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10.06.2014 - 09:06 Uhr


"Schulter der Nation" trägt wieder Handschuhe

Torhüter Manuel Neuer ist nach seiner Schulterverletzung aus dem DFB-Pokal-Finale auf dem Wege der Besserung

Der 28-Jährige (2.v.l.) absolviert wieder Übungen mit dem Ball, bei Spielformen wird er allerdings noch geschont

Neuer (r.) ist seit der WM 2010 in Südafrika die unangefochtene Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft

Santo Andre - Manuel Neuer macht dieser Tage einen beschwingten Eindruck. Endlich darf er sich wieder seine Torwart-Handschuhe überstreifen und damit Bälle fangen. Hatte sich Fußball-Deutschland fast drei Wochen lang Sorgen um die "Schulter der Nation" machen müssen, so gibt es seit Sonntag positive Zeichen, dass der 28-Jährige im WM-Auftaktspiel der Nationalmannschaft am kommenden Montag in Salvador gegen Portugal dabei sein kann.

Noch wird der Keeper von Bayern München beim Training in Santo Andre in den Spielformen geschont. Stattdessen absolviert er etwas abseits seine Übungen mit Bundestorwarttrainer Andreas Köpke. Aber schon da ist zu sehen, dass wohl alles gut wird: Neuer wirft sich auch auf die rechte Schulter, die seit seinem Betriebsunfall im Pokalfinale am 17. Mai geschmerzt hatte. Bundestrainer Joachim Löw hätte also eine Sorge weniger.

Flick: "Neuer ist auf einem sehr guten Weg"

Nach der Einheit am Montag klatschte Neuer mit einem Lächeln im Gesicht und sichtlich erleichtert demonstrativ mit Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth ab - nach dem Motto: Seht her, ich bin bereit! Schon vor dem Abflug hatte er ein Bild getwittert, auf dem er bewusst seinen verletzten rechten Arm gehoben und die Hand zur Faust geballt hatte. Darüber stand der Satz: "Läuft alles nach Plan!"

Davon sind auch Löw ("Es wird keine Probleme geben") und sein Assistent Hansi Flick fest überzeugt. "Er ist auf einem sehr guten Weg, wir sind sehr zufrieden. Wir sind guter Dinge, dass er im ersten Spiel topfit ist", sagte Flick. Wann Neuer wieder ins Mannschaftstraining einsteige, müsse man jedoch "abwarten. Das entscheiden wir von Tag zu Tag".

Seit 2010 die Nummer eins

Als Alternative stünde Roman Weidenfeller bereit. Auch der Dortmunder sei "weltklasse" und man hätte "keine Bedenken, ihn einzusetzen", meinte Flick, aber ohne Weidenfeller oder der deutschen Nummer drei Ron-Robert Zieler zu nahe treten zu wollen: "Manu ist noch einmal einen Tick besser. Er hat Ausstrahlung, Ruhe und ist fußballerisch auf sehr hohem Niveau. Er hat bei den Turnieren bisher gezeigt, was für ein Rückhalt er ist."

Neuer war bei der WM 2010 in Südafrika durch die Verletzung von Rene Adler zur deutschen Nummer eins aufgerückt und hat diese Position seitdem nicht mehr abgegeben. 2010, aber auch 2012 bei der EURO in Polen und der Ukraine spielte der 45-malige Nationalspieler ein gutes Turnier. 2014 soll die Krönung folgen.

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