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Europa League

27.11.2013 - 15:11 Uhr


SCF in Liberec mit dem Rücken zur Wand

Freiburg (mit Abwehrspieler Matthias Ginter, r.) muss in Liberec punkten, um überhaupt noch eine Chance aufs Sechzehntelfinale zu haben (© Imago)

"Wir wollen das Endspiel gegen Sevilla haben", verdeutlicht Admir Mehmedi (l.) (© Imago)

Die Elf von Trainer Christian Streich liegt in Gruppe H derzeit drei Punkte hinter den Tschechen (© Imago)

Freiburg - Der Zwiespalt der Gefühle beim SC Freiburg könnte kaum größer sein. Eigentlich, betont Trainer Christian Streich immer wieder, sei die Europa League ja ein "Abenteuer", die Belohnung für die starke vergangene Saison. "Nur: Welchen Preis zahlen wir dafür?", fragte der eigenwillige Coach zu Recht in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Einen enorm hohen."
 
 
Die Ausgangssituation vor dem vorentscheidenden Gruppenspiel bei Slovan Liberec am Donnerstag (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker) ist deshalb Fluch und Segen zugleich. Der Sport-Club muss zwingend gewinnen oder ein Unentschieden mit mindestens zwei eigenen Toren erreichen, um überhaupt noch eine Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde zu haben.

Drei Punkte Rückstand auf Liberec



Der dreimalige tschechische Meister liegt in der Gruppe H drei Punkte vor den Breisgauern (drei) auf Platz 2. Das vorzeitige Aus aber wäre für den Abstiegskampf in der Liga, wo Freiburg trotz des 1:0 bei Eintracht Braunschweig am Samstag nur Relegationsplatz 16 belegt, langfristig hilfreicher - nur, welcher Fußballer verliert freiwillig?

"Wir wollen unbedingt diese drei Punkte", betonte der Schweizer Admir Mehmedi: "Um dann gegen Sevilla das richtige Endspiel zu haben." Trotz der enormen Doppelbelastung für das junge und vor der Saison fast komplett umgebaute Team schielt auch Streich auf den ersten Sieg auf europäischen Parkett - um am Sonntag mit einem Erfolgserlebnis zu Borussia Mönchengladbach zu reisen. "Man fährt mit einem Sieg im Rücken ganz anders zum nächsten Spiel", sagte der 48-Jährige.

Höfler und Guede gesperrt



Verzichten muss Streich allerdings neben den verletzten Stammspielern Julian Schuster (Ermüdungsreaktion im Fuß), Jonathan Schmid (Knieprobleme) und Mensur Mujdza (Sehneneinriss) auch auf die gesperrten Nicolas Höfler und Karim Guede, die beim 0:0 bei GD Estoril vom Platz geflogen waren. Ob Hoffnungsträger Vladimir Darida (Bauchmuskelzerrung), der im Sommer vom tschechischen Meister Viktoria Pilsen nach Freiburg gewechselt war, rechtzeitig fit wird, ist fraglich.

Diesen gefährlichen Mix aus Verletzungen und Rückschlägen der vergangenen Wochen habe Streich "noch nie annähernd so erlebt, es ist furchtbar. Du kannst Anspannung auf Dauer ja nur aushalten, wenn du auch immer wieder mal Erfolgserlebnisse hast", sagte er: "Ich hätte die Jungen gern langsam aufgebaut, aber jetzt müssen sie ran."

Krmas: "Nicht einfach, dort zu spielen"



Dabei helfen werden beim Tabellenvierten der tschechischen Liga, der seine Generalprobe am Samstag gegen Dukla Prag 0:1 verlor, rund 1.300 SC-Fans, die sich bei Minustemperaturen allerdings nicht nur wegen des Endspielcharakters "warm anziehen" sollten, sagte Freiburgs tschechischer Abwehrspieler Pavel Krmas in der "Badischen Zeitung": "Es ist nicht einfach, dort zu spielen."


Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Liberec: Kovar - Frydek, Kelic, Kovac, Kusnir - Kalitvintsev, Pavelka, Rybalka, Sackey - Rabusic, Sural

Freiburg: Baumann - Sorg, Ginter, Höhn, Günter - Coquelin, Fernandes - Mehmedi, Pilar - Hanke, Freis

Schiedsrichter: Martin Hansson (Schweden)
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