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Europa League

19.09.2013 - 11:30 Uhr


Frankfurt heiß: Bordeaux kann kommen

Die Europa League steht vor der Tür, doch Eintracht Frankfurt bangt nach wie vor um Alex Meier (2.v.l.)

Definitiv fehlen für das Spiel gegen Bordeaux wird Bastian Oczipka - allerdings nicht wegen seiner Kopfverletzung, sondern wegen eines Muskelfaserrisses (© Imago)

Die Eintracht hofft, nach dem Bundesliga-Erfolg in Bremen auch am Donnerstag wieder mit ihren Fans feiern zu können

Frankfurt - Am Donnerstag ist es so weit: Eintracht Frankfurt startet in die Gruppenphase der Europa-League. Die Euphorie und positive Spannung ist bei Fans, Spielern und in der ganzen Stadt zu spüren. Nach der gelungenen Qualifikation kommt mit Girondins Bordeaux (Do., ab 18:45 Uhr im Live-Ticker) der vermeintlich stärkste Gegner in die Commerzbank-Arena.
Wie groß die Vorfreude auf Europa bei der Eintracht ist, machte sich schon am Samstag bei dem 3:0-Sieg im Bundesligaspiel in Bremen bemerkbar. Die letzten 15 Minuten sangen die Frankfurter Fans durchgehend ihren internationalen Schlachtsong "Europacup in diesem Jahr".

Der souveräne Sieg bei Werder gibt der Eintracht Selbstbewusstsein für die kommende Aufgabe gegen Bordeaux. Trainer Armin Veh beschreibt das so: "Nach der sehr guten Leistung in Bremen können nicht nur wir uns auf Europa freuen. Vor allem kann sich die Europa League auch auf uns freuen. Wir haben jede Woche eine super Kulisse in Frankfurt, die sich das auch verdient hat."

Große Vorfreude am Main



Schon zum Heimspiel gegen den Außenseiter Qarabag Agdam aus Aserbaidschan war die Atmosphäre im ausverkauften Stadion eindrucksvoll und die Fans, laut Eintracht Trainer Armin Veh, champions-league-reif. "Ich erwarte eine Superstimmung und freue mich auf die 90 Minuten. Wir werden gleich Vollgas geben", kündigte Marco Russ an: "Ob wir am Ende 5:4 oder 1:0 gewinnen, ist doch egal. Hauptsache, wir gewinnen!"

Nachdem die Gruppenphase mit zwei souveränen Siegen in der Qualifikation gegen Agdam erreicht wurde, wollen die Frankfurter im heimischen Stadion nun die ersten Punkte für das Erreichen der K.o.-Spiele sammeln.

Der schwerste Gegner zu Beginn



Mit den Gegnern Girondins Bordeaux, APOEL Nikosia und Maccabi Tel Aviv wurden der Eintracht namhafte und trotzdem schlagbare Gegner zugelost. "Diese Mannschaften haben alle Qualität und ich sehe keinen klaren Favoriten", ordnete Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen die Stärke der Gegner ein.

Der nominell schwerste Konkurrent für das Überstehen der Gruppenphase stellt sich am Donnerstag gleich zum Auftakt vor: Bordeaux hat die letzte Saison als Siebter abgeschlossen und sich über den Pokalsieg 2013 für die Europa League qualifiziert. Allerdings ist dem französischen Meister von 2009 der Start in die aktuelle Saison mit vier Punkten aus fünf Spielen und Platz 16 in der aktuellen Tabelle nicht besonders gut geglückt.

Oczipka fehlt, Meier fraglich



Ähnliches hätte auch der Eintracht passieren können, aber die Hessen haben ihr schweres Startprogramm in der Bundesliga gut überstanden. Abgesehen vom ersten Spiel gegen Hertha BSC haben die Adlerträger in allen Begegnungen überzeugt - auch in den bisherigen Heimspielen gegen Bayern und Dortmund.

So geht der UEFA-Cup Sieger von 1980 mit Selbstbewusstsein zurück auf die internationale Bühne, auch wenn verletzte Spieler die Stimmung ein wenig eintrüben. Kapitän Pirmin Schwegler wird noch länger fehlen und am Samstag kam noch Linksverteidiger Bastian Oczipka mit einem Muskelfaserriss auf die Ausfallliste. Außerdem sind die Einsätze von Torgarant Alex Meier und Jan Rosenthal nicht sicher.

"Ein Jahr für diesen Moment gearbeitet"



Der Trainer und die Mannschaft haben in den letzten beiden Spielen gegen Dortmund und Bremen aber schon gezeigt, dass sie dank eines größeren Kaders mit Verletzungen umgehen können. Darum sagt Sebastian Rode voller Überzeugung: "Man sieht, dass wir mittlerweile in der Breite eine wesentlich bessere Mannschaft haben und Ausfälle gut kompensieren." Das soll auch am Donnerstag gegen Bordeaux gelten.

Außerdem darf der neue Goalgetter Vaclav Kadlec, der in Bremen zwei Treffer erzielt hatte (Bericht) und in den Play-off-Spielen noch nicht spielberechtigt gewesen war, erstmals auch in der Europa League für die Hessen mitwirken. "Er ist ein außergewöhliches Talent und kann ein außergewöhnlicher Spieler werden", beschrieb Veh seinen Wunschstürmer im "Kicker".

Die enorme Vorfreude in Frankfurt unterstrich noch mal Marco Russ: "Wir werden das Spiel genießen. Auf diesen Moment haben wir schließlich ein Jahr lang hingearbeitet." Damit es häufiger solche Momente in Frankfurt gibt, wollen die Hessen einen guten Start in die Europa League hinlegen und die euphorische Stimmung in Frankfurt erhalten.

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Djakpa - Russ - Aigner, Rode, Barnetta, Inui - Kadlec

Bordeaux: Carrasso - Henrique, Sane, Orban, Mariano - Obraniak, N'Guemo - Biyogo Poko, Rolan, Saivet - Diabite

Schiedsrichter: Andre Marriner (England)
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