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Europa League

22.08.2012 - 09:48 Uhr


Dinamo Moskau hofft auf Wende unter neuem Trainer

Kevin Kuranyi ist im Sommer 2010 zu Dinamo Moskau gewechselt und hat in 60 Ligaspielen 22 Tore erzielt

Dinamos neuer Trainer, Dan Petrescu, war fünf Jahre lang Spieler beim FC Chelsea

Moskauer Offensivkraft: in 18 Länderspielen hat Aleksandr Kokorin (r.) sechs Tore erzielt

Erfahrung: der 34 Jahre alte Mitteldfeldspieler Igor Semshov (l., mit dem früheren Wolfsburger Zvjezdan Misimovic) hat 57 Mal für Russland gespielt

Fünf Spiele hat Dinamo Moskau, der Gegner des VfB Stuttgart in den Play-Offs zur Europa League, in der russischen Liga absolviert, fünf Mal hat der Dritte der Vorsaison verloren. Sowohl der Trainer als auch der Präsident des Vereins des früheren VfB-Stürmers Kevin Kuranyi sind ihre Posten bereits los.
Seit Montag hat Dan Petrescu, ehemaliger Nationalspieler Rumäniens und zuletzt Trainer des Liga-Konkurrenten Kuban Krasnodar, die Aufgabe, Dinamo auf Kurs zu bringen. 2011/12 landete Dinamo sechs Punkte hinter Zenit St. Petersburg und vier hinter ZSKA Moskau, nach fünf Spieltagen sind es derzeit bereits 13 Rückstand auf Tabellenführer Zenit.

Tordifferenz von -10



Vor der Saison hatte der Hauptstadt-Club auf den Gewinn der Meisterschaft geschielt, der scheint jedoch nicht mehr realisierbar. Zuletzt unterlag Dinamo zuhause Terek Grosny, beim 1:2 erzielte der ungarische Nationalspieler Balazs Dzsudzsak wenigstens den ersten Saisontreffer für Dinamo, das mit einer Tordifferenz von -10 am Tabellenende steht. Kevin Kuranyi, seit dieser Saison Mannschaftskapitän, sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte.

Bereits nach dem dritten Spieltag war Trainer Sergej Silkin im Anschluss an eine 0:4-Heimniederlage gegen den Lokalrivalen Spartak zurückgetreten. In der vergangenen Saison war Dinamo zuhause - Dinamo bestreitet seine Spiele in der 18.636 Zuschauer fassenden Arena Chimki, da das Dinamo-Stadion für die Weltmeisterschaft 2018 umgebaut wird - noch das erfolgreichste Heimteam der russischen Liga, gewann zehn Spiele und unterlag in nur einer der 15 Partien. Auch unter dem Interimstrainer Dmitri Chochlow gelang in drei Spielen kein Punktgewinn.

Stärken in der Offensive



Dinamo Moskau spielt grundsätzlich in einem System mit einer Viererkette in der Abwehr, zwei defensiven und drei offensiven Mittelfeldspielern sowie dem Stürmer Kuranyi.

Die Stärke des Mannschaft liegt in der Offensive, in der vergangenen Saison formten unter anderem Kuranyi, der in der Sommerpause an Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Andriy Voronin und der frühere Wolfsburger Spielmacher Zvjezdan Misimovic mit 51 Toren in 30 Spielen die drittstärkte Offensive der russischen Liga.

Sieben Tore in der Qualifikation für die Play-Offs



Defensiv hat Dinamo Schwächen, kassierte in der vergangenen Saison 30 Tore sowie diese bereits elf. Der im Sommer von Eintracht Frankfurt verpflichtete kroatische Innenverteidiger Gordon Schildenfeld wurde im Spiel gegen Grozny nicht eingesetzt und wird auch gegen Stuttgart nicht in der Startelf erwartet.

Unterschätzen sollte der VfB die Moskauer allerdings nicht: in den internationalen Partien dieser Saison überzeugte Dinamo, in der Qualifikation zur Play-Off-Runde der Europa League erreichte Dinamo bei Dundee United - derzeit Tabellenführer in Schottland - ein 2:2, im heimischen Stadion siegte es mit 5:0. Russlands Nationalspieler Igor Semshov und Aleksandr Kokorin erzielten jeweils zwei Treffer.
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