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Nationalmannschaft

05.09.2012 - 15:44 Uhr


Löw legt sich fest

Marcel Schmelzer wird durch Lahms Positionswechsel auf die rechte Seite in die Startelf der Nationalmannschaft rutschen

Thomas Müller (l.) hat sich zuletzt beim FC Bayern München in bestechender Form präsentiert. Beim DFB will er an diese Leistungen anknüpfen

Bei Real Madrid ist Mesut Özil (l.) nicht mehr alleiniger Ideengeber im Mittelfeld - bei Joachim Löw sind seine Rolle und Wichtigkeit unverändert

Barsinghausen - Seitenwechsel für Kapitän Philipp Lahm, Startelfgarantie für Shooting-Star Marco Reus - 48 Stunden vor dem WM-Qualifkationsauftakt der deutschen Nationalmannschaft am Freitag (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker) in Hannover gegen die Färöer hat Joachim Löw seine ersten Personalentscheidungen getroffen und auch verkündet. Und das über die Partie gegen den krassen Außenseiter, die aktuelle Nummer 154 der Weltrangliste, hinaus.
"Das bleibt erstmal so. So haben wir das auch trainiert", sagte der Bundestrainer, der damit auch Marcel Schmelzer das Vertrauen aussprach. Der Dortmunder wird in der WM-Arena am Maschsee die linke Außenbahn besetzen, wobei Löw fest daran glaubt, "dass Marcel jetzt auch bei uns angekommen ist".

Kroos noch nicht im Mannschaftstraining



Der 24-Jährige hatte noch am Dienstag wegen eines leichten Infektes nur eingeschränkt trainieren können, doch schon am Mittwochvormittag machte der Außenverteidiger das komplette Vorbereitungsprogramm mit. Teamkollege Toni Kroos hingegen absolvierte wegen einer Hüftprellung erneut nur ein Ausdauertraining, hinter seiner Einsatzfähigkeit am Freitag steht ein Fragezeichen.

Doch egal mit welcher Formation, gegen die Gäste aus dem hohen Norden ist die DFB-Elf haushoher Favorit. "Es wird schwieriger als 2010, die Qualifkation ist mit Sicherheit kein Selbstläufer, aber natürlich wollen wir beide Spiele gewinnen", sagte der 52-Jährige, auch schon mit Blick auf die Begegnung am kommenden Dienstag in Wien gegen Österreich.

Test für neue Philosophie



Der alles andere als übermächtige Kontrahent Färöer soll den Gastgebern als Sparringspartner dienen - beim ersten Testlauf für eine partiell neu definierte Spielweise. "In der Defensive muss das Spiel gegen den Ball verbessert werden, offensiv ist Flexibilität mehr und mehr gefragt. Die Räume werden zunehmend immer enger", erläuterte Löw.

Bei der Umsetzung dieser Fußball-Philosphie fallen dem Dortmunder Reus, aber auch Mesut Özil und Thomas Müller Schlüsselrollen zu. Was speziell der Bayern-Kicker Müller schon längst wahrgenommen und verinnerlicht hat: "Für offensive Spieler wie mich ist es schwieriger geworden. Noch bei der WM 2010 in Südafrika hatten wir viel mehr Räume, die wir auch ausnutzen konnten."

Özil sucht Ablenkung beim DFB



Während der 22-Jährige in der Bundesliga sowohl mit Rekordmeister Bayern München als auch in der Torschützenliste an der Spitze liegt, bläst Özil bei Real Madrid spürbar Gegenwind ins Gesicht. Durchspielen war gestern, immer öfter verordnet ihm sein Trainer Jose Mourinho Job-Sharing - mit Neuzugang Luka Modric, der von Tottenham Hotspur zu den Königlichen gewechselt ist und Druck auf den Ex-Bremer ausübt.

"So ist es eben im Fußball, gerade auch in Spanien. Mal bist du der Held, mal bist du der Depp", sagte der 24-Jährige, der seine Madrider Stressphase gern für die Tage bei der Nationalmannschaft im beschaulichen Barsinghausen vor den Toren Hannovers unterbricht: "Das ist schön, ich freue mich immer wieder über eine Nationalmannschafts-Einladung."

Dabei hält Löw Aufbauarbeit für Özil gar nicht für nötig, der Coach vertraut der fußballerischen Klasse des Kreativ-Kickers: "Da mache ich mir gar keine Sorgen. Mesut wird sich wieder durchsetzen. Top-Clubs wie Real Madrid oder der FC Barcelona brauchen 20 Top-Spieler für eine lange Saison, das ist für mich ganz normal und üblich."
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