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Europa League

31.07.2014 - 21:07 Uhr


Okazakis Geistesblitz rettet Mainz den Sieg

Shinji Okazaki drückt den Ball noch vor der Pause zum glücklichen 1:0 über die Line (© imago)

Am Ende zählte für alle Mainzer im Stadion nur noch der Sieg

In der zweiten Hälfte bringt Mainz den Einsatz, der in Halbzeit Eins fehlte

Christoph Moritz versucht artisitisch auf 2: 0 zu erhöhen, scheitert aber (@imago)

Kollektiver Jubel und große Erleichterung der Mainzer kurz vor dem Gang in die Kabine

Zuvor bereitet besonders Ziguy Badibanga (l.) den Mainzern immer wieder Probleme

Insgesamt ist Tripolis in der ersten Halbzeit besser. Nikolce Noveski hatte ein ums andere Mal das Nachsehen (© imago)

Mit dieser schönen Choreo feiern die 05-Fans die Rückkehr ins internationale Geschäft (© imago)

Köln/Mainz - Der 1. FSV Mainz 05 hat die Tür zu den Play-offs der Europa League trotz einer wenig überzeugenden Leistung aufgestoßen. Beim Pflichtspieldebüt des neuen Trainers Kasper Hjulmand gewannen die Rheinhessen gegen Asteras Tripolis aus Griechenland nach großen Anlaufschwierigkeiten 1:0 (1:0) - und haben im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde am kommenden Donnerstag nun die Trümpfe in der Hand.

"Das Resultat ist sehr gut, aber die Leistung kann noch besser werden", sagte Hjulmand nach der Partie: "In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele technische Fehler und ein paar Mal Glück. Dann haben wir aber immer mehr die Kontrolle übernommen."

Torjäger Shinji Okazaki erzielte die Führung (45.) noch in der Schlussphase der sehr schwachen ersten Halbzeit. Der FSV hatte allerdings Glück, beim Lattentreffer von Pablo Mazza fünf Minuten zuvor nicht in Rückstand geraten zu sein.

Hjulmand sucht noch die ideale Startelf

Auf der Peloponnes muss sich der Tabellen-Siebte der vergangenen Saison deshalb steigern: Spielerisch überzeugten die Mainzer, die bei den bisherigen beiden Europa-Anläufen immer vor der Gruppenphase scheiterten, nur nach der Führung selten. Die Gastgeber waren drei Wochen vor dem Bundesligastart weit von ihrer Bestform entfernt, Hjulmand scheint seine ideale Elf noch nicht gefunden zu haben.

Vor 18.287 Zuschauern in der Mainzer Arena begann der FSV trotz klarer technischer Überlegenheit viel zu zögerlich. Die Offensivabteilung leistete sich leichtsinnige Abspielfehler, entwickelte in der Anfangsviertelstunde kaum Gefahr und agierte eher wie in einem Trainingsspiel. Der vom Hamburger SV umworbene spielstarke Mittelfeldakteur Nicolai Müller durfte nicht einmal auf der Bank sitzen - sein Abschied wird immer wahrscheinlicher.

Tripolis überzeugt mit Kampfgeist und Tempo

Die Gäste, die in der vergangenen Saison mit 28 Punkten Rückstand auf Meister Olympiakos Piräus Platz fünf in der heimischen Super League belegt hatten, überzeugten dagegen mit aggressivem Zweikampfverhalten und beherzten Angriffen über die rechte Seite des Mainzer Verteidigers Joo-Ho Park - sie wurden aber nicht belohnt. In der 30. Minute vergab Pablo De Blasis aus aussichtsreicher Position den bis dahin besten Angriff der Griechen, zehn Minuten später jagte Mazza den Ball an die Mainzer Latte.

Hjulmand, Nachfolger von Thomas Tuchel, setzte bei seinem Debüt zu Beginn nur auf einen der vier Neuzugänge, er brachte den chilenischen WM-Teilnehmer Gonzalo Jara als Rechtsverteidiger. Im Mittelfeld, das in der vergangenen Bundesliga-Saison zeitweise für Furore gesorgt hatte, mangelte es jedoch an Kreativität. Okazakis Führungstreffer kam aus dem Nichts und war ein Zufallsprodukt im Strafraum.

Mainz ohne letzte Konsequenz

Nur Sekunden nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte tauchte De Blasis freistehend vor dem Mainzer Tor auf, vergab aber erneut (46.). Auf der Gegenseite scheiterte Yunus Malli beim Versuch zu erhöhen (47.), akrobatisch aber erfolglos versuchte es Christoph Moritz in der 54. Minute per Fallrückzieher. Nach gut einer Stunde bekam der FSV die Partie besser in den Griff, allerdings ohne zwingend auf das für das Rückspiel noch beruhigendere zweite Tor zu spielen.

Mainz: Karius - Jara, Bell, Noveski, Park (70. Diaz) - Geis, Baumgartlinger (62. Brosinski) - Moritz, Malli, Koo (78. Zimling) - Okazaki. - Trainer: Hjulmand

Tripolis: Theodoropoulos - Lluy, Goian, Zisopoulos, Panteliadis - Badibanga (78. Kitoko), Munafo, Munafo (72. Tsokanis), Mazza - Rolle (64. Sankare) - De Blasis. - Trainer: Vergetis

Schiedsrichter: Manuel de Sousa (Portugal)

Zuschauer: 18.287

Tor: 1:0 Okazaki (45.)

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