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International

15.06.2014 - 19:50 Uhr


Schweizer Last-Minute-Sieg gegen Ecuador

Die Schweiz gewinnt ihr Auftaktspiel gegen Ecuador knapp mit 2:1. Außenverteidiger Ricardo Rodriguez (l.) vom VfL Wolfsburg glänzt als doppelter Vorbereiter

Angreifer Admir Mehmedi (r.) vom SC Freiburg gelingt der wichtige Ausgleichstreffer für die Eidgenossen

Brasilia - Die Abschiedstournee des großen Ottmar Hitzfeld hat mit einem Last-Minute-Sieg begonnen. Die Schweizer Nationalmannschaft, bei der sieben Bundesliga-Spieler und der baldige Berliner Valentin Stocker zum Einsatz kamen, kam nach einer Aufholjagd in ihrem ersten WM-Spiel gegen Ecuador zu einem 2:1 (0:1) und zeigte dabei vor allem in der zweiten Halbzeit eine Energie-Leistung. Umjubelte Helden waren der eingewechselte Haris Seferovic, der in der Nachspielzeit (90.+3) den Siegtreffer erzielte, der Freiburger Admir Mehmedi, dem der Ausgleich gelang (48.) und Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg, der beide Treffer vorbereitete. 

Dennoch: Wenn Hitzfeld bis zum Antritt des Ruhestandes nach der WM noch mehr als nur die beiden Gruppenspiele gegen Frankreich und Honduras bestreiten soll, müssen die Eidgenossen hellwach bleiben. Auch bei der WM 2010 hatte die Schweiz das Auftaktspiel gewonnen, war aber nach dem 1:0 gegen den späteren Weltmeister Spanien dennoch in der Vorrunde noch ausgeschieden. 

Ecuador, das zum zweiten Mal nach 2006 das Achtelfinale erreichen will, war bis zur Pause die bessere Mannschaft. Die Südamerikaner, die vor 68.351 Zuschauern im Stadion Nacional Mane Garrincha in der Hauptstadt Brasilia einen deutlichen Heimvorteil genossen, waren durch Enner Valencia (22.) in Führung gegangen. Admir Mehmedi vom SC Freiburg erzielte drei Minuten nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit den Ausgleich (48.). Für ihn kam fünf Minuten später Seferovic.

Schweiz mit Problemen in Halbzeit eins 

Die Schweiz hatte gegen die clever auftretende Elf von Trainer Reinaldo Rueda bis tief in die erste Halbzeit hinein mit ihrer Nervosität zu kämpfen. Das belegten Probleme im Aufbauspiel, vor allem aber die Zuordnung beim Gegentreffer, dem ein Freistoß von Walter Ayovi vorausging. In der zweiten Halbzeit dann wurden die Schweizer zielstrebiger, wirkten entschlossener. 

Hitzfeld verfolgte die strukturierter und gefährlicher werdenden Aktionen seiner Mannschaft zumeist direkt von der Seitenlinie aus, auch nach über 30 Jahren im Trainergeschäft wirkte der 65 Jahre alte ehemalige Meistercoach von Bayern München und Borussia Dortmund angespannt. Mehr als einige gute Standards sprangen zunächst nicht heraus, nach der Pause aber drängte seine Mannschaft entschlossen nach vorne und erspielte sich gute Chancen.

Gruezo bei Ecuador in der Startelf 

Hitzfeld hatte von Beginn an auf gleich sechs Spieler auf der Bundesliga gesetzt. Neben Drimic, der vom Absteiger 1. FC Nürnberg zu Bayer Leverkusen wechselt, standen Torwart Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), dessen Clubkollege Ricardo Rodriguez, Johan Djourou (Hamburger SV), Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach) und Xherdan Shaqiri (Bayern MÜnchen) in der Startelf, hinzu kam noch der Neu-Berliner Valentin Stocker. Bei Ecuador stand der Stuttgarter Carlos Gruezo in der Anfangsformation. 

Nach der Pause brachte Hitzfeld Mehmedi für Stocker und bewies damit ein goldenes Händchen. Der Freiburger war nach einer Ecke von Rodriguez direkt zu Stelle und erzielte den Ausgleich. Doch auch "El Tri" blieb gefährlich, vor allem den quirligen Torschützen Valencia bekamen die Eidgenossen nie richtig in den Griff: In der 59. Minute verfehlte der Angreifer des mexikanischen Erstligisten CF Pachuca die erneute Führung für seine Elf nur knapp.

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