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06.07.2014 - 13:05 Uhr


Alleskönner Lahm bleibt wohl auf rechts

Philipp Lahm nach dem Sieg im WM-Viertelfinale gegen Frankreich

Philipp Lahm konnte nach dem Frankreich-Spiel mit dem Ergebnis und mit sich zufrieden sein

Philipp Lahm spielt im Training gegen Bundestrainer Joachim Löw

Im Training bekommt es Lahm (l.) mit einem besonderen Gegenspieler zu tun: Joachim Löw

Philipp Lahm grätscht im WM-Spiel gegen die USA gegen Michael Bradley.

Wenn es nötig ist, kann Lahm (l., hier gegen den Amerikaner Michael Bradley) auch etwas rustikaler als gewöhnlich verteidigen

Santo Andre - Philipp Lahm ist mit sich und der Welt im Reinen. Fröhlich marschierte der DFB-Kapitän am Tag nach dem Halbfinal-Einzug der deutschen Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Brasilien (Spielplan) als einer der ersten auf den Trainingsplatz, flachste mit seinen Kollegen und zeigte einige Kabinettstückchen mit dem Ball.

Dass der 30-Jährige ein feines Füßchen besitzt, hatte er bereits beim 1:0 der DFB-Auswahl im Viertelfinale gegen Frankreich (Spielbericht) bewiesen. Im Fußball-Tempel Maracana hatte der Münchner mit seinen Pässen und Flanken wieder deutlich mehr Belebung von der rechten Seite gebracht als in den vier Spielen zuvor, in denen er im defensiven Mittelfeld aufgelaufen war. Die Rückversetzung in die Viererkette durch Bundestrainer Joachim Löw zahlte sich insgesamt positiv aus (Topdaten zum Sieg gegen Frankreich).

Dampf machen mit Thomas Müller

"Wir wissen, dass er beide Positionen sehr gut spielen kann. Für
die Mannschaft war das keine Überraschung. Wir sind in der Lage und es ist eine unsere Stärken, dass wir unterschiedlich spielen können", sagte Löw. Der 54-Jährige wollte sich aber noch nicht festlegen, ob er gegen WM-Gastgeber Brasilien am Dienstag in Belo Horizonte (ab 21:45 Uhr im Live-Ticker) auf dieselbe Variante setzt.

Lahm selbst konnte seiner neuen alten Rolle einiges abgewinnen. "Das war insgesamt wieder eine gute Leistung von uns. Wir wollten über rechts mit Thomas und mir ein bisschen Dampf machen. Ich denke, dass hat ganz gut geklappt", sagte der Münchner.

Zwar hatte Lahm in seinem 111. Länderspiel zunächst in der Defensive gegen Antoine Griezmann einige Schwierigkeiten, mit der Zeit bekam er den französischen Shootingstar aber gut in den Griff. "Er hat hinten seine Seite dicht gemacht und wieder für Dampf auf rechts gesorgt", sagte Lahms Teamkollege Manuel Neuer. Der Nationaltorwart ist ohnehin ein Befürworter dieser Lösung, wenn Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger zugleich wieder gemeinsam die Räume vor der Abwehrkette beackern können.

Boateng überzeugt im Zentrum

Lahm, der letztmals im Oktober 2013 beim 5:3 in Schweden von Beginn an auf der Rechtsverteidiger-Position gespielt hatte, wird aller Voraussicht nach auch gegen Brasilien wieder hinten spielen. Denn im Zentrum machte gegen Frankreich Jerome Boateng seine Sache neben Siegtorschütze Mats Hummels ausgezeichnet. Und in Shkodran Mustafi (Muskelbündelriss) steht die Alternative für rechts nicht mehr zur Verfügung.

Wo er letztendlich spiele, sei immer Sache des Bundestrainers. "Er hat ja schon gesagt, dass die Entscheidung noch nicht gefallen ist. Sondern wir da einfach von Spiel zu Spiel schauen", sagte Lahm.

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