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Europa League

13.02.2013 - 16:13 Uhr


Gute Ausgangslage schaffen

Bayer-Stürmer Stefan Kießling (l.) erzielte am vergangenen Samstag in Gladbach seinen 100. Treffer in der Bundesliga

Patrick Herrmann (2.v.l.) nickt hier den Ball zum 3:3-Endstand eines turbulenten Duells über die Linie

Die "Fohlen" von Lucien Favre kassierten besonders zuhause schon viele Treffer - das muss gegen Lazio besser werden

München - Am Samstag lieferten sie sich ein höchst unterhaltsames Derby. Leverkusen spielte Zauberfußball, Mönchengladbach glänzte mit drei Kopfballtoren nach Standards. Am Ende schöpften beide Vereine Zuversicht aus dem 3:3-Unentschieden. Jetzt bekommen sie es am Donnerstag in der Europa League mit sehr attraktiven Gegnern zu tun.
Den Anfang macht Bayer Leverkusen gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker). Zwei Stunden später empfängt Borussia Mönchengladbach den italienischen Topverein Lazio Rom (ab 20:50 Uhr im Live-Ticker). Es geht um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League. Die Vorfreude steigt.

"Mehr fürs Spektakel als fürs Ergebnis"



"Wir wissen, dass wir auf einen guten Gegner treffen", zollt Leverkusens defensiver Mittelfeldspieler Lars Bender den Gästen aus Portugal Respekt. "Aber wir haben das erste Spiel zuhause und wollen da eine gute Grundlage fürs Rückspiel schaffen." Ein erneutes 3:3 wie in Gladbach würde da eher nicht in die Kategorie gute Ausgangsposition fallen.

Bayer Leverkusen macht derzeit in der Bundesliga eine kleine Ergebniskrise durch. 0:0 in Freiburg, 2:3 gegen Dortmund, 3:3 in Mönchengladbach. Macht unterm Strich drei Spiele nacheinander ohne Sieg. Kein Grund zur Panik sicherlich, denn in allen drei Partien war die Leistung ansprechend. Allerdings verriet die "Werkself" zuletzt ungewohnt viele Schwächen in der Defensive.

"Wir spielen im Moment mehr fürs Spektakel als aufs Ergebnis. Wir kassieren zu viele einfache Tore und vergeben selbst zu viele Chancen", hat Gonzalo Castro selbstkritisch erkannt. Das soll und muss gegen den Tabellen-Zweiten der portugiesischen Liga anders werden.

Einfach wird es nicht, denn Benfica kommt mit der Empfehlung in der Liga in 18 Spielen noch ungeschlagen zu sein. In der Champions League scheiterte der Renommierclub trotz einer Aufholjagd von sieben Punkten aus den letzten drei Spielen am FC Barcelona und an Celtic Glasgow.

Stranzl bedauert Klose-Ausfall



Auch auf Borussia Mönchengladbach wartet mit Lazio Rom ein ziemlich dicker Brocken. Hinter Juventus Turin und dem SSC Neapel belegen die Römer Platz 3 in der Serie A, knapp vor den Topclubs aus Mailand und deutlich vor dem Lokalrivalen AS Rom. Allerdings muss Lazio auf seinen Torjäger Miroslav Klose verzichten, der verletzt ausfällt.

Das bedauert ein bisschen Gladbachs Innenverteidiger Martin Stranzl, der sich auf ein weiteres Duell mit dem Deutschen gefreut hatte. "Schade, dass er sich verletzt hat", sagt der Österreicher, der gegen Leverkusen selbst seine Torgefahr mit seinem bereits vierten Saisontreffer unter Beweis stellte.

"Wir wollen am Donnerstag einen Schritt machen", fügte Stranzl hinzu. "Wir haben dazugelernt. Aber italienische Mannschaften sind unangenehm zu spielen. Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir zuhause ein Ergebnis vorlegen."

Gegentor-Flut abstellen



Dabei dürfen sich die Borussen allerdings nicht solche Fehler erlauben wie gegen Leverkusen. Als Gladbachs Trainer Lucien Favre kurz nach dem 3:3-Spektakel die Gegentore auf einem Monitor sah, entfuhr ihm nur: "Mon dieu, wir haben noch viel, viel Arbeit vor uns."

32 Gegentore fingen die "Fohlen" schon in den 21 Bundesliga-Spielen. Im Borussia-Park kassierte die Elf vom Niederrhein in 14 Pflichtspielen bereits vier Mal drei Gegentore - gegen Kiew, Fenerbahce, Nürnberg und Leverkusen. Das gab es in der vergangenen Saison überhaupt nicht.

Dafür glänzt die Gladbacher Offensivabteilung. Das von Juan Arango immer wieder stark in Szene gesetzte Sturmduo Luuk de Jong/Patrick Herrmann überzeugte in der Rückrunde bislang durch eine neue Treffsicherheit und scheint derzeit gesetzt zu sein. Jetzt sollen die beiden auch Lazio kräftig einheizen.

"Wenn man schon einmal im Sechzehntelfinale ist, will man auch noch eine Runde weiterkommen", sagt Patrick Herrmann. "Wir müssen uns im Hinspiel zuhause stark präsentieren und dürfen nicht so leichtsinnige Fehler machen wie gegen Leverkusen. Dann können wir das Spiel auch gewinnen."

Tobias Gonscherowski
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