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28.08.2012 - 08:54 Uhr


Nicht zu sicher fühlen

VfB-Coach Bruno Labbadia steht mit seiner Elf vor dem Einzug in die EL-gruppenphase

Vedad Ibisevic traf im Hinspiel gegen Dinamo Moskau doppelt

Mit einem 2:0 aus Stuttgart geht der VfB ins Rückspiel nach Moskau

Moskau - Sie sagen, was man eben so sagt in Situationen wie diesen. "Das wird nochmal ein heißer Tanz", warnt Trainer Bruno Labbadia. Und Sportdirektor Fredi Bobic ergänzt: "Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen." Was sie damit ausdrücken wollen: Der VfB Stuttgart steht an der Schwelle zur Europa League, das 2:0 im Hinspiel gegen Dinamo Moskau und Kevin Kuranyi ist im Rückspiel am Dienstag allerdings kein Freifahrtschein in die Gruppenphase.
Kommt hinzu, dass Dinamo sich vielleicht gerade rechtzeitig gefangen hat. Nach fünf Niederlagen nacheinander seit Saisonbeginn gelang am Samstag gegen Lokalrivale Lokomotive endlich der erste Sieg (3:2) in der Liga - ohne den gesperrten Kuranyi, und ohne Zvjezdan Misimovic: der ehemalige Bundesliga-Profi saß lediglich auf der Bank.

"Er hatte zuvor einen Lauf"



"Was ich gesehen habe, hat mir ganz gut gefallen", schrieb Kuranyi hinterher auf seiner Facebook-Seite. Er dürfte aber auch gesehen haben, dass Dynamo weiter haarsträubende Fehler in der Abwehr unterlaufen.

Vedad Ibisevic will sich darüber nicht zu viele Gedanken machen. Ja, es stimme schon, sagt der zweifache Torschütze aus dem Hinspiel, Stuttgart habe am Samstag verloren, Dynamo gewonnen, das sei nun mal eine Tatsache. Daraus schließt auch der Bosnier, dass es am Dienstag in der Arena Chimki in Moskau "nicht einfach" wird. Andererseits, so ein 2:0 ist nun mal ein 2:0, und aus diesem Grund, glaubt Ibisevic, sollte das Rückspiel Dinamo größere Kopfzerbrechen bereiten als den Stuttgartern.

Auch Ibisevic hätte Grund, sich Gedanken zu machen, nachdem er am Samstag im Bundesliga-Auftaktspiel gegen den VfL Wolfsburg (0:1) in der 88. Minute beim Stand von 0:0 einen Elfmeter verschoss. Halb so wild, versichert Bobic: "Er hatte zuvor einen Lauf und er wird daher überhaupt keine Probleme haben, mit so etwas umgehen zu können."

Bayern-Spiel noch weit weg



In der Tat will der 28-Jährige aus dem Fehlschuss seine Lehren ziehen: Er sei sich zu sicher gewesen, er habe zu früh abgeschaltet, sagte Ibisevic, aber wenn es wieder Elfmeter gebe, werde er schießen.

Bobic hofft, dass es gar nicht so weit kommt. Dinamo müsse ja angreifen, sagt der Sportdirektor, "da werden wir Räume bekommen", und diese Räume sollten "wir nutzen". Der Vater des Gedankens ist freilich die Angst vor dem Scheitern - und den Folgen, finanziell wie psychologisch.

Am kommenden Sonntag droht beim FC Bayern eine erneute Niederlage in der Bundesliga. Deshalb betont Bobic: "Moskau steht vor der Tür. Das ist das entscheidende Spiel. Bayern ist noch weit weg." - Was man eben so sagt in Situationen wie diesen.

Voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Moskau: Schunin - Wilkshire, Schildenfeld, Fernandez, Lomic - Jusupow, Noboa - Kokorin, Semschow, Dzsudzsak - Kuranyi

Stuttgart: Ulreich - Hoogland, Tasci, Maza, Boka - Kvist, Gentner - Harnik, Hajnal, Traore (Okazaki) - Ibisevic

Schiedsrichter: Aydinus (Türkei)
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