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22.06.2012 - 13:13 Uhr


Mit Klose, Reus und Schürrle?

Nach drei Kurzeinsätzen wird Miroslav Klose voraussichtlich gegen Griechenland von Beginn an auflaufen

Und auch Andre Schürrle (l.) wird wohl Lukas Podolski auf der linken Mittelfeldposition ersetzen

Dritter Streich: Der von Löw unter der Woche gelobte Marco Reus soll seine EM-Premiere auf der rechten Außenbahn feiern

Trainer Fernando Santos schwört seine Spieler auf das Duell mit dem DFB-Team ein

Jerome Boateng (l., mit Mats Hummels) wird wohl wieder in die Startelf zurückkehren

München - Besondere Spiele erforden besondere Maßnahmen: Laut übereinstimmenden Medienberichten baut Bundestrainer Joachim Löw seine Startelf für das EM-Viertelfinale gegen Griechenland vor allem in der Offensive um.
So soll Mario Gomez, der bislang mit drei Turniertreffern einer der erfolgreichsten Schützen der EM ist, durch Miroslav Klose ersetzt werden. Marco Reus soll für Thomas Müller auf den rechten Flügel rücken. Und Lukas Podolski muss wohl für Andre Schürrle Platz machen. Mit seinen Änderungen reagiert Bundestrainer Löw auf die defensive Taktik der Griechen. bundesliga.de präsentiert die letzten Fakten zum Viertelfinale gegen die Griechen.

An die EM 2004 erinnert sich in Deutschland niemand gerne. Dass der Europameister vor acht Jahren Griechenland hieß, war damals nach desaströsen Auftritten der DFB-Kicker nur die Pointe am Ende eines völlig verkorksten Turniers. Als großer Außenseiter verdarben die Griechen den europäischen Starensembles dank Rehhagelscher Defensivtaktik den Spaß.
Heute erinnert vieles an damals: Wieder hat niemand die Hellenen auf dem Zettel, wieder setzen sie konsequent auf Defensivtaktik - und erneut könnte es mit der DFB-Elf einen der Favoriten erwischen (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker).

Sportlich und politisch brisant



Dass das Viertelfinale neben sportlicher auch politische Brisanz birgt, heizt die Stimmung in beiden Ländern zusätzlich an.

Gänzlich ausblenden lässt sich die übergeordnete Bedeutung der Partie nicht - obwohl die DFB-Verantwortlichen genau das versuchen. "Die Politik ist außen vor", sagt etwa Bundestrainer Joachim Löw. Zur Kanzlerin habe er ein gutes Verhältnis, doch auch die Rollen seien klar verteilt: "Wir haben mal die Abmachung getroffen, das sie nicht in Aufstellung und Taktik hereinredet und ich nicht in ihre politischen Statements."

Auch Griechenlands Stürmer Georgios Samaras machte deutlich, dass die politische Situation für das Team der "Hellenen" kein Thema sei: "Das ist ein Spiel - nichts anderes. So einfach ist das." Aber er sagt auch: "Wir wollen unserem Volk einen Grund zum Lächeln geben".

Und das mit einem Kollektiv, bei dem einer für den anderen in die Bresche springt. Griechenlands Trainer Fernando Santos drückt es drastisch aus. "Wir sind nicht die Besten, aber wer gegen uns spielt, muss Blut spucken, um uns zu bezwingen", sagt der 57 Jahre alte Nachfolger von Otto Rehhagel.


Voraussichtliche Aufstellungen:

Deutschland: Neuer - Boateng, Hummels, Badstuber, Lahm - Schweinsteiger, Khedira - Reus, Özil, Schürrle - Klose

Griechenland: Sifakis - Torosidis, Papadopoulos, Sokratis, Tzavellas - Katsouranis, Makos, Maniatis - Salpingidis, Samaras - Gekas


Die Top-Fakten zum Spiel

  • Seit es Viertelfinals bei Europameisterschaften gibt (1996), ist Deutschland dort noch nie ausgeschieden: 1996 gab es ein 2:1 gegen Kroatien, 2008 ein 3:2 gegen Portugal.

  • Griechenland hat bei einem großen Turnier erst zum zweiten Mal eine K.o.-Runde erreicht: Bei der EM 2004 verloren die Griechen keine Playoff-Partie, mit drei 1:0-Siegen gegen Frankreich, Tschechien und Portugal wanderte Griechenland zum EM-Titel.

  • Deutschland hat gegen Griechenland noch kein Länderspiel verloren (fünf Siege, drei Unentschieden) - nur gegen Polen, Albanien und Malta trat Deutschland häufiger an ohne eine Niederlage zu kassieren (17, 14 beziehungsweise neun Mal).

  • Das letzte Aufeinandertreffen liegt über elf Jahre zurück - damals traf man in der Qualifikation zur WM 2002 aufeinander. Das Hinspiel in Hamburg hatte Deutschland 2:0 gewonnen (Tore: Deisler, Eigentor Eleftheropoulos), am 28. März 2001 siegte die DFB-Auswahl in Athen mit 4:2 (Tore: Rehmer, Ballack, Klose, Bode - Charisteas, Georgiadis).

  • Einzig verbliebene Akteure von damals sind der jetzt gesperrte Giorgos Karagounis, Nikos Liberopoulos und Miroslav Klose (Letzterer erzielte in der 82. Minute das 3:2).

  • Manuel Neuer hat in seinen letzten 13 Länderspielen den Platz immer als Sieger verlassen und stellte damit den historischen DFB-Rekord von Bernd Schuster ein - gegen Griechenland kann Neuer nun eine neue Bestmarke aufstellen.

  • Mit dem gelb-gesperrten Giorgos Karagounis fehlt den Griechen ihre zentrale Figur. Der 35-Jährige war an der Hälfte aller Torschüsse beteiligt (elf von 22).

  • Griechenland kassierte bislang drei Gegentore - alle fielen in den ersten 17 Spielminuten. Deutschland traf aber noch nicht vor der 19. Minute.
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