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09.06.2014 - 16:06 Uhr


Russland im Porträt

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Verband: Rossijski Futbolny Sojus (RFS)

Gegründet: 1912

FIFA-Mitglied seit: 1912

Bisherige WM-Teilnahmen: 9

WM-Erfolge: Vierter (1966)

 

Geschichte des Fußballs in Russland:

Die Geschichte des russischen Fußballs ist vielfältig. Auf Vereinsebene hatten lange Zeit die Moskauer Clubs das Sagen, obwohl in der Fußball-Hochburg Sankt Petersburg viele talentierte Spieler für Aufsehen sorgten. Dort wurde von einem Funktionär des Newski futbol-klub auch die erste richtige Liga, die "St. Petersburger Fußballliga" gegründet. Das erste Länderspiel wurde 1912 mit 1:2 gegen Finnland, dass damals noch zum Kaiserreich gehörte, verloren. Der Beitritt im selben Jahr zur FIFA brachte nicht viel, weil der Weltverband seinen Mitgliedern Freundschaftsspiele gegen die Sowjetunion verbot. Als Nationalmannschaft der UDSSR wurden gerade bei Europameisterschaften dann große Erfolge gefeiert. Doch mit der Auflösung der Sowjetunion zog ein Bruch durch den russischen Fußball, auch wenn 1988 noch die Goldmedaille bei den olympischen Spielen geholt wurde. In der Übergangszeit mit der Gemeinschaft unabhängiger Staaten war an Fußball nicht zu viel zu denken. Der kam dafür 1992 umso stärker zurück. Der heutige russische Verband etablierte sich und nun hoffen die Fans in Russland darauf, dass sich die Nationalmannschaft sportlich endlich wieder erfolgreich auf internationaler Bühne präsentiert.

WM-Geschichte:

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2006 und 2010 war Russland nicht dabei

Erst 1958 feierte Russland sein WM-Debüt. In Schweden kam das Aus nach überstandener Gruppenphase im Viertelfinale gegen den Gastgeber. Nur vier Jahre später in Chile war erneut in der Runde der letzten acht Feierabend. Wieder waren die Hausherren für die verfrühte Heimreise verantwortlich. 1966 feierte die damalige UDSSR dann den größten Erfolg ihrer Geschichte: das Erreichen des Halbfinals. Dort war mit 1:2 gegen Deutschland Schluss. Mehr war in den folgenden Jahren nicht drin. 1994 nahm das Team dann erstmals als Russland an einer WM teil. 1994 und 2002 gelang auch noch die Qualifikation, 2006 und 2010 scheiterte die Sbornaja jeweils schon in der Qualifikation.

Star und Trainer:

Es ist nicht nur der Ruf des Geldes, der die renommierten Trainer nach Russland lockt. Es ist auch die ungeheuer spannende Aufgabe, eines der flächenmäßig größten Länder der Erde fußballerisch zufriedenzustellen. Nach den Niederländern Guus Hiddink und Dick Advocaat soll das nun der Italiener Fabio Capello richten. Dass sich das russische Team in der Quali als Gruppensieger gegen Portugal durchgesetzt hat, wird dem Coach hoch angerechnet. Gleichwohl der Kader sicherlich noch Potenzial nach oben hat. Genau das ist bei Alan Dzagoev der Fall. Dzagoev bringt alles mit, was ein Spielmacher im modernen Fußball benötigt: Übersicht, Spielwitz, Technik und Torgefahr. Er zieht die Scouts der europäischen Topclubs nur so an. Noch kickt er aber in der Heimat bei CSKA Moskau.

Bundesliga und Russland:

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Kiriakov bestritt 174 Bundesliga-Spiele

Das Olympia-Gold 1988 machte die russischen Fußballer in Europa interessant. Auch die Bundesliga lockte die Russen. Alexander Borodjuk war 1989 der erste, der kam, er unterzeichnete einen Vertrag bei Schalke 04. Ihm folgten noch in der selben Saison Wladimir Ljuty (S04) und Sergei Gorlukowitsch (BVB). Sergej Kiriakov wechselte zwar erst 1992, allein mit seinem Aussehen ist er aber wohl den meisten Fans in Erinnerung geblieben. Der kleine Rotschopf hat in seinen acht Jahren in Deutschland mit 174 Einsätzen für den Karlsruher SC und den Hamburger SV die meisten Bundesliga-Spiele aller Russen absolviert und mit 34 auch die meisten Tore erzielt. Am längsten blieb aber Vladimir But der Bundesliga erhalten. Zehn Jahre war der Mittelfeldstratege dort aktiv und feierte 1997 mit Borussia Dortmund sogar den Gewinn der Champions League. Beim VfB Stuttgart kickte zudem Pawel Pogrebnyak.

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