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Europa League

24.10.2013 - 23:02 Uhr


Frankfurt mit einem Bein in K.o.-Runde

Hier jubelt er noch als Vorbereiter: Alexander Meier (M.) bereitete das 1:0 von Vaclav Kadlec (2.v.l.) mit einem wuchtigen Kopfball vor. Später trifft Meier auch noch selbst

Frankfurt geht mit viel Selbstbewusstsein in die Partie - in der Europa League haben die Hessen um Kapitän Sebastian Jung (u., 2.v.l.) beide Spiele gewonnen

Und Marco Russ (l.) und die Seinen haben die Partie gut im Griff. Das frühe Tor von Kadlec hilft natürlich

Auch die Gelb-Rote Karte von Tal Ben Haim (3.v.l.) in der 34. Minute spielt der Eintracht in die Karten

Meier (2.v.r.) stellt in der 53. Minute auf 2:0 - wieder nutzt er seine Überlegenheit im Kopfballspiel, diesmal nach einer Ecke von Tranquillo Barnetta. Letztlich ist es ein ungefährdeter Sieg für die Eintracht

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt hat seine weiße Weste in der Europa League gewahrt und die Tür zur K.o.-Runde weit aufgestoßen. Die in der Bundesliga schwächelnden Hessen gaben sich beim 2:0 (1:0) gegen Israels Meister Maccabi Tel Aviv keine Blöße und bauten ihre Führung in der Gruppe F dank des dritten Siegs im dritten Spiel auf fünf Punkte aus. Das eine knappe Stunde in Überzahl agierende Team von Trainer Armin Veh benötigt aus den ausstehenden drei Partien noch einen Punkt, um im Europacup überwintern zu können.
Vor 40.800 Zuschauern besiegelten Vaclav Kadlec (13.) und Alexander Meier (53.) den verdienten Erfolg der allerdings wenig effektiven Gastgeber, die in diesem Jahr nach siebenjähriger Abstinenz wieder auf die internationale Bühne zurückgekehrt sind. Die Pflichtaufgabe erleichterte die Gelb-Rote Karte gegen Maccabi-Profi Tal Ben Haim in der 34. Minute wegen Handspiels. Bereits am 7. November könnten die Frankfurter, die weiterhin ohne Gegentor sind, beim Rückspiel in Tel Aviv den Einzug in die Zwischenrunde der besten 32 Mannschaften endgültig perfekt machen.

"Ich glaube, dass wir schon durch sind", meinte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen nach Abpfiff sogar. "Wenn wir es jetzt nicht schaffen, in die nächste Runde zu kommen, dann weiß ich es auch nicht", sagte auch Sebastian Rode und richtete den Blick schon auf die Bundesliga: "Wir müssen das Selbstvertrauen mitnehmen, wir haben ja wieder gesehen, dass wir es können." Auch Torschütze Meier hofft auf Rückenwind für den Alltag: "Wir brauchen endlich einmal wieder einen Dreier in der Liga, damit wir Abstand nach unten bekommen."

Kadlec steht goldrichtig



Die zuletzt in vier Bundesliga-Partien sieglosen Gastgeber benötigten etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Glücklicherweise war Eintracht-Keeper Kevin Trapp von Beginn an hellwach und lenkte einen gefährlichen Schuss von Ben Haim (5.) über die Latte.

In der Folge dominierte das Veh-Team das Geschehen über die gesamte Dauer aber klar und drängte Israels 19-maligen Meister weit in die eigene Hälfte. Folgerichtig fiel die Führung, als zunächst Meier an den Pfosten köpfte und Kadlec danach wieder einmal goldrichtig stand. Es war bereits der sechste Saisontreffer des 21-Jährigen, der vor der Runde von Sparta Prag an den Main gewechselt war.

Danach vergaben Sebastian Rode (14.) sowie Tranquillo Barnetta (21.) weitere Chancen für den Tabellen-Zwölften der Bundesliga. Die vom ehemaligen Dortmunder Bundesliga-Profi und Champions-League-Sieger Paulo Sousa trainierten Gäste kamen nur zu gelegentlichen Entlastungsangriffen, der Tabellenführer der israelischen Liga blieb harmlos.

Meier erhöht nach einer Ecke



Im Vergleich zum Unentschieden fünf Tage zuvor in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) hatte Veh seine Mannschaft nur auf einer Position verändert. Rotation ist offenbar auch weiterhin nicht die Sache des 52-Jährigen. "Die Europa League ist bestimmt nicht nur ein Zubrot für uns. Wir wollen etwas erreichen. Und dazu haben wir die Möglichkeit", sagte Veh.

Für den am vergangenen Wochenende wenig überzeugenden Stefan Aigner war der zuletzt gesperrte Johannes Flum in die erste Elf gerückt. Innenverteidiger Bamba Anderson konnte nach seiner gegen Nürnberg erlittenen Gehirnerschütterung auflaufen.

Nach dem Wechsel profitierten die Hessen, die auf Kapitän Pirmin Schwegler verzichten mussten, auch von der Überzahl. Nach einer Hereingabe von Barnetta erhöhte Meier, der im Spiel gegen Nürnberg nach sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert hatte, aus kurzer Distanz. Weniger Glück hatte Kadlec (64.), dessen Schuss knapp am Pfosten des Maccabi-Gehäuses vorbei strich.


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