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11.10.2011 - 21:14 Uhr


Dänemark schockt Portugal

Cristiano Ronaldo (l.) und seine Portugiesen müssen in die Relegation, Dänemark ist bei der EM dabei

Cristiano Ronaldo (l.) und seine Portugiesen müssen in die Relegation, Dänemark ist bei der EM dabei

München - Griechenland, Russland, Dänemark, Frankreich und Schweden haben das EM-Ticket gelöst, die Türkei dank deutscher Schützenhilfe die Playoffs erreicht: Am letzten Spieltag der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine war Nervenstärke gefragt. Dänemark schockte dabei Cristiano Ronaldos Portugiesen, die in die Relegation müssen.
Die Mannschaft von Trainer Morten Olsen setzte sich in der Gruppe H mit 2:1 (1:0) gegen den Vizeeuropameister von 2004 durch. Michael Krohn-Dehli (13.) und Nicklas Bendtner (63.) trafen für die Dänen, Cristiano Ronaldo (90.+2) per direktem Freistoß für die Portugiesen.

Nasri rettet Frankreich

Samir Nasri (78.) sicherte Ex-Europameister Frankreich das Direktticket zur EM, nachdem der ehemalige Wolfsburger Edin Dzeko (74.) beim 1:1 (0:1) im "Endspiel" der Gruppe D die Führung für die Bosnier erzielte hatte.

Dzeko und Co. müssen nunmehr als Gruppenzweite in die Playoffs wie auch die Kroaten, die in der Griechenland-Gruppe 2:0 (0:0) gegen Lettland gewannen. In Rijeka trafen der gebürtige Brasilianer Eduardo von Schachtjor Donezk (66. ) und der Wolfsburger Mario Mandzukic (72.) für die Gastgeber.

Russland souverän

Russland hat sich zum dritten Mal in Serie für die EM-Endrunde qualifiziert. Der Titelträger von 1960 sicherte sich durch ein souveränes 6:0 (4:0) gegen Andorra den Sieg in der Gruppe B vor Irland, das Verfolger Armenien mit 2:1 (1:0) auf Distanz hielt.

Im Moskauer Luschniki-Stadion sorgten Alan Dsagojew (5./44.), Sergej Ignaschewitsch (26.), Roman Pawljutschenko (30.), Denis Gluschakow (59.) und Dinijar Biljaletdinow (79.) für klare Verhältnisse gegen Fußballzwerg Andorra. Stuttgarts Pawel Pogrebnyak wurde in der 73. Spielminute eingewechselt.

Irland muss in die Relegation

Die von Giovanni Trapattoni trainierten Iren kämpfen in den Play-offs (11./12. und 15. November) um ihr EM-Ticket. Das Überraschungs-Team aus Armenien geriet in Dublin bereits in der 26. Spielminute in Unterzahl, als Torwart Roman Beresowski nach einer Notbremse die Rote Karte sah.

Ein Eigentor von Valeri Aleksanjan (43.) und der Treffer von Richard Dunne (59.) bescherten Irland eine 2:0-Führung. Henrich Mchitarjan (62.) gelang der Anschlusstreffer für die Gäste, die aber auch nach Gelb-Rot gegen Kevin Doyle (81.) nicht mehr die Wende schafften.

Schweden bester Gruppenzweiter

Schweden hat sich in letzter Sekunde direkt für die EM qualifiziert. Die Skandinavier schlugen den bereits als Gruppensieger feststehenden Vizeweltmeister Niederlande mit 3:2 (1: 1) und qualifizierten sich als bester Gruppenzweiter. Ein Doppelschlag durch Sebastian Larsson (52./Foulelfmeter) und Ola Toivonen (53.) bescherte Schweden den Dreier. Kim Källström (14.) eröffnete den Torreigen.

Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (23. ) glich mit seinem zwölften Treffer in der Qualifikation aus. Nach der Pause traf zunächst Dirk Kuyt (50.) zum 2:1 für die zuvor in neun Spielen siegreichen Niederländer, doch Schweden schlug postwendend mit dem Doppelschlag zurück.

Türkei dankt Deutschland

Die Kroaten gewannen zum Abschluss 2:0 (0:0) gegen Lettland und haben damit den Platz in den Playoffs (11./12. und 15. November) sicher.

Der Türkei reichte im letzten Spiel ein 1:0 (0:0) gegen das von Berti Vogts trainierte Aserbaidschan, um sich vor Belgien den 2. Platz hinter der DFB-Elf zu sichern. Während Burak Yilmaz (60.) den türkischen Sieg perfekt machte, unterlagen die Belgier in Düsseldorf der deutschen Mannschaft mit 1:3 (0:2). Im dritten Spiel der Gruppe A musste sich Österreich mit einem enttäuschenden 0:0 bei Schlusslicht Kasachstan begnügen.

Griechenland zittert sich durch

In der georgischen Hauptstadt Tiflis sorgten der eingewechselte Giorgos Fotakis von PAOK Saloniki (79.) und Charisteas (85.) für die Wende zugunsten der Griechen, bei denen Theofanis Gekas (Frankfurt), Sokratis Papastathopoulos (Bremen) und Kyriakos Papadopoulos (Schalke) in der Startelf standen. Der frühere Freiburger David Targamadze (19.) traf zur Fürhrung der Gastgeber, bei denen auch Lewan Kobiashvili (Hertha) und Alexander Iaschwili (Karlsruhe) mitwirken.

In Rijeka trafen der gebürtige Brasilianer Eduardo von Schachtjor Donezk (66.) und der Wolfsburger Mario Mandzukic (72.) für die Kroaten, bei denen Dortmunds Ivan Perisic eingewechselt wurde.

Estland darf auf EM-Debüt hoffen

Dank Sloweniens Schützenhilfe dürfen Estlands Fußballer in den Playoffs auf ihre erste Teilnahme an einer EM hoffen. Die Slowenen siegten 1:0 (1:0) gegen den estnischen Verfolger Serbien und sicherten den spielfreien Balten damit den 2. Tabellenplatz hinter Italien. Dare Vrsic (45.+1) besiegelte den Sieg.

Die bereits als Gruppensieger und Endrunden-Teilnehmer feststehenden Italiener gewannen zum Abschluss durch einen Doppelpack von Antonio Cassano (21./53.) und einem Eigentor von Gareth McAuley (74.) 3:0 (1:0) gegen Nordirland.

Tschechien überholt Schottland

Ebenfalls über die Playoffs können sich die Tschechen qualifizieren. Der Europameister von 1976 siegte am letzten Spieltag 4:1 (3:0) in Litauen und zog damit in der Gruppe I am bisherigen Tabellenzweiten Schottland vorbei, der bei den als Gruppensieger feststehenden Spaniern 1:3 (0:2) unterlag.

Der Leverkusener Michal Kadlec steuerte in Kaunas zwei Elfmetertreffer (2./85.) zum tschechischen Sieg bei, zudem war Jan Rezek (16./45.) doppelt erfolgreich. Welt- und Europameister Spanien feierte gegen die Schotten den achten Sieg im achten Qualifikationsspiel. Die Offensivstars David Silva (6./44.) und David Villa (54.) trafen in Alicante für die Iberer.
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