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Europa League

22.08.2013 - 10:08 Uhr


Rambazamba in Rijeka: VfB unter Druck

Verwandelt sich die Idylle am Donnerstag zum Hexenkessel? Das Stadion Kantrida von HNK Rijeka

Hängende Köpfe bei Martin Harnik, Cacau und Vedad Ibisevic (v.l.n.r.): Der VfB startete mit zwei Pleiten in die Saison

Entsprechend unzufrieden sind die Bosse: Trainer Bruno Labbadia (l.) mit Sport-Vorstand Fredi Bobic

Rijeka/München - In Rijeka, sagt Fredi Bobic, sei richtig Rambazamba. "Durch den Felsen hallt es dort wahnsinnig." Der Sportvorstand des VfB Stuttgart weiß, wovon er spricht. Der 41-Jährige hat sein letztes Karrieretor als Profi der "Bijeli" im Kantrida-Stadion an der kroatischen Adriaküste erzielt.
Auch beim VfB könnte es unheimlich laut und vor allem ungemütlich werden - wenn die Schwaben die Europa-League-Gruppenphase verpassen.

"Dürfen nicht den Teufel an die Wand malen"



Das Weiterkommen in der Playoff-Runde gegen HNK Rijeka (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) ist Pflicht für die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia. Im Hinspiel am Donnerstag soll dafür der Grundstein gelegt und damit nicht zuletzt ein wenig Erfolgsdruck genommen werden.

Nach den zwei Pleiten in der Bundesliga und den zuvor ebenso wenig ruhmreichen Auftritten im DFB-Pokal und der Europa-League-Qualifikation ist der Lärmpegel im Ländle unangenehm stark ansteigend. "Wir dürfen jetzt nicht den Teufel an die Wand malen und vor allem nicht in Panik verfallen", sagte Martin Harnik dennoch. Der VfB sei in der Liga gegen Mainz und Leverkusen ja nicht untergegangen.

Aber doch leer ausgegangen - und dies trotz eines qualitativ auch in der Breite verstärkten Kaders und teils vollmundiger Ankündigungen vor den ersten Pflichtspielen. Bobic ("Irgendwann musst du punkten") fordert sofort andere Ergebnisse. Harnik fühlt sich wie in einer Zeitschleife, denn ein schlechter Start ist schon Gewohnheit bei den Schwaben. "Und täglich grüßt das Murmeltier. Irgendwie müssen wir jedes Jahr die gleiche Frage beantworten", sagte er.

Misstöne im Umfeld



Und eben bereits deutlich vernehmbare Misstöne aus dem Umfeld ertragen. Doch Bobic redet die Unmutsäußerungen vorerst klein. "Wenn es mal einzelne Pfiffe gibt, dann werden daraus häufig große Geschichten gemacht. Daran möchte ich mich nicht beteiligen", sagte er dem "SWR".

In Rijeka wird sich der VfB einer sicher heißblütigen und vielleicht auch feindseligen Atmosphäre gegenübersehen. Die 10.500 Karten für die Begegnung waren rasch vergriffen, zudem wird HNK auch ohne den gesperrten Kapitän Dario Knezevic mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein antreten. In der Liga hat die Elf um Torjäger Leon Benko, der von 2006 bis 2008 wenig erfolgreich beim 1. FC Nürnberg spielte, noch nicht einmal verloren.

"Willkommene Abwechslung zur Liga"



Für Bobic zählt gleichwohl nur ein Sieg. "Die Play-offs können eine willkommene Abwechslung zur Liga sein, um uns Selbstvertrauen zu holen", sagte er. Die Mannschaft, versicherte Moritz Leitner, werde "alles herausholen".

Christian Gentner ergänzte: "Wir wollen den Schritt gehen und die Europa League fix machen. Wir müssen diese Hürde nehmen. Das ist Ziel und Pflicht."

Das Stadion an der Kvarner Bucht, sagte Bobic noch, sei ein "traumhafter Ort, um Fußball zu spielen". Es bleibt abzuwarten, ob er das nach dem Auftritt des VfB immer noch so sieht.


Die voraussichtlichen Aufstellungen:

HNK Rijeka: Vargic - Boras, Leskovic, Maric, Tomecak - Zlomislic, Males - Kvrzic, Alispahic, Sharbini - Benko. - Trainer: Matjaz Kek

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Schwaab, Rüdiger, Rausch - Gentner, Boka - Harnik, Leitner, Traore - Ibisevic. - Trainer: Bruno Labbadia

Schiedsrichter: Bas Nijhuis (Niederlande)
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