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Europa League

14.03.2013 - 11:53 Uhr


VfB hofft auf ein Wunder

Stuttgart muss ein 0:2 aus dem Hinspiel aufholen. Hier entwischt Ogenyi Onazi (r.) Tamas Hajnal und erzielt den zweiten Treffer für Lazio

Christian Gentner (M.) und die Schwaben hoffen in Rom aber noch auf ein Wunder

Bruno Labbadia und sein Team mussten sich zuletzt in der Bundesliga dem HSV geschlagen geben

Rom - Der VfB Stuttgart greift im Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Lazio Rom (ab 20:50 Uhr im Live-Ticker) nach dem letzten Strohhalm.
Trotz des ernüchternden 0:2 im Hinspiel am vergangenen Donnerstag und trotz des niederschmetternden 0:1 am vergangenen Sonntag in der Bundesliga gegen den Hamburger SV glauben die Schwaben tapfer an ein Wunder.

Bobic verbreitet Optimismus



"Wir fahren da nicht hin, um uns das Kolosseum oder das leere Olympiastadion anzuschauen", sagt Sportdirektor Fredi Bobic, auch wenn er weiß, "dass es für uns sehr, sehr schwer wird". Trainer Bruno Labbadia versichert: "Wir wollen keinen Wettbewerb abschenken." Das hat ihnen auch keiner vorgeworfen.

Allerdings hat der VfB mittlerweile ganz andere Sorgen als das wahrscheinliche Ausscheiden in der Europa League. In der Bundesliga sind die Stuttgarter die schlechteste Mannschaft der Rückrunde. Vom 6. Rang, der zum Wiedereinstieg in die Europa League in der kommenden Saison berechtigt, trennen sie neun Punkte - acht sind es bis zum Relegationsplatz.

Mittelmaß aber mag in Stuttgart keiner akzeptieren, erst recht nicht das Publikum. Der Zorn des zahlenden Volkes stößt beim VfB sogar auf Verständnis. "Natürlich", sagt Bobic, "stimmen die Ergebnisse nicht, daher muss man das Umfeld auch verstehen."

Noch sieglos in Italien



Er bekräftigt aber: Am Einsatz der Mannschaft könne es "nicht liegen, die Jungs haben Charakter und werden wieder aufstehen." Wenn die Mannschaft "versaut oder abgezockt wäre", könnte auch Labbadia den Unmut erst recht verstehen: "Aber in Laufleistung und Sprints sind wir wieder top gewesen", sagte der Coach achselzuckend nach der Niederlage gegen Hamburg.

Nein, versichert Bobic, die Mannschaft "gibt alle drei Tage Vollgas", und wenn "die Jungs weiter Gas geben, dann werden die Ergebnisse auch wieder kommen." Ob das am Donnerstag schon so sein wird, darf ein wenig angezweifelt werden. "Egal was ist, wir werden nach Rom fahren und dort alles versuchen. Es gibt noch eine Chance, wenn sie auch klein ist, und wir werden um diese kämpfen", beteuert der junge Antonio Rüdiger. Von fünf Europapokal-Spielen in Italien hat der VfB übrigens noch keines gewonnen.

Die größte Hoffnung des VfB, die Saison im Falle eines Ausscheidens noch zu retten, ist der Pokal: Sollten die Stuttgarter gegen den SC Freiburg das Finale in Berlin erreichen und dort auf den FC Bayern treffen, wären sie wieder in der Europa League.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Rom: Marchetti - Pereirinha, Cana, Dias, Radu - Hernanes, Gonzales, Ledesma, Onazi, Ederson - Floccari

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka (Molinaro) - Kvist, Gentner - Harnik (Macheda), Holzhauser (Okazaki), Traore - Ibisevic

Schiedsrichter: Tom Harald Hagen (Norwegen)
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