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28.06.2012 - 13:18 Uhr


Zwischen Interviewpannen, Euphorie und Katerstimmung

Sara Carbonero berichtet bei der EM für den spanischen TV-Sender "Telecinco" vom Spielfeldrand. Seit 2009 ist die 28-Jährige außerdem...

...mit Nationalkeeper Iker Casillas liiert. Nach Turnierende sollen für die beiden sogar die Hochzeitsglocken läuten!

Während es in Spanien also auf alle Fälle was zu feiern gibt, herrscht in Portugal nach dem bitteren Halbfinal-Aus im Elfmeterschießen bereits Katerstimmung

Für Frankreichs Nummer 1 Hugo Lloris ist das Viertelfinal-Aus bei der EM nicht mit dem Vorrunden-Desaster bei der WM 2010 zu vergleichen

München - Spaniens Keeper Iker Casillas zeigt sich im Elfmeterkrimi gegen Portugal absolut nervenstark - seine Verlobte im anschließenden Interview ganz und gar nicht. Derweil könnte das Precheecho auf der iberischen Halbinsel nach dem Drama von Donezk kaum unterschiedlicher ausfallen. In Frankreich wehrt man sich gegen Vergleiche mit 2010. bundesliga.de präsentiert die EM-Splitter vom Donnerstag.
+++Casillas' Verlobte patzt vor Millionenpublikum+++

Die spanische TV-Moderatorin Sara Carbonero hat sich nach dem EM-Halbfinale gegen Portugal (4:2 i.E.) kräftig blamiert. Die Verlobte von Nationaltorhüter Iker Casillas fragte Mittelfeldspieler Andres Iniesta im Live-Interview, ob er sich während des Elfmeterschießens schon auf seinen eigenen Schuss vorbereitet habe. Iniestas trockene Antwort: "Tatsache ist: Ich habe den zweiten geschossen."

Carbonero wurde anschließend im Internet zur Zielscheibe für Hohn und Spott. "Ich war wahrscheinlich so nervös, dass ich an etwas anderes gedacht habe", sagte die 28-Jährige und ging in ihrer Kolumne in der "Marca" zum Gegenangriff über: "Im Mittelalter und zu Beginn der modernen Zeit wurden viele Unschuldige gefoltert und getötet", schrieb Carbonero nach ihrem Lapsus vor 18,1 Millionen TV-Zuschauern.

+++Euphorie in Spanien, Katerstimmung in Portugal+++

Nach dem Elfmeter-Drama von Donezk könnte die Stimmung in den iberischen Nachbarländern kaum unterschiedlicher sein. Das spiegelte sich am Donnerstagmorgen auch in der Presse wieder.

So jubelte die spanische "Marca": "Unsere Helden! Spanien streichelt an der dreifachen Krone. Auf geht's ins Finale, auf geht's zur Legende. Nur noch ein Schritt bis zum historischen Triple." Die portugiesische Zeitung "O Jogo" haderte dagegen: "Nur Pech verhinderte den Einzug ins Finale. Portugal gehört der Verdienst, dem Welt- und Europameister einen gehörigen Schrecken eingejagt zu haben. Die Roten konnten nie ihr gewohntes Spiel aufziehen. Erst die Elfmeter vernichteten Portugal."

+++Frankreichs Lloris stellt sich vor die Mannschaft+++

Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien und dem Skandal um Samir Nasri, der einen Journalisten wüst beschimpft hatte, hat sich Frankreichs Kapitän Hugo Lloris gegen Vergleiche mit dem Desaster bei der WM 2010 gewehrt. "Man kann nicht dulden, was Samir gesagt hat. Aber er hat sich entschuldigt. Das Team hat es nicht verdient, mit der Mannschaft von 2010 über einen Kamm geschoren zu werden. Man kann nicht das Gute der vergangenen beiden Jahre löschen", sagte der Torhüter von Olympique Lyon.

"Die Mannschaften haben nichts miteinander zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Situationen. 2010 waren wir komplett unprofessionell, völlig zerrüttet auf und neben dem Platz", so der 25-Jährige weiter: "Bei dieser EM hat jeder alles gegeben, im Training und bei den Spielen."

+++Neuer Name für Warschauer Nationalstadion+++

Das Nationalstadion in Warschau wird nach Polens "Jahrhunderttrainer" Kazimierz Gorski benannt. Das Parlament folgte am Donnerstag einstimmig einem entsprechenden Vorschlag des Sportausschusses. Die 58.000 Zuschauer fassende Arena ist am Donnerstagabend Schauplatz des Halbfinals Deutschland gegen Italien.

Gorski, der 2006 im Alter von 85 Jahren starb, führte die Nationalmannschaft Polens 1972 in München zum Olympiasieg und zwei Jahre später bei der WM in Deutschland an selber Stelle auf den 3. Platz. Er entdeckte Spieler wie Kazimierz Deyna, Grzegorz Lato, jetzt polnischer Verbands-Präsident, und Jan Tomaszewski. Nach dem Ende seiner Trainerlaufbahn 1986 war Gorski zwischen 1991 und 1995 Präsident des nationalen Verbandes PZPN.
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