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Europa League

30.08.2013 - 11:33 Uhr


Ein großer Schritt für Eintracht Frankfurt

Alex Meier bringt die Frankfurter im Playoff-Rückspiel zur Europa League gegen Qarabag Agdam früh auf den rechten Weg

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Reynaldo macht Takashi Inui mit seinem Tor zum 2:1 alles klar

Der Jubel bei den Hessen ist entsprechend groß, getrübt nur durch die Sorge um Meier

Frankfurt - Mit dem Erreichen der europäischen Gruppenphase hat Eintracht Frankfurt ein wichtiges Ziel erreicht. Die Siege gegen Qarabag Agdam helfen den Hessen finanziell, stärken das Selbstbewusstsein für die kommenden Aufgaben und fachen weitere Begeisterung im Umfeld an.
Nach der am Ende souveränen Qualifikation für die Gruppenspiele der Europa League herrscht im Umfeld der Eintracht Freude und Erleichterung. "Wir haben uns mit dem Erreichen der Gruppenphase einen Traum erfüllt", fasste Torwart Kevin Trapp die Gefühlslage der Frankfurter zusammen. Und auch Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Hessen, waren die Glücksgefühle über die sportliche Entwicklung anzumerken: "Die Rückschläge zu Beginn der Saison haben wir weggesteckt. Nun sind wir in einer guten sportlichen Lage und froh, dass wir die Gruppenphase erreicht haben."

Flum: "Für uns ist es wichtig, weiter international dabei zu sein"



Im Vorfeld der Auslosung zu den Gruppenspielen in Monaco zeigte sich Heribert Bruchhagen wieder bestens informiert: "Wir werden in Topf 3 sein und somit zwei Vereine mit einem besseren Koeffizienten zugelost bekommen. Da hoffen wir auf attraktive Gegner." Die Spieler hatten sich mit solchen Feinheiten noch nicht beschäftigt. Neuzugang Johannes Flum, der sich von der Atmosphäre im Stadion auch nach dem Spiel beeindruckt zeigte, sagte nur: "Es sind verschiedene Stadien und verschiedene Länder, in die wir reisen können. Für uns und unsere Fans ist es wichtig, weiter international dabei zu sein. Es war unglaublich, was die Zuschauer für eine Stimmung erzeugt haben." Mit einer außergewöhnlichen, kurvenumfassenden Choreographie hatten die Fans ihre Spieler begrüßt und gezeigt, dass sich Europa auf die Begegnungen in Frankfurt freuen kann.

Trapp: "Wir verkraften kurze Pausen"



Nach drei Siegen in Folge herrscht bei der Eintracht also wieder eine rundum positive Stimmung. Die Qualifikationsspiele scheinen eher eine Aufbauhilfe als eine Belastung gewesen zu sein. "Der Druck war hoch, dass wir diese Qualifikation schaffen. Nun haben wir uns Selbstvertrauen für Sonntag geholt", erklärte Linksverteidiger Stefano Celozzi, der erneut als Ersatz von Sebastian Jung auflief. Am Sonntag steht für die Eintracht das nächste Bundesligaspiel auf dem Plan: Borussia Dortmund wird in die Commerzbank-Arena kommen und die Frankfurter vor eine schwere Aufgabe stellen. "Das wird heftig. Dortmund ist ausgeruht und wir haben nur zwei Tage zur Regeneration", warnt Mittelfeldspieler Flum. Etwas positiver blickt Kevin Trapp auf die nächste Aufgabe: "Gegen Braunschweig haben wir schon gezeigt, dass wir kurze Pausen verkraften können. Ich freue mich auf das Spiel gegen den BVB. Auch wegen der emotionalen Partie in der letzten Saison." Das spektakuläre 3:3 im September 2012 war einer der Höhepunkte des vorherigen Spieljahres und ein Ausrufezeichen neuer Frankfurter Stärke.

Ein verletzter Fußballgott



Nur ein Vorfall verdüsterte diesen insgesamt so freudigen Abend: die Verletzung von Alex Meier. Es ist noch nicht klar, ob der beste Torschütze der Eintracht am Sonntag spielen kann. Er verletzte sich leicht und wollte nach dem Spiel keine Auskunft geben. Auch Trainer Veh konnte noch nichts sagen: "Wir müssen abwarten wie sich das bis Sonntag entwickelt, aber das ist auf jeden Fall ein Rückschlag." Vielleicht hilft Alex Meier bei der Genesung, dass er von den Frankfurter Fans sowohl bei der Mannschaftsaufstellung, als auch nach seinem Tor den Beinamen Fußballgott bekam und bei seiner Auswechslung mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Aus Frankfurt berichtet Alexander Dionisius
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