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05.06.2012 - 13:48 Uhr


Schweinsteiger trainiert ohne Probleme - Wiese fit

Bastian Schweinsteiger im Kreis seiner Kollegen - der Mittelfeldstratege ist wieder fit

Am Samstag bestreitet das Team von Jogi Löw ihr erstes EM-Spiel gege Portugal

Das DFB-Team wurde beim ersten Training am Montag in Danzig herzlich empfangen

Gdansk - Pünktlich zum Schlussspurt der EM-Vorbereitung hat sich Bastian Schweinsteiger im Training der deutschen Nationalmannschaft zurückgemeldet und Bundestrainer Joachim Löw vor dem EM-Auftakt die wohl wichtigste Personalentscheidung abgenommen.
Seit Montag trainiert der 27-Jährige nach seiner im Champions-League-Finale am 19. Mai erlittenen Wadenverletzung wieder mit der Mannschaft - und das ohne Probleme, wie Teammanager Oliver Bierhoff am Dienstag erfreut berichten konnte: "Bastian hat das Training voll durchgezogen. Wir sind froh, dass wir auf alle 23 Spieler zurückgreifen können. Alle sind in einem sehr guten Zustand. "

"Der emotionale Leader"



Wie gut der Zustand von Schweinsteiger am Samstag in Lwiw beim ersten Vorrundenspiel der DFB-Auswahl gegen Portugal tatsächlich ist, wird sich zeigen. Wie groß seine Bedeutung für die Mannschaft ist, unterstrich Bierhoff aber schon einmal: "Er ist sehr wichtig für uns." Er ist der Chef, der "emotionale Leader", wie auch Bundestrainer Joachim Löw betont.

Auch wenn der Münchner in den vergangenen Monaten viele Probleme hatte, gilt er nach wie vor als großer Hoffnungsträger im DFB-Team. Dabei geht der Star von Bayern München angeschlagen in das Turnier: physisch, vor allem aber psychisch. Inwieweit Schweinsteiger der verschossene Elfmeter belastet, der zur bitteren Niederlage des FC Bayern im Finale gegen den FC Chelsea (3:4 i.E.) geführt hatte, bleibt offen.

EM als Neuanfang



Zumal der "tragische Held" seitdem weitgehend abgetaucht ist. Nur ein kurzes Statement in den Tagen nach dem Spiel zeigte die angeschlagene Verfassung des Mittelfeldspielers. "Du versuchst zwar, den Kopf frei zu kriegen, aber du denkst trotzdem immer an dieses Spiel", sagte Schweinsteiger, richtete aber gleichzeitig auch tapfer den Blick nach vorne: "Es ist nicht leicht, aber wenn man sich neue Aufgaben sucht, geht es einfacher. Die EM ist ein Neuanfang."

Ein Neuanfang mit Problemen. Aber das kennt Schweinsteiger in dieser Saison zur Genüge. In der Hinrunde war er wochenlang wegen eines Schlüsselbeinbruchs ausgefallen. Zu Beginn des Jahres sorgte dann eine Knöchelverletzung für eine weitere längere Zwangspause des Mittelfeldstrategen, zuletzt war es eben die "Wade der Nation".

Umso engagierter war Schweinsteiger am Montag bei der öffentlichen Übungseinheit vor 11.000 begeisterten Zuschauern im Lechia-Stadion in Danzig.

"Der Kopf der Mannschaft"



Es ist dieses Engagement, dieser Wille bei Schweinsteiger, der auch Bayern Münchens Coach Jupp Heynckes, sonst eher zurückhaltend in der Beurteilung seiner Spieler, schon desöfteren ins Schwärmen gebracht hat. Er sei der Stratege, der "Kopf der Mannschaft", derjenige, "bei dem die Fäden zusammenlaufen", der "das Tempo bestimmt". Heynckes stellte Schweinsteiger gar auf eine Stufe mit den Welt- und Europameistern Xavi und Andres Iniesta.

Die haben Schweinsteiger aber eines deutlich voraus: Xavi und Iniesta haben alle großen Titel bereits gewonnen. Zumindest in puncto EM-Titel will der Münchner nun nachziehen. Drei "Vize-Titel" in dieser Saison sind genug.
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