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Europa League

20.02.2014 - 23:00 Uhr


Starkes Comeback lässt Eintracht träumen

Eintracht Frankfurt jubelt - das Remis in Porto stößt die Tür ins Achtelfinale der Europa League weit auf

Die Eintracht zeigt in der ersten Halbzeit beim FC Porto eine ordentliche Leistung. Ricardo Quaresma (r., im Zweikampf mit Sebastian Rode) und Porto haben viel Ballbesitz, aber keine wirklich zwingenden Torchancen

Doch dann packt Quaresma (r.) tief in die Trickkiste. Der Portugiese schockt die Eintracht kurz vor der Pause und trifft per Traumtor zur Führung

Bitter zudem: Marco Russ (l., im Zweikampf mit Josue) sieht nach einem Foulspiel eine Gelbe Karte mit Folgen: Er ist für das Rückspiel gesperrt

Nach der Pause darf Porto erneut jubeln. Die Gastgeber erhöhen nach einem Freistoß durch Varela (r.) auf 2:0

Doch Frankfurt kommt schnell zurück. Erst trifft Joselu (M.) mit einem satten Rechtsschuss zum Anschluss,...

...dann trifft Portos Verteidiger Alex Sandro (2.v.r.) bei einer Rettungsaktion unglücklich ins eigene Netz und sichert der Eintracht das zweite Auswärtstor und das Remis

Porto - Dank eines starken Comebacks ist Eintracht Frankfurt seinem Achtelfinal-Debüt in der Europa League einen großen Schritt näher gekommen. Die in der Bundesliga abstiegsgefährdeten Hessen erreichten im Zwischenrunden-Hinspiel beim favorisierten FC Porto nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 (0:1) und erspielten sich eine hervorragende Ausgangsposition für das zweite Duell am Donnerstag (27. Februar, ab 18:45 Uhr im Live-Ticker) in Frankfurt.

Im Estadio do Dragao brachte Joselu (72.) die Eintracht nach den Gegentoren durch Ricardo Quaresma (44.) und Varela (68.) zurück, Portos Abwehrspieler Alex Sandro (77.) unterlief ein kurioses Eigentor zum Ausgleich. "Wie wir zurückgekommen sind, war wirklich bärenstark. Jetzt haben wir eine geniale Ausgangslage", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Doch Trainer Armin Veh warnte vor verfrühter Euphorie: "Porto ist auswärts genauso stark. Das Ergebnis gibt uns aber die Chance, weiter zukommen. Es wird aber unheimlich schwer."

Die Frankfurter haben in dieser Saison nur eins von neun Spielen auf internationaler Bühne verloren (sieben Siege). Allerdings liegt das Augenmerk eindeutig auf der Liga, in der der Zwölfte am Sonntag den Tabellen-Nachbarn Werder Bremen empfängt (Vorschaufakten). In einem möglichen Europa-League-Achtelfinale (13./20. März) würde auf die Veh-Elf der SSC Neapel oder Swansea City warten.

Schwegler rechtzeitig fit

Vor rund 6.000 eigenen Fans begann die Eintracht mutig und attackierte früh. Der Champions-League-Sieger von 2004, gespickt mit fünf Brasilianern, hatte allerdings die erste Chance. Doch eine Hereingabe von Varela verpasste der letztjährige Liga-Torschützenkönig Jackson (7.) knapp.

In der Folge übernahm der einstige Weltpokalsieger aus Porto immer mehr die Initiative, Frankfurt konnte sich aber lange auf seinen Schlussmann Kevin Trapp verlassen. Zunächst klärte der 23-Jährige gegen Hector Herrera (15.), zwei Minuten später entschärfte er einen Drehschuss des überragenden Jackson. Bezeichnend, dass es erneut der Kolumbianer war, dessen Schlenzer nach gut einer halben Stunde hauchdünn über das Tordreieck strich.

Schock vor der Pause

Der in Bestbesetzung angetretenen Eintracht indes gelang im Spiel nach vorne lange wenig. Rode (26.) scheiterte bei einem der wenigen Entlastungsangriffe an Porto-Torhüter Helton. Rode war wenig später auch der Wegbereiter der portugiesischen Führung. Er verlor den Ball im Mittelfeld an Quaresma, der diesen von der linken Strafraumgrenze an den rechten Innenpfosten schlenzte. Von dort sprang er zum Entsetzen des machtlosen Trapp ins Tor.

Trainer Armin Veh hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Pleite bei Borussia Dortmund (0:4) am vergangenen Wochenende auf fünf Positionen verändert. Kapitän Pirmin Schwegler feierte sein Comeback, nachdem er vor knapp zwei Wochen eine Knorpelfraktur am unteren Rippenbogen erlitten hatte. 

Joselu gelingt schneller Anschluss

Zudem kehrten die in Dortmund geschonten Defensivspezialisten Carlos Zambrano und Rode zurück in die Startelf der Hessen, die erstmals seit 19 Jahren im Europacup überwintert hatten.

Nach dem Wechsel drückte die Eintracht auf den Ausgleich. Nach einem Freistoß von Bastian Oczipka köpfte Joselu Helton in die Arme (50.). Eine Unachtsamkeit in der Abwehr brachte auf der anderen Seite Varela in Stellung, der aus kurzer Distanz einschob. Doch Joselus Treffer brachte den Anschluss. Dann köpfte Russ, Helton hielt, und Alex Sandro schoss an die Unterlatte - 2:2. 

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