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Europa League

25.10.2012 - 13:39 Uhr


Wegweisende Spiele für Leverkusen und Hannover

Leverkusens Siegtorschütze von Trondheim soll im Ernst-Happel-Stadion erneut zu Bayers "Lebensversicherung" avancieren

Stefan Reinartz fehlt Bayer Leverkusen bei Rapid Wien. Der Defensivspieler macht die Reise nach Österreich gar nicht mit

Sieg der Moral: Am 2. Spieltag der Europa League dreht Hannover in Unterzahl einen Rückstand gegen Levante und steht aktuell bei vier Punkten

München - Bayer Leverkusen und Hannover 96 müssen am Donnerstag zum dritten Mal in dieser Saison in der Europa-League-Gruppenphase ran (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker).
Die "Werkself" ist in Wien gefordert, die "Roten" in Schweden bei Helsingborgs IF. Beide deutschen Vertreter stehen aktuell bei vier Punkten und könnten mit einem weiteren Erfolg schon die Weichen in Richtung eines möglichen Weiterkommens in der Gruppenphase stellen.

SK Rapid Wien - Bayer 04 Leverkusen

Leverkusens Tross hatte eigentlich nur eine kurze Reise vor sich, doch diese entwickelte sich zu einer echten Geduldsprobe, da ein unangekündigter Streik der Bediensteten der Gepäckabfertigung und der Busfahrer des Düsseldorfer Flughafens den Abflug um dreieinhalb Stunden verzögerte. "Wir haben vier Punkte und wollen den nächsten Schritt in Richtung Sechzehntelfinale machen. Rapid steht mit dem Rücken zur Wand, nachdem die Mannschaft die ersten beiden Spiele unglücklich verloren hat", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler, der eine hitzige Atmosphäre im Ernst-Happel-Stadion erwartet: "Rapid hat einen klaren Heimvorteil und fast 50.000 Zuschauer im Rücken. Hinzu kommt die große Rivalität zwischen Österreich und Deutschland. Das wird keine Kaffeehaus-Fahrt." Auch Lewandowski warnt davor, die Gastgeber auf die leichte Schulter zu nehmen. "Rapid hat von neun Heimspielen gegen deutsche Mannschaften sieben gewonnen. Das ist eine klare Aussage", meinte der Coach. Der letzte Sieg gegen ein deutsches Team gelang 2009 durch ein 3:0 gegen den Hamburger SV. Auf Stefan Reinartz (Probleme mit den Adduktoren) muss Lewandowski in Wien verzichten, Sidney Sam ist zwar mitgeflogen, wird aber wegen muskulärer Probleme nicht zum Einsatz kommen.

Rapid Wien ist momentan in einem leichten Wellental. Im für die Fans so wichtigen Wiener Derby gegen Austria Wien mussten die "Grün-Weißen" am vergangenen Sonntag eine 0:2-Niederlage hinnehmen und stehen in der Tabelle der österreichischen Bundesliga nur auf Rang 3, vier Punkte hinter Tabellenführer Red Bull Salzburg. Mit Terence Boyd, US-Nationalspieler, der in der vergangenen Saison in Dortmunds Amateur-Mannschaft für Furore sorgte (20 Tore) und dem Ex-Münchner "Löwen" Steffen Hofmann stehen zwei Akteure im Rapid-Kader, die ihr Geld zuvor schon in Deutschland verdient haben. Hofmann wurde einst beim FC Bayern ausgebildet und von Lothar Matthäus zu Rapid geholt. Ob er allerdings am Donnerstag spielen kann, ist aufgrund einer Augenverletzung fraglich. Durch eine Spezialbrille, die jener von Ex-Weltstar Edgar Davids ähnelt, kann der 32-Jährige aber zumindest mal wieder am Training teilnehmen.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Wien: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Prager, Ildiz - Drazan, Burgstaller, Boyd - Alar. - Trainer: Schöttel

Leverkusen: Leno - Schwaab (Carvajal), Friedrich, Toprak, Kadlec - Bender, Hosogai, Castro - Bellarabi, Schürrle - Kießling. - Trainer: Hyypiä/Lewandowski

Schiedsrichter: Fernando Teixeira (Spanien)


Helsingborgs IF - Hannover 96

Nach nur zwei Toren in den letzten drei Spielen erwartet Mirko Slomka von seiner Offensivabteilung eine Rückkehr zu alter Stärke. "Starke Stürmer zeichnen sich dadurch aus, dass sie treffen. Das müssen sie jetzt wieder zeigen", fordert der Coach von Hannover 96 vor dem Europa-League-Gastspiel der Niedersachsen am Donnerstag bei Helsingborgs IF. Mit einem Dreier gegen die noch sieglosen Schweden könnten die Norddeutschen bereits einen großen Schritt Richtung Zwischenrunde machen, doch welche Angreifer in seiner Startformation stehen werden, daraus macht der 96-Coach noch ein großes Geheimnis. Lediglich Jan Schlaudraff gilt als gesetzt, als Nebenmann des Ex-Nationalspielers kommen Mame Diouf, Didier Ya Konan, Artur Sobiech und Mohammed Abdellaoue infrage.

Mario Eggimann ersetzt den verletzten Brasilianer Felipe in der Innenverteidigung, neben dem Schweizer soll Christian Schulz anstelle des gesperrten Karim Haggui spielen. Mut machen sollte den Hannoveraner die Auswärtsstärke im internationalen Geschäft. Nur zwei der letzten zehn Partien in der Europa League gingen verloren, ganz im Gegensatz zum Tagesgeschäft Bundesliga, dort gab es in fremden Stadien seit Februar nur einen einzigen Sieg. "Wir müssen nur unser Spiel machen, dann sollten wir auch in Schweden keine Probleme haben", sagt Abdellaoue.

In der schwedischen Allsvenskan ist Helsingborg aktuell auf Platz 5. Drei Spieltage vor Saisonschluss hat der Titelverteidiger allerdings schon zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer BK Häcken. Die Mannschaft des norwegischen Trainers Age Hareide holte am 2. Spieltag der Europa-League-Gruppenphase den ersten Punkt durch ein 2:2 gegen Twente Enschede und steht gegen 96 daher schon unter Zugzwang. Besonders achten sollte die Hannover-Defensive auf Nikola Djurdjic, den serbischen Stürmer bei den Schweden, der gegen die Niederländer beide Tore erzielte.

Helsingborg: Hansson - Atta, Christoffer Andersson, Larsson, Uronen - Mahlangu, Lindström, Gashi, Bouaouzan - Sörum, Djurdic - Trainer: Hareide

Hannover: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Schulz, Rausch - Stindl, da Silva Pinto, Huszti, Pander - Schlaudraff, Diouf (Abdellaoue). - Trainer: Slomka

Schiedsrichter: Stephan Studer (Schweiz)
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