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Europa League

02.10.2013 - 15:13 Uhr


Zwischen Euro-Euphorie und Liga-Pflicht

Weiter geht das Abenteuer Europa League: Eintracht Frankfurt gastiert im zweiten Spiel der Gruppenphase bei Apoel Nikosia

Das Auftaktmatch gewannen Tranquillo Barnetta (l.) und Co. klar mit 3:0 gegen den französischen Vertreter Girondins Bordeaux

Wenig Zeit zum Durchatmen: Am Sonntag steht für Trainer Armin Veh und seine Frankfurter schon das nächste Bundesligaspiel beim SC Freiburg an

Frankfurt am Main - Strahlender Sonnenschein, knapp 30 Grad Celsius, tiefblaues Mittelmeer: Für Eintracht Frankfurt scheint auf Zypern alles für einen weiteren europäischen Festtag angerichtet. Doch mit Blick auf das zweite Gruppenspiel in der Europa League bei APOEL Nikosia mahnt vor allen Dingen Neuzugang Tranquillo Barnetta vor allzu viel Euro-Euphorie.
"Wenn wir nur die internationalen Spiele als Highlight ansehen, dann bekommen wir Probleme, uns auf die Bundesliga zu konzentrieren", sagte der Schweizer Mittelfeldspieler, seit dessen Mittun die Frankfurter kein Spiel (drei Siege, zwei Unentschieden) verloren haben.

Mäßiger Start in der Bundesliga



Barnetta weiß als ehemaliger Leverkusener um die Tücken einer Mehrfach-Belastung. Am Donnerstag bestreiten die mit acht Punkten aus sieben Partien nur mäßig in die Bundesliga gestarteten Hessen ihr fünftes Spiel in den vergangenen zwei Wochen.

Doch das Abenteuer Europapokal nach siebenjähriger Abstinenz sorgt immer noch für leuchtende Augen bei den Eintracht-Profis. "Die Begeisterung und die Vorfreude der Mannschaft ist wirklich spürbar", betonte Außenverteidiger Bastian Oczipka. Wohlwissend, dass der Tabellendreizehnte der Bundesliga nach dem 3:0 zum Auftakt gegen Girondins Bordeaux nun mit einem Erfolg auf Zypern (ab 20:50 Uhr im Live-Ticker) einen vorentscheidenden Schritt Richtung K.o.-Runde machen könnte.

Dass dies reine Formsache sein wird, davon ist ein ehemaliger Frankfurter überzeugt. "Qualitativ ist die Eintracht klar besser, und wenn sie ihre Leistung bringen können, werden sie als klarer Sieger vom Platz gehen. Ich tippe auf ein 2:1", sagte der frühere Eintracht-Kapitän Ioannis Amanatidis im Heimspiel des hr-Fernsehen. Der Grieche hält viel vom Status quo der Hessen: "Die ganze Entwicklung strahlt Zuversicht aus."

Frankfurt ohne Torjäger Meier



Dementsprechend selbstbewusst nehmen die Frankfurter, unterstützt von etwa 2.000 Anhängern, die Aufgabe beim zypriotischen Rekordmeister APOEL Nikosia (22 Meistertitel, 19 Pokalerfolge) in Angriff. "Es liegt an uns, zwei frühe Tore zu erzielen, um den Bann zu brechen", sagte der 28-jährige Barnetta, den Sportdirektor Bruno Hübner ausdrücklich lobte: "Seine Verpflichtung war ein ganz wichtiger Transfer."

Vor allen Dingen angesichts des Ausfalls von Torgarant Alexander Meier (Oberschenkelverletzung), der in Nikosia wie auch Kapitän Pirmin Schwegler (Innenbandriss) weiterhin fehlen wird.

Zuletzt forcierte Veh mit Training hinter verschlossenen Türen die Besinnung auf das Wesentliche. Damit die Vorbereitung auf das nächste Bundesligaspiel am Sonntag beim SC Freiburg nicht leidet, fliegt der Eintracht-Tross bereits in der Nacht zum Freitag um 3:10 Uhr zurück in die Mainmetropole.


Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Nikosia: Urko - Mario Sergio, Joao Guilherme, Borda, Helder Cabral - Nuno Morais, Marcelo Oliveira, Vinicius - Charalambidis, Aloneftis - Goncalves

Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Russ - Rode, Flum, Barnetta - Aigner, Kadlec

Schiedsrichter: Alexandru Dan Tudor (Rumänien)
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