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06.06.2014 - 13:06 Uhr


Belgien im Porträt

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Verband: Koninklijke Belgische Voetbalbond (KBVB)

Gegründet: 1895

FIFA-Mitglied seit: 1904

Bisherige WM-Teilnahmen: 11

WM-Erfolge: Platz 4 (1986)

Geschichte des belgischen Fußballs:

Bereits 1865 wurde in Belgien dem runden Leder nachgejagt. In den englischen Schulen, vor allem rund um Brüssel und Antwerpen, war Fußball fast an der Tagesordnung. Englische Hafenarbeiter verbrachten ihre Freizeit und Pausen auch mit dem Ball am Fuß und so dauerte es nicht lange, bis 1880 der erste Fußballverein in Belgien gegründet wurde: der Royal Antwerpen FC. 1895/96 wurde die erste Meisterschaft ausgetragen, an der sieben Teams teilnahmen. Der FC Lüttich war der Premierensieger. Berühmt wurde der belgische Fußball für seine vielen Ausnahmekönner im Defensivbereich wie Eric Gerets, Franky van der Elst oder Daniel van Buyten und seine guten Torhüter wie Jean-Marie Pfaff, Michel Preud’homme oder Thibaut Courtois. Die Edeltechniker, vornehmlich aus Migrantenfamilien, reifen aber nach und nach heran. Eden Hazard und Marouane Fellaini seien aktuell stellvertretend genannt.

WM-Geschichte:

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Nach 28 Jahren will Belgien wieder angreifen

Lange Jahre war eine WM ohne Belgien undenkbar. Immer wieder schaffte es das kleine Land, den etablierten Teams in der Qualifikation ein Bein zu stellen. Bei den bislang elf Endrundenteilnahmen kam dann zwar meist nicht sehr viel heraus, aber das Achtelfinale war in schöner Regelmäßigkeit drin. 1986 schlug dann die große Stunde der "Roten Teufel", angetrieben vom wie entfesselt aufspielenden Enzo Scifo. In Mexiko besiegte Belgien in der K.o.-Runde erst den Geheimfavoriten aus der Sowjetunion nach Verlängerung und dann Spanien nach Elfmeterschießen. Im Halbfinale fehlte die Kraft und die Partie gegen den späteren Weltmeister Argentinien ging mit 0:2 verloren. Auch im kleinen Finale war nach einem weiteren Kraftakt in der Verlängerung die Puste aus, Frankreich gewann. Nach zuvor zwei verpassten Qualifikationen in Folge hoffen die belgischen Fußball-Fans in Brasilien nun auf ähnlich fabulöse Auftritte wie vor 28 Jahren.

Star und Trainer:

Eden Hazard gilt mit seinen 23 Jahren immer noch als einer der wertvollsten Rohdiamanten im Weltfußball. Der Techniker des FC Chelsea begeistert mit Hochgeschwindigkeits-Dribblings und dem Sinn für das Unmögliche. Ähnlich wie sein Vereinstrainer Jose Mourinho ist Hazards Nationalcoach Marc Wilmots auch ein Typ, der Hazard immer wieder zu Höchstleistungen motiviert - mit seiner Klasse kann die talentierte Mannschaft vielleicht für eine große Überraschung sorgen. Und wer Wilmots aus Schalker Zeiten kennt, der weiß, dass er für den Erfolg bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen wird. Der Weg, den er 2012 überraschend als Nationaltrainer eingeschlagen hat, soll schon bald von Erfolg gekrönt sein.

Belgien und die Bundesliga:

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Daniel van Buyten ist Bundesliga-Rekordhalter

Belgien gehört zur Bundesliga wie die Bratwurst zu einem guten Stadionbesuch. Gleich 36 Profis schnürten seit der Gründung ihre Fußballschuhe in der höchsten deutschen Spielklasse. Der zunächst teuerste war Roger van Gool, der als erster Millionen-Transfer in die Geschichte einging. Der 1. FC Köln bezahlte diese Summe an den FC Brügge. Und van Gool zahlte jeden Pfennig mit seiner Spielweise, Toren und  vielen Vorlagen für Dieter Müller zurück. Der lustigste war Jean-Marie Pfaff, der beim FC Bayern München für jeden Spaß zu haben war. 156 Mal trug der Torhüter das Trikot des Rekordmeisters. Zwei Mal mehr schaffte dies Daniel van Buyten, der dazu noch 61 Spiele für den Hamburger SV aufzuweisen hat und damit der belgische Rekordhalter für Bundesliga-Einsätze ist. Borussia Mönchengladbachs Filip Daems käme da mit seinen bislang 183 Partien auch dann nicht heran, wenn er in der kommenden Saison alle 34 Spiele für die Fohlen absolvieren würde. Rekordtorschütze ist das Kraftpaket Emile Mpenza, der seine 34 Tore für Schalke 04 und den Hamburger SV erzielt hat. In die Geschichte eingegangen ist der heutige Nationaltrainer und damalige Knappe Marc Wilmots, der 1997 als Mitglied der legendären Eurofighter-Elf den UEFA-Pokal nach Gelsenkirchen holte. Für die aktuelle Mannschaft Belgiens ist Kevin De Bruyne vom VfL Wolfsburg unverzichtbarer Motor im Mittelfeld.

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