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14.05.2014 - 21:07 Uhr


Bundesliga-Profis extrem gefragt für die WM

Ottmar Hitzfeld (l.) hat die größte Bundesliga-Abordnung in seinem Schweizer Kader - Xherdan Shaqiri ist auch dabei (© Imago)

Der in dieser Saison so treffsichere Mainzer Shinji Okazaki ist einer von sieben Bundesliga-Profis, die für Japan ran dürfen

Luiz Gustavo (l.) und Dante sind für Brasilien im Einsatz - Wolfsburg und die Bayern stellen unter den Bundesliga-Clubs mit wohl je sieben WM-Fahrern die meisten

München - Wenn vom 12. Juni bis zum 13 Juli bei der WM-Endrunde in Brasilien der Ball rollt, wird die Bundesliga immer wieder im Fokus stehen. In den 31 vorläufigen WM-Kadern neben Deutschland stehen insgesamt 61 Profis, die in der Bundesliga aktiv sind. Außerdem werden fünf Spieler aus der 2. Bundesliga für ihr Heimatland im Einsatz sein. 

Wie schon im Jahr 2010 berief der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld gleich neun Spieler aus Deutschlands Eliteliga - der Spitzenwert unter allen Teilnehmern. Angeführt wird die Aboordnung aus der Bundesliga von Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri. "Ich setze auf bewährte Kräfte und deshalb auf Spieler, die auch bei der ganzen Qualifikation dabei waren", sagte der frühere Bayern- und BVB-Trainer. 

Okazaki: "Erwartungen in Japan sehr groß"

Nach der Schweiz belegt Japan zusammen mit Bosnien-Herzegowina im Legionärs-Ranking der Bundesliga den 2. Platz. Nippon-Trainer Alberto Zaccheroni setzt auf sieben Spieler aus Deutschland. Der Mainzer Shinji Okazaki sorgte dabei für die meisten Schlagzeilen. Mit 15 Treffern stellte er einen Mainzer Torrekord in der Bundesliga auf und löste zudem Shinji Kagawa (14 Tore) als treffsichersten Japaner der Liga-Historie ab. "Viele unserer Spieler sind im Ausland tätig, einige in Top-Clubs, daher sind die Erwartungen in Japan sehr groß", sagte Okazaki, der glaubt, "dass wir zum ersten Mal die Chance haben, weiter als das Achtelfinale zu kommen."

Auch Bosniens Nationalcoach Safet Susic vertraut bei der Premieren-WM des noch jungen Landes auf sieben Bundesliga-Profis. Stuttgarts Vedad Ibisevic sorgte mit seinem Siegtor zum 1:0 in Litauen im letzten WM-Qualifikations-Match für die erste Teilnahme der Bosnier an einer Weltmeisterschaft überhaupt. Locker möchte das Team vom Balkan das Turnier aber keineswegs angehen. "Wir fahren nicht nach Brasilien, um Land und Leute kennenzulernen", sagte der zuletzt beim VfB glücklose Stürmer: "Wir wollen unser Land auf dem Platz würdig vertreten."

Mit geballter Bundesliga-Power geht auch Kroatien in die WM. Der frühere Bundesliga-Spieler Niko Kovac nominierte für den vorläufigen Kader ein deutsches Quintett - Mario Mandzukic (Bayern), Ivica Olic und Ivan Perisic (beide Wolfsburg) sowie Milan Badelj und Ivo Ilicevic (beide Hamburg) sind erst einmal mit von der Partie.

Bayern und Wolfsburg stellen die meisten WM-Fahrer

Innerhalb der Bundesliga liegen Meister FC Bayern München und der VfL Wolfsburg mit jeweils sieben WM-Fahrern an der Spitze. Dabei spielen die beiden einzigen Legionäre des Gastgeberlandes Brasilien bei den beiden Top-Clubs - Dante verteidigt für die Bayern, Luiz Gustavo sorgt im defensiven Mittelfeld des VfL für Ordnung. "Dante und Luiz Gustavo sind dabei wegen ihrer Position, die sie in ihren Mannschaften haben, und weil sie sich immer in exzellenter Form präsentiert haben", erklärte Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari: "Mir gefällt der Fußball dieser beiden Spieler sehr."

Und Dante versprach: "Ich werde alles geben, um der Mannschaft zu helfen, wo ich nur kann. Unser Ziel ist es, als Weltmeister dieses Turnier zu beenden."

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