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27.06.2012 - 20:49 Uhr


"Jetzt sollen die Italiener dran sein"

Bastian Schweinsteiger freut sich auf den Klassiker und hat den nötigen Respekt vor Italien

Wegen Problemen im Sprunggelenk beißt der FCB-Star schon während des gesamten Turnierverlaufs auf die Zähne

"Seit 2005 geht es stetig nach oben. Es fehlt noch die Krönung", sagt Schweinsteiger

Warschau - Bastian Schweinsteiger hat seine Sprunggelenksprobleme überwunden und im Hinblick auf das EM-Halbfinale gegen Italien (Do., ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) Entwarnung gegeben. "Ich bin zu 100 Prozent fit und freue mich sehr auf den Klassiker", sagte der Mittelfeldspieler vom FC Bayern einen Tag vor dem Spiel in Warschau: "Nach dem Spiel gegen Griechenland war es nicht ideal, aber jetzt, nach zwei Trainingseinheiten, geht's mir gut, und ich freue mich sehr auf das Spiel."
Schweinsteiger geht mit großem Selbstbewusstsein in das Duell mit der Squadra Azzurra, gegen die noch kein DFB-Team ein Spiel in einem großen Turnier gewonnen hat. "Wir haben sehr gute Einzelspieler und funktionieren als Mannschaft sehr gut, deshalb bin ich sehr positiv gestimmt", sagte der 27-Jährige, der mit einem "Höhepunkt der Saison" rechnet: "Seit 2005 geht es stetig nach oben. Es fehlt noch die Krönung, aber wir kommen ihr immer näher."

Im Interview spricht der Vize-Kapitän des DFB-Teams auch über seinen Respekt vor der Fußballnation Italien, den bislang überragenden Spielmacher Andrea Pirlo und seinen starken Nebenmann Sami Khedira.

Frage: Herr Schweinsteiger, Sie hatten nach dem Spiel gegen Griechenland über Probleme im Sprunggelenk geklagt. Wie geht es Ihnen jetzt vor dem Halbfinale gegen Italien?

Bastian Schweinsteiger: Ich bin zu 100 Prozent fit und freue mich sehr auf den Klassiker. Nach dem Spiel gegen Griechenland war es nicht ideal, aber jetzt, nach zwei Trainingseinheiten, geht's mir gut, und ich freue mich sehr auf das Spiel.

Frage: Denken Sie noch an das Champions-League-Finale oder irgendwelche verpassten Pokale?

Schweinsteiger: Nein. Es zählt nur das Spiel. Darauf liegt die ganze Konzentration: Den nächsten Schritt zu machen und das Spiel zu gewinnen.

Frage: Andrea Pirlo mutmaßt aufgrund der Tatsache, dass Deutschland noch nie ein Spiel gegen Italien bei einem großen Turnier gewonnen hat, dass Sie und Ihre Mitspieler Angst hätten. Wollte er den Druck durch diese Aussage erhöhen?

Schweinsteiger: Ich weiß nicht, was er gemeint hat. Er ist ein sehr erfahrener Spieler. Ich habe keine Angst, aber Respekt. Wenn der nicht da ist, ist man dumm. Italien ist eine große Fußballnation, die in den letzten zwei Jahren noch einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Wir sind aber bereit, den nächsten großen Gegner zu schlagen. Wir haben Brasilien, Argentinien und Holland geschlagen - jetzt sollen die Italiener dran sein.

Frage: Wie beurteilen Sie Pirlo als Spieler?

Schweinsteiger: Ich mag seine Spielweise. Er ist immerhin schon 33 Jahre alt, aber das ist schon klasse, was er in diesem Turnier zeigt. Er ist der Spieler in der italienischen Mannschaft, der mir am besten gefällt. (XL-Galerie: Schlüsselduelle GER - ITA)

Frage: Sami Khedira spielt neben Ihnen ein sehr starkes Turnier. Wie nehmen Sie ihn wahr als direkten Nebenmann?

Schweinsteiger: Sami macht einen sehr guten Eindruck. Er hat durch seine Erfahrungen aus Madrid noch sehr an Stärke hinzugewonnen. Er ist sehr wichtig, für mich und für jeden anderen Spieler. Er macht Wege nach vorne und nach hinten, ist immer anspielbar und macht auch Tore. Natürlich darf es nicht passieren, dass wir beide mal vorne sind, aber das stimmen wir gut ab. Jeder kann sich auf den anderen verlassen.

Frage: Haben Sie und Ihre Mitspieler Elfmeterschießen geübt?

Schweinsteiger: Nicht sehr intensiv. Manchmal schießt man nach dem Training ein paar.

Frage: Was macht Sie sicher, dass Deutschland ins Finale einzieht?

Schweinsteiger: Wir haben sehr gute Einzelspieler und funktionieren als Mannschaft sehr gut, deshalb bin ich sehr positiv gestimmt. Ich freue mich auf das Spiel, es wird sehr interessant werden für alle Beteiligten. Es wird ein Höhepunkt in dieser Saison werden. Seit 2005 geht es stetig nach oben. Es fehlt noch die Krönung, aber wir kommen ihr immer näher.
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