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17.09.2012 - 17:09 Uhr


"Eine ganz große Sache"

Präsidiumsmitglied Hans Mayer freut sich auf Borussia Mönchengladbachs Rückkehr auf die europäische Bühne

Meyer (l.) selbst saß bereits zwei Mal als Trainer auf der Bank der "Fohlen" - von September 1999 bis März 2003 und zuletzt in der Saison 2008/09

Von November 2005 bis Mai 2009 war Meyer außerdem Chefcoach des 1. FC Nürnberg und gewann mit den Franken 2007 den DFB-Pokal

München - Nach 16 Jahren feiert Borussia Mönchengladbach in dieser Saison die Rückkehr auf die europäische Bühne. Das Aus in der Qualifikation zur Champions League ist abgehakt, erfolgreicher wollen die "Fohlen" im ersten Gruppenspiel der Europa League bei AEL Limassol am Donnerstag auftreten. Im Interview mit bundesliga.de spricht Präsidiumsmitglied und Ex-Trainer Hans Meyer über das Leistungsvermögen der Mannschaft, die Bedeutung internationaler Spiele und den Faktor Erfahrung.
bundesliga.de: Herr Meyer, wie groß ist die Vorfreude, die Borussia nach 16 Jahren wieder auf der europäischen Bühne zu sehen?

Hans Meyer: Natürlich freue ich mich. Jeder weiß, dass in einzelnen Spielen jede Mannschaft jeden Gegner der Welt besiegen kann. Ich glaube, dass die Mannschaft aus den beiden Spielen gegen Dynamo Kiev etwas geschöpft hat und für die Zukunft in die anstehenden Partien in der Europa League mitnimmt. Wenn alle mitziehen und coachbar bleiben, ist mit dieser Mannschaft richtig was machbar.

bundesliga.de: Die Erwartungshaltung am Niederrhein ist nach der vergangenen Saison fast zwangsläufig gestiegen. Lucien Favre betont dennoch gebetsmühlenartig, dass er eine neue Mannschaft aufbauen müsse und der Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholbar ist. Trotzdem hatte der Trainer am Verpassen der Champions League nach eigener Aussage ordentlich zu knabbern. Wie passt das zusammen?

Meyer: Das wird man keinem Trainer der Welt übel nehmen können. Wir haben zwei hervorragende Spiele gegen Dynamo Kiev gespielt und sind nur daran gescheitert, dass wir in einer bestimmten Phase des Hinspiels nicht die Vorgaben von Lucien Favre umgesetzt haben. Dass man sich nach zwei solchen Spielen als Trainer ärgert, ist vollkommen normal. Er hat immer den Anspruch, ganz oben mitzuspielen.

bundesliga.de: Sie haben wie Neuzugang Luuk de Jong mit Twente Enschede bereits international gespielt. Hatten Sie schon Gelegenheit, sich mit ihm darüber auszutauschen?

Meyer: Natürlich haben wir uns schon ausgetauscht. Aber in den ersten Wochen ging es eher darum, dass ich ihm ein wenig den Druck nehmen wollte und erklärt habe, dass es schon andere Spieler gegeben hat, in die hohe Erwartungen gesetzt wurden. Auch andere Stürmer haben ihre Anlaufzeit gebraucht und wir dürfen nicht anfangen, nach ein paar Spielen über das Leistungsvermögen eines so jungen Spielers zu urteilen.

bundesliga.de: Wie sehen Sie das Leistungsvermögen der Borussia im Hinblick auf die Dreifachbelastung aus Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League?

Meyer: Es ist hundertprozentig so, dass man sich auf eine sehr interessante Saison freuen darf. Jedoch wird es eine ganze Menge unbekannter Einflussfaktoren geben. In unserer Mannschaft haben viele Spieler nur wenig oder keine Europa-League-Erfahrung, weshalb sich die Mannschaft in den internationalen Spielen vielleicht erst noch ein Stück weit finden muss. Aber ich bin optimistisch, wenn ich sehe, wie Lucien Favre die Mannschaft auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet hat und wie die Spieler bisher aufgetreten sind.

bundesliga.de: Sie haben selber viel Europapokal-Erfahrung und können sicher einschätzen, wie sich die Mannschaft fühlt, wenn am Donnerstag das erste Gruppenspiel gegen AEL Limassol ansteht. Worauf dürfen sich Fans und Verantwortliche freuen?

Meyer: Internationale Spiele unter Flutlicht sind einfach etwas ganz Besonderes. Dazu werden die Stadien nahezu immer ausverkauft sein. Es wird für alle Spieler der Borussia ein richtiger Höhepunkt in ihrer Karriere sein. Gerade für die jungen Spieler sind solche Spiele natürlich besonders wichtig. Dass wir bis Weihnachten jetzt noch sechs Mal die Möglichkeit haben, uns auf europäischer Bühne zu präsentieren, ist einfach eine ganz große Sache.

Das Gespräch führte Steffen Hoss



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