offizielle Webseite

Liveticker

International

19.12.2013 - 17:17 Uhr


FC Bayern bei der Club-WM: Hauptsache, noch ein Titel!

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge mit den vier im Jahr 2013 bisher errungenen Trophäen

Zuletzt nahmen Rummenigge (2.v.r.) sowie die verletzten Bastian Schweinsteiger (l.) und Holger Badstuber (2.v.l.) den Preis als "Mannschaft des Jahres" entgegen

Der FCB-Boss lobt auch vor dem Endspiel der Club-WM wieder Trainer Pep Guardiola und dessen "unaufgeregtes und souveränes Auftreten"

Marrakesch - Die Spieler von Bayern München genossen ihren freien Tag im weltberühmten Basarviertel von Marrakesch oder in der weitläufigen Hotel-Anlage Four Seasons, und auch Karl-Heinz Rummenigge wirkte sehr entspannt.

Doch plötzlich suchte der Vorstandschef im Innenhof des Mannschaftsquartiers unter einem großen, roten Sonnenschirm krampfhaft nach einem Wort. "Ich weiß gar nicht - wie nennt man fünf Titel? Quintle? Ich weiß es nicht, das Wort kenne ich nicht", sagte er. (XL-Galerie: Die Bayern bei der Club-WM)

"Ein Geschenk Gottes, dass man dabei sein darf"

Doch egal, ob nun "Quintle" in Anlehnung an das Triple der Vorsaison oder "Mission5", wie es die eigene Medienabteilung formuliert, klar ist für Rummenigge: "Alle wollen den Titel." Das Jahr 2013, betonte er, habe er "genossen" - und er tut es noch.

"Es ist ein Geschenk Gottes, dass man dabei sein darf." Vor dem einen oder anderen Spiel sei er zwar noch immer nervös. Aber dann setze sich angesichts des meist überzeugenden, mitunter überragenden Auftretens der Mannschaft von Pep Guardiola schnell die Erkenntnis durch: "Wenn nichts völlig Verrücktes passiert, gewinnst du das Spiel." Immer. Gegen jeden Gegner. "Wir sind", sagte Rummenigge stolz, "ein Stück weit von der Muse geküsst beim FC Bayern."

Trotz aller Siege und Rekorde "nicht das Spinnen anfangen"

Mit Überheblichkeit oder der einst fast sprichwörtlichen Arroganz habe das freilich nichts zu tun. Außenseiter Raja Casablanca werde man im Endspiel der Club-WM am Samstag (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) mit Respekt begegnen. "Mit denen hat kein Mensch gerechnet, das muss Warnung genug sein. Wir werden sicher nicht den Fehler machen, arrogant ins Spiel zu gehen", sagte Rummenigge.

Überhaupt werde der FC Bayern angesichts der vielen Siege und Trophäen jetzt "nicht das Spinnen anfangen". Coach Guardiola lebe der Mannschaft diese Einstellung vor. Rummenigge lobte erneut das "unaufgeregte und souveräne Auftreten" des Spaniers, den er einen "positiv Verrückten" nannte.

Guardiola sieht leidenschaftlichen Gegner

Guardiola hat sich am Mittwoch beim sensationellen Halbfinalsieg Rajas gegen Atletico Mineiro aus Brasilien (3:1) von der Konterstärke und der unbändigen Leidenschaft der Marokkaner überzeugen können. Er berichtete Rummenigge und seinen Spielern von einem Gegner, der "sehr laufstark ist sowie taktisch relativ klug und diszipliniert" spielt, wie Rummenigge erzählte. Und von der hitzigen Atmosphäre im Grand Stade de Marrakesh.

Die marokkanischen Fans tobten und sangen dort, als ginge es um das Finale der "echten" WM. Und auf den Straßen von Marrakesch schien es, als habe sich die Nationalmannschaft mindestens erstmals seit 1998 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Bayern-Stars, die sich von zwei Reiseführern begleitet in die Souks (Märkte) unweit des Platzes Jemaa el-Fna wagten, dürften davon einen guten Eindruck bekommen haben (Casablanca entfacht Euphorie).

Nach der Krönung in den verdienten Urlaub

Ausgeruht, aber mit der nötigen Konzentration soll am Samstag der krönende Abschluss des Jahres gelingen. Danach ist bis zum 5. Januar, wenn der FC Bayern ins Trainingslager nach Katar aufbricht, frei.

"Es war eine wahre Hetzjagd durch den Spielkalender", sagte Rummenigge: "Wenn sich eine Mannschaft jemals einen Regenerationsurlaub verdient hat, dann diese." Und über ihm schien die marokkanische Sonne. 

Verwandte Artikel
Wettbewerbe

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH