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12.10.2013 - 11:48 Uhr


Pflicht erfüllt: DFB-Team blickt nach vorne

Brasilien, wir kommen: Durch den Sieg gegen Irland löste die deutsche Nationalmannschaft endgültig das Ticket für die WM 2014

Bisher feierte die Elf von Joachim Löw (l.) in neun Gruppenspielen acht Siege

"Es waren gute Spiele dabei und auch weniger gute", analysierte Kapitän Philipp Lahm (l.)

Köln/Hamburg - Die Freude hielt sich in Grenzen. Überschwänglichen Jubel suchte man bei den deutschen Nationalspielern in Köln vergeblich. Und das, obwohl sie so eben mit einem 3:0 gegen Irland das Ticket für die nächste Weltmeisterschaft gelöst hatten. Alles andere als die Qualifikation für das Großevent im nächsten Jahr in Brasilien wäre aus Sicht der Verantwortlichen aber auch eine große Überraschung gewesen.
"Es war insgesamt eine sehr gute Qualifikation. Von bislang neun Spielen haben wir acht gewonnen. Von daher können wir zufrieden sein. Die Mannschaft hat absolut ihre Pflicht erfüllt", erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Schlusspfiff.

Punktverlust nur gegen Schweden



Bastian Schweinsteiger, der zu seinem 99. Länderspiel-Einsatz kam, fasste seine Emotionen auch eher sachlich nüchtern zusammen. "Wir freuen uns über die Qualifikation. Es ist ein schönes Gefühl. Aber so richtig Vorfreude kommt erst im nächsten Jahr", sagte der Star vom FC Bayern.

In der Gruppe C musste das DFB-Team bislang nur gegen Schweden auf die volle Punktausbeute verzichten - nach einer 4:0 Führung hieß es am Ende 4:4. Ansonsten hielten sich Schweinsteiger, Özil und Co. schadlos.

"Wir haben über ein Jahr gut gearbeitet. Es waren gute Spiele dabei und auch weniger gute", analysierte Kapitän Philipp Lahm. Gegen die irischen Kämpferherzen zeigte Deutschland aber keine Galavorstellung, geriet aber auch zu keiner Zeit in Gefahr, mit einer Niederlage noch ein echtes Endspiel am letzten Spieltag in Stockholm spielen zu müssen. Zu passiv präsentierten sich die Gäste.

Baustelle Defensive



"Es ist schon ein bisschen mühsam. Sie haben so viel Kampfkraft. Sie stehen fast nur im eigenen 16er. Daher hatten wir viel Ballbesitz und mussten das lösen", beschrieb Thomas Müller die Spielweise der Jungs von der grünen Insel, die die deutsche Abwehr vor allem in der zweiten Halbzeit ein paar Mal in Verlegenheit gebracht hatten.

Im Hinblick auf die WM ist das eine Baustelle, die der Bundestrainer noch schließen will. "Natürlich muss noch etwas passieren, zum Beispiel müssen wir noch die Defensive verbessern, auch wenn heute wieder kein Gegentor gefallen ist", meinte Löw.

Offene Rechnung mit Schweden



Am Dienstag hat er dank der vorzeitigen Qualifikation nun schon die erste Möglichkeit, unter Wettkampfbedingungen am defensiven System zu feilen. Dass der Auftritt in Schweden zu einem Testspiel gerät, ist daher sehr wahrscheinlich.

"Ich werde mir Gedanken machen. Es kann sein, dass ich auf der einen oder anderen Position eine Veränderung vornehme und dem einen oder anderen Spieler eine Chance gebe", so Löw. Der Bundestrainer stellte aber auch deutlich klar, dass der Hohn und Spott nach dem 4:4 im Hinspiel noch nicht vergessen ist. "Wir haben da noch eine Rechnung offen."

Michael Reis
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