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Europa League

09.11.2012 - 13:52 Uhr


"Inzwischen kennt jeder seine Aufgabe"

Bayer-Kapitän Simon Rolfes (l.) hat durch ein 3:0 über Rapid Wien mit seinem Team souverän die nächste Runde in der Europa League erreicht

Im nächsten Bundesliga-Spiel in Wolfsburg ist der Mittelfeldspieler (r.) allerdings rotgesperrt

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat das erste Saisonziel erreicht und überwintert international. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Rapid Wien hat sich die "Werkself" schon nach dem vierten Gruppenspiel vorzeitig für die K.-o.-Runde qualifiziert.
Seit zwölf Pflichtspielen ist Bayer nun ungeschlagen - am Sonntag könnte auch Platz 3 in der Bundesliga winken. Bayer-Kapitän Simon Rolfes spricht im Interview mit bundesliga.de über Bayers Lauf und die kommende Aufgabe in Wolfsburg.

bundesliga.de: Herr Rolfes, Glückwunsch zum vorzeitigen Erreichen der K.o.-Runde. Vier Spiele, zehn Punkte, kein Gegentor. Wie zufrieden sind Sie mit dem Abschneiden?

Simon Rolfes: Die erste Zwischenetappe habe wir geschafft, wir sind weiter. Jetzt wollen wir auch den Gruppensieg. Für erfolgreiche Mannschaften ist es immer wichtig, wenig Gegentore zu bekommen. Es ist bemerkenswert, dass wir in allen Spielen zu null gespielt haben und zeigt, dass wir in jedem Spiel die richtige Einstellung gefunden haben. Auch wenn es gegen Rapid einige Minuten in der ersten Halbzeit etwas schwieriger war. Da haben wir das Spiel ein bisschen zu leicht genommen. Aber insgesamt haben wir es dann glanzlos, aber konzentriert runtergespielt.

bundesliga.de: Sind die letzten beiden Spiele in der Gruppe jetzt nur noch eine lästige Pflicht oder freut man sich trotzdem darauf?

Rolfes: Wichtig ist, dass wir in Kharkiv den ersten Platz sichern. Wir wollen da den Sack zumachen.Dann können es wir Trondheim entspannter angehen und in dem Spiel dann viel rotieren.

bundesliga.de: Die Mannschaft hat einen Lauf, auch bei den Bayern hat das Team gewonnen. Was zeichnet Leverkusen derzeit aus?

Rolfes: Wir sind taktisch diszipliniert, alle Spieler arbeiten auch mit nach hinten. Das zeigen auch die null Gegentore in der Europa League. Nach vorne sind wir immer gefährlich, das war noch nie das Problem. Wir finden eine gute Balance aus Defensivarbeit und kreativem Offensivspiel.

bundesliga.de: Wie gut hat es Ihnen getan, mehr als die zwei Minuten gegen Düsseldorf am vergangenen Sonntag auf dem Platz gestanden zu haben?

Rolfes: Ich habe mich mit dem ersten Foul lange zurückgehalten! Ich weiß ja nicht, ob mir der Schiedsrichter wieder direkt rot gezeigt hätte. Nein, Spaß beiseite. Es war gut. Am Sonntag lief es kurios, aber wichtig war, dass wir das Spiel trotzdem gewonnen haben.

bundesliga.de: Gegen Rapid wurde auch munter rotiert, Spieler wie Lars Bender oder Stefan Kießling waren gar nicht im Kader. Ist Leverksuens Kader in der Breite besser aufgestellt als noch im vergangenen Jahr?

Rolfes: Wir können immer mal wieder den einen oder anderen auswechseln, aber nicht im ganz großen Stil. Mit Sicherheit haben wir auf der Bank auch Qualität. Aber ich glaube nicht, dass wir - wie Bayern München das gegen Kaiserslautern gemacht hat-, neun Spieler auf einmal austauschen können. So breit ist unser Kader nicht.

bundesliga.de: Was kann man aus dem Spiel gegen Rapid für die Bundesliga mitnehmen?

Rolfes: Es ist immer so, dass durch erfolgreiche Spiele das Selbstvertrauen wächst und auch bestimmte Abläufe immer besser werden. Wir spielen ein interessantes System, in dem auch inzwischen jeder seine Aufgabe kennt.

bundesliga.de: Bayer ist nun zwölf Spiele ungeschlagen. Am Wochenende kann die "Werkself" bei einer Frankfurter Niederlage in München bei einem eigenen Erfolg in Wolfsburg Dritter werden. Ist das der Platz, auf dem Sie sich selbst auch sehen?

Rolfes: Wir sind jetzt in den Tabellenregionen, in denen wir uns auch ansiedeln können. Vielleicht klettern wir nach dem Wolfsburg-Spiel ja noch einen Platz höher.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie Wolfsburg ein?

Rolfes: Auch wenn der VfL weit unten in der Tabelle steht, haben sie eine Topmannschaft. Sie sind unberechenbar und von den Einzelspielern her sehr stark. Eigentlich gehören sie zu den besten Mannschaften der Bundesliga. Das wird ein schweres Spiel, deswegen müssen wir dort noch einen draufsetzen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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