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Europa League

24.10.2013 - 20:58 Uhr


1:1 gegen Estoril: Freiburg vor dem Aus

Es ist wie verhext: Vegar Hedenstad (l.) ärgert sich über den Ausgleich von Estoril. Freiburg bleibt ohne Sieg im Europacup

Freiburg um Admir Mehmedi (M.) ist gegen Estoril von Beginn an das bessere Team

Dann wird der Debütant beglückwünscht: Vladimir Darida (2.v.r.) nach seinem 1:0-Führungstreffer

Youngster Nicolai Lorenzoni (l.) - ebenfalls ein Debütant - und die SCF-Defensive hat Estoril meist gut im Griff - bis die Portugiesen durch Seba (r.) nach der Pause ausgleichen

Hedenstad (r.) und der SCF warten damit noch immer auf einen Europacup-Dreier, sind aber immerhin seit drei Spielen ungeschlagen

Freiburg - Der SC Freiburg steht in der Europa League nach einem erneuten Rückschlag vor dem Aus in der Gruppenphase. Gegen den portugiesischen Vertreter GD Estoril kam die Mannschaft von Trainer Christian Streich nur zu einem 1:1 (1:0) und hat mit zwei Punkten als Dritter der Gruppe H nur noch minimale Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde.
Auch die Führung durch den ersten Pflichtspieltreffer von Rekordtransfer Vladimir Darida (11.) reichte den Breisgauern nicht zum Sieg, Seba traf nach der Pause zum Ausgleich (53.). Bereits im ersten Heimspiel der Gruppenphase hatte Freiburg gegen Slovan Liberec eine Führung verspielt, damals reichte den Breisgauern selbst ein 2:0 nicht zum Sieg.

"Ich hätte gerne gewonnen. Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen, waren auch nach der Pause nicht so schlecht. Estoril hat eine Chance gehabt, die haben sie reingemacht", sagte Freiburgs Keeper Oliver Baumann.

Darida feiert Debüt



Ein frühes Ende des "Abenteuers Europa" wäre für die auch in der Bundesliga noch sieglosen Freiburger, die am 7. November zum Rückspiel nach Portugal reisen, offenbar aber kein Beinbruch. Im Gegenteil: Bereits vor dem Anpfiff hatte Streich betont, sein Hauptaugenmerk auf den Liga-Alltag zu legen.

Gegen Estoril verzichtete der Coach daher wie erwartet auf einige Leistungsträger und gab im Defensiv-Verbund in Vegar Hedenstad, Immanuel Höhn und Profidebütant Nicolai Lorenzoni drei Youngstern eine Chance. Im offensiven Mittelfeld feierte Darida, vor der Saison von Viktoria Pilsen gekommen, nach einer Syndesmose-Verletzung sein Debüt im Trikot der Breisgauer.

Die im laufenden Wettbewerb noch sieglosen Freiburger begannen die Partie vor 14.500 Zuschauern mit überraschend breiter Brust und reichlich Vorwärtsdrang. So ergaben sich schnell erste Chancen: Zunächst scheiterte Admir Mehmedi nach starker Vorarbeit von Hedenstad und Jonathan Schmid mit einem Kopfball an Estorils Keeper Vagner (8.).

Seba gleicht überraschend aus



Nach dem Treffer von Darida, der Glück hatte, dass Yohan Tavares seinen Schuss entscheidend abfälschte, ließ der Druck der schnell umschaltenden Freiburger zwar etwas nach, die besseren Gelegenheiten hatten die spielstarken Gastgeber aber weiterhin. Doch Julian Schuster verpasste im Anschluss an eine Ecke das zweite Tor (25.), und Mehmedi kam nicht an Vagner vorbei (35.).

Kurz nach der Pause zeigten sich allerdings die Nachteile des jungen Defensiv-Verbundes um Hedenstad (22), Höhn (21) und Lorenzoni (21): In Überzahl ließ sich die Freiburger Viererkette von einem Steilpass des Gäste-Stürmers Luis Leal überraschen, und Seba tunnelte SC-Keeper Oliver Baumann zum überraschenden Ausgleich (53.).

Freiburg reagierte deutlich geschockt und verlor mehr und mehr Zugriff auf Partie und Gegner. Estoril durfte fast ungestört kombinieren und kam mit schnellen Gegenstößen immer wieder tief in die gegnerische Hälfte. Auf der Gegenseite sorgte ein Versuch des agilen Darida noch für Gefahr, strich aber knapp am Tor vorbei. Zudem scheiterte Francis Coquelin aus zwölf Metern frei an Vagner (80.).


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