zählte bei günstigem Kaufpreis zu den Top-Torhütern in der abgelaufenen OBM-Saison und überzeugte besonders mit starker Quote seiner Zu-Null-Spiele. Auch die Stamm-Torhüter der beiden anderen Absteiger, Markus Miller (KSC) und Gerhard Tremmel (Cottbus) werden nicht leicht zu ersetzen sein.

Den OBMlern wird es in diesen Tagen nicht anders gehen als den Trainern und Managern der Bundesliga. Auf die einen wartet noch viel Arbeit was die Zusammensetzung des neuen Kaders angeht. Andere können in dieser Beziehung schon eher die Füße hochlegen.

Impressum
Herausgeber: DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Guiollettstraße 44-46, 60325 Frankfurt/Main, Tel: 069-65005-0, Fax: 069-65005-555 HRB 52086 Frankfurt/Main, Umsatzsteuer-IdNr.: DE 215 956 338
Verantwortlich: Tom Bender, DFL
Redaktion: Markus Schmidt (Leitung), Alex Jacob, Dirk Jaschok, Christian Pfennig, Ulrike Siebert (alle DFL), Sebastian Stolz, Michael Reis, Stefan Kusche, bundesliga.de
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