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25.03.2013 - 10:50 Uhr


Bundesliga-Ballermänner auf nationaler Mission

Teemu Pukki (l.) erzielt den Ausgleichstreffer für Finnland beim Auftritt gegen Welt- und Europameister Spanien

Mario Mandzukic (l.) und Ivica Olic (2.v.l.) treffen für Kroatien im Prestige-Duell gegen Serbien

Für Österreichs Nationalteam treffen gleich drei Bundesliga-Spieler. Neben David Alaba (o.) tragen sich gegen die Färöer-Inseln auch noch Andreas Ivanschitz (u.) und Zlatko Junuzovic in die Torschützenliste ein

München - Von Pukki über Piszczek bis Mandzukic, Ibisevic und Junuzovic: 16 von 71 Treffern am vergangenen Spieltag der WM-Qualifikation auf das Konto von Bundesliga-Profis. Das ergibt einen bemerkenswerten Anteil von 22,53 Prozent. Selten zuvor verlief ein Länderspiel-Spieltag für Bundesliga-Legionäre so erfolgreich wie jener am vergangenen Freitag und Samstag.
Kroatien beispielsweise profitierte im Aufeinandertreffer mit Serbien vom Bundesliga-Duo Ivica Olic (VfL Wolfsburg) und Mario Mandzukic (FC Bayern). Beide trafen je ein Mal, Kroatien siegte 2:0.

Überraschung durch Pukki



Über das überraschendste Erfolgserlebnis kann jedoch Schalkes Teemu Pukki berichten. Der Finne versetzte Welt- und Europameister mit seinem 1:1-Ausgleich einen herben Dämpfer. Die Vorlage kam von einem weiteren Bundesliga-Akteur: Alexander Ring (Borussia Mönchengladbach).

Die Bundesliga-Spieler waren am vergangenen Spieltag in der WM-Qualifikation im wahrsten Sinne des Wortes Erfolgsgaranten. Hat ein Spieler eines Bundesligisten für sein Land getroffen, hat dieses anschließend gepunktet - mit einer Ausnahme. Polen verlor trotz des Treffers von Dortmunds Lukasz Piszczek zuhause gegen die Ukraine mit 1:3. BVB-Kollege Kuba hatte das Tor vorbereitet.

Ivanschitz und Co. schießen Färöer ab



Extrem positiv verlief hingegen das Länderspiel Österreichs gegen die Färöer-Inseln. Beim 6:0-Schützenfest trafen gleich drei Bundesliga-Spieler - Bayerns David Alaba, Mainz-Spielmacher Andreas Ivanschitz und Bremens Zlatko Junuzovic. Die Dänen Niki Zimling (Mainz) und Simon Kjaer (Wolfsburg) besorgten mit ihren Treffern den 3:0-Erfolg in Mazedonien beinahe im Alleingang.

Außerdem trafen noch Stuttgarts Vedad Ibisevic (Bosnien-Herzigowina), Hamburgs Rafael van der Vaart (Niederlande), Bremens Kevin De Bruyne (Belgien) und Bayerns Franck Ribery (Frankreich) für ihre Nationalmannschaften. Am Ende siegten alle vier Nationen souverän - ebenso wie die DFB-Elf, bei der mit Bastian Schweinsteiger, Mario Götze und Thomas Müller drei weitere Bundesliga-Profis knipsten. 3:0 siegte Deutschland in Kasachstan.

Farfan und Bance schlagen zu



Doch nicht nur in Europa sorgten Bundesliga-Spieler für Jubel. Pukkis Mannschaftskollege Jefferson Farfan etwa steuerte im Trikot der peruanischen Nationalelf den 1:0-Siegestreffer gegen Chile bei. Damit nährte der Offensivspieler die Hoffnungen auf die erste WM-Teilnahme Perus seit 1982 in Spanien.

Aristide Bance, der mit Burkina Faso im Januar beim Afrika-Cup überraschend den zweiten Platz erreicht, zeigte sich für sein Heimatland erneut treffsicher. Der Angreifer des FC Augsburg erzielte einen Treffer beim 4:0-Sieg über Niger.


Christoph Gailer
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