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Champions League

18.02.2016 - 08:34 Uhr


Wolfsburgs Julian Draxler: "Alle Trümpfe in der Hand"

Julian Draxler kommt beim VfL Wolfsburg immer besser in Fahrt. Beim 3:2-Sieg gegen KAA Gent erzielt der Offensivspieler zwei Tore für sein Team

Nach dem Schlusspfiff sichert sich Draxler als Andenken an seine zwei Tore den Spielball

Gent - Mit einem Stück Pizza in der Hand und einem Rucksack auf dem Rücken kam Julian Draxler als Letzter um kurz vor Mitternacht aus der Kabine des VfL Wolfsburg. Der Matchwinner war bei der Dopingprobe und hatte es eilig, denn eigentlich hätte der Bus zum Flughafen bereits wenige Minuten zuvor abfahren sollen.

Aber alle warteten natürlich auf den Doppeltorschützen, der mit seinen beiden Toren und einer Galavorstellung die Tür ins Viertelfinale für die Wolfsburger, die am Ende einen 3:2-Sieg beim KAA Gent feierten, sehr weit aufgestoßen hatte.

Der Ex-Schalker scheint langsam, aber sicher sein Potenzial bei den Wolfsburgern auszuschöpfen und zahlt das Vertrauen in ihn zurück. Der 22-Jährige traf in den sechs Champions-League-Spielen in dieser Saison bereits dreimal und legte einen Treffer auf. In der Bundesliga erzielte der Weltmeister in 18 Partien vier Tore, eines davon noch im Trikot der Schalker.

"Sind spätestens jetzt gewarnt"

In den letzten beiden Heimspiele der Wölfe war Draxler jeweils mit einem Tor erfolgreich. Zudem waren drei seiner Wolfsburger Tore ganz wichtig: Zweimal traf er zum 1:0 (gegen Ingolstadt und Köln), gegen Leverkusen zeigte er als Einwechselspieler Jokerqualitäten und schoss den 2:1-Endstand heraus.

Frage: Herr Draxler, nach dem Schlusspfiff haben Sie sich den Spielball geschnappt und mitgenommen. Das machen die Spieler meistens nur, wenn Sie ein außergewöhnlich gutes Spiel abgeliefert haben. War diese Partie in Gent, ihr bestes Spiel im Dress des VfL?

Julian Draxler: Das weiß ich nicht, aber es war meiner Sicht mit zwei Toren das erfolgreichste. Und in der Champions League trifft man ja nicht alle Tage doppelt, deswegen habe ich den Ball mitgenommen.

Frage: So richtig glücklich wirken Sie aber nicht, wenn man sich Ihren Gesichtsausdruck anschaut.

Draxler: Das kommt, weil ich im Stress bin. Ich musste zur Dopingprobe und die Jungs im Bus warten auf mich. Ich freue mich aber natürlich sehr über meine gute Leistung, über das Spiel der Mannschaft und darüber, dass wir eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen haben.

Frage: Was bleibt nach dem Spiel hängen: Die Freude über die zwei Tore, die Sie geschossen haben, oder etwas Ärger über die hektische Schlussphase mit den beiden Gegentreffern?

Draxler: Es überwiegt natürlich die Freude, weil wir trotz der beiden Gegentore ein gutes Ergebnis erzielt haben. Natürlich war es sehr ärgerlich, dass wir noch zwei Tore bekommen haben und uns damit eine perfekte Ausgangssituation verspielt haben. Hier zu gewinnen, war trotzdem wichtig. Jetzt haben wir alle Trümpfe in der Hand. Das ist besonders positiv.

Frage: Nach der komfortablen 3:0-Führung musste sich der VfL am Ende noch mit einem knappen 3:2 zufrieden geben. Wie ist die Situation jetzt zu bewerten?

Draxler: Wir können zuversichtlich ins Rückspiel in drei Wochen gehen, aber wir haben auch gesehen, wie gefährlich das Team aus Gent werden kann, auch wenn man sie schon abgeschrieben hatte. Wir sind spätestens jetzt gewarnt und wissen, dass sie eine gute Qualität haben. Aber wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir ins Viertelfinale einziehen wollen.

Aus Gent berichtet Alexander Barklage

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