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15.10.2012 - 21:21 Uhr


Granqvist, Larsson und Co.: Im Schatten des großen "Ibra"

Er ist der große Zampano bei Schweden: Zlatan Ibrahimovic (M.). Doch auch seine Nebenleute verdienen Beachtung...

Beispielsweise Andreas Granqvist (r.). Hier verliert ein Kopfballduell, ein eher seltenes Bild des Abwehrhünen

Seit kurzem im Club der "100er": Torwart Andreas Isaksson hat schon 100 Länderspieler für Schweden absolviert

Flanken sind seine Spezialität: Schwedens Flügelflitzer Sebastian Larsson (l.)

Oft nur mit illegalen Mitteln vom Ball zu trennen: Schwedens Mittelfeldmotor Pontus Wernbloom (r.)

München - Bei den Schweden dreht sich eigentlich alles um Zlatan Ibrahimovic. 14 Millionen Euro sollen sich die Scheichs bei Paris St. Germain die Dienste des Stürmers im Jahr kosten lassen - netto ausbezahlt, versteht sich. Mit seinen spektakulären Aktionen und Toren beweist er dabei häufig genug, dass sein Sonderstatus durchaus gerechtfertigt ist. Doch eine alte Fußballer-Weisheit besagt, dass ein Spiel nicht alleine gewonnen werden kann.
Und das gilt natürlich auch für die Spiele der schwedischen Nationalmannschaft, die Ibrahimovic am Dienstag in der WM-Qualifikation gegen Deutschland (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) als Kapitän aufs Feld führen wird.

Doch wer sind die Spieler, die den großen "Ibra" in der Führungsrolle unterstützen, ihn mit Flanken füttern und ihm den Rücken frei halten? bundesliga.de stellt Ihnen vier dieser Akteure vor.
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Andreas Isaksson (Kasimpasa SK/Türkei):

Wenn es eine Konstante im Team der Schweden gibt, dann ist es die Position des Torhüters. Isaksson ist seit 2003 die Nummer eins. Im Konzert der weltbesten Torhüter wurde er sein Name zwar meist nicht genannt, doch passt genau das zu seiner Art, Fußball zu spielen. Isaksson verrichtet unauffällig seine Arbeit, fällt nicht auf, leistet sich aber auch nur selten Fehler. Mittlerweile spielt der 31-Jährige beim türkischen Club Kasimpasa und hat dort maßgeblichen Anteil am Erfolg des Überraschungsaufsteigers. Zuvor stand Isaksson von 2008/09 an beim PSV Eindhoven zwischen den Pfosten. Auch auf der Insel versuchte er sein Glück. Doch bei Manchester City warfen ihn Verletzungen immer wieder zurück. Neben Ibrahimovic und Anders Svensson ist Isaksson der Spieler, dessen Stimme Gewicht hat.

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Andreas Granqvist (CFC Genua):

Granqvist gehört zu der neuen Generation Innenverteidiger. Er ist hart am Mann, dazu technisch sehr versiert. Mit seinen 1,92 Meter ist Granqvist in der Luft zudem nur schwer zu bezwingen. Wie so viele schwedische Fußballspieler hat Granqvist früh sein Glück im Ausland versucht. Erst bei Wigan Athletic, dann in den Niederlanden beim FC Groningen. Nun schnürt er in der Serie A für den CFC Genua die Schuhe und hält dort die Abwehr dicht. Gleiches versucht er im Verbund mit Jonas Olsson gegen Deutschland. Die Abstimmung mit Olsson klappt aber nicht immer ganz so gut. Wichtig für den Angriff, und somit auch für Ibrahimovic, sind aber der gute Spielaufbau. Und das kann Granqvist.

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Sebastian Larsson (AFC Sunderland):

Schon früh erkannten die Talentscouts vom FC Arsenal das Talent des Sebastian Larsson. Als er 16 Jahre alt war, wechselte Larsson vom beschaulichen Eskilstuna in Schweden in die Weltmetropole London. Doch im Herrenbereich konnte sich Larsson gegen das Starensemble der "Gunners" einfach nicht durchsetzen. Von 2004 bis 2007 sammelte er lediglich drei Einsätzen bei den Profis. Der Wechsel zu Birmingham City kam daher vielleicht ein bisschen spät, von 2006 bis 2011 zeigte er bei den "Blues" sein wahres Können. Mit seinen Flankenläufen brachte er die gegnerischen Abwehrreihen regelmäßig zur Verzweiflung. Nach fünf Jahren war dann aber auch in Birmingham Schluss. Ablösefrei schloss er sich dem AFC Sunderland an, wo er seitdem auf Außen wirbelt. Larsson ist einer der wichtigsten Vorbereiter von Ibrahimovic.

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Pontus Wernbloom (ZSKA Moskau)

Pontus Anders Mikael Wernbloom galt als eines der größten Talente in Schweden. Es dauerte aber, bis er auch in der Nationalmannschaft Fuß fasste. Das hing auch damit zusammen, dass der ehemalige Trainer Lars Lagerbäck scheinbar nicht so große Stücke auf die Fähigkeiten Wernblooms setzte. Unter Erik Hamren ist er im Mittelfeld aber gesetzt. Beim AZ Alkmaar ließ der 26-Jährige von 2009 sein Können vor breiter Öffentlichkeit aufblitzen, ehe ihn Verletzungen in 2011 zurückwarfen. Doch der russische Renommierclub ZSKA Moskau hielt das nicht davon ab, um ihn aus Alkmaar loszueisen. Wernbloom ist ein kompletter Mittelfeldspieler mit Zug zum Tor und einem guten Auge für den Mitspieler - und da vor allem für "Ibra".

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