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Europa League

14.02.2013 - 22:59 Uhr


Gladbach kassiert Ausgleich in letzter Sekunde

Gladbach empfängt im heimischen Borussia-Park den Gast aus Rom und es wird ein unterhaltsamer Abend für die Zuschauer

Früh trifft Martin Stranzl (m.) per Elfmeter zur Gladbacher Führung und besorgt den 1:0-Pausenstand

Doch die Römer kommen mutig aus der Kabine und drehen mit einem Doppelpack die Partie

Gladbach erhält erneut einen Elfmeter und wieder versucht sich Stranzl (v.), doch dieses Mal scheitert er am Torhüter

Doch es geht munter weiter - Herrmann wird im Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß nagelt Thorben Marx (v.) in den Kasten

Doch damit nicht genug - Juan Arango (l.) schlenzt einen Wahnsinns-Freistoß zur 3:2 ins Tor und lässt die Gladbacher jubeln

Als alle schon mit einem Gladbacher Sieg rechnen, trifft Kozak (h.) quasi mit dem Schlusspfiff zum 3:3-Endstand

Mönchengladbach - Der Traum vom Achtelfinaleinzug in der Europa League ist für Borussia Mönchengladbach fast schon beendet. In einem verrückten Spiel kassierte der fünfmalige Deutsche Meister in der Nachspielzeit durch Libor Kozak (90+4) gegen Lazio Rom den Ausgleich zum 3:3 (1:0) im Zwischenrunden-Hinspiel. Damit stehen die Fohlen am 21. Februar in der italienischen Hauptstadt vor einer schweren Aufgabe.
Martin Stranzl brachte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre per Foulelfmeter in Führung (17.), doch Sergio Floccari (57.) und Libor Kozak (64.) drehten zwischenzeitlich die Begegnung. Der eingewechselte Thorben Marx sorgte mit seinem Foulelfmeter in der 84. Minute für den Ausgleich, dann traf Juan Arango per Freistoß zum 3:2 (88.).

Stranzl mit 300. Gladbacher Tor



Stranzl war zuvor mit einem weiteren Foulelfmeter an Torhüter Federico Marchetti gescheitert (70.), Lazio-Akteur Andre Dias (69./ wiederholtes Foulspiel) hatte Gelb-Rot gesehen. "Das letzte Gegentor darf natürlich nicht passieren. Da darf man nicht den Kopf verlieren, wir wollten noch mehr und noch mehr", sagte Torhüter Marc-Andre ter Stegen.

Vor 46.279 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park scheuten beide Mannschaften in der Anfangsphase das Risiko. Die Gäste, bei denen Nationalspieler Miroslav Klose wegen eines Außenband-Teilabrisses im rechten Knie fehlte, waren zwar von Beginn an spielbestimmend, große Tormöglichkeiten entwickelten sich daraus zunächst aber nicht.

Weitaus effektiver erwiesen sich die Gastgeber. Als der schnelle Patrick Herrmann nur durch ein Foul des unsicheren Andre Dias zu bremsen war, knallte Ersatzkapitän Martin Stranzl den Ball unhaltbar für Marchetti zur Führung unter die Latte. Es war das 300. Gladbacher Tor in einem europäischen Wettbewerb.

Arango scheitert am Pfosten



Danach nahm die Begegnung Fahrt auf. Beide Mannschaften leisteten sich auf dem schwer bespielbaren Platz zwar immer wieder Fehlpässe im Aufbau, doch das Spielniveau steigerte sich bis zur Pause stetig. Lazio übte immer mehr Druck aus. Die Gladbacher, die auf Peniel Mlapa (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Branimir Hrgota (Außenband- und Kapselriss im linken Sprunggelenk) verzichten mussten, konterten aber geschickt. Ein Kopfball von Luuk de Jong verfehlte sein Ziel jedoch knapp (34.), ein gefühlvoller Freistoß von Kunstschütze Juan Arango landete nur am Pfosten (41.).

Auf der anderen Seite rückte aber auch Marc-Andre ter Stegen immer mehr in den Mittelpunkt. Bei einem Freistoß von Antonio Candreva (25.) und einem Kopfball von Klose-Ersatz Floccari (38.) reagierte der Nationaltorhüter glänzend. Beim abgefälschten Schuss von Candreva zwei Minuten vor dem Seitenwechsel wäre aber auch ter Stegen machtlos gewesen.

Kozak trifft mit dem Schlusspfiff zum Ausgleich



"Wir haben ein Spiel gesehen, in dem wir einiges sehr ordentlich gemacht haben. Teilweise haben wir im Mittelfeld zu leichte Ballverluste. Das darf uns nicht zu oft passieren, da sind die Italiener zu ausgebufft", sagte Sportdirektor Max Eberl in der Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel brachte Rom in Kozak eine zweite Spitze. Der Erfolg ließ nicht lange auch sich warten. Floccari bestrafte die mangelnde Zuordnung in der Gladbacher Innenverteidigung und traf freistehend aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Bei Kozaks Führungstreffer sah die Gladbacher Defensive erneut schlecht aus. Dann wurde es hektisch. Dias foulte Stranzl und flog vom Platz. Der Gladbacher verpasste aber seinen zweiten Elfmetertreffer und traf eine Minute später aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Dann aber waren Marx und Arango zur Stelle, ehe erneut Kozak zuschlug.


Mönchengladbach: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Jantschke (75. Hanke), Nordtveit (73. Marx) - Cigerci (75. Xhaka), Arango - Herrmann, de Jong

Rom: Marchetti - Konko, Andre Dias, Biava, Radu - Ledesma (46. Kozak) - Lulic (88. Ciani), Candreva (72. Cana), Hernanes, Gonzalez - Floccari

Schiedsrichter: Sergey Karasev (Russland)
Tore: 1:0 Stranzl (17., Foulelfmeter), 1:1 Floccari (57.), 1:2 Kozak (64.), 2:2 Marx (84., Foulelfmeter), 3:2 Arango (88.), 3:3 Kozak (90.+4)
Zuschauer: 46.279 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: Andre Dias wegen wiederholten Foulspiels (69.)
Gelbe Karten: Arango - Gonzalez, Cana
Besonderes Vorkommnis: Marchetti hält Foulelfmeter von Stranzl (70.)
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