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Europa League

28.11.2013 - 23:07 Uhr


Trapp und Lanig sichern Weiterkommen

"Heimspiel" in Bordeaux: Die rund 12.000 Frankfurter Fans sind einheitlich in Orange gekleidet und unterstützen die Elf auf dem Rasen lautstark

Vaclav Kadlec (l.) und Co. erwischen den besseren Start gegen die Franzosen. Nach knapp 20 Minuten kippt das Spiel aber - Bordeaux wird stäker und kommt besonders zwischen der 50. und 70. Minute zu Chancen

Auf beiden Seiten werden die Angriffsbemühungen lange nicht belohnt, was auch an den starken Torhütern liegt

Besonders Kevin Trapp (r.) erwischt einen herausragenden Tag. Der Keeper hält die Frankfurter mit drei starken Paraden in der Partie...

ehe der eingewechselte Martin Lanig (3.v.l.) in der 83. Minute für den 1:0-Endstand sorgt

Bordeaux - Im gefühlten Heimspiel von Bordeaux hat Eintracht Frankfurt seine Ergebniskrise beendet und steht vorzeitig in der K.o.-Runde der Europa League. Die Hessen feierten durch ein 1:0 (0:0) beim französischen Pokalsieger Girondins Bordeaux ihren vierten Erfolg im fünften Vorrundenspiel und haben den Sieg in der Gruppe F bereits sicher.
"Wir sind sehr glücklich. Auch wenn wir sehr nervös waren. Es war wichtig, kein Gegentor zu bekommen. Ich hätte nicht geglaubt, dass wir nach dem fünften Spieltag als Gruppenerster schon durch sind. Das freut uns alle sehr", sagte Armin Veh nach dem Spiel.

Erstmals seit 1995 in der K.o.-Runde



Vor 19.013 Zuschauern, darunter die Euro-Rekordinvasion von 12.000 Eintracht-Anhängern, besiegelte der eingewechselte Martin Lanig (83.) den ersten Sieg der ersatzgeschwächten Frankfurter nach zuvor acht Pflichtspielen ohne Erfolg. Torhüter Kevin Trapp hatte seine Mannschaft mit glänzenden Paraden zuvor im Spiel gehalten.

Damit ist das Team von Trainer Armin Veh vor dem letzten Gruppenspiel gegen APOEL Nikosia am 12. Dezember nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen. Es ist das erste Mal seit 19 Jahren, dass die Frankfurter in einem Europacup-Wettbewerb überwintern. Die Zwischenrunde der letzten 32 Teams findet am 20./27. Februar 2014 statt.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir das dingfest gemacht haben. Jetzt können wir mit Selbstvertrauen nach Hause fahren", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode bei "Kabel1".

Gute Frankfurter Anfangsphase



Die Gäste waren in der Anfangsphase klar überlegen und machten im Mittelfeld die Räume eng. Nach Flanke von Vaclav Kadlec köpfte Sebastian Rode aber weit am Girondins-Gehäuse vorbei (6.). Auch in der Folge ließen es die Frankfurter in Strafraumnähe an Zielstrebigkeit vermissen.

Mitte der ersten Halbzeit kam Bordeaux dann besser ins Spiel und hatte die größeren Chancen. Doch Eintracht-Schlussmann Trapp rettete glänzend gegen den freistehenden Henri Saivet (23.). Die Abwehr des Tabellenfünfzehnten der Bundesliga bekam besonders Girondins-Stürmer Cheick Diabate nicht in den Griff, der per Kopf immer gefährlich war (5./34.).

Trapp hält überragend - Lanig trifft



Veh hatte seine Mannschaft im Vergleich zum vorangegangenen Bundesligaspiel gegen Schalke 04 (3:3) auf zwei Positionen verändert. In der Innenverteidigung kam der 18-jährige Marc-Oliver Kempf zu seinem Saisondebüt und ersetzte Marco Russ (Muskelfaserriss). Im Mittelfeld feierte Kapitän Pirmin Schwegler sein Startelf-Comeback nach knapp dreimonatiger Pause wegen einer Knie-Operation. Dem Schweizer Nationalspieler war die fehlende Spielpraxis aber anzumerken. Wie bereits am vergangenen Samstag fehlten die verletzten Alexander Meier, Bamba Anderson und Stefan Aigner.

Nach dem Wechsel forcierte der französische Pokalsieger den Druck, doch Kadlec hatte zunächst die Führung für die Veh-Elf auf dem Fuß. Der Tscheche verfehlte aus fünf Metern aber das Ziel (48. ). In der Folge war erneut der bärenstarke Trapp auf dem Posten. Zunächst lenkte der 23-Jährige einen Fallrückzieher von Saivet um den Pfosten (56.). Nur acht Minuten später klärte Trapp aus kürzester Distanz gegen Saivet. Nach Hereingabe von Tranquillo Barnetta traf der in der 66. Minute eingewechselte Lanig dann zur Führung.

12.000 Fans: Europa-League-Rekord



Bereits vor dem Anpfiff war alles bereitet für ein Hessen-Fest an der Atlantikküste. Allein knapp 100 Busse und insgesamt geschätzte 12.000 Fans hatten sich auf den Weg von der Mainmetropole ins rund 1.200 Kilometer entfernte Bordeaux gemacht. Das bedeutete Euro-Rekord: So eine große Fan-Bewegung hatte es in der Europa-League-Gruppenphase zuvor noch nie gegeben.


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