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05.02.2013 - 09:04 Uhr


DFB-Elf als Aufbauhilfe

Beim DFB-Team in der Startelf, im Club nur auf der Bank: Mario Gomez will im Länderspiel auf sich aufmerksam machen

In der Nationalelf spielte Gomez zuletzt gegen Italien im EM-Halbfinale - danach legte ihn eine Verletzung lahm

Bei seinem Bundesliga-Comeback gegen Hannover 96 gelang dem Angreifer sogleich ein Tor - mittlerweile stehen zwei Treffer in acht Einsätzen zu Buche

Frankfurt/Main - Mario Gomez lächelte freundlich. Es sollte erst gar nicht der Eindruck aufkommen, dass ihn seine unbefriedigende Situation bei Bayern München allzu sehr belasten könnte. Natürlich freue er sich sehr über seine Rückkehr zur Nationalmannschaft nach mehr als sieben Monaten, aber es sei keineswegs so, dass er jetzt bei der DFB-Auswahl in "eine Wohlfühloase" komme und "ich froh bin, bei Bayern wegzufahren. Ich fühle mich im Verein sehr, sehr wohl", sagte der 27-Jährige vor dem Länderspiel (Mittwoch, ab 20:45 Uhr im Live-Ticker) in Paris gegen Frankreich.
Überhaupt war Gomez trotz seiner derzeitigen Reservistenrolle in München um Gelassenheit bemüht. Er habe zwar "die letzten drei Spiele nicht gespielt, wir haben aber noch einige Spiele in der Rückrunde, ich kann das ganz gut einschätzen", sagte der Torjäger.

Gomez versteht Heynckes



Gomez äußerte sogar Verständnis für Bayern-Trainer Jupp Heynckes und dessen Entscheidung für Mario Mandzukic. "Ich weiß auch, dass die Mannschaft momentan hervorragend spielt. Was soll der Trainer tun? Soll er riskieren, dass es nicht so gut läuft, weil Spieler, die lange weg waren, wie ich, wieder in die Mannschaft kommen?", sagte der 57-malige Nationalspieler (25 Tore) einsichtig.

Nach dem 3:0 in Mainz am Samstag habe es geheißen, "Bayern drei, Gomez und Robben null. Erstens sollte man nicht alle Spieler über einen Kamm scheren. Zum anderen ist es so, dass ich für mich weiß, was ich kann. Ich weiß, dass ich gebraucht werde und wichtig bin für die Mannschaft", unterstrich er am Montag beim Treffpunkt der DFB-Auswahl in Frankfurt/Main. Das Ziel der Bayern sei es, "Meister zu werden. Und das einzige, was uns noch aufhalten kann, ist nur wir selbst." Die Medien würden versuchen, "eine Stimmung reinzubringen, dass die Mannschaft gespalten ist. Aber das ist null der Fall".

Gomez "freut" sich auf den Einsatz



Auch bei der Nationalelf war Gomez länger nicht wie gewünscht im Einsatz. Doch dies lag an einer Verletzung, die ihn im vergangenen Jahr monatelang außer Gefecht gesetzt hatte. Nun ist er erstmals seit dem EM-Halbfinale gegen Italien (1:2) im Juni 2012 wieder dabei - und ganz anders als bei den Bayern mit besten Aussichten auf einen Einsatz von Beginn an.

"Ich freue mich auf das Spiel, ich fühle mich gut. Es ist schön, schmerzfrei zu sein", sagte Gomez, der die fehlende Spielpraxis gegen die Franzosen nicht als Nachteil sieht: "Ich bin in Tritt. Oft ist der Kopf entscheidend, nicht der Rhythmus. Ich habe bei den Bayern auch nach vier Monaten Pause bereits nach 27 Sekunden wieder getroffen", entgegnete er allen Skeptikern.

Löw: "Mario hat hohe Qualität"



Heynckes kommt ein Einsatz seines Angreifers gerade recht, dies hatte der 67-Jährige auch Bundestrainer Joachim Löw mitgeteilt. Dass die Nationalelf Aufbauhilfe für den FC Bayern leisten kann, freut deshalb auch Bierhoff. "Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Nationalmannschaft oft Spielern durch schwierige Zeiten im Verein geholfen hat. Die Spieler konnten auf sich aufmerksam machen, Selbstvertrauen tanken", sagte der frühere Torjäger. Aber Löw werde Gomez nicht spielen lassen, um ihm zu helfen, "sondern weil Mario hohe Qualität hat".

Gomez hat in den beiden vergangenen Spielzeiten 54 Bundesliga-Tore für den FC Bayern erzielt. Er war der "TOR-ero" und "Goleador". Auf dem Weg ins "Finale dahoam" traf er sogar zwölf Mal in der Champions League - nur Weltfußballer Lionel Messi (14) war besser. Dann holten die Bayern Mandzukic, Gomez verletzte sich am Knöchel - der Rest ist bekannt, soll aber für den Stürmer nicht zum Dauerzustand werden.
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