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23.06.2012 - 17:00 Uhr


Merkel kommt erst wieder zum Finale - Maulwurf-Suche beim DFB-Team

Angela Merkel, Wolfgang Niersbach und Hans-Peter Friedrich bejubeln den Auftritt des DFB-Teams

Jogi Löw will herausfinden, wer die Aufstellung vorab an die Presse verrät

In Berlin fieberten 400.000 Menschen beim Public Viewing mit

München - Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt erst wieder zum Endspiel. Bundestrainer Jogi Löw sucht den "Maulwurf" im DFB-Team. Deutschlands Fanmeilen ziehen erneut die Massen an. Und die UEFA bittet Russland erneut zur Kasse. bundesliga.de hat die EM-Splitter vom Samstag.

+++Kanzlerin: EU statt EM am Donnerstag+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird der DFB-Elf beim Halbfinale am Donnerstag nicht auf der Tribüne die Daumen drücken. Die Regierungschefin nimt zurselben Zeit an einer Sitzung des europäischen Rates in Brüssel teil. Geplant ist jedoch, dass "Edel-Fan" Merkel am 1. Juli nach Kyiw kommt, sollte die DFB-Auswahl das EM-Endspiel erreichen.

Die Kanzlerin hatte die Partie in Gdansk vor Ort verfolgt und das Team von Bundestrainer Joachim Löw anschließend für etwa zehn Minuten in der Kabine besucht. Sie habe der Mannschaft "gratuliert und viel Glück für das Halbfinale gewünscht", sagte Spielmacher Mesut Özil. "Es war wieder schön, dass sie da war", sagte Kapitän Philipp Lahm.

+++Wer verrät die Aufstellung?+++

Es hat etwas von einem Spionagefilm. Zum wiederholten Male bei dieser EM ist die Nationalmannschaft von einem ungeheuerlichen "Geheimnisverrat" betroffen. Agent "00 Löw" ermittelt, tappt aber im Dunkeln - die sofort eingeleitete Suche nach dem Maulwurf blieb bisher ohne Erfolg. Auch vor dem Spiel gegen Griechenland war bereits Stunden vor dem Spiel die Aufstellung in diversen Medien veröffentlicht worden. Direkt aus der Mannschaft sollen die eigentlich geheimen Informationen aber nicht kommen.

"Das kann ich mir nicht genau erklären, woher das kommt. Die Spieler reden mit ihren Beratern, vielleicht gibt das da einer weiter", sagte der Bundestrainer nach dem 4:2 in Danzig und fügte an: "Das ist nicht in meinem Sinne und nicht so gut, wenn die Karten so früh auf dem Tisch liegen." Er habe das mannschaftsintern bereits "thematisiert. Es ist klar, dass die Spieler mit Freunden oder Beratern telefonieren, sei es aus Freude oder Enttäuschung. Von den Spielern kommt das aber nicht, diese Rückversicherung habe ich. Es sind andere Kanäle, aber letztendlich nicht nachzuvollziehen."

+++Euphorie auf Deutschlands Fanmeilen+++

Auf Deutschlands größter Fanmeile in Berlin mussten aufgrund des riesigen Andrangs erneut frühzeitig die Einlasstore geschlossen werden. 400.000 Zuschauer versammelten sich bei sommerlichen Temperaturen zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule zum Public Viewing.

Auch in München feierten die Massen. 60.000 Fans schlossen sich nach Spielende auf der Leopoldstraße zusammen, um eine riesige Spontan-Party zu feiern. In Köln jubelten 15.000 Zuschauer auf dem Gelände vor der Lanxess-Arena. Gesungen, getanzt und gejubelt wurde ebenso in Hamburg. Trotz Regenwetters fanden sich 60.000 Fans auf dem Heiligengeistfeld neben dem Millerntor-Stadion ein, um vor der 92 Quadratmeter großen Leinwand den Sieg ihrer Helden zu feiern. Frankfurt vermeldete gar einen Besucherrekord: 25.000 Zuschauer rissen in der Commerzbank-Arena bei den Toren von Philipp Lahm, Sami Khedira, Klose und Marco Reus gleichzeitig die Arme gen Himmel.

+++35.000 Euro: UEFA bestraft Russland erneut+++

Die Disziplinarkommission der UEFA hat den russischen Fußball-Verband RFS zum dritten Mal während der EM-Endrunde für das Fehlverhalten von Fans bestraft. Der RFS muss 35.000 Euro Strafe zahlen, weil die Anhänger der Sbornaja im letzten Gruppenspiel gegen Griechenland (0:1) laut UEFA Feuerwerkskörper zündeten und zudem "unerlaubte Banner" präsentierten. Der RFS muss damit insgesamt 185.000 Euro an EM-Strafgeldern bezahlen und ist damit der bislang mit Abstand am härtesten bestrafte Verband während der EURO. Allein 120.000 Euro rief die UEFA nach den Zwischenfällen im ersten Gruppenspiel gegen Tschechien auf. Unter anderem hatten russische Hooligans Stadionordner attackiert. Die UEFA verhängte deshalb auch als Bewährungsstrafe einen Punktabzug von sechs Zählern für die EM-Qualifikation 2016. Der Verband erwähnte bei der Bekanntgabe der neuesten Strafe nicht, ob diese bereits Einfluss auf die Bewährung nimmt.
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