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Europa League

19.09.2013 - 20:52 Uhr


Traum-Start: Eintracht schlägt Bordeaux

Jubelarien von Eintracht Frankfurt um Marco Russ (2.v.l.), Constant Djakpa (l.), Tranquillo Barnetta (3.v.l.), Sebastian Rode (r.) und Takashi Inui beim 3:0-Erfolg über Girondins Bordeaux zum Europa-League-Auftakt

Defensiv lassen die Hessen um SGE-Kapitän Sebastian Jung (M.) und Stefan Aigner (r.) gegen Nicolas Maurice-Belay nichts anbrennen

Schon in der 4. Minute netzt Vaclav Kadlec (2.v.r.) zur frühen 1:0-Führung der Hessen ein. Aigner (l.) sorgt für die Vorarbeit

Im Sechzehner lässt Kadlec (l.) Schlussmann Cedric Carrasso (r.) keine Abwehrchance. Abdou Traore (v.) und Lucas Orban können nur noch zuschauen

Die Eintracht um Rode (l.), Barnetta (v.), Jung (r.), Kadlec (M.), Aigner (2.v.r.) und Inui tritt zu Beginn der Partie mutig und offensiv auf

Barnetta (l., gegen Orban) bereitet wenig später das 2:0 von Russ (nicht im Bild) mustergültig vor

Nach dem Seitenwechsel verwandelt Djakpa (2.v.r.) dann einen direkten Freistoß zum 3:0

Gegen Aigner (r.) kommt Orban Mitte der zweiten Hälfte zu spät und sieht für seine Notbremse kurz vor dem Strafraum die Rote Karte. In Überzahl lässt die SGE nichts mehr anbrennen - es bleibt beim 3:0!

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt hat den Rückenwind aus der Bundesliga mitgenommen und in Europa zum Höhenflug angesetzt. 2.472 Tage nach dem letzten Gruppenspiel auf der internationalen Bühne feierten die Hessen mit dem 3:0 (2:0) gegen Girondins Bordeaux ein Traum-Comeback und in der Gruppenphase der Europa League damit einen Auftakt nach Maß.
"Es ist ist begeisternd, wie unsere Fans und unsere Mannschaft aufgetreten sind. Das Team war von Anfang an konzentiert und hat kaum Chancen zugelassen", sagte Sportdirektor Bruno Hübner im "Sky"-Interview nach dem gelungenen Europapokal-Abend, den die Frankfurter in vollen Zügen genossen: "Die Euphorie ist riesig, und wir saugen sie auf, das tut uns gut."

Absolut verdienter Sieg



Vaclav Kadlec (4.), Marco Russ (16.) und Constant Djakpa (52.) erzielten vor 44.000 Zuschauern die Tore gegen den französischen Pokalsieger, der nach einer Notbremse von Lucas Orban (62.) in Unterzahl spielte und im Tableau F wohl Frankfurts ärgster Widersacher im Kampf um den Gruppensieg sein wird. Der nächste Spieltag führt die Eintracht am 3. Oktober zu Apoel Nikosia nach Zypern, dritter Gegner ist der israelische Meister Maccabi Tel Aviv.

Der Erfolg ausgerechnet am 19. September könnte für den Bundesligisten zudem ein gutes Omen sein: Bereits vor 34 Jahren war die Eintracht an jenem Datum in die Europapokal-Saison gestartet - am Ende stand mit dem Gewinn des UEFA-Cups der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte zu Buche.

Blitzstart der Hessen



Mit einer starken Anfangsphase legten die Frankfurter den Grundstein für den hochverdienten Erfolg. Der tschechische Neuzugang Kadlec, der in den Playoffs gegen FK Karabach Agdam noch nicht spielberechtigt gewesen war, drosch im Strafraum stehend den Ball zur frühen Führung in die Maschen, Russ verwertete ein halbhohes Zuspiel von Tranquillo Barnetta per Direktabnahme zum zweiten Treffer. Schon zuvor (14.) hätte der agile Schweizer Barnetta den furiosen Frankfurter Auftakt veredeln können - am zweiten Pfosten rauschte er an der scharfen Hereingabe von Takashi Inui aber knapp vorbei.

Nach etwa 20 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der auch Bordeaux vereinzelt Lücken in der Frankfurter Abwehr fand. Die beste Chance der Gäste ließ Andre Poko (25.) mit einem Kopfball knapp neben das Gehäuse aber aus. Auf der anderen Seite scheiterten kurz vor der Pause nach Kontern Inui und Barnetta.

Djakpa verwandelt direkten Freistoß



Frankfurts Trainer Armin Veh veränderte seine Startformation im Vergleich zum 3:0-Erfolg am Wochenende bei Werder Bremen nur auf einer Position. Für den verletzten Bastian Oczipka rückte Djakpa nach, zudem fehlten die Leistungsträger Pirmin Schwegler, Jan Rosenthal und Alex Meier.

Auch nach der Pause kamen die Hausherren besser aus der Kabine. Djakpa sorgte mit seinem Freistoß aus dem Lehrbuch für noch deutlichere Verhältnisse. Trotz des komfortablen Polsters hielt Frankfurt in der Folge das Tempo hoch und setzte die Gäste mit Pressing vor allem im Mittelfeld immer wieder unter Druck. Den Angriffsbemühungen fehlten dann aber die letzte Entschlossenheit und Präzision.

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Djakpa - Russ - Rode (69. Celozzi), Barnetta - Aigner, Inui (46. Flum) - Kadlec (81. Lakic).

Girondins Bordeaux: Carrasso - Faubert (46. Chalme), Henrique, Brechet, Orban - Traore, Poko (69. Ben Khalfallah), Sertic, Maurice-Belay (64. Poundje) - Rolan, Jussie.

Schiedsrichter: Marriner (England)

Tore: 1:0 Kadlec (4.), 2:0 Russ (16.), 3:0 Djakpa (52.)

Zuschauer: 44.000

Rote Karte: Orban (62./Notbremse)

Gelbe Karten:Russ, Celozzi - Rolan, Traore

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