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International

02.09.2011 - 11:03 Uhr


Österreichs Legionäre

Gegner in der Bundesliga, bei "Rot-Weiß-Rot" vereint: Hannovers Emanuel Pogatetz (l.) und Martin Harnik vom VfB

Marko Arnautovic (l.) erzielte in dieser Saison bereits zwei Treffer für Bremen

Eisenharter Linksverteidiger: Christian Fuchs verdient sein Geld beim FC Schalke 04

David Alaba gilt als eines der größten Talente der Alpenrepublik. Er spielt beim FC Bayern

Hamburg - 25 Österreicher sind in der Bundesliga und 2. Bundesliga aktiv. Gleich acht von ihnen messen sich heute in der EURO-Qualifikation in Gelsenkirchen mit Deutschland (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker).
bundesliga.de hat die Leistung von Arnautovic, Alaba und Co. an den ersten Spieltagen in den beiden höchsten deutschen Spielklassen unter die Lupe genommen. Hannovers Neuzugang Daniel Royer wurde erst unter der Woche zum Transferschluss verpflichtet und kam noch nicht für die 96er zum Einsatz.
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Christian Fuchs (FC Schalke 04/42 Länderspiele/1 Länderspiel-Tor):

Beim 1. FSV Mainz 05 war Christian Fuchs in der vergangenen Saison absoluter Leistungsträger und Führungsspieler. Das soll in dieser Spielzeit beim FC Schalke 04 nicht anders werden. Sportlich ist der 25-Jährige schon jetzt nicht mehr aus dem Team der Knappen wegzudenken - er verpasste noch keine Minute in dieser Saison. Ausgerechnet in Mainz schoss er bereits am 3. Spieltag seinen ersten Pflichtspieltreffer für S04. 17 Mal war er an Torschüssen beteiligt, fünf Mal feuerte er selber ab. Vor dem Spiel gegen Deutschland gibt sich Fuchs im bundesliga.de-Interview zuversichtlich: "Wir spielen voll auf Sieg! Nein, im Ernst, eigentlich bleibt uns gar nichts anderes übrig. Beim Hinspiel in Wien haben wir gezeigt, dass wir uns nicht verstecken müssen."

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David Alaba (FC Bayern München/11/0):

Die Rechnung des FC Bayern München ging auf. Im Januar dieses Jahres lieh der Rekordmeister den Mittelfeldspieler nach Hoffenheim aus. Alaba drückte dem Spiel der Kraichgauer sofort seinen Stempel auf und kehrte nun voller Tatendrang zurück an die Isar. Zwar stehen bislang nach zwei Einsätzen "nur" 107 Spielminuten auf dem Datenblatt, aber Alaba spielt in den Planungen von FCB-Coach Jupp Heynckes eine wichtige Rolle, um immer wieder als Ersatz für die Superstars Franck Ribery und Arjen Robben einzuspringen. Gegen Deutschland rechnet er Österreich eine Chance aus: "Deutschland ist auf jeder Position top besetzt - und das praktisch doppelt. Sie haben große Qualität, sind klarer Favorit, vor allem nach dem Brasilien-Spiel, und haben praktisch keine Schwäche. Ein Sieg wäre ein Traum, aber warum sollte das nicht möglich sein?"

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Emanuel Pogatetz (Hannover 96/44/2):

Vielleicht war Emanuel Pogatetz der wichtigste Transfer von Hannover 96 in der vergangenen Saison. Welchen Stellenwert der Innenverteidiger für die Defensive der "Roten" wurde, zeigte sich schnell. Als Pogatetz nach dem 7. Spieltag verletzt ausfiel, kassierten die 96er in den nächsten fünf Spielen zwölf Gegentreffer. An den ersten vier Spieltagen bestach der 28-Jährige zwar wieder mit ausgezeichneten Zweikampfwerten am Boden und in der Luft, ein zu Null gab es für Hannover aber noch nicht. Für das Spiel gegen Deutschland hat Pogatetz eine Marschroute parat: "In erster Linie müssen wir versuchen, ihre Stärken zu unterbinden, ihnen keine Räume zu geben, damit sie nicht ins Spiel kommen. Vielleicht könnte es ein Problem für sie sein, wenn man sie früh unter Druck setzt."

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Julian Baumgartlinger (1. FSV Mainz 05/14/0):

Dass der Sprung in die Bundesliga nicht leicht sein würde, das wusste Julian Baumgartlinger schon vor seinem Wechsel von Austria Wien zum 1. FSV Mainz 05. Bei den "Veilchen" war er die treibende Kraft im Mittelfeld, bei den Rheinhessen saß Baumgartlinger angesichts starker Konkurrenz an den ersten vier Spieltagen zumeist nur auf der Ersatzbank. Zu zwei Einwechslungen reichte es bislang. Gegen Deutschland wird Baumgartlinger aber in der Startelf stehen und weiß auch schon, wie man dem Nachbarn beikommen kann: "Es wird wichtig sein, dass wir sehr kompakt und wirklich gut stehen, den Deutschen keine Sekunde Zeit lassen. Das wird entscheidend sein, denn wenn man die Deutschen ins Spiel kommen lässt und sie Räume vorfinden, nutzen sie diese gnadenlos aus."

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Martin Harnik (VfB Stuttgart/25/5):

Die Saison 2010/11 war die Saison des Martin Harnik. Beim 24-jährigen gebürtigen Hamburger platzte der Knoten. Neun Tore schoss er in 33 Spielen. Beim VfB Stuttgart hat Harnik in dieser Saison nun einen ganz anderen Status - und natürlich treten auch die Gegner Harnik mit mehr Respekt gegenüber. Dennoch traf er zum Saisonauftakt gegen Schalke 04 gleich wieder ins Schwarze, in der Folge tauchte er aber ein wenig ab, agierte etwas glücklos. Für die Partie gegen sein Geburtsland hat Harnik hohe Ziele: "Wir wollen aber mehr als nur eine gute Figur abgeben und ein vernünftiges Ergebnis abliefern. Wir wollen das Maximale rausholen."

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Marko Arnautovic (SV Werder Bremen/11/4):

Marko Arnautovic macht es sich zuweilen selbst schwer. Dabei hat der Bremer Angreifer Qualitäten, von denen andere Profis nur träumen dürfen. Zu Saisonbeginn rutschte er an der Weser in der Offensive ins zweite Glied. Doch er legte im Training noch einmal eine Schippe drauf, bekam seine Chance und nutzte sie. Drei Einsätze, zwei Tore. Tendenz, steigend. Es läuft in der Bundesliga für den 22-Jährigen. Und nach einer unfreiwilligen Pause in der Nationalmannschaft darf er sich nun gegen Deutschland wieder für sein Land beweisen. "Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", meint Nationaltrainer Didi Constantini.

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Erwin Hoffer (Eintracht Frankfurt/25/4):

Es war sicherlich kein einfacher Schritt für Erwin Hoffer, die Bundesliga zu verlassen. Auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft. Doch Hoffer hat sich seinen Wechsel von Kaiserslautern zu Eintracht Frankfurt gut überlegt. "Stefan Maierhofer hat auch zweite Liga gespielt und wurde für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Wenn ich meine Tore mache, ist es egal, in welcher Liga ich spiele", so Hoffer. Doch momentan hat Hoffer in der 2. Bundesliga seinen Stammplatz aus den ersten beiden Partien an den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas verloren. Dass sein Trainer Armin Veh nur mit einer Spitze auflaufen lässt, macht es für Hoffer nicht einfacher. Dennoch kam Hoffer bislang in jedem Saisonspiel zum Einsatz.


Michael Reis

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