Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein besseres Online Erlebnis anbieten zu können. Indem Sie "OK" anklicken ohne Ihre Cookie Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung Cookies zu verwenden. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien, sofern Sie weitere Informationen wünschen. OK

Champions League

17.02.2016 - 22:40 Uhr


Doppelpacker Draxler ebnet Wolfsburg den Weg

Julian Draxler war der überragende Mann beim Wolfsburger Auswärtserfolg in Gent!

Ricardo Rodriguez (r.) bereitete das 1:0 von Julian Draxler vor und war seinen Gegenspielern immer einen Schritt voraus.

War nicht zu stoppen - Julian Draxler (M.) auf dem Weg zum 2:0.

Die beiden Torschützen des VfL: Julian Draxler (vorne) und Max Kruse (r.) brachten die Wölfe auf die Siegerstraße.

Gent - Dank einer Gala des überragenden Weltmeisters Julian Draxler hat der VfL Wolfsburg das Tor zum Champions-League-Viertelfinale weit aufgestoßen. Beim 3:2 (1:0) im ersten K.o.-Spiel der Vereinsgeschichte in der Königsklasse beim belgischen Meister KAA Gent erzielte Draxler zwei Treffer (44., 54.) und sorgte mit Blick auf das Rückspiel am 8. März in Wolfsburg für ein ordentliches Polster - das allerdings wesentlich dicker hätte ausfallen müssen.

Spätestens nach Max Kruses 3:0 (60.) schien das Spiel entschieden, doch Wolfsburg verlor in der Schlussphase Konzentration und Kontrolle und ließ noch unnötige Tore von Sven Kums (80.) und Kalifa Coulibaly (89.) zu. "So ein Spiel muss man bis zum Ende durchziehen. Da waren wir zu unsicher", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs bei Sky. Dann lobte er Draxler: "Julian ist so ungefähr das Beste, was es im deutschen Fußball gibt."

Trainer Dieter Hecking hofft jetzt auf mehr Selbstbewusstsein: "Vielleicht ist der Knoten jetzt auch für das Liga-Spiel in Berlin geplatzt. Wir haben lange auf ein Erfolgserlebnis in der Liga gewartet, jetzt haben wir auch hier gewonnen. Mit dem Wort Wende wäre ich allerdings vorsichtig, aber so ein Spiel kann die Brust größer werden lassen."

Draxler mit dem Dosenöffner

Ohnehin hatte es lange Zeit nicht nach einer klaren Angelegenheit ausgesehen. Der Underdog machte seine technischen Defizite mit viel Kampf und der Unterstützung der 19.978 frenetischen Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Ghelamco Arena nahezu wett. Erst nach Draxlers Geniestreichen bröckelte der Widerstand der Belgier, aber nur vorübergehend.

Beim 1:0 narrte der ehemalige Schalker zunächst seinen Gegenspieler Thomas Foket mit einer schnellen Drehung, sprintete in den Strafraum und schloss nach Doppelpass mit Vierinha zur Führung ab. Kurz nach Wiederanpfiff düpierte Draxler Gents Defensive erneut und traf mit einem sehenswerten Lupfer zur Vorentscheidung. 

Wölfe sorgen ungewollt für Spannung

Nach Kruses 3:0 schaltete der Pokalsieger einige Gänge zurück. Dennoch lag lange Zeit eher ein viertes oder fünftes Tor für den VfL in der Luft als der Ehrentreffer für die enttäuschenden Gastgeber, deren spielerische und technische Schwächen offensichtlich waren. Erst Sven Kums nutzte einen Fehler der Wolfsburger zum 1:3.

Danach gerieten die Gäste noch mal unter Druck. Bereits in der hektischen und umkämpften ersten Hinspiel-Hälfte hatte der VfL die besseren Chancen gehabt - etwa durch Draxler (5.) oder Gents Innenverteidiger Stefan Mitrovic (25.), der eine Flanke von Maximilian Arnold fast ins eigene Tor verlängert hätte.  

Trotz Verletzungssorgen - Defensive kaum gefordert

VfL-Trainer Dieter Hecking musste auf die verletzten Bas Dost (Mittelfußbruch), Josuha Guilavogui (Probleme mit dem Hüftbeuger) und Caligiuri (Pferdekuss im Oberschenkel) verzichten, zudem fehlte Abwehrchef Naldo aufgrund seiner Gelbsperre. 

Die Defensive um den Ex-Münchner Dante wurde zunächst kaum geprüft. Wolfsburg störte den Spielaufbau der heimstarken Belgier früh und hielt den Underdog weitestgehend vom eigenen Tor fern. Torhüter Koen Casteels, der den verletzten Stammkeeper Diego Benaglio vertrat und ausgerechnet in seiner belgischen Heimat zu seinem Champions-League-Debüt kam, blieb so nahezu beschäftigungslos.

Auf der Gegenseite versuchte der VfL immer wieder, die einzige Sturmspitze Max Kruse einzusetzen. Bei einem Angriff über den Nationalspieler ergab sich auch die erste Chance: Draxler schoss aus spitzem Winkel über das Tor. Auch danach wirkten die Wolfsburger bissiger und selbstbewusster. Erst nach einer guten Viertelstunde schüttelte Gent die anfängliche Nervosität ab, dennoch spielte sich das Team von Trainer Hein Vanhaezebrouck kaum strukturiert nach vorne.

SID

Weitere Artikel
Artikel bewerten:
         
Clubs & Spieler
Fanzone

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH