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Nationalmannschaft

04.02.2013 - 17:37 Uhr


Leise Töne von Rückkehrer Adler

Rene Adler ist stolz auf seinen bevorstehenden Einsatz im DFB-Team: "Dieses Spiel ist für mich der Lohn harter Arbeit."

Seit seinem Wechsel zum Hamburger SV glänzte der Keeper immer wieder in der Bundesliga

Vor der WM 2010 hatte Adler (l.) seinen Stammplatz im deutschen Tor an Manuel Neuer (r.) verloren. Er akzeptiert aber die aktuelle Rollenverteilung

Frankfurt/Main - Torhüter Rene Adler sieht sein Comeback in der Nationalmannschaft nicht als Gelegenheit für eine Wachablösung. "Ich sehe das nicht als Chance, die Nummer eins zu werden. Das eine Spiel wird an der Rollenverteilung nicht viel ändern, da brauche ich mir nichts vorzumachen", sagte der Keeper des Hamburger SV, der in Paris gegen Frankreich am Mittwoch (ab 20:45 Uhr im Live-Ticker) erstmals seit 812 Tagen wieder das Tor der Nationalelf hüten wird.
Bundestrainer Joachim Löw hatte angekündigt, Adler 90 Minuten spielen zu lassen, aber ebenfalls erklärt, dass "Manuel Neuer natürlich die Nummer eins" bleibe.

"Dieses Spiel ist für mich der Lohn harter Arbeit. Es erfüllt mich mit Stolz, wieder im Kreise der besten deutschen Spieler zu sein und spielen zu dürfen. Das ist ein sensationelles Erlebnis", sagte Adler: "Aber ich bin weit davon weg, dieses eine Spiel zu nutzen, um Druck zu machen. Ich bin da relativ gelassen, es kommt so, wie es soll."

Verständnis für Neuers Enttäuschung



Ein Stück weit angespannter hatte Platzhalter Neuer Löws Entscheidung verfolgt. Die öffentlich gemachte Enttäuschung des Bayern-Torhüters wollte Adler aber nicht kommentieren. "Ich bin nicht in der Position, etwas zu bewerten", sagte der 28-Jährige: "Es ist sein gutes Recht, spielen zu wollen. Ich kann das nachvollziehen, aber ich bin die falsche Person, das zu bewerten. Ich genieße das Spiel, über alles weitere zerbreche ich mir nicht den Kopf."

Auch Oliver Bierhoff nahm Neuers Aussagen gelassen zur Kenntnis. "Es ist nicht nur legitim, es freut mich sogar, dass er gerne spielen will. Ich wäre traurig, wenn ein Spieler sagen würde, es sei ihm egal", sagte der Nationalmannschaftsmanager: "Das ist ja das, was wir immer wollen: den Konkurrenzkampf wecken. Wichtig ist, dass man, egal, wie sauer man ist, die Entscheidung des Trainers akzeptiert und seinen Konkurrenten respektiert. Und das hat Manuel gemacht."

Neuer hatte am Wochenende seinen Unmut über seinen Bankplatz für das Auftaktspiel 2013 geäußert. "Ich denke, dass es für uns ein wichtiges Spiel ist, da hätte ich sehr gerne gespielt. Ich würde mich auch gerne auf die Bank setzen, aber zum richtigen Zeitpunkt", hatte der 26-Jährige gesagt.
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