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Europa League

07.11.2013 - 21:37 Uhr


2:4! Frankfurt ideenlos gegen Tel Aviv

Eintracht Frankfurt verschenkt durch die 2:4-Niederlage bei Maccabi Tel Aviv den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase der Europa League

Die Frankfurter, die mit Takashi Inui (r.) und drei weiteren Neuen in der Startelf beginnen, finden nicht ins Spiel

Ganz anders Maccabi, das den Torreigen früh durch Eran Zahavi eröffnet

Barak Itzhaki legt noch vor der Pause zum 0:2 und 0:3 nach. Nachdem Srdjan Lakic und Alex Meier verkürzen, setzt Zahavi den Schlusspunkt

Armin Veh muss seine Mannschaft für das Derby am Sonntag gegen den 1. FSV Mainz 05 wieder aufbauen

Frankfurt/Tel Aviv - Eintracht Frankfurt hat am Donnerstag die erste Europacup-Niederlage seit sieben Jahren hinnehmen müssen und den vorzeitigen Einzug in die K.o-Phase der Europa League verpasst. Die auf fünf Positionen neu besetzte Mannschaft von Armin Veh kassierte am 4. Spieltag der Gruppenphase bei Außenseiter Maccabi Tel Aviv eine 2:4 (0:3)-Niederlage. In der Bundesliga ist die Eintracht seit sechs Spielen sieglos.
"Wir standen in der ersten Hälfte neben den Schuhen. Es gibt kein Spiel, dass wir so angehen können, wie wir es hier getan haben", sagte Veh: "Mit einer solchen Einstellung brauchen wir in der Bundesliga gar nicht anzutreten. Kompliment an die Mannschaft aus Tel Aviv, die in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht hat."

Nach den drei Europa-League-Erfolgen zuvor haben die Frankfurter, die am Sonntag im Rhein-Main-Derby beim 1. FSV Mainz 05 antreten müssen, dennoch beste Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 32. In den verbleibenden zwei Partien reicht dafür ein Punkt, die nächste Chance haben die Hessen gegen Girondins Bordeaux am 28. November. Für Tel Aviv, das vor zwei Wochen im Hinspiel noch chancenlos 0:2 verloren hatte, war es der erste Erfolg gegen eine deutsche Mannschaft.

Zahavi und Itzhaki drehen auf



Eran Zahavi (14./90.+4, Handelfmeter) und der überragende Barak Itzhaki (30./35.) schenkten den Hessen die ersten Europapokal-Gegentreffer der Saison ein, die Gäste leisteten sich dabei viele Fehler in der Defensive und standen am Rand eines Debakels. Srdjan Lakic (63.) und Alexander Meier (67. /Handelfmeter) sorgten zumindest für Schadensbegrenzung. Frankfurt hatte in der völlig verpatzten ersten Halbzeit zudem Glück, dass Schiedsrichter Serge Gumienny (Belgien) ein klares Handspiel von Constant Djakpa im Strafraum übersah (17.). Am Ende bewahrte Torwart Kevin Trapp die Eintracht vor einer höheren Niederlage.

Vor den Augen seiner 2.000 mitgereisten Fans begann der UEFA-Pokalsieger von 1980 schwach und war sichtlich verunsichert. Die Rotation Vehs, der vier teilweise angeschlagene Spieler gleich in Frankfurt gelassen hatte, rächte sich von der ersten Minute an. Beim ersten hohen Ball in den eigenen Strafraum versagten Innenverteidiger Bamba Anderson die Nerven, Zahavi war zur Stelle. Neun Minuten später hätte Itzhaki schon früher erhöhen können.

Auch beim zweiten und dritten Gegentreffer half die Eintracht-Defensive fleißig mit. Beim Kopfballtor Itzhakis kam Linksverteidiger Djakpa zu spät, sieben Minuten später schlief die Innenverteidigung. Trapp war jeweils machtlos. In der Folge warteten die Eintracht-Fans vergeblich auf eine Trotzreaktion ihres geschockten Teams.

Aufholjagd kommt zu spät



Bis auf ein paar ungefährliche Weitschüsse brachten die Gäste gegen den international bestenfalls zweitklassigen Gegner keine nennenswerten Offensivaktionen zustande. Es fehlte jegliche Kreativität und Durchlagskraft.

Dennoch verzichtete Veh in der Halbzeitpause auf Wechsel. Die Liga-Dauerläufer Vaclav Kadlec und Bastian Oczipka saßen weiterhin auf der Bank. Kurz nach dem Wiederanpfiff kam die Eintracht erstmals halbwegs gefährlich vor das Tor von Maccabi-Keeper Juan Pablo, der bei Djapkas Hereingabe nicht sicher wirkte (47.). Der Vorstoß über die linke Seite blieb aber zunächst eine Eintagsfliege. Dafür sorgte der Tabellenführer Israels, bei dem der frührere Bundesliga-Profi Paulo Sousa auf der Trainerbank sitzt, auf der Gegenseite immer wieder für Unruhe.

Aus dem Nichts kamen die Anschlusstreffer. Zunächst nutzte Lakic einen Patzer von Pablo, Meier nutzte die Gelegenheit, nachdem Nikola Mitrovic den Ball gegen Stefan Aigner nur mit der Hand verteidigen konnte (64.).


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